Chicago – Film: „Bleed for This“

Ich war am 23.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Bleed for This“ (dt. Kinostart: 20.04.17) 116 min drama, biopic
dir. Ben Younger cast: Miles Teller, Aaron Eckhart, Katey Sagal, Ciarán Hinds, Ted Levine

 

 

Im Jahr 1988. Vinny Paz (Miles Teller) ist Profiboxer. Bei einem Boxkampf trägt er schwere Kopfverletzungen davon. Es wird ihm empfohlen, das Boxen ganz aufzugeben. Vinny sucht sich stattdessen aber einen neuen Trainer (Aaron Eckhart) und wechselt die Gewichtsklasse. Als er sich bei einem Autounfall den Halswirbel und einige andere Wirbel bricht und von den Ärzten wissen will, wann er wieder in den Ring steigen kann, teilen die ihm, dass sie nicht mal sicher sind, ob er je wieder laufen kann. Aber auch diesmal kämpft sich Vinny zurück….

 

 

B (Wertung von A bis F) „Bleed for This“ basiert auf einer wahren Geschichte. Es ist der neue Film des amerikanischen Autors und Filmemachers Ben Younger („Boiler Room“, „Prime“).

Ich habe das Gefühl, dass jedes Jahr mindestens ein Boxer-Film ins Kino kommt, der irgendwie bei den großen amerikanischen Filmpreisverleihungen mitspielen will. Viele dieser Filme sind nicht schlecht, aber dramaturgisch ähneln sie sich doch stark. Entweder ist es ein Außenseiter, der sich ganz nach oben kämpft oder es ist ein (physisch oder psychisch) angeschlagener Boxer, der sich zurück ins Leben und eben auch wieder ganz nach oben kämpft. Am Ende steht meist ein ganz großer Boxkampf. Bei „Bleed for This“ ist es wieder die Comeback-Story, durchaus solide inszeniert. Der Film spielt Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre im Arbeitermilieu von Rhode Island und entsprechend kann man sich an der authentischen, aber schlimmen Mode, dem Make-up, der geschmacklosen Wohnungseinrichtung und den schlecht gemachten Brüste sattsehen. Bestimmte Bilder, z.B. Miles Teller mit gemeinen Oberlippenbart und in einem Leoparden-String-Tanga – muss ich auch erst mal wieder aus meinem Kopf bekommen.

 
„Bleed for This“ ist bereits der zweite Spielfilm, bei dem Miles Teller neben Aaron Eckhart spielt. Als er sein Spielfilmdebüt in Rabbit Hole gab, haben die beiden Schauspieler bereits zusammengearbeitet. In meinem Beitrag über den Film „Rabbit Hole“ habe seinerzeit Miles Teller, neben Jennifer Lawrence und Hailee Steinfeld als meine Neuentdeckung für das Jahr 2010 gesehen. Komisch irgendwie, so etwas jetzt sechs Jahre später zu lesen und großartig, was alle drei Schauspielern für eine Karriere gemacht haben. Miles Teller ist ein guter Schauspieler und überzeugt in „Bleed for This“ als Boxer. Für diesen Film hat er sich durch drei Gewichtsklassen trainiert. Sein Schauspielkollege Aaron Eckhart stiehlt ihm aber eindeutig die Show. Er spielt einen versoffenen, ehemaligen Erfolgstrainer, der dann mit Vinny Paz trainiert. Aaron Eckhart hat für diese Rolle über 40 Pfund zugenommen und trägt eine, nicht gerade schmeichelnde Halbglatze. Optisch ist er kaum zu erkennen und auch seine Stimme und Sprache hat er bis zur Unkenntlichkeit verändert. Für mich gibt er eindeutig eine Oscar-Performance. Auch gut hat mir Katey Sagal, bekannt aus vielen Serien, u.a. „Married with Children“ und Sons of Anarchy) gefallen. Ich hoffe, dass sie künftig auch öfter mal in Kinofilmen besetzt wird.

Während des Abspanns werden kurz die realen Personen neben den Schauspielern, von denen sie in dem Film portraitiert wurden, gezeigt. Das ist eine sehr sympathische Geste.

„Bleed for This“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Miles Teller), Bester Nebendarsteller (Aaron Eckhart), Bestes Originaldrehbuch

„Bleed for This“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 18.11.16 landesweit in den amerikanischen Kinos gestartet. Der Film kommt am 20.04.17 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Fences„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denzel Washingtons Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks mit Denzel selbst in der Hauptrolle und Viola Davis. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film wohl ganz gut sein soll.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell raus. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass ich ihn wohl gucken muss.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Split„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow. Psychothriller mit James McAvoy. Wenn der Film so gut ist wie der Trailer… das Einzige was gegen den Film spricht, ist M. Night Shyamalan als Regisseur und ein Kinostart im Januar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Life„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Before I Fall„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Zoey Deutch. Ich mag die Hauptdarstellerin (aus „Everybody Wants Some!!“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sleepless„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionthriller mit Jamie Foxx – da bin ich dann erst mal raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

 

amerikanisches Filmplakat von "Bleed for This"
amerikanisches Filmplakat von „Bleed for This“

NYC – Film: „Sully“

Ich war am 26.09.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Sully“ (dt. Kinostart: 1.12.16) 96 min drama, adaptation, biopic
dir. Clint Eastwood cast: Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Anna Gunn, Ann Cusack, Autumn Reeser

 
15. Januar 2009, US Airways Flug 1549 von NYC nach Charlotte. Kurz nach dem Start kam es zu einem mehrfachen Vogelschlag. Beide Triebwerke des Airbus 320 sind daraufhin ausgefallen. Flugkapitän Chelsey „Sully“ Sullenberger (Tom Hanks) und sein Copilot Jeff Skiles (Aaron Eckhart) mussten innerhalb weniger Sekunden entscheiden und notwasserten schließlich kurz darauf auf dem Hudson River. Während Sully nach der erfolgreichen Rettung von 155 Menschen in den U.S.A. und weltweit als Held gefeiert wird, muss er und sein Copilot sich vor der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde NTSB dafür rechtfertigen, warum sie nicht einfach einen Flughafen in der Nähe angeflogen sind…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Sully“ basiert auf der Autobiografie von Chesley Sullenbergers „Highest Duty: My Search for What Really Matters“. Sie beschreiben die Vorgänge des US Airways Fluges 1549 und die anschließenden Untersuchungen des National Transportation Safety Board (NTSB). Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Clint Eastwood („Unforgiven“, „Midnight of the Garden of Good and Evil“, „Mystic River“, Changeling, Gran Torino, American Sniper).

Clint Eastwood ist mittlerweile 86 Jahre alt, mag politisch verwirrt sein, aber er schafft ee immer noch imposante Heldengeschichten zu inszenieren. Wahrscheinlich kennt jeder die Miracle-on-the-Hudson-Story, kaum einer wird aber davon wissen, wie sich die Cockpit-Crew direkt im Anschluss an die spektakuläre Notwasserung vor einer amerikanischen Behörde erklären musste. Die gesamte Anhörung vor den Sicherheitsexperten, vor allen Dingen die Piloten, die den Flug im Simulator nachstellten und dann Sullys Aussage, die alles widerlegte fand ich am beeindruckendsten.

 
Bei Filmen über die Fliegerei neige ich natürlich dazu, besserwisserisch rumzumaulen. Im Endeffekt zählt natürlich das Resultat und das ist, dass allen 155 Insassen an Bord das Leben gerettet wurde – wie sie es geschafft haben, ist zweitrangig. Dennoch konnte ich die im Film dargestellte Reaktion der Kabinencrew nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich folgen die Crews der US Airways anderen Richtlinien und trainieren andere Standards. Warum haben sie aber direkt nach dem Aufprall so zögerlich reagiert? Warum haben sie nicht sofort (mit dem Megafon) Kommandos an die Passagiere gegeben und evakuiert? Und warum wurden die Passagiere nicht aufgefordert ihre Schwimmweste mitzunehmen und vor allen Dingen – wenn sie das Flugzeug verlassen – auch aufzublasen? Die Original-Fotos von dem Flugzeug zeigen tatsächlich, dass sehr viele Passagiere keine Schwimmweste trugen. Auch habe ich nicht verstanden warum Cpt. Sully sich so spät erst wieder angeschnallt hat. Aber, ist ja gut gegangen…

 
Tom Hanks ist natürlich perfekt in der Rolle, wahrscheinlich würde der Film ohne ihn gar nicht funktionieren. Letztlich fand ich seine Performance in Captain Phillips aber oscarreifer und dafür wurde er unverständlicherweise nicht nominiert. Auch Anna Gunn hat mir gut gefallen.

 
Im Abspann ist in zwei Filmbeiträgen noch der reale Chelsey „Sully“ Sullenberger zu sehen.

 
„Sully“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Bester Regisseur, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

 
„Sully“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 6.9.16 in den amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film ab dem 1.12.16 zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „The Girl on the Train„
Bewertung des Trailers: F
Kommentar: Dieser Trailer ist ein unfassbarer Spoiler-Trailer. Bei mind. 80% RT gucke ich den Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

 

Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Hillsong: Let Hope Rise„
Bewertung des Trailers: unbewertbar
Kommentar: unerträglich, sorry
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher gucke ich einen Bridget Jones-Film

Trailer v. Film: „Deepwater Horizon„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Peter Bergs neuer Film über die gleichnamige Katastrophe mit Mark Wahlberg.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

amerikanischer Aufsteller von "Sully"
amerikanischer Aufsteller von „Sully“

L.A. – Film: "Olympus Has Fallen"

Ich war am 26.03.13 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Olympus Has Fallen“ (dt. Kinostart: 13.06.13) 120 min action
dir. Antoine Fuqua cast: Gerard Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Robert Forster, Ashley Judd, Melissa Leo, Dylan McDermott, Radha Mitchell, Angela Bassett, Finley Jacobsen

Mike Banning (Gerard Butler) arbeitete beim Secret Service und war, als Leiter der Leibgarde, einer der engsten Mitarbeiter des amerikanischen Präsidenten Benjamin Asher (Aaron Eckhart). Als es zu einem tragischen Unfall kommt, wird er in den Innendienst versetzt. Es vergehen 1 1/2 Jahre. Der amerikanische Präsident bekommt Besuch von dem südkoreanischen Premierminister. Während des Staatsbesuches wird auf Washington D.C. ein schwerer Anschlag verübt. Der Secret Service bringt den Präsidenten, seine Außenministerin (Melissa Leo) und seinen Staatsgast samt Entourage im Bunker des Weißen Hauses in Sicherheit. Die Terroristen nehmen das Weiße Haus in Beschlag. Mike gelingt es irgendwann, sich ins Weiße Haus zu schleichen…

B- (Wertung von A bis F) An „Olympus Has Fallen“ hatte ich tatsächlich die geringsten Erwartungen. Entsprechend überrascht war ich, wie actionreich, brutal und wahnsinnig spannend der Film ist. Auch wenn hier vieles unglaublich unlogisch ist, seit dem immensen terroristischen Anschlag, dieser einhergehenden Zerstörung, der Schockstarre und der Hilflosigkeit der amerikanischen Regierung, Polizei und Armee war ich von der Handlung völlig in den Bann gezogen. Wie würden die U.S.A. auf so einen unvorstellbaren Anschlag reagieren? Im Film bekommt man dann drei Ausgangspunkte (Pentagon, Bunker des Weißen Hauses und das Weiße Haus selbst) gezeigt. Die ersten beiden Situationen fand ich noch unrealistischer als die letzte. Die Mitarbeiter des Pentagon wirken unbeteiligt, es dauert ewig bis sie reagieren, zu der eigentlichen Situation im Bunker wäre es nie gekommen und auch im Weißen Haus ist natürlich nicht alles glaubwürdig (so wären beispielsweise die Passwörter in den letzten 1 1/2 Jahre selbstverständlich geändert worden) Aber gut, ich will nicht kleinlich sein. Ist halt ein Actionfilm mit vielen Logiklöchern.

So fertig Gerard Butler auch mittlerweile aussieht, er macht sich gut als Bruce Willis-Ersatz. Er ist seit jeher besser in einem Actionfilm aufgehoben, als in den ganzen unsäglichen RomComs, in denen er glaubt, mitspielen zu müssen.

Ashley Judd („Kiss the Girls“, „Double Jeopardy“, „De-Lovely“, Bug) hat hier eine kleine Rolle. Ich mochte sie immer sehr gerne. Seit „Bug“ habe ich sie aber nirgendwo mehr gesehen. Jetzt ist mir aufgefallen, wie künstlich ihr Gesicht wirkt, ich vermute, dass sie etwas hat machen lassen. Offensichtlich ist die Schauspielerin auch mehr an einer politischen Karriere bei den Demokraten interessiert. In den U.S.A. wird vermutet, dass sie demnächst bekanntgibt, ob sie als Senatorin von Kentucky kandidieren wird.

Etwas was bei mir tatsächlich negativ hängenblieb, hat auch mal wieder mit der Besetzung eines Schauspielers zu tun. Aaron Eckhart habe ich nun gar nicht den amerikanischen Präsidenten abgenommen. Insbesondere wenn ein Morgan Freeman, der eine entsprechende präsidiale Ausstrahlung hat, ebenso im Film mitspielt (gut, später im Film konnte ich mich dann doch etwas entspannter zurücklehnen)

„Olympus Has Fallen“ könnte man am Besten als Roland Emmerichs „Die Hard“ ohne Bruce Willis beschreiben. Roland Emmerich hat nun aber diesen Film nicht inszeniert, mir kam es halt nur so vor. Merkwürdigerweise kommt in drei Monaten, also Ende Juni 2013, tatsächlich Roland Emmerichs neuer Film in die amerikanischen Kinos. Der Zufall will es, dass die Handlung der von „Olympus Has Fallen“ sehr ähnelt und sogar Emmerichs Filmtitel („White House Down“) ist in der Bedeutung praktisch identisch. In „Olympus“ habe ich mich nun bereits darüber ausgelassen, wie man Aaron Eckhart als Präsident der Vereinigten Staaten besetzen kann. Wie ich jetzt recherchiert habe, hat Mr. Emmerich Jamie Foxx als U.S. Präsident besetzt. Na bravo! Warum denn nicht gleich SpongeBob? Ich kann heute tatsächlich noch nicht sagen, ob ich mir diesen Film dann angucken werde.

In meiner recht gut besuchten „Olympus“-Vorstellung im liberalen Kalifornien wurde mehrmals Szenenapplaus gegeben und auch zum Schluss wurde applaudiert.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Tyler Perry Presents Peeples“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Der Filmtitel sagt alles, ich bin aber auch sicher nicht das Zielpublikum.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „42“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Baseball-Biopic mit Harrison Ford und Christopher Meloni. Da ich nicht wusste, dass Harrison Ford hier mitspielt, ich ihn in diesem Film auch nicht vermutet habe, er nirgendwo im Trailer genannt wird, habe ich ihn auch nicht erkannt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Fast & Furious 6“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Die letzten 5 habe ich bisher nicht gesehen. In Fast 6 spielen: Vin Diesel, Dwayne Johnson, Paul Walker, Michelle Rodriguez, Gina Carano
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „After Earth“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: M. Night Shyamalans neuer Film mit Will Smith und seinem Gör
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Internship“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Vince Vaughn, Owen Wilson, Rose Byrne und John Goodman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „The Place Beyond the Pines“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Neuer Film mit Ryan Gosling. Ist in meiner Must-See-Liste für 2013
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Rabbit Hole"

Ich war am 02.01.11 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Rabbit Hole“ 92 min drama, adaptation
dir. John Cameron Mitchell cast: Nicole Kidman, Aaron Eckhart, Dianne Wiest, Tammy Blanchard, Sandra Oh, Miles Teller

Vor acht Monaten ist der vierjährige Sohn von Becca (Nicole Kidman) und Howie (Aaron Eckhart) auf tragische Weise ums Leben gekommen. Da jeder auf seine Art versucht, die Trauer zu bewältigen, beginnt sich das Paar langsam zu entzweien…

A- (Wertung von A bis F) „Rabbit Hole“ wurde von dem gleichnamigen Bühnenstück von David Lindsay-Abaire adaptiert. Im Jahr 2007 hat „Rabbit Hole“ den Pulitzer Prize für Drama erhalten.

Auch wenn ich mit der filmischen Umsetzung nicht in allen Szenen zufrieden bin, ist der „Rabbit Hole“ im Ganzen betrachtet ein sehr sehenswerter Film. Die gelungene schriftliche Vorlage hält brillante Dialoge und, trotz aller Dramatik, eine ordentliche Portion Humor parat.

Nicole Kidman, hier ganz offensichtlich Botox-frei, hat ihre Mimik zurück und spielt glaubhaft die natürlich-normale Mutter, die um ihren verstorbenen Sohn trauert. Es gibt einige Szenen, in der Nicole Kidman so gut ist, dass ich die Oscar-Nominierung für die sie derzeit im Gespräch ist, als gerechtfertigt ansehe. Schauspielerisch wird Frau Kidman für mich jedoch eindeutig von Dianne Wiest („Hannah and Her Sisters“, „Bullets Over Broadway“, „I Am Sam“) überstrahlt. So bald Dianne Wiest auf der Leinwand erscheint, gehört sie ihr. Außergewöhnlich gut gefallen hat mir Miles Teller, der den Schüler Jason spielt. Er spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Film und die meistert er. Für mich ist er eine der drei Neuentdeckung aus dem Jahr 2010 (Jennifer Lawrence, Miles Teller und Hailee Steinfeld), bei denen ich schon sehr gespannt, sie in anderen Rolle zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Adjustment Bureau“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi/Fantasy/Thriller mit Emily Blunt und Matt Damon. Trailer macht einen recht guten Eindruck. An einer bestimmten Stelle im Trailer habe ich sogar Gänsehaut bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Biutiful“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Alejandro González Inárritus neues Drama mit Javier Bardem. Mir im Moment völlig unklar, wie ich meine TOP TEN Liste für Filme aus dem Jahre 2010 erstellen soll, ohne diesen Film gesehen zu haben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unknown“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: ein in Berlin gedrehter Thriller mit Liam Neeson, Diane Kruger, der MAD MEN-Schönheit January Jones, Frank Langella, Bruno Ganz
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Beaver“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Jodie Fosters neuer Film, bei dem es mich wundert, wenn er tatsächlich in amerikanischen Lichtspielhäusern gespielt wird. Nach Mel Gibsons Ausrastern in der Vergangenheit wurde das Projekt zunächst auf Eis gelegt wurden. Mel Gibson sieht im Trailer grauenhaft und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihn noch jmd. sehen will…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20 % (weil Jennifer Lawrence mitspielt)

Trailer v. Film: „The Lincoln Lawyer“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Auch wenn ich Matthew McConaughey nur ganz begrenzt optisch ertragen kann (immerhin mag ich seine Stimme und Sprache) macht dieser Thriller mit der tollen Marisa Tomei und William H. Macy, Ryan Phillippe und Josh Lucas erst einmal einen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – The Dark Knight

Ich war am 18.07.08 in Boston (Update: und am 12.08.08 in Detroit) und habe mir im Kino angeschaut:

„The Dark Knight“ (dt. Kinostart 21.08.08) 180 min action, adaptation, sequel
dir. Christopher Nolan cast: Christian Bale, Heath Ledger, Aaron Eckhart, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman, Maggie Gyllenhaal, Eric Roberts, Cillian Murphy, William Fichtner

Bruce Wayne/ BATMAN (Christian Bale) kämpft mit dem neuen Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) und der Polizei unter der Leitung von Jim Gordon (Gary Oldman) recht erfolgreich gegen das organisierte Verbrechen in Gotham City, bis der mysteriöse Joker (Heath Ledger) immer präsenter wird. Der Joker hat Spass an Chaos und Zerstörung und sieht in BATMAN seinen neuen Spielkameraden…

A (Wertung von A bis F) In einem unglaublich guten Film waren für mich zwei Dinge dominierend. 1. Heath Ledger als Joker und 2. Der Score von Hans Zimmer und James Newton Howard. Zu Heath Ledger: Das ist sein Film. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man annehmen, dass Heath als Joker geboren wurde. Sein Joker reiht sich spielend in die TOP TEN der genialen Filmbösewichte ein und leistet u.a. Hannibal Lecter aus „The Silence of the Lambs“ und Chigurgh aus No Country for Old Men Gesellschaft. Ich war verblüfft, mit welcher Leichtigkeit ich Jack Nicholson vergass, der vor ca. 20 Jahren den Joker doch so brilliant spielte. Heath ist in „The Dark Knight“ unersetzlich. Ich bin mir sicher, dass er für diese Rolle postum eine Oscarnominierung erhalten wird. Das wäre nicht so ungewöhnlich. James Dean wurde auch nach seinem frühen Tod für jeweils einen Oscar in „Giant“ und „East of Eden“ nominiert. Zu dem Score: Bei „The Dark Knight“ kommt man weder an Heath, noch an diesem intensivem, wunderbaren Score vorbei. Der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer könnte seinen zweiten Oscar bekommen. Dies ist meine Prognose im Juli, die Award-Season fängt bekanntlich ja erst im Herbst an.

Der Film „The Dark Knight“ ist düster, hat eine packende Story, einige Überraschungsmomente und Wendungen, exzellente Actionszenen, noch nie dagewesene Stunts und tolle Effekte, ausserdem war ich von dem neuen, späteren Batmobil auf zwei Rädern fasziniert, sehr stylish…Die Besetzung ist hochkarätig. Da man eigentlich nie von William Fichtner, Michael Caine, Morgan Freeman, Gary Oldman, Maggie Gyllenhaal und natürlich Christian Bale schauspielerisch enttäuscht wird, möchte ich hier nur Aaron Eckhart hervorheben, der mich mit seiner soliden Performance überrascht hat. Jetzt kommen wir zu meiner Befürchtung. Der Film beinhaltet natürlich einige Gewaltszenen und schon alleine aufgrund des JOKERS, ist „The Dark Knight“ nichts für Kinder (von dem sie nachhaltig traumatisiert sein könnten), daher hoffe ich, dass die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft dem Film besser die nächst höhere Altersfreigabe gibt, als ihn (wie schon „The Incredible Hulk“) kaputt zu schneiden. Meine andere grosse Befürchtung ist, dass der JOKER in der deutschen Synchronisation nicht so furchteinflössend und zugleich witzig daherkommt. Die Figur lebt ja nicht nur durch sein psychopathisches Aussehen und Auftreten, sondern hauptsächlich durch seine Stimme und Sprache. Ich hoffe, dass dies übertragbar ist.

Update nach dem 2. Kinobesuch: Bei jedem Auftritt von Heath Ledgers JOKER hat mein Herz schneller geschlagen. Ausserdem ist mir kein Film bekannt, in dem zwei meiner Lieblingsstädte (Hong Kong und Chicago) schöner dargestellt wurden. Ich empfehle dringend, „The Dark Knight“ im Kino zu schauen, da dies ein Film ist, der eigentlich nur auf der grossen Leinwand wirkt. Ich bin ausserdem sicher, dass keiner den Hype um Heath Ledgers Performance verstehen wird, der den Film nicht im Original gesehen hat. Der JOKER ist definitv nicht synchronisierbar. Was mich jetzt hingegen beim zweiten Kinobesuch gestört hat, war Christian Bales sehr angestrengte Stimme sobald er seinen BATMAN-Suit angezogen hat.

Mein Kinoerlebnis zum Filmstart in den U.S.A.: „The Dark Knight“ ist nun der Film, auf den ich mich freue, seitdem ich den 1. Teaser gesehen habe. (damit stand ich sicherlich nicht alleine) Später wurden dann vielversprechende Trailer gezeigt und vor „Iron Man“, Anfang Mai ´08 in New York, wurde der – mittlerweile, soweit ich weiss, preisgekrönte – Trailer (siehe Link) vorgeschaltet. Was ich noch nie zuvor erlebt habe, alle Zuschauer haben nach dem Trailer applaudiert. Demzufolge war vorauszusehen, was für ein Hype noch entstehen wird. In weiser Voraussicht habe ich mir ein paar Tage vor dem 18.07.08 eine Kinokarte für die Opening Night gekauft. Es ist schon ein besonderes Erlebnis einen so langersehnten Film am ersten Tag inmitten einer aufgeregten Meute und leidenschaftlichen Fans zu schauen. Ich gehe nun schon seit vielen Jahren in den U.S.A. ins Kino, so einen Andrang habe ich bislang noch nie erlebt. Es war aber auch einer der wenigen Momente, bei denen ich das in den U.S.A. übliche FREE SEATING verflucht habe und mir gewünscht hätte, es gäbe eine SITZPLATZVERGABE bzw. -RESERVIERUNG, wie man das in Deutschland gewohnt ist. Dennoch habe ich mir natürlich einen guten Platz „erkämpft“. Vor einigen Jahren hat sich im amerikanischen Kino so eine Unart verbreitet. Es werden immer öfter 3 oder 4 Werbespots vor den Trailern und dem Film gezeigt. Zwar meistens noch bevor die Vorstellung anfangen soll, aber trotzdem nervig. Bei „The Dark Knight“ haben sie es sich scheinbar nicht getraut. Als nun die ersten bewegten Bilder (Trailer) auf der Leinwand zu sehen waren, wurde applaudiert. Ausserdem gab es einige Male Szenenapplaus und nach dem Film erfolgte ein grosser Applaus. Als die Credits mit Heath Ledgers Namen erschienen, wurde nocheinmal applaudiert. Der Ritterschlag vom amerikanischen Publikum jedoch ist, dass alle diszipliniert auf ihren Plätzen blieben und keiner auf Toilette gegangen ist oder sich gar ein Refill für Popcorn oder Coke holte…und das bei einem Film, der 2 1/2 Stunden ging…wow

Trailer zu sehen:

„grandios“

Dallas – No Reservations

Ich war am 4.8.07 in Dallas und habe mir im Kino angeschaut:

„No Reservations“ (dt. Titel „Rezept zum Verlieben“ dt. Kinostart 13.09.07) 105 min comedy, remake
dir.
Scott Hicks cast: Catherine Zeta-Jones, Aaron Eckhart, Abigail Breslin, Patricia Clarkson

Das ganze Leben der New Yorker Spitzenköchin Kate (Catherine Zeta-Jones) dreht sich um Rezepte und ihren Job in Paula´s (Patricia Clarkson) Gourmetrestaurant. Als ihre Schwester plötzlich verstirbt, nimmt Kate ihre Nichte Zoe (Abigail Breslin) in ihre Obhut. Die Situation überfordert sie schnell und mit ihren aussergewöhnlichen Gerichten verschreckt sie das traumatisierte Kind so sehr, dass diese bald jegliches Essen verweigert. Als Kate nach einiger Zeit wieder ihren Job antritt, hat ihre Chefin ihr bereits den unkonventionellen Koch Nick (Aaron Eckhart) zur Seite gestellt. Nach anfänglichem Unverständnis ist sie beeindruckt, dass er Zoe dazu bringt, wieder gerne zu essen. Seine Lebensfreude fasziniert sie und ihr Interesse an ihm steigt kontinuierlich…

B- (Wertung von A bis F) Film basiert auf dem deutschem Drehbuch „Bella Martha“ (verfilmt mit Martina Gedeck, welchen ich nicht gesehen habe) Film ist vorhersehbar, aber unterhaltsam. Aus Zeta-Jones wird voraussichtlich keine grossartige Schauspielerin mehr, Aaron Eckhart wirft einen hier mit seinem Charme um, Patricia Clarkson – wie immer – mit ihrer Präsenz…

Trailer zu sehen: