D. C. – Film: „Motherless Brooklyn“

Ich war am 4.11.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Motherless Brooklyn“ (dt. Kinostart: 12.12.19)   144 min  crime, drama, adaptation 

dir. Edward Norton  cast: Edward Norton, Gugu Mbatha-Raw, Bobby Cannavale, Alec Baldwin, Willem Dafoe, Michael K. Williams, Leslie Mann, Bruce Willis

 

New York in den 1950er Jahren. Nachdem sein Freund und Mentor Frank Minna (Bruce Willis) getötet wurde, begibt sich der Privatdetektiv Lionel Essrog (Edward Norton) auf die Suche nach dem Mörder…

 

C (Wertung von A bis F) „Motherless Brooklyn“ basiert auf Jonathan Lethems gleichnamigen Roman. Es ist nach der charmanten RomCom „Keeping the Faith“ aus dem Jahr 2000 erst die zweite Regiearbeit des amerikanischen Schauspielers Edward Norton („Primal Fear“, „American History X“, „Fight Club“, „25th Hour“, Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance). Edward Norton schrieb auch das Drehbuch zu dem Film und spielt die Hauptrolle. 

Die Romanhandlung von „Motherless Brooklyn“ ist Ende der 1990er Jahren angesiedelt, Edward Norton lässt seine Geschichte in den 1950er spielen. Ein privater Ermittler einer kleinen Detektei versucht, den Mord an seinem ehemaligen Chef und einzigem Freund aufzuklären. Der von Edward Norton verkörperte Lionel Essrog ist ein Außenseiter mit Ticks (er leidet an dem Tourette-Syndrom und Zwangsverhalten) und deckt bei seinen Ermittlungen immer mehr die korrupten Strukturen der Stadt auf. Eine klassische Detektiv-Story inszeniert im Stil eines Neo-Noir-Films. „Motherless Brooklyn“ ist auch ein Film der Rassismus, Diskriminierung und Gentrifizierung zum Thema macht. Ich wünschte, mir hätte der Film besser gefallen. 

Heutzutage ist es generell für Filmemachern schwer, eine Finanzierung für Kinofilme, die weder eine Fortsetzung zu einem erfolgreichem Film oder Part eines Franchises darstellen, zu erhalten. Edward Norton hat neunzehn Jahr gebraucht, die Filmadaption eines seiner Lieblingsromane auf die Leinwand zu bringen. Ed Norton hat sich bemüht, das Filmbudget (mit rund 26 Millionen Dollar) möglichst gering zu halten, dabei wurde er durch seine Schauspieler unterstützt, die gänzlich auf ihre Gage verzichtet haben. Der Look, das Kostümdesign und auch die Ausstattung sieht wertig aus, auch machen die Schauspieler Willem Dafoe, Bobby Cannavale, Gugu Mbatha-Raw und – vor allen Dingen – Alec Baldwin und Edward Norton selbst den Film am Ende sehenswert. Mir war es allerdings nie möglich, richtig in die Geschichte einzutauchen. Ich weiß nicht, woran es lag, ich hatte in so gut wie jeder einzelnen Szene das eigentliche Set vor mir. Habe mir vorgestellt, wo die Kameras platziert waren, wie Norton Regieanweisungen gab, etc. Das mag ein persönliches Problem sein, aber wenn man den Film nur „von außen“ sieht, fallen einem auch sämtliche Kleinigkeiten auf. Beispielsweise inszeniert Ed Norton hier eine Sequenz in einem Jazzclub. In meiner Vorstellung müsste eine solche New Yorker Bar in den 1950er Jahren völlig verqualmt sein, beinahe alle Gäste würden rauchen, als gäbe es kein Morgen, nicht so in Nortons Version des Jazz Clubs. Irgendwann gegen Ende der längeren Sequenz wurde dann vereinzelt geraucht, aber da war es für mich bereits zu spät, ich war komplett raus. Als großer Freund der Musik von Radiohead habe ich Thom Yorkes wunderbaren Song natürlich sofort als seinen rausgehört. Während es sich der Song in meinem Herzen gemütlich gemacht hat, konnte ich mich natürlich wieder erst mal nicht auf etwas anderes konzentrieren.

Edward Nortons Porträt eines, an dem Tourette-Syndrom und unter Zwangsverhalten leidenden Mannes ist überzeugend. Er erklärt uns seine Erkrankung und sein Befinden anhand seines Voice-Overs. Sein Umfeld nimmt ihn teilweise als „Freakshow“ wahr, sie können seine Ticks nicht einordnen und somit wurde Lionel Essrog zwangsläufig zum Außenseiter. Schauspielerisch ebenso gut hat mir Alec Baldwin gefallen, auch weil er die Rolle des mächtigen Widerlings so gut beherrscht. 

„Motherless Brooklyn“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Edward Norton), Bester Nebendarsteller (Alec Baldwin, Willem Dafoe), Beste Nebendarstellerin (Gugu Mbatha-Raw), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien

„Motherless Brooklyn“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 1.11.19 in 1,342 amerikanischen Kinos gestartet. Für Deutschland ist ein Kinostart für den 12.12.19 geplant. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar-)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „A Beautiful Day in the Neighborhood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Marielle Hellers neuer Film über Fred Rogers mit Tom Hanks als selbiger.

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Good Liar„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Bill Condons neuer Film mit Ian McKellen und Helen Mirren

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht nicht zwingend im Kino


Trailer v. Film: „Richard Jewell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Clint Eastwoods neuer (Oscar- ?)Film. Biopic mit Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Ford v Ferrari„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: James Mangolds neuer Film, u.a. der das Le Mans-Autorennen im Jahr 1966 mit Christian Bale, Matt Damon, Tracy Letts

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen


Trailer v. Film: „Like a Boss„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Komödie, da Tiffany Haddish mitspielt, kann ich sie mir nicht anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen:  1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

TV-Serie „Succession, 2. Staffel“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Serie angeschaut:

 

„Succession, Staffel 2“ (seit dem 10.11.19 in D. über Sky zu sehen oder über den iTunes Store zu erwerben)  10 x approx. 60 min  satire, comedy, drama 

dir. Mark Mylod, Andrij Parekh, Shari Springer Berman and Robert Pulcini, Matt Shakman, Becky Martin, Kevin Bray  cast: Brian Cox, Jeremy Strong, Sarah Snook, Kieran Culkin, Alan Ruck, Nicholas Braun, Matthew Macfadyen, J. Smith-Cameron, Holly Hunter, Jeannie Berlin, Cherry Jones, Hiam Abbass, Peter Friedman, Dagmara Dominczyk, Justine Lupe, James Cromwell, Caitlin FitzGerald

 

Was genau hat Logan Roy (Brian Cox) vor?

 

A (Wertung von A bis F) Serienschöpfer der HBO-Serie „Succession“ ist der britische TV-Produzent und Drehbuchautor Jesse Armstrong („In the Loop“, „Four Lions“). Erzählt wird von dem mächtigen Medienmogul Logan Roy und seiner Familie. Ähnlichkeiten von Logan Roy und Rupert Murdoch mit ihren jeweiligen Familien und Waystar Royco und News Corp sind natürlich nur rein zufällig. Produziert haben die Serie u.a. der amerikanische Schauspieler und Drehbuchautor Will Ferrell (Step Brothers, The Campaign) und der amerikanische Drehbuchautor und Filmemacher Adam McKay (The Big Short, Vice). Die Ereignisse der zweiten Staffel knüpfen relativ nahtlos an denen der ersten Staffel an. 

Mein Beitrag zur ersten Staffel liegt jetzt zwei Monate zurück, in der Zwischenzeit lief die Fortsetzung erstmalig auf HBO und die erste Staffel wurde mit zwei wohlverdienten Emmys (Drehbuch für das Staffelfinale und den besten Score für den Vorspann) ausgezeichnet. Leider stand bei den diesjährigen Emmys die letzte Staffel von „Game of Thrones“ im Weg, sonst hätte „Succession“ sicher den Emmy für die Beste Dramaserie gewonnen. 

Ich liebe Filme und Serien, die mich in eine, mir völlig fremde Welt führen, mir diese anhand von Charakteren und Geschichten näher bringen. Erklären, so dass ich diese Welt verstehe. Genau das schafft „Succession“ und ist dabei unglaublich witzig. Hier blickt man hinter die Kulissen einer superreichen dysfunktionalen Familie. Die Roys haben so gut wie keine Berührungspunkte mit der normalen Bevölkerung, sie haben natürlich Bedienstete, aber der Kontakt beschränkt sich darauf, ihnen Anweisungen zu erteilen. Wenn sie unter Druck stehen, geben sie diesen an ihre Untergebenen weiter. Den Unterschied zwischen dem engsten Roy-Familienkreis, ihren wichtigen Geschäftspartnern und allen Anderen sieht man, wenn sie aus Sicherheitsgründen in den Safe/Panic Room gebracht werden. Wenn die Familie Roy den eigenen Vergnügungspark besuchen will, wird der kurzerhand für die anderen Besucher gesperrt. Sie haben riesige Anwesen und Luxus-Wohnungen in Bestlage, werden bei kurzen Strecken in SUVs oder Limousinen (Kendall auch mal auf dem Motorrad) kutschiert, sind aber ansonsten überwiegend in Hubschraubern und Privatjets unterwegs oder verbringen Zeit auf ihrer Jacht. Milliardäre bleiben unter sich, machen Geschäfte mit ihresgleichen. Wenn es um Geld geht, geht es gleich um sehr viel Geld. Die, vermutlich zwischen Anfang 30 und Mitte 50-jährigen Roy-Kinder müssen sich für ihre größeren Ausgaben immer Papas Okay holen und wenn dem etwas nicht in den Kram passt, können sie ihre Wünsche gleich begraben. Manchmal könnte man den Roy-Nachwuchs fast bemitleiden. Es gibt jedenfalls keinen Grund, sie zu beneiden. Die Serie ist ein fiktives, bitterböses Drama und zugleich eine Satire, aber könnte es sich nicht so oder so ähnlich bei den Murdochs oder irgendeiner anderen Milliardärs-Familie zugetragen haben bzw. zutragen? 

In der Familie Roy werden harte Kämpfe ausgetragen. Der Vater, Logan Roy (gespielt von Brian Cox), ist ein Medienmogul, hat das Medienimperium Waystar Royco aufgebaut, er weiß über alles und jeden, innerhalb seiner Familie und in seinem Konzern, Bescheid. Logan Roy ist zwar schon alt, aber noch nicht gewillt, seine Macht abzugeben. Schon gar nicht an seine Kinder, von denen er keinen wirklich ernst nimmt. Allen vier Kindern (gut, Connor ist nicht interessiert, wie wir seit der ersten Staffel wissen, er hat andere Ambitionen) fehlt in Logans Augen das Rückgrat und der Killerinstinkt, den sie seiner Meinung brauchen, um Waystar Royco zu leiten. Vielleicht hat gerade diese Kaltblütigkeit am Ende doch eines der Kinder. Die zweite Staffel steckt bis zur tatsächlichen letzten Sekunde voller Spannung und auch Überraschungen. 

Die erste Staffel war das Amuse-Gueule vor dem mehrgängigen kreativen Dinner in einem Drei-Sterne-Restaurant, was die zweite Staffel, für mich darstellte. Ohne die erste Staffel wird man nicht nachvollziehen können, wie exzellent, die zweite ist. Ich hatte den Eindruck, dass es in der Fortsetzung etwas ernsthafter, dramatischer zugeht. Auf der anderen Seite habe ich bei jeder einzelnen Episode mehrmals lauthals lachen müssen. Mir ist schleierhaft, wie die Schauspieler ihre trockenen und bösartigen Sprüche raushauen können, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

In dieser Staffel geht es um Übernahmen, einen handfesten Skandal, Täter und Opfer und natürlich um Macht und Führungsansprüche der Roy-Geschwister.

Ein kleiner Auszug meiner Lieblingssequenzen:

  • die gesamte Sequenz mit Kendall bei Vaulter (Episode 2, „Vaulter“)
  • die gesamte Sequenz um den rechtsradikalen ATN-Nachrichtensprecher Mark Ravenhead und Connor und Willa bei der Beerdigung von „Mo“ (Episode 4, „Safe Room“)
  • die aussagekräftige Sequenz mit Roman, Shiv und – vor allen Dingen – Kendall und ihrer Mutter (Episode 7, „Return“)
  • die gesamte Sequenz in Schottland. Über Logans Kindheit ist bislang kaum etwas bekannt, daher sind die geringsten Informationen schon willkommen, außerdem mag ich die gesamte Dynamik dieser Episode, „Grexit“ und natürlich Kendall mit ein paar Hochs und Tiefs (Episode 8, „Dundee“)
  • meine absolute Lieblingssequenz ist jedoch das Staffelende (die letzten, vielleicht zehn Minuten von Episode 10 „This is Not for Tears“

Meine Lieblingscharaktere:

In der ersten Staffel hatte ich keinen wirklichen Lieblingscharakter, am meisten habe ich mich sicher über Roman Roy (gespielt von Kieran Culkin) und das Zusammenspiel von Tom Wamsgans und Cousin Greg  (gespielt von Matthew Mcfadyen und Nicholas Braun) amüsiert. Auch in der zweiten Staffel sorgt Roman natürlich mit seinem rätselhaften Sexleben und seinem Sarkasmus für viele Lacher. Greg hingegen orientiert sich langsam um, für die zweite Staffel gibt es zwei (wenn man genau hinschaut, am Ende mit Greg & Ken sogar drei) interessante neue Paarungen: Roman & Gerri und Shiv & Tom. Letztlich ist aber auch sonst jeder einzelne Hauptcharakter vielschichtig und hat seine eigene Geschichte. Bei der zweiten Staffel hat sich jedoch ein Charakter direkt in mein Herz gespielt: Kendall Roy.

Mit der Figur Kendall Roy habe ich auch einen neuen Lieblingsschauspieler: Jeremy Strong. Ich hatte diesen Schauspieler bislang noch gar nicht auf dem Schirm. In der ersten Staffel war seine Serienfigur noch zu grün hinter den Ohren, ich konnte ihn noch nicht wirklich ernst nehmen, außerdem war er der, der mit den Coolen spielen wollte. Coolness kann man aber bekanntlich nicht erzwingen und daher wirkte er oft lächerlich. Er war – um es auf den Punkt zu bringen – der Loser. Kendall ist aber der Einzige der Roy-Kinder, der sich mit dem Mediengeschäft richtig auskennt, jahrelang arbeitete er schon in einer leitenden Position bei Waystar Royco und stand am Anfang der ersten Staffel sogar kurz davor, die Nachfolge von Logan Roy anzutreten…. bis Papa Roy es sich anders überlegt hat. In der zweiten Staffel ist Kens Leben von Ups and Downs bestimmt. Gedemütigt und am Boden, er konsumiert natürlich immer noch Drogen, dann wirkt er auf einmal gefasst und überlegt, manchmal wie ferngesteuert, dann ist er wieder so ein Sausack, macht den Eindruck, als wäre ihm alles egal, kurz darauf wirkt er wieder emphatisch, sehr souverän, angriffslustig, knallhart, dann möchte man ihn wieder einfach in den Arm nehmen, trösten, dann dieser Rap, uswuswusw…Definitiv ist Kendall die faszinierendste Figur der zweiten Staffel. Bei meiner Zweitsichtung der Staffel (die ich übrigens nur jedem ans Herz legen kann, da man bei dieser handlungsdichten und dialogreichen Serie unmöglich alles beim ersten Mal  erfassen kann), war ich manchmal sogar ein bisschen in Kendall verliebt. 

In den letzten paar Wochen habe ich quasi jede freie Minute damit verbracht, „Succession“ zu gucken. Die erste Staffel habe ich, wie alle guten Serien, zwei Mal geschaut. Die zweite Staffel hatte ich schon zwei Mal geschaut, dann war ich erkältet, hatte keine Lust auf Filme oder neue Serien und habe sie mir noch ein weiteres Mal angeschaut. Und auch bei der dritten Sichtung habe ich tatsächlich noch immer wieder etwas Neues entdeckt, mich über Gesichtsausdrücke oder wieder über den Dialogwitz kaputt gelacht und – wie die Male zuvor – meinen Spass mit dieser einfach unfassbar brillant geschriebenen Serie gehabt. 

Definitiv ist „Succession“ keine Serie, die man nebenbei schauen kann, die Handlungsdichte ist viel zu groß, wenn man ein Mal blinzelt, verpasst man schon was. 

 

In meine jährliche Top Ten hatte ich schon einige wenige Male auch eine TV-Serie aufgenommen, die ersten beiden Staffeln von „Succession“ sind jetzt bereits festgesetzt in meiner Top Ten 2019. 

 

Die wichtigsten Charaktere hatte ich bereits in meinem Beitrag zur ersten Staffel vorgestellt, Ein paar für die zweite Staffel wichtige Charaktere, ein Unternehmen und einen TV-Sender möchte ich hier noch vorstellen: 

Gerri ist Wirtschaftsanwältin, leitet die Rechtsabteilung bei Waystar Royco und ist eine wichtige Beraterin für Logan Roy (gespielt von Brian Cox), außerdem gehört sie quasi zur Familie, war  Taufpatin von Logan Roys einziger Tochter, Shiv (gespielt von Sarah Snook), und ist mittlerweile auch für den jüngsten Sohn der Roys, Roman (gespielt von Kieran Culkin), eine enge Beraterin. Gespielt wird Gerri von der amerikanischen Schauspielerin J. Smith-Cameron. Sie hat in vielen TV-Serien (u.a. TV-Serie „True Blood“, ,TV-Serie „Rectify“) gespielt und hat auch in einigen Kinofilmen („In & Out“, Margaret) mitgewirkt. 

Cyd Peach leitet den Nachrichtensender ATN, der zu Waystar Royco gehört. Gespielt wird Cyd von der amerikanischen Schauspielerin Jeannie Berlin. Die mittlerweile 70-jährige war nicht durchgehend auf dem Bildschirm bzw. auf der Leinwand zu sehen. Ich habe sie in den Filmen Margaret und Inherent Vice, sowie der wunderbaren TV-Serie TV-Serie „The Night Of gesehen. Sie hat für ihre Performance in „The Heartbreak Kid“ eine Oscar-Nominierung erhalten. 

Rhea Jarell ist CEO des rivalisierenden Medienkonzerns PGM. Logan Roy will PGM aufkaufen. Rhea hat einen ähnlichen schmutzigen Humor wie die Roys. Gespielt wird Rhea von der amerikanischen Schauspielerin Holly Hunter. Sie hat in den Coen Bros.-Filmen „Raising Arizona“ und „O Brother, Where Art Thou?“ gespielt und auch beispielsweise in dem großartigen Film „Broadcast News“, Sie hat in der TV-Serie „Saving Grace“ und dem Mehrteiler TV-Serie „Top of the Lake mitgewirkt. Sie wurde 6 x für den Emmy nominiert, hat zwei Emmys (für „Roe vs. Wade“ und „The Positively True Adventures of the Alleged Texas Cheerleader-Murdering Mom“) gewonnen. Außerdem wurde sie vier Mal für den Oscar nominiert („Broadcast News“, „The Firm“, „The Piano“ und „Thirteen“), für „The Piano“ hat sie den Oscar gewonnen. 

Naomi ist die Cousine von Nan Pierce (gespielt von Cherry Jones) Sie ist das schwarze Schaf der Familie Pierce, vielleicht kommt sie daher so gut mit Kendall klar. Naomi wird von der amerikanischen Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Annabelle Dexter-Jones gespielt. Sie war u.a. in Holy Motors, „Under the Silver Lake“ und der HBO-Serie „The Deuce“ zu sehen. 

ATN ist ein amerikanischer Nachrichtensender, ein Propaganda-Sender der Republikaner, gleichzusetzen mit Rupert Murdochs TV-Sender Fox News. Wer schon mal in den Genuss gekommen ist, die Berichterstattung dieses Senders zu verfolgen, ist ratlos. Wie ist es rechtlich überhaupt möglich, so viele Lügen zu verbreiten? 

PGM ist ein großes Medienunternehmen, dass seit 150 Jahren im Familienbesitz ist. Die Matriarchin ist Nan Pierce (gespielt von Cherry Jones). CEO von PGM ist Rhea Jarell (gespielt von Holly Hunter) Waystar Royco hat vor Jahren schon mal versucht, PGM zu übernehmen. Logan Roy unternimmt in der zweiten Staffel einen erneuten Versuch.  Familie Pierce ist alter Geldadel, dagegen sind die Roys neureich. Die Pierces sind liberal und demokratisch und halten gar nichts von den Roys. PGM gehört ein liberaler Nachrichtensender, der in den Augen der meisten, der einzige Sender ist, der „richtige Nachrichten“ bringt, insbesondere im Vergleich zu Waystar Roycos Propagandasender ATN. Shiv Roy meldet Bedenken an, Pierce zu kaufen: „If we own all the news, I do actually wonder where I’ll get my fucking news…You´ve got The Times, The Post, editors of Pierce and a couple of hundred angry women on Twitter and that’s about it“

Die erste Staffel von „Succession“ wurde erstmalig v. 3.6.18-5.8.18 auf dem amerikanischen Bezahlsender HBO gezeigt und war für die im September 2019 verliehenen Emmys qualifiziert. Nominiert war „Succession“ für insgesamt 5 Emmy-Awards (Outstanding Drama Series, Outstanding Directing for a Drama Series (für Adam McKay und die Pilotfolge „Celebration“), Outstanding Writing for a Drama Series (für Jesse Armstrong und die finale Episode „Nobody is Ever Missing“). Außerdem war die Serie für zwei Primetime Creative Arts Emmy Awards (Outstanding Casting for a Drama Series und Outstanding Original Main Title Theme Music) nominiert. Die Serie hat zwei Emmys (Outstanding Writing und Outstanding Original Main Title Theme Music) gewonnen. 

Die zweite Staffel von „Succession“ lief erstmalig vom 8.11.19 – 13.10.19 auf dem amerikanischen Bezahlsender HBO und qualifiziert sich dadurch für die Emmys im Jahr 2020. In Deutschland kann man die zweite Staffel seit dem 10.11.19 auf Sky sehen oder über den deutschen iTunes Store (wohl auch in der, unbedingt empfehlenswerten Originalversion) erwerben. 

Eine dritte Staffel wurde bereits bestätigt. 

Trailer der zweiten Staffel zu sehen: 

 

 Vorspann zu sehen:

 

New Yorker Bus mit Werbung von "Succession"
New Yorker Bus mit Werbung von „Succession“

D.C. – Film: „Jojo Rabbit“

Ich war am 4.11.19  in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Jojo Rabbit“ (dt. Kinostart: 23.01.20)  108 min  comedy, drama, adaptation 

dir. Taika Waititi  cast: Roman Griffin Davis, Scarlett Johansson, Thomasin McKenzie, Taika Waititi, Sam Rockwell, Rebel Wilson, Stephen Merchant, Alfie Allen, Archie Yates  

 

Nazi-Deutschland, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Der 10-jährige Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) lebt mit seiner Mutter (Scarlett Johansson) allein, seine Schwester ist verstorben und der Vater kämpft wohl irgendwo in Italien. Jojo ist Mitglied der Hitler-Jugend, aber ein Außenseiter. Als er eines Tages entdeckt, dass seine Mutter Zuhause das jüdisches Mädchen Elsa (Thomasin McKenzie) versteckt hält, weiß er nicht so richtig, wie er damit umgehen soll. Er wendet sich an seinen imaginären Freund Adolf Hitler (Taika Waititi)….

 

B+ (Wertung von A bis F) „Jojo Rabbit“ basiert auf Christine Leunens Roman „Caging Skies“. Es ist der neue Film des neuseeländischen Filmemachers und Drehbuchautors Taika Waititi (What We Do in the Shadows, Hunt for the Wilderpeople, „Thor: Ragnarok“). Waititi hat für diesen Film auch das Drehbuch geschrieben und ist in einer Nebenrolle als seine Version von Adolf Hitler zu sehen. 

Der Neuseeländer Taika Waititi hat maorische und jüdische Wurzeln, das ist für eine Nazi-Satire  wichtig zu wissen. In meinen Augen sollte eine Darstellung dessen einzig jüdischen Filmemachern vorbehalten sein. 

Die Geschichte spielt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und wird aus Sicht eines 10-jährigen Jungen, der mit der Nazi-Propaganda in Deutschland aufgewachsen ist, erzählt. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden. Der Junge, Jojo, möchte ein Mann sein, was in seinen naiven Verständnis wohl damit gleichzusetzen ist, ein Nazi zu sein. Er ist Mitglied der Hitler-Jugend, im Jugendlager muss er jedoch feststellen, dass er nicht alles, was von ihm verlangt wird, umsetzen kann. Jojo ist ein Außenseiter. Sein Vater kämpft im Krieg, vielleicht ist er sogar schon tot, ihm fehlt ein männliches Vorbild, irgendjemand den er zu Rate ziehen kann. Sein imaginärer Freund, Adolf Hitler, ist auch nicht immer eine Hilfe. Jojo hat eingetrichtert bekommen dass Juden Monster sind und als er eines Tages feststellt, dass seine Mutter ein junges jüdisches Mädchen versteckt hält, gerät seine ganze kindliche Gefühlswelt durcheinander. Das Leben ist scheinbar komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Er muss lernen, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden und, dass man sich seine eigene Meinung bilden muss. Das gehört dazu, wenn man erwachsen werden will. 

Das Wichtigste bei einer Nazi-Satire ist es, den richtigen Ton zu treffen. Den trifft Taika Waititi in meinen Augen zum größten Teil. Es gibt hier eine tragische Wendung im Film, die mich leider erst mal  rausgebracht hat. Einfach weil ich mich gedanklich mit den Folgen beschäftigt habe. Ich werde mir den Film selbstverständlich ein weiteres Mal angucken und schauen, ob ich damit dann besser zurecht komme. Ansonsten hat mir der Film schon sehr gut gefallen, es ist sogar nicht ausgeschlossen, dass er am Ende auch in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2019 landet. „Jojo Rabbit“ ist eine smarte Satire, stimmt einen nachdenklich, ist voller Slapstick und absurd komisch, dann plötzlich schockierend und am Ende rührend. Insgesamt ist es eine liebenswerte und hoffnungsvolle Fabel mit einer schlichtweg perfekten musikalischen Einführung und einem ebenso toll gewählten musikalischen Ausklang. Der Film ist mit seiner Botschaft ein wichtiger Film, gerade in der heutigen Zeit. 

Roman Griffin Davis (in seiner ersten Rolle) als Jojo ist etwas farblos, aber vielleicht gerade deshalb eine Idealbesetzung, besonders mochte ich die Beziehung zwischen ihm und der jungen Jüdin Elsa (gespielt von der wunderbaren Thomasin McKenzie, Leave No Trace). Völlig hingerissen war ich von Archie Yates, der Jojos besten Freund Yorki spielt, (und so direkt aus einem Wes Anderson Film stammen könnte, dies ist aber tatsächlich auch sein Schauspieldebüt). Ein Knaller ist – wieder üblich – Sam Rockwell als Captain Klenzendorf, dessen Figur komplexer ist, als man zunächst annimmt. 

Die englische Originalsprache des Films ist hier dringend zu empfehlen, da gerade die Sprache eine gewisse Distanz zum Thema aufbaut und der deutsche Akzent zum absurden Ton des Films beiträgt.

Der von Fox Searchlight produzierte Film ist etwas umstritten. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass er am Ende sogar den Oscar als Bester Film gewinnen könnte. Es ist aber auch möglich, dass „Jojo Rabbit“ nicht mal als Bester Film bei den Academy Awards nominiert wird. Fox wurde bekanntermassen von Disney übernommen und der Maus-Konzern ist besorgt, dass der Film nicht familienfreundlich genug ist und Menschen sogar abschrecken kann. Sie sollten Mut beweisen und auf ihr bestes Pferd im Stall (sie haben auch noch Ford v Ferrari und den neuen Terrence Malick-Film „Hidden Life“)setzen, eine solide Oscar-Kampagne starten und schauen, was passiert. 

„Jojo Rabbit“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Roman Griffin Davis), Bester Nebendarsteller (Taika Waititi, Sam Rockwell) Beste Nebendarstellerin (Thomasin McKenzie, Scarlett Johansson), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien 

„Jojo Rabbit“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival hat der Film (wie zuvor einige spätere Oscar-Gewinner-Filme, wie u.a. The King´s Speech, 12 Years a Slave und Green Book) den Publikumspreis gewonnen. Der Film ist am 18.10.19 in fünf amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später lief er bereits in 256 Kinos in den Vereinigten Staaten. Der Film ist ab dem 23.01.20 in den deutschen Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Honey Boy„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Eine Art Shia LaBeouf-Biopic. So seltsam es sich anhört, nach dem Trailer möchte ich  „Honey Boy“ unbedingt sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Ford v Ferrari„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: James Mangolds neuer Film, u.a. der das Le Mans-Autorennen im Jahr 1966 mit Christian Bale, Matt Damon, Tracy Letts

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar-)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „A Beautiful Day in the Neighborhood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Marielle Hellers neuer Film über Fred Rogers mit Tom Hanks als selbiger.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Good Liar„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Bill Condons neuer Film mit Ian McKellen und Helen Mirren

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „A Hidden Life„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Terrence Malicks neuer Film mit August Diehl, Bruno Ganz, Matthias Schoenaerts, u.a. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

L. A. – Film: „The Lighthouse“

Ich war am 27.10.19 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Lighthouse“ (dt. Filmtitel: „Der Leuchtturm“, dt. Kinostart: 28.11.19)  110 min  drama, thriller, horror  

dir. Robert Eggers  cast: Willem Dafoe, Robert Pattinson

 

Ende des 19. Jahrhunderts. Der Leuchtturm-Wärter (Willem Dafoe) und sein Assistent (Robert Pattinson) werden auf der kleinen, abgelegenen Insel abgesetzt. Vier Wochen sollen sie dort vor der Küste in Maine arbeiten. Es kommt schon bald zu Spannungen und der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich langsam zu….

 

A- (Wertung von A bis F) „The Lighthouse“ ist nach The Witch erst der zweite Spielfilm, bei dem der amerikanische Drehbuchautor und Filmemacher Robert Eggers Regie führt. Das Drehbuch zu diesem Film hat er zusammen mit seinem Bruder Max geschrieben. 

Der Film hat die Intensität eines brillanten Theaterstücks und ist ummantelt von der Inszenierung eines visionären Filmemachers. Robert Eggers beschreibt seinen Film passenderweise mit: „Nothing good can happen when two men are trapped alone in a giant phallus.“

Das erste was auffällt ist das ungewöhnliche Format, fast quadratisch ist die Leinwand, die scharfen, perfekt ausgeleuchteten Bilder (dabei viele Nahaufnahmen), sind schwarz/weiß, die beiden Männer sprechen in einer altenglischen, speziellen Sprache (wie bereits bei Eggers Erstlingswerk). Das alles verstärkt die Wirkung, dass wir hier in einer weit zurückgelegenen Zeit und die Männer sich in einer beklemmenden Situation befinden. Durch die Inszenierung habe ich keinen Moment mit der Rahmenhandlung gefremdelt. Isoliert auf einer kleinen Insel, auf engstem Raum sehen wir die beiden Männer. Für vier Wochen sind ein alter erfahrener Leuchtturmwärter und sein junger Helfer auf sich allein gestellt und sollen ihren Auftrag erfüllen. Der zottelige Alte (gespielt von Willem Dafoe) fällt schnell durch schlechtes Benehmen und respektloses Verhalten auf, ist laut, provoziert und erteilt dem jungen Mann (gespielt von Robert Pattinson) Anweisungen. Während der Junge körperlich schwere und niedere Tätigkeiten ausübt, fragt man sich, was eigentlich der Alte während der Arbeitszeit treibt. Zu dem Grundkonflikt bestehend aus Isolation und Nähe gesellen sich schnell die inneren Kämpfe. Es kommt zu Spannungen und sehr bald zu offenen Konfrontationen. 

„The Lighthouse“ ist ein packendes Kammerspiel, ein Thriller- und irgendwo Horrorfilm, aber auch ein Psycho- und Charakterdrama, manchmal absurd und sehr witzig. Man weiß nie so richtig, was als Nächstes passiert. 

Ich liebe den Film für seine eigenwillige Machart. Für die auf Film gedrehten schwarz/weiß-Bilder wurden Vintage-Kameralinsen genutzt, die den Look noch verstärken, dass es sich um Filmmaterial von Ende des 19. Jahrhunderts handelt. Die visuelle Sprache des Films ist besonders, so wurden für die einzelnen Szenen die Kameras zuerst positioniert, die Schauspieler mussten sich dann ihren Raum suchen. Normalerweise ist es genau andersherum. Der Film müsste jetzt, sofort bei allen ernstzunehmenden Filmpreisverleihungen für die Beste Kamera ausgezeichnet werden. Bereits am Anfang, wenn man auf die kleine Insel mit ihrem Leuchtturm zusteuert, macht man unweigerlich eine kleine Zeitreise. Kaum zu glauben, dass die Szenenbildner diese Bauten eigens für diesen Film erschufen.

Robert Pattinson und Willem Dafoe sind eins mit ihren Rollen geworden, zweifellos liefern beide Schauspieler eine oscarwürdige Peformance. 

Die beiden Filmemacher Robert Eggers und Ari Aster (Hereditary, Midsommar) sind für mich derzeit, die beiden faszinierendsten Regie-Hoffnungen. Beide setzen in ihren Filmen auf Atmosphäre und Stimmung und haben dabei eine völlig andere Herangehensweise und einen sehr präzisen und einzigartigen Stil. Ich bin gespannt auf ihren weiteren Weg, beide präsentieren dieses Jahr erst ihr zweites Werk. 

Ari Asters „Midsommar“ und Robert Eggers „The Lighthouse“ sind beides Film, die in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2019 festgesetzt sind. 

Die Oscar-Strategen von A24 haben sich darauf geeinigt, für Robert Pattinson eine Oscar-Kampagne als Bester Hauptdarsteller und Willem Dafoe als Bester Nebendarsteller zu führen. Strategisch mag das klug sein, für mich sind aber beide gleichwertig in ihrer Präsenz. 

„The Lighthouse“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Robert Pattinson), Bester Nebendarsteller (Willem Dafoe), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. 

„The Lighthouse“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival hat Robert Eggers für seinen Film den FIPRESCI Prize gewonnen. Der A24-Film ist am 18.10.19 in acht amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später war er bereits in 586 Kinos in den Vereinigten Staaten zu sehen. Unter dem Filmtitel „Der Leuchtturm“ soll der Film ab dem 28.11.19 auch in den deutschen Kinos zu sehen sein. 

Trailer zu sehen:

 

Vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Parasite„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Bong Joon-hos Oscar-Film 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen


Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Antlers„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Scott Coopers neuer Film, dieses Mal Horrorfilm mit Jesse Plemons. Der Trailer ist toll

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Turning„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Horrorfilm mit Mackenzie Davis und Brooklyn Prince

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Uncut Gems„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Neuer Film der Safdie Bros. mit Adam Sandler. Ich glaube, die Filme der Brüder sind nicht meins.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Knives Out„

Bewertung des Trailers: A- 

Kommentar: Rian Johnsons neuer Film: Willkommen zurück in der Indie-Welt. Mit Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Toni Collette, Lakeith Stanfield, Christopher Plummer und Michael Shannon

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Richard Jewell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Clint Eastwoods neuer (Oscar- ?)Film. Biopic mit Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: „Ford v Ferrari“

Ich war am 02.10.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ford v Ferrari“  (dt. Filmtitel: „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“, dt. Kinostart: 14.11.19) 152 min  drama, biopic 

dir. James Mangold  cast: Matt Damon, Christian Bale, Jon Bernthal, Tracy Letts, Josh Lucas, Noah Jupe 

 

Zu Beginn der 1960er Jahre will der amerikanische Automobilhersteller Ford Motor Company seinen Ruf verbessern und sich einen eigenen Namen im Autorennsport machen. Nachdem Ferrari das Übernahmeangebot seines US-Konkurrenten abgelehnt hat, plant der Chef des Ford-Konzerns, Henry Ford II (Tracy Letts), mit Hilfe des ambitionierten Managers Lee lacocca (Jon Bernthal) und dem ehemaligen Rennfahrer und Sportwagen-Konstrukteur Carroll Shelby (Matt Damon) nun einen eigenen Rennwagen zu entwickeln. Um bei dem legendären Auto-Rennen in Le Mans anzutreten und die Italiener zu schlagen, brauchen sie aber auch einen exzellenten Fahrer. Der hitzköpfige Brite Ken Miles (Christian Bale) ist ein leidenschaftlicher Fahrer und scheint wagemutig genug, nur entspricht der nicht dem Image, dass sich die Chefetage von Ford vorstellt…

 

B- (Wertung von A bis F) „Ford v Ferrari“ basiert auf wahren Begebenheiten und wurde von A.J. Baimes Biografie „Go Like Hell: Ford, Ferrari, and Their Battle for Speed and Glory at Le Mans“ inspiriert. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers James Mangold („Girl, Interrupted“, „Identity“, „Walk the Line“, Knight and Day, Logan). 

„Ford v. Ferrari“ ist ein Film über Leidenschaft und über eine Freundschaft, vor allen Dingen ist es aber eine typische amerikanische Heldengeschichte. Autos des amerikanischen Automobilherstellers Ford galten Ende der 1950er/Anfang 1960er als biedere Familienkutschen. Henry Ford II wollte das Image ändern und an Autorennen teilnehmen. Am liebsten hätte er den strauchelnden italienischen Autohersteller Ferrari aufgekauft und mit deren Autos Rennen gewonnen, aber nachdem die Übernahme scheiterte, musste Ford einen eigenen Rennwagen bauen, um eines Tages gegen die Italiener bei dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans anzutreten. Das ist der grobe Umriss der Geschichte, Konflikte entstehen dadurch, dass die von Matt Damon und Christian Bale porträtierten ungleichen Männer Carroll Shelby und Ken Miles zunächst eine Basis finden und sich später gegen die Schlipsträgern der Ford Company durchsetzten mussten. 

In Deutschland bekam „Ford v Ferrari“ den Filmtitel „Le Mans 66“, das ist insofern irritierend, da das eigentliche Autorennen erst spät im Film in Szene gesetzt wird. „Ford v Ferrari“ ist dann doch der passendere Titel, da die Motivation der Amerikaner genau daher rührt, ein so schnelles Rennauto wie das der Italiener zu bauen, um diese dann bei dem legendären Autorennen schlagen zu können. Es ist also mehr ein Drama über diesen Prozess mit samt den andauernden Auseinandersetzungen der Charaktere, die den Film interessant machen. Für herausragende und bleibende Szenen sorgt, wie üblich, Tracy Letts, hier als Henry Ford II. 

„Ford v Ferrari“ ist es ein handwerklich gut gemachter Film, etwas zu lang, aber durchaus unterhaltsam mit einigen witzigen Szenen, Ron Howards Rennsportfilm Rush hat mir jedoch besser gefallen. 

 Wenn ich an Matt Damon denke, weiß ich selbstverständlich, dass er früh (zusammen mit Ben Affleck) einen Drehbuch-Oscar für „Good Will Hunting“ gewann und als Schauspieler für The Martian nominiert wurde. Warum auch immer entfällt mir grundsätzlich, dass er noch zwei weitere Male als Schauspieler („Good Will Hunting“ und Invictus) für den Oscar nominiert wurde. Es liegt jetzt vier Wochen zurück, dass ich „Ford v Ferrari“  gesehen habe. Es ist einer dieser Filme, die ich sah, ganz gut fand, aber von denen ich mittlerweile nicht mehr viel in Erinnerung habe. Das vergnügliche Zusammenspiel von Bale und Damon ist mir jedoch noch recht präsent. Matt Damon ist sicher in mehr Szenen zu sehen, als Christian Bale, aber am Ende des Tages bleibt Bale derjenige, an den man zurückdenkt und der eine Oscar-Performance liefert. Es ist noch kein Jahr her, dass ich Christian Bale als Dick Cheney in der, für mich,  filmischen Katastrophe Vice Im Kino sah. Für diese Rolle hatte er enorm zugenommen und wurde zu Recht für den Oscar nominiert. Nun spielt er mit einer Selbstverständlichkeit, den fast magensüchtig wirkenden, exzentrischen britischen Rennfahrer Ken Miles. Als Zuschauer lässt einen Bale nie daran zweifeln, ob er die richtige Wahl für eine Rolle ist, er ist einfach. Für beide Schauspieler wird eine Oscar-Kampagne als Bester Hauptdarsteller geführt. In dieser Kategorie gibt es aber auch dieses Jahr viel zu viele Bewerber und daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass sowohl Damon als auch Bale für den Oscar nominiert werden. Auch nicht sicher ist eine Oscar-Nominierung für Tracy Letts, auch wenn er es verdient hätte. Schauspielerisch gefiel mir hier wieder der Kinderschauspieler Noah Jupe (Suburbicon, A Quiet Place), obwohl er als Sohn von Christian Bales Charakter – rein optisch – eine Fehlbesetzung ist.  

„Ford v Ferrari“ ist einer dieser Filme, bei denen ich tatsächlich noch nicht einschätzen kann, ob er Chancen auf eine Oscar-Nominierung als Bester Film hat. Vielleicht hängt es davon ab, ob er an der amerikanischen Kinokasse ordentlich Geld einspielt. Für mich ist es auch eher ein konventioneller Popcorn-Film, in einigen technischen Kategorien (Ton, Tonschnitt, Kamera, Szenenbild, Schnitt, etc.) sehe ich den Film aber bei den Oscars vertreten.

„Ford v Ferrari“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Matt Damon, Christian Bale), Bester Nebendarsteller (Tracy Letts, Jon Bernthal) und einige technische Kategorien 

„Ford v Ferrari“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2019 gezeigt. Der Film startet am 15.11.19 in den amerikanischen Kinos. In Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „Le Mans 66“ einen Tag vorher, am 14.11.19, starten. Ich habe den Film in einem SAG/AFTRA/AMPAS-Screening mit einer anschließenden Party (bei der auch Regisseur James Mangold und die Schauspieler Tracy Letts und Jon Bernthal anwesend waren) in New York gesehen. 

Trailer zu sehen:

 

Regisseur James Mangold kündigt seinen Film "Ford v Ferrari" bei dem SAG/AFTRA/AMPAS-Screening in New York an.
Regisseur James Mangold kündigt seinen Film „Ford v Ferrari“ bei dem SAG/AFTRA/AMPAS-Screening in New York an.

Toronto – Film: „Zombieland: Double Tap“

Ich war am 20.10.19 in Toronto und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Zombieland: Double Tap“ (dt. Filmtitel: „Zombieland 2: Doppelt hält besser“, dt. Kinostart: 07.11.19)  97 min  comedy, action, sequel  

dir. Ruben Fleischer  cast: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, Rosario Dawson, Zoey Deutch, Avan Jogia, Luke Wilson, Thomas Middleditch, Bill Murray 

 

Zehn Jahre sind seit der Zombie-Apocalypse vergangen. Tallahassee (Woody Harrelson), Columbus (Jesse Eisenberg), Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) leben schon wie eine Familie zusammen. Irgendwann wird es aber den beiden Schwestern zuviel…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Zombieland: Double Tap“ ist die Fortsetzung zu Ruben Fleischers Film Zombieland aus dem Jahr 2009. Auch bei dem Sequel hat der amerikanische Filmemacher Ruben Fleischer („Gangster Squad“, „Venom“) Regie geführt. 

Es ist fast auf den Tag genau zehn Jahre her ist, dass ich „Zombieland“ im Kino gesehen habe. Etwas erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Emma Stone ist mittlerweile ein Filmstar, wurde 3x für den Oscar nominiert (Birdman, La La Land, The Favourite), für „La La Land“ hatte sie den Goldmann sogar gewonnen, Woody Harrelson ist vermutlich kein Jahr älter geworden und hat  jetzt auch drei Oscar-Nominierungen („The People vs. Larry Flynt“, The Messenger, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri), auch Jesse Eisenberg ist um eine Oscar-Nominierung (The Social Network) reicher, aber hat sich optisch kaum verändert. Abigail Breslin hatte ihre Oscar-Nominierung für „Litte Miss Sunshine“ bereits vor dem ersten Zombieland-Film und ich glaube, es gibt einen Grund, warum sie nicht häufiger besetzt wird.

Die meisten Fortsetzungen sind uninspiriert und nur ein fader Aufguss des Originalfilms. Ich hätte auch ohne einen zweiten Teil von „Zombieland“ leben können. Dass die alte Crew (der Regisseur, die beiden Autoren und Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone und Abigail Breslin) wieder zusammengetrommelt wurde, macht es einem aber schwer, die Fortsetzung einfach zu ignorieren. Das Drehbuch ist gut genug, reich an Zombie-Kills, Regeln und trockenen Sprüchen und damit eine der lohnenswerteren Fortsetzungen. Es bereitet einfach Vergnügen, Zeit – vor allen Dingen – mit Tallahassee, Columbus, und Wichita zu verbringen. Neue Charaktere (beispielsweise die unfassbar hübsche Rosario Dawson als Nevada und Zoey Deutch als Madison, die nicht nur Tallahassee auf Nerven geht, aber insgesamt dann doch eine Bereicherung darstellt) wurden hinzugefügt und das Ganze ergibt eine unterhaltsame Actionkomödie. Das fängt bereits vor der Titelsequenz, eigentlich direkt mit dem Columbia Pictures Logo, an und setzt sich bis zum Ende (während des Abspanns gibt es noch eine unverzichtbare Szene) durch.

Als etwas schwierig empfand ich Abigail Breslin und das nicht nur, weil die jetzt ältere Schauspielerin nun gar nicht glaubwürdig als Schwester von Emma Stone durchgeht. 

„Zombieland: Double Tap“ ist am 18.10.19 in 3,468 amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in Kanada gesehen. In Deutschland startet der Film unter dem Filmtitel „Zombieland 2: Doppelt hält besser“ am 07.11.19 in den Kinos. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Countdown„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Horrorfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen:  2 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Black and Blue„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Actionthriller mit Naomie Harris

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 

NYC – Film: „Ad Astra“

Ich war am 30.09.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ad Astra“ (deutscher Filmtitel: „Ad Astra: Zu den Sternen“, dt. Kinostart war der 19.09.19)   122 min  drama, sci-fi

dir. James Gray  cast: Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Ruth Negga, Liv Tyler, Donald Sutherland

 

Irgendwann in der Zukunft. Major Roy McBride (Brad Pitt) ist Raumfahrt-Ingenieur und Astronaut. Sein Vater, Clifford McBride (Tommy Lee Jones) war bereits Astronaut und brach vor Jahrzehnten zu einer Mission im All auf. Er leitete die erste Expedition zum Neptun und sollte nach außerirdischen Leben forschen. Irgendwann brach dann der Kontakt zu Clifford McBride und seiner Crew ab. Seither sind sie verschollen. Nun wird die Erde von unerklärlichen elektromagnetischen Stürmen aus dem All heimgesucht und die amerikanische Weltraumbehörde vermutet einen Zusammenhang zwischen diesen Stürmen und McBrides Forschungsstation.  Major Roy McBride wird jetzt in geheimer Mission ins All geschickt, um die Raumstation zu finden und zu schauen, ob sein Vater tatsächlich noch am Leben ist…

 

D- (Wertung von A bis F) „Ad Astra“ ist der neue Film des amerikanischen Autorenfilmers James Gray („The Yards“, „We Own the Night“, „Two Lovers“, The Immigrant, „The Lost City of Z“).

Es müsste an jeder Häuserwand stehen, wie langweilig dieser Film ist.

Zugebenermassen bin ich generell kein großer Fan von Weltraumfilmen. Dramen mag ich dagegen sehr, leider hat mich aber auch die Vater-Sohn-Geschichte nicht berühren können. 

Brad Pitt sieht man in diesem Sci-Fi-Seelendrama nicht nur in der zentralen Rolle, durch sein Voice-Over lässt er uns auch an den Gedanken und Gefühlen seiner Figur jederzeit teilhaben. Es wäre alles nicht so schlimm, wenn wir hier einen interessanten, oder wenigstens sympathischen Charakter begleiten würden oder eine spannende Geschichte vorgesetzt bekämen. Bekommen wir aber nicht und da konnte auch Brad Pitt (der sich als Schauspieler langsam mausert) nichts herausreißen. 

Die Bilder (die sicherlich nicht schlecht waren, aber an Gravity nicht annähernd heranreichen) zusammen in der Kombination mit der Musik und Brad Pitts eintönigem Gelaber (was nicht ganz so nervig, wie McConaugheys Dauergequatsche in Interstellar war) wirkten einlullernd auf mich. Die gute alte Hypnose-Spirale hätte keinen besseren Effekt erzielt.  Was habe ich nicht alles für Anstrengungen unternommen, um nicht einzuschlafen…

„Ad Astra“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Tommy Lee Jones), Beste Nebendarstellerin (Ruth Negga), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

„Ad Astra“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 20.09.19 in 3,460 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film unter dem Filmtitel „Ad Astra – Zu den Sternen“ seit dem 19.09.19 im Kino. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Countdown„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Horrorfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen:  1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Honey Boy„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Eine Art Shia LaBeouf-Biopic. So seltsam es sich anhört, nach dem Trailer möchte ich  „Honey Boy“ unbedingt sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Waves„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Trey Edward Shults neuer Film, Oscar-Film, soweit ich gehört habe. Dem Trailer nach ist er dem Oscar-Gewinner-Film „Moonlight“ nicht unähnlich.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Ford v Ferrari„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: James Mangolds neuer Film, u.a. der das Le Mans-Autorennen im Jahr 1966 mit Christian Bale, Matt Damon, Tracy Letts

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer (Oscar-)Film, Erste-Weltkriegsgeschichte, eigentlich interessiert mich der Film nicht sonderlich, aber der Trailer ist schon gut.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Western Stars“

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Dokumentation über die Produktion des gleichnamigen Albums von Bruce Springsteen.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „The King´s Man„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Prequel zu den Kingsman-Filmen. Regie Matthew Vaughn mit Ralph Fiennes 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Midway“

Bewertung des Trailers: D-

Kommentar: Boah, so schlecht wie der (Kriegs-)Film durch den Trailer wirkt, kann er nur von Michael Bay oder Roland Emmerich sein und richtig: Roland Emmerich

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%