L. A. – Film: „Late Night“

Ich war am 14.06.19 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Late Night“ (dt. Kinostart: 29.08.19)  102 min   comedy

dir. Nisha Ganatra  cast: Emma Thompson, Mindy Kaling, Hugh Dancy, John Lithgow, Denis O´Hare, Amy Ryan, Paul Walter Hauser, Reid Scott, Max Casella

 

Die 56-jährige Britin Katherine Newbury (Emma Thompson) hat seit 28 Jahren ihre eigene amerikanische Late-Night-Talkshow. Sie ist die einzige Moderatorin einer Late-Night-Show. Nun sinken die Quoten, ihr wird vorgeworfen, Frauen zu hassen und auch will die Chefin des Senders (Amy Ryan) ihren Vertrag nicht verlängern. Katherine kommt auf die Idee, eine Frau in ihr, sonst nur aus weißen Männern bestehendes Autorenteam aufzunehmen. Die indisch-amerikanische Quer-Einsteigerin Molly (Mindy Kailing) bekommt die Chance, sich bei der gefürchteten Talkshow-Moderatorin zu beweisen…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Late Night“ ist der neue Film der kanadischen Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin  (TV-Serie „Transparent“, TV-Serie „Mr. Robot“) Nisha Ganatra. Das Drehbuch stammt von der amerikanischen Schauspielerin (TV-Serie „The Mindy Project“, The Night Before), Synchronsprecherin (Wreck-It-Ralph, Inside Out), Autorin und Filmemacherin (TV-Serie „The Office“) Mindy Kaling. Sie spielt neben Emma Thompson auch die Hauptrolle in „Late Night“. 

„Late Night“ hat einen herrlichen Dialogwitz, eine gute Situationskomik und vor allen Dingen: Emma Thompson. 

Wenn man Emma Thompsons Performance und ihren Charakter sieht, fällt einen zwangsläufig irgendwann Meryl Streep und ihre Miranda Priestly in „The Devil Wears Prada“ ein. Emma Thompson wird für die Laufzeit des Films zu Katherine Newbury, für mich ist das eine Oscar-Performance. Es überrascht nicht, dass Mindy Kaling ihr die Rolle auf den Leib geschrieben. Es ist eine dieser Rollen, bei der man sich auch keine andere Schauspielerin vorstellen kann. Letztlich wird durch sie der Film auch erst richtig sehenswert. Exzellent aber wieder auch John Lithgow, der den an Parkinson erkrankten, liebenswerten Gatten von Katherine Newbury spielt. An der restlichen Besetzung gibt es  auch nichts rumzumäkeln.

„Late Night“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2019 gezeigt. Am 7.6.19 ist der Film in vier amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später lief der Film dann landesweit in 2,220 Kinos. In Deutschland soll die Komödie am 29.08.19 ins Kino kommen.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Anna „

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Luc Bessons neuer Film  

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Gemini Man„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Sci-Fi-Actionthriller mit Will Smith. Neuer Film von Ang Lee, leider schon länger keinen richtig guten Film präsentiert hat.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon 


Trailer v. Film: „The Art of Racing in the Rain„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Romanverfilmung und neuer Film von Simon Curtis.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „Yesterday„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Der neue Danny Boyle Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Once Upon a Time in Hollywood„

Bewertung des Trailers: B (Redband Trailer) 

Kommentar: Quentin Tarantinos neunter Film 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Downton Abbey „

Bewertung des Trailers: B- (erster richtiger Trailer) 

Kommentar: Ich habe die Serie nie gesehen, jetzt also der Film dazu. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Goldfinch„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Romanverfilmung mit Nicole Kidman, Ansel Elgort, Sarah Pauslon u.a.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Brittany Runs a Marathon„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Komödie

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

TV – Serie: "Hannibal, Staffel 1"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender NBC-Serie angeschaut:

„Hannibal, 1. Staffel“ (Die erste Staffel ist ab dem 10.10.13 auf SAT.1 zu sehen und ab dem 20.12.13 auf DVD erhältlich) 13 x approx. 42 min thriller
dir. David Slade, Michael Rymer, Peter Medak, Guillermao Navarro, James Foley, Tim Hunter, John Dahl cast: Hugh Dancy, Mads Mikkelsen, Laurence Fishburne, Caroline Dhavernas, Hettienne Park, Lara Jean Chorostecki, Gina Torres, Kacey Rohl, Gillian Anderson

Will Graham (Hugh Dancy) ist Fallanalytiker beim FBI und unterrichtet an der FBI-Academy. Er hat eine besondere Gabe. Wenn er einen Tatort sieht, kann er sich in die Psyche des Mörders versetzen, sieht den Tatablauf bis ins Detail vor Augen. Will durchlebt die Tat praktisch und leidet sehr unter dieser speziellen Fähigkeit. FBI-Agent Jack Crawford (Laurence Fishburne) ermittelt gerade an einem neuen Serienmord und bittet Will Graham um seine Mithilfe. Die FBI Psychiaterin Dr. Alana Bloom (Caroline Dhavernas) empfiehlt außerdem, den forensischen Psychiater Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) beratend hinzuziehen. Nachdem es zu einem tödlichen Zwischenfall kommt, wird Will von seinem Vorgesetzten Jack Crawford nahegelegt, sich fortan auch von Dr. Hannibal Lecter persönlich behandeln zu lassen. Was keiner ahnt, ist, dass Dr. Lecter selbst ein kannibalischer Serienmörder ist. Dr. Lecter gibt sehr gerne Dinner-Partys zu denen auch die Kollegen vom FBI eingeladen werden…

C- (Wertung von A bis F) Die NBC-Serie „Hannibal“ basiert auf den Charakteren aus Thomas Harris Roman „Red Dragon“. In Brett Ratners gleichnamiger Verfilmung hat Edward Norton die Rolle von Will Graham gespielt und Dr. Hannibal Lecter wurde von Anthony Hopkins verkörpert. „Red Dragon“ ist die Vorgeschichte zu „Silence of the Lambs“. In der Serie spielt Hugh Dancy Will Graham, Dr. Hannibal Lecter wird von Mads Mikkelsen dargestellt. In der NBC-Serie „Hannibal“ wird aber eine andere Geschichte erzählt.

Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren zu viele geniale TV-Serien (Dexter, Boardwalk EmpireBreaking BadHouse of Cards und selbstverständlich Homeland) gesehen, um nicht zu erkennen, dass diese Serie gravierende Schwächen hat.

Die Idee aus der originellen Roman- und geliebten Filmfigur Dr. Hannibal Lecter eine Serienfigur zu machen, ist auf dem Papier zunächst ein gelungener Schachzug. Auch fand ich die Besetzung von Mads Mikkelsen als kannibalischer Serienmörder grundsätzlich nicht verkehrt. In den U.S.A. wurde man Monate vor Serienstart mit zahlreichen Trailern und Making-Of-Einspielern bombadiert. Das hat zweifelsohne mein Interesse geweckt. Die Pilot-Folge habe ich dann tatsächlich auch live in der Erstausstrahlung geschaut und war sehr angetan. Als ich jetzt die komplette erste Staffel gesichtet habe, habe ich mich jedoch schon mit der zweiten Folge gefragt, warum die Serie nicht so funktioniert, wie sie funktionieren könnte.

Ein Hauptgrund dafür ist Mads Mikkelsen als Dr. Hannibal Lecter. Mads Mikkelsen hat zwar ein sehr ausdrucksstarkes Gesicht, aber keine Mimik. Sein Gesicht wirkt gleichbleibend, nahezu ohne Regung. Außerdem hat mich seine monotone Stimmlage und seine, irgendwie lispelige Sprache genervt. Er stellt einen kultivierten Mann dar, der beinahe ausschließlich einen klassischen Dreiteiler trägt. Im eleganten Anzug wirkt er aber völlig steif. Die Kleidung ist viel zu eng geschnitten, sein muskulöser, bulliger Körper zeichnet sich zu deutlich ab. Er ist sexy, aber ich fand es völlig unglaubwürdig, dass er sich in dem feinen Zwirn wohlfühlt. Man sieht ihn eigentlich nie in bequemeren Klamotten. Dieser Dr. Hannibal Lecter wirkt in der Serie auf mich oft teilnahmslos, wie eine Pappfigur. Mads Mikkelsen ist für mich hier letztlich leider eine Fehlbesetzung. Entsprechend war ich zu sehr abgelenkt, zu sehr habe ich mir einen anderen Schauspieler in der Rolle gewünscht. Alles in allem habe ich durch die 13 Episoden eine Überdosis Mads Mikkelsen bekommen. So gerne ich mir „The Hunt“ anschauen möchte, ich glaube, ich brauche erst einmal eine Mads-Mikkelsen-freie-Zeit.

Mads Mikkelsen ist in meinen Augen aber nicht das einzige Problem der Serie.

Ein großes Problem sehe ich auch darin, was die Autoren abgeliefert haben. Das Seriendrehbuch wirkt unstrukturiert und mitunter wirr. Der Aufbau der Handlung/en und die Einführung der Charaktere ging mir oftmals zu schnell vonstatten. Dafür wurde in die 13 Episoden inhaltlich viel zu viel reingestopft. Zu viele Serienmordfälle, zu viele tragische Familienschicksale – hier wäre weniger mehr gewesen. Dadurch wurden auch einzelne, faszinierende Serienmorde/Serienmörder, die durchaus nicht uninteressante Beziehung von Jack Crawford zu seiner Ehefrau oder die Figur Abigail vernachlässigt. All das wäre ausbaufähig gewesen, aber für die, in meinen Augen, dramaturgisch vielversprechenden Dinge war scheinbar einfach nicht genug Zeit. Gar nicht nachvollziehbar empfand ich, dass viele Leute, besonders Jack Crawford und seine Ehefrau die persönliche Nähe zu – ausgerechnet – Dr. Hannibal Lecter suchen. Dr. Lecter wirkt hier alles andere als umgänglich und gesellig. Es war für mich gar nicht ersichtlich, warum auch die FBI-Kollegen so häufig seinen Essenseinladungen folgen und auch seinen psychiatrischen Rat suchen. Die gute Beziehung, die einige zu ihm pflegen, kam für mich aus dem Nichts. Den Dinner-Partys, auf denen der berühmte Kannibale seinen Gästen, menschliche Organe serviert, wird allgemein in der Serie zu viel Platz gegeben. So viel, dass es mich schon anödete. Die Serie hat außerdem große Logiklöcher.

Mit der sechsten Folge (Entrée) gab es eine Veränderung, zunächst zum Besseren. Die Episode erinnert in vielen Einzelheiten an einen der besten Oscar-Gewinner-Filme: Silence of the Lambs. In meinen Augen war die Pilot-Folge (Apéritif), die sechste und später dann auch noch die zehnte Folge (Buffet Froid) die besten Episoden der ersten Staffel von Hannibal. Wenn ich diese Episoden einzeln bewertet hätte, hätte ich ein B-irgendwas gegeben.

Auch die Ausstattung lenkt zu sehr vom Geschehen ab. Im besten Fall fügt sich die Ausstattung wie natürlich in die Handlung ein. Hier schafft sie aber Distanz, die Wohnungen und Räume (z.B. Arbeitszimmer von Dr. Hannibal Lecter, Klinikzimmer von Abigail, Schlafzimmer von Jack Crawford, etc.) wirken auf mich nicht so, als ob da jemand arbeitet oder seine Zeit verbringt. Diese Räume wirken museumsartig oder wie eine Theaterbühne. Vielleicht wäre diese Ausstattung in einer anderen Serie cool, hier passt sie nicht und lenkt auch zu sehr von der Handlung ab. Entwickelt hat die Serie Bryan Fuller („Dead Like Me“, „Heroes“, „Pushing Daisies“) Irgendwo hatte ich gelesen, dass sich Bryan Fuller überlegt hatte, wie David Lynch die Figur des Dr. Hannibal Lecter eingebaut hätte. Das einzige was von der TV-Serie „Hannibal“ in meinen Augen auch nur in die Nähe von einer David Lynch-Inszenierung kommt, ist tatsächlich die Ausstattung.

Der Score ging mir auch auf den Keks, einlullernd und zugleich nervig.

Gut, jetzt habe ich genug aufgezählt, was mir nicht gefällt. Ich mochte aber beispielsweise die von Hugh Dancy verkörperte Serienfigur Will Graham und auch fand ich Hugh Dancy schauspielerisch überzeugend. Er war der Grund, dass ich bis zum Schluss durchgehalten habe. Auch mochte ich teilweise die visuellen Ideen, die hier eingebracht wurden.

Alles in allem ist „Hannibal“ für mich eine Serie, bei der die Chance, aus einer soliden Grundidee eine hervorragende Serie zu machen, nicht genutzt wurde.

Die Charaktere im Einzelnen:

Will Graham – ist Fallanalytiker beim FBI, er unterrichtet an der FBI-Academy. Im Umgang mit Menschen hat er ein Problem, dafür nimmt er streunernde Hunde bei sich Zuhause auf. Er leidet unter seiner Gabe, sich in die Psyche von Serienmördern einfühlen zu können. Gespielt wird Will Graham von dem britischen Schauspieler Hugh Dancy. Er hat in einigen Spielfilmen mitgewirkt, u.a. in „King Arthur“, Evening, Our Idiot Brother, Martha Marcy May Marlene. Mir ist er am meisten durch seine großartige Performance in Adam in Erinnerung. In dem Film hat er einen an Asperger Syndrom leidenden jungen Mann portraitiert. In Brett Ratners Film „Red Dragon“ wurde die Figur des Will Graham von Edward Norton dargestellt. In der TV-Serie Hannibal ist die Figur Will Graham eindeutig die interessanteste.

Dr. Hannibal Lecter – ist forensischer Psychiater, der dem FBI beratend zur Seite steht. Er hilft dabei, Serienmörder zu fassen. Zu dem Zeitpunkt ist niemanden bekannt, dass er selbst ein Serienmörder und Kannibale ist. Er ist kultiviert und hat perfekte Umgangsformen und viele schwören auf seine famosen Kochkünste. Er gibt häufig Dinner-Partys. Er ist mit Dr. Alana Bloom (gespielt von Caroline Dhavernas) befreundet. Gespielt wird Dr. Hannibal Lecter von dem dänischen Schauspieler Mads Mikkelsen. Der breiten Öffentlichkeit wurde Mads Mikkelsen durch seine Rolle als Bösewicht in dem James Bond Film „Casino Royale“ bekannt. Er war auch in u.a. „Valhalla Rising“, „Clash of the Titans“ und „A Royal Affair“ zu sehen. Mit Hugh Dancy hat er bereits zusammen in „King Arthur“ gespielt. Im letzten Jahr wurde er für seine Performance in „The Hunt“ hochgelobt. Den Film muss ich definitiv noch nachholen. In Brett Ratners Film „Red Dragon“ wurde die Figur des Dr. Hannibal Lecter von Anthony Hopkins dargestellt.

Jack Crawford – ist FBI-Agent und Will Grahams Vorgesetzter. Er ist mit Bella (gespielt von Gina Torres) verheiratet. Jack Crawford wird in der TV-Serie von dem amerikanischen Schauspieler Lawrence Fishburne dargestellt. Er hat in vielen Spielfilmen mitgewirkt (u.a. „The Cotton Club“, „Boyz n the Hood“, „Bad Company“, Armored). Der breiten Öffentlichkeit wurde er durch seine Rolle des Morpheus in „The Matrix-Trilogy“ bekannt. In Brett Ratners Film „Red Dragon“ wurde die Figur des Jack Crawford von Harvey Keitel dargestellt.

Dr. Alana Bloom – ist Psychiaterin, Professorin und arbeitet beratend für das FBI, sie kümmert sich um Abigail (gespielt von Kacey Rohl), eine Patientin, deren Vater die eigene Mutter getötet hat. Dr. Alana Bloom wird von der kanadischen Schauspielerin Caroline Dhavernas gespielt. Sie hat in einigen TV-Serien (u.a. „Wonderfalls“, „Law & Order: Criminal Intent“) mitgewirkt und war bereits in einigen Spielfilmen (u.a. Breach, Devil, Wrecked) zu sehen.

Abigail – ist die Tochter eines Serienmörders. Ihr Vater hat auch die eigene Mutter getötet und sie schwer verletzt. Dr. Hannibal Lecter hat auch ein spezielles Interesse an ihr. Gespielt wird Abigail von der kanadischen Schauspielerin Kacey Rohl. Sie hat in einigen TV-Serien mitgewirkt (u.a. in The Killing)

Freddie Lounds – ist Bloggerin, die auf ihrer eigener Website über Verbrechen berichtet. Sie ist hartnäckig und aggressiv in ihrer Recherche. Gespielt wird Freddie Lounds von der kanadischen Schauspielerin Lara Jean Chorostecki. Sie hat bisher einige Auftritte in TV-Serien (u.a. in „Copper“) Im Roman/Film war noch Freddy Lounds noch ein männlicher Zeitungsreporter. In Brett Ratners Film „Red Dragon“ wurde Freddy Lounds von Philip Seymour Hoffman gespielt.

Bella Crawford – ist die Ehefrau von Lawrence Fishburnes Seriencharakter Jack Crawford. Gespielt wird sie von Gina Torres. Die beiden sind auch im wahren Leben miteinander verheiratet.

Die NBC-Serie Hannibal wurde in den U.S.A. vom 4.4.13 – 20.6.13 ausgestrahlt. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Bei den Nominierungen für den wichtigsten Fernsehpreis, den Emmy, wurde die Serie „Hannibal“ komplett übergangen, nicht in einer einzigen Kategorie nominiert…was mich nicht wundert.

Trailer zu sehen:

Die NBC-Website:

http://www.nbc.com/hannibal/

VOD – Film: "Martha Marcy May Marlene"

Folgenden Film habe ich mir auf Video on Demand angeschaut:

„Martha Marcy May Marlene“ (dt. Kinostart: 08.03.12) 101 min drama, thriller
dir. Sean Durkin cast: Elizabeth Olsen, John Hawkes, Sarah Paulson, Hugh Dancy

Martha (Elizabeth Olsen) ist in den Sog einer Sekte geraten, flüchtet aber eines Tages. Völlig traumatisiert ruft sie ihre ältere Schwester Lucy (Sarah Paulson) an und kommt bei ihr und ihrem Ehemann Ted (Hugh Dancy) unter. Martha hat sich in den letzten zwei Jahren stark verändert, sie legt ein merkwürdiges Verhalten an den Tag und erzählt nur sehr wenig. Ihre Schwester Lucy macht sich Sorgen. Martha erinnert sich an die Zeit in der Sekte zurück und entwickelt schon bald eine Panik, von dem Sektenführer Patrick (John Hawkes) und seinen Anhängern verfolgt zu werden…

B (Wertung von A bis F) Das Spielfilmdebüt von Regisseur Sean Durkin ist ein leises und äusserst beklemmendes Drama. Ich hatte mich mehr auf einen Psychothriller eingestellt, und es gibt ganz sicherlich spannende Szenen, aber ein Thriller ist es für mich nicht. Sean Durkin hat hier auch noch ungewöhnlichen Score eingesetzt, in einigen Szenen hat er die Musik sogar völlig weggelassen, was mein Unwohlsein als Zuschauer nur noch verstärkt hat. Vieles bleibt im Dunkeln bzw. lässt Raum für Interpretationen. Elizabeth Olsens Charakter Martha fragt einmal ihre Schwester, ob sie manchmal auch nicht weiss, ob etwas eine Erinnerung oder ein Traum ist. Nach der Zeit, die sie in der Sekte verbracht hat, findet sie sich in der normalen Welt nicht mehr zurecht.

Elizabeth Olsen wirkt sehr natürlich, ich nehme ihr die Persönlichkeit der Martha zu jeder Zeit ab. Elizabeth Olsen scheint wesentlich talentierter und mutiger in ihrer Filmauswahl als ihre beiden älteren Schwestern (die berühmten Olsen-Zwillinge) zu sein. Dennoch würde ich ihre Performance nicht überbewerten, für mich ist das keine Oscar-Performance, aber ich bin schon sehr gespannt, sie bald mal in einer anderen Rolle zu sehen. Selbstverständlich nehme ich John Hawkes den Charles Manson-mässigen Sektenführer ab.

„Martha Marcy May Marlene“ wurde auf dem Sundance Film Festival 2011 uraufgeführt. Dort wurde der Regisseur Sean Durkin mit dem U.S. Directing Award für Bestes Drama ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

Johannesburg – Film: "Adam"

Ich war am 08.10.09 in Johannesburg und habe mir im Kino angeschaut:

„Adam“ (dt. Titel: „Adam – Eine Geschichte über zwei Fremde. Einer etwas merkwürdiger als der Andere“, dt. Kinostart: 10.12.09) 107 min drama, comedy
dir. Max Mayer cast: Hugh Dancy, Rose Byrne, Amy Irving, Frankie Faison, Peter Gallagher

Der 29-jährige Adam (Hugh Dancy) leidet am Asperger-Syndrom, einer leichten Form des Autismus, das insbesondere die sozialen Kontakte beeinträchtigt. Jetzt lernt er seine neue Nachbarin Beth (Rose Byrne) kennen und die beiden nähern sich an…

B+ (Wertung von A bis F) „Adam“ ist eine bewegende Tragikomödie über eine Beziehung, die so unwahrscheinlich sie zunächst auf dem Papier erscheint, so selbstverständlich sie dann im Film wirkt. Das hat hauptsächlich damit zutun, dass das Drehbuch den Charakteren eine langsame und normal und echt erscheinende Annäherung erlaubt. Natürlich liegt es aber auch an den Schauspielern.

Hugh Dancy, der mich in „Evening“ schon so beeindruckt hat, gibt hier eine „Beinahe-Oscar-Performance“. Zu 85% ist er der autistischer Adam, zu 15% hatte ich jedoch das Gefühl, einfach einen sehr guten Schauspieler bei der Arbeit zuzusehen. Rose Byrne (Damages) passt wunderbar in die Rolle. Amy Irving („Carrie“, „Yentl“, „Traffic“) habe ich gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Tatsächlich braucht sie nicht viele Worte, um die Gefühlswelt ihres Charakters darzulegen. Das hat mich an die geniale Performance von Emma Thompson in „Love Actually“ erinnert.

Der einzige Störfaktor im Film ist Peter Gallagher. Er sieht mittlerweile so gruselig aus, dass er meines Erachtens auch nur noch in entsprechenden Rollen und Filmen besetzt werden sollte.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“

Los Angeles – Confessions of a Shopaholic

Ich war am 25.02.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Confessions of a Shopaholic“ (dt. Titel „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“, dt. Kinostart: 12.03.09) 105 min comedy, adaptation
dir. P.J.Hogan cast: Isla Fisher, Hugh Dancy, Joan Cusack, John Goodman, John Lithgow, Kristin Scott Thomas

Die angehende New Yorker Journalistin Rebecca Bloomwood (Isla Fisher) ist kaufsüchtig und verbringt am liebsten ihre Zeit in Nobelkaufhäusern und Boutiquen und kauft Designermode. Bald ist sie hoffnungslos verschuldet und verliert auch noch ihren Job. Wie der Zufall so will, bekommt sie einen neuen Job als Kolumnistin und Finanzexpertin und verliebt sich in ihren Chef (Hugh Dancy)…

D- (Wertung von A bis F) … und eigentlich nur weil Kristin Scott Thomas („Life As a House“, „Gosford Park“, „Keeping Mum“) als Chefin des Modemagazins den Film erheblich aufwertet!!! Ihre Filmfigur könnte man als eine Kombination aus der amerikanischen Vogue Chefin Anna Wintour und der französischen Vogue Chefin Carine Roitfeld beschreiben. Fabelhaft! Ansonsten empfinde ich selbst auch eine tiefe Zuneigung zu Manhattan (und Brooklyn), auch zu Shopping und Luxusartikeln und gönne mir diese Oberflächlichkeit. Daher dachte ich, ohne Kenntnis der Roman-Reihe, das könnte ein stylisher und amüsanter Film werden. Auch wenn ich mal grosszügig ausser Acht lasse, dass der Film inmitten der Wirtschafts- und Finanzkrise zu einem denkbar falschen Zeitpunkt an die Öffentlichkeit kommt, ist dieser gefühlte SIEBEN-STUNDEN-FILM hysterisch, platt und komplett unwitzig. Wenn man den Film darauf reduzieren will, dass der Style doch wenigstens inspirierend ist, wird man auch bitter enttäuscht. Patricia Field, die als Stylistin der „Sex and the City“-Serie noch viele Trends gesetzt hat, hat hier schlichtweg keinen guten Job gemacht. Bis auf eine Ausnahme wirken alle Outfits an Isla Fisher geschmacklos, billig und manchmal sogar lächerlich. Der britische Schauspieler Hugh Dancy, der mir in „Evening“ noch so positiv aufgefallen war, gibt hier eine „Naja“-Performance, ich glaube aber dennoch weiter an sein Talent…

Meine Empfehlung: Lieber „The Devil Wears Prada“ mit einer geradezu göttlichen Meryl Streep anschauen, wesentlich stylisher und witziger.

Trailer zu sehen:

Los Angeles – Evening

War am 3.7.07 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Evening“ ( dt. Titel „Spuren eines Lebens“, dt. Kinostart 10.01.08) 117 min drama
dir. Lajos Koltai cast: Vanessa Redgrave, Claire Danes, Toni Collette, Meryl Streep, Glenn Close, Patrick Wilson, Hugh Dancy, Mamie Gummer

Ann Lord (Vanessa Redgrave) erwähnt auf ihrem Sterbebett ihren beiden Töchtern gegenüber wiederholt den Namen „Harris“, den beide Frauen nicht zuordnen können. An ihren letzten Tagen führt sie selbst die Erinnerung an einen besonderen Tag vor 50 Jahren. An dem Hochzeitstag ihrer besten Freundin (Mamie Gummer) verliebt sich Ann (Claire Danes) in Harris (Patrick Wilson), der nicht nur für sie die grosse Liebe war. Gleichzeitig wird der Tag von einem schrecklichen Ereignis überschattet…

A- (Wertung A bis F) ohne wertend zu klingen ein Frauenfilm, aber ein sehr schöner. Vanessa Redgrave dürfte mit ihrer bewegenden Leistung sicher in das Rennen um den Oscar 2007 einsteigen. Ansonsten grossartiges Ensemble Schauspiel. Die realen Töchter von Meryl Streep (Mamie Gummer) und Vanessa Redgrave (Natasha Richardson) lassen grosses auf zukünftige Schauspielgenerationen hoffen. Meine Neuentdeckung war Hugh Dancy.

Trailer zu sehen: