Boston – Film: "Frankenweenie"

Ich war am 27.10.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Frankenweenie“ (dt. Kinostart: 24.01.13) 87 min animation, remake
dir. Tim Burton voices: Charlie Tahan, Frank Welker, Catherine O´Hara, Winona Ryder, Martin Short, Martin Landau

Der 10-jährige Victor Frankenstein (Charlie Tahan) dreht schon seine eigenen Filme, die er stolz seinen Eltern (Catherine O´Hara und Martin Short) vorführt. Sein Hund Sparky ist sein bester, aber auch einziger Freund. Dann kommt Sparky bei einem Autounfall ums Leben und Victor ist untröstlich. Im Sachkundeunterricht kommt er auf einmal die Idee, wie er seinen geliebten Hund wieder zum Leben erwecken kann. Das glückt ihm auch, aber bald schon bekommt Victor Probleme…

A- (Wertung von A bis F) „Frankenweenie“ ist die Neuverfilmung von Tim Burtons gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahr 1984.

Nach dem enttäuschenden ParaNorman und „Hotel Transylvania“ (den ich mir aufgrund der schlechten Kritiken gleich erspart habe) war ich von dem dritten Horror-Animationsfilm innerhalb kürzester Zeit überraschend begeistert.

„Frankenweenie“ ist Tim Burtons bester Film seit langer Zeit, dabei ist sicher nicht unerheblich, dass der Film autobiografische Züge hat. Die Geschichte ist rührend, spannend und recht kurzweilig, auch wenn es sich am Ende dann doch etwas gezogen hat. Visuell ist der Film ideenreich und die Figuren in diesem ersten amerikanischen Stop-Motion-Film in schwarz/weiß sind teilweise oberschräg aber liebenswert gezeichnet. Insbesondere die Kinder fand ich alle putzig, wobei meine Lieblinge eindeutig Edgar und das Mädchen mit der Katze sind.

Ich habe den Film aus zeitlichen Gründen nicht in der 3D-Fassung sehen können. Im Nachhinein bereue ich das. Vielleicht habe ich ja irgendwann Zeit, das nachzuholen.

Ich gehe davon aus, dass „Frankenweenie“ für den Oscar nominiert wird. Derzeit gilt Wreck-It Ralph, der ebenfalls von Walt Disney Pictures produziert wurde, als Favorit. Dann bekommen aber gerade in dieser Kategorie immer wieder ausländische Produktionen eine Nominierung, im nächsten Jahr ist es wahrscheinlich der französische Film „The Painting“ (Le Tableau).

„Frankenweenie“ könnte sich durchaus in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2012 wiederfinden.

„Frankenweenie“ wurde erstmalig auf dem Fantastic Fest in Austin, Texas gezeigt.

An dieser Stelle hätte ich gerne den Link zu der amerikanische Disney-Website zu „Frankenweenie“ reingesetzt, leider wird man – zumindest wenn man sich in Deutschland aufhält – automatisch auf die deutsche Disney-Website umgeleitet. Das gefällt mir gar nicht, weil ich auch nicht auf den deutschen Trailer hinweisen will.

Bei YouTube ist der Trailer im Original zu sehen:

vorgenchaltete Trailer:

Trailer von Film: „Rise of the Guardians“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Animationsfilm von DreamWorks, interessiert mich nicht die Bohne.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „Despicable Me 2“
Bewertung des Teaser: A-
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms. Auch beim dritten Mal kann ich über diesen Teaser lachen…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Smurfs 2“
Bewertung des Teaser: C-
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Wreck-it Ralph“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Croods“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: DreamWorks-Animationsfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Boston – Film: "Cloud Atlas – IMAX"

Ich war am 27.10.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Cloud Atlas“ (dt. Kinostart: 15.11.12) 164 min adventure, drama, adaptation
dir. Tom Tykwer, Lana Wachowski, Andy Wachowski cast: Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Ben Whishaw, James D´Arcy, Susan Sarandon, Hugh Grant

Sechs Schicksale in 500 Jahren und doch ein einziges Abenteuer, in dem all unsere Helden in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufs Engste miteinander verbunden sind… (Quelle: deutsche Website des Films „Cloud Atlas“)

D+ (Wertung von A bis F) „Cloud Atlas“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Mitchell.

Es gibt Filme, mit denen kann ich schlichtweg gar nichts anfangen und „Cloud Atlas“ gehört definitiv dazu. Hätte ich den Film auf DVD gesehen, hätte ich ihn wahrscheinlich spätestens nach 30 Minuten ausgemacht. Ohne zu übertreiben, habe ich bestimmt 20x auf die Uhr geschaut.

Eigentlich haben mich nur zwei Geschichten interessiert, in beiden spielt der wunderbare Jim Broadbent („The Crying Game“, „Iris“, The Iron Lady) eine tragende Rolle. In der einen spielt er einen Komponisten und in der anderen ist er ein Verleger und landet schließlich im Altenheim. Bei beiden Stories hatte ich das Gefühl, im Fernsehen gerade einen bzw. zwei richtig gute Filme zu gucken, die andauernd von lästiger und schlechter Werbung unterbrochen wurden. Nur hier konnte ich halt nicht umschalten. Wenn ich mehr von diesen beiden genannten Geschichten (beide übrigens gedreht von Tom Tykwer) zu sehen bekommen hätte, wäre meine Bewertung weitaus besser ausgefallen. Die Sequenz mit den Senioren ist die Beste im kompletten Film. In der ist sogar die ehemalige Dschungelcamp-Kandidatin Katy Karrenbauer kurz zu sehen.

Die weiteren Geschichten, die gefühlt 10 Stunden in Anspruch nehmen, fand ich nicht nur sterbenslangweilig, ich fand auch die Arbeit der Maskenbildner alles andere als gelungen. Wenn ich jemals richtig in den einzelnen Geschichten war (was ich stark bezweifle, weil mich auch die Charaktere nicht interessiert haben), dann haben mich spätestens Hugo Weaving, Hugh Grant, aber auch Tom Hanks und Halle Berry mit ihrem missglückten Make- up, bzw. den grausigen Latex-Masken immer wieder aus den (auch den beiden guten) Stories gebracht. Dadurch wirken die meisten Schauspieler in weiten Teilen unfreiwillig komisch. Da hat man sich letztes Jahr noch über Leonardo DiCaprios und noch mehr über Armie Hammers Make-up in J. Edgar lustig gemacht.

„Cloud Atlas“ gilt – mit 100 Millionen Dollar Produktionskosten – als teuerster deutscher Spielfilm aller Zeiten. Der Film wurde durch zahlreichen Filmförderungen und durch die ARD mitfinanziert. Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viele direkte oder indirekte Steuergelder in diesen Film geflossen sind.

„Cloud Atlas“ ist der erste Film der Geschwister Wachowski (vorher bekannt als Brüder Wachowski).

Wenn überhaupt, wäre eine Oscar-Nominierung nur für Jim Broadbent berechtigt. Ich wäre aber hocherfreut, wenn ich gar nichts mehr über den Film hinsichtlich der Oscars höre oder lese.

Ich habe den Film aus zeitlichen Gründen in einem IMAX-Kino gesehen. Er ist nicht mit IMAX-Kameras gedreht worden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Guilt Trip“ (nicht in IMAX)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Barbra Streisand und Seth Rogen als Mutter und Sohn. Das passt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Life of Pi“ (nicht in IMAX)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ang Lees Romanverfilmung, Film gilt als Oscar-Favorit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Silver Linings Playbook“ (nicht in IMAX)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: David O. Russells neue Tragikomödie mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jacki Weaver und Robert De Niro. Der Film gilt mittlerweile als großer Oscar-Favorit und es ist wohl nur noch die Frage, wie viele Performance hieraus für den Oscar nominiert werden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes´James Bond hat gute Kritiken bekommen und für Javier Bardem gehe ich auch ins Kino.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Rise of the Guardians (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm von DreamWorks, interessiert mich nicht die Bohne.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Trailer wirkt grauenvoll billig. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde ausschließlich das neue, 48fps-Format interessieren. Ich drücke fest die Daumen, dass es zu keiner einzigen Oscar-Nominierung kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Boston – Film: "Seven Psychopaths"

Ich war am 20.10.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Seven Psychopaths“ (dt. Titel: „7 Psychos“, dt. Kinostart: 06.12.12) 109 min comedy
dir. Martin McDonagh cast: Colin Farrell, Sam Rockwell, Woody Harrelson, Christopher Walken, Tom Waits, Abbie Cornish, Michael Stuhlbarg, Michael Pitt

Der irische Autor Marty (Colin Farrell) hat ein ziemlich großes Alkoholproblem. Außerdem hat er eine Schreibblockade, er hat einfach keine Ideen zu seinem neuen Drehbuch „Seven Psychopaths“. Martys bester Freund Billy (Sam Rockwell), ein erfolgloser Schauspieler, unterstützt Marty aber bei seinem Drehbuch. Nebenbei verbringt Billy seine Zeit mit Hans (Christopher Walken). Die Beiden entführen Hunde und sacken anschließend den Finderlohn ein. Eines Tages haben sie aber den vierbeinigen Liebling von dem durchgeknallten Gangster Charlie (Woody Harrelson) geklaut und das bringt letztlich alle in große Schwierigkeiten…

B+ (Wertung von A bis F) „Seven Psychpaths“ ist ein äusserst unterhaltsamer Film. Das ist eine dieser schwarzen Komödien, die man sich wahrscheinlich über die Jahre immer wieder und wieder anschauen kann.

In erster Linie ist es eine Gaudi, diesen Akteuren zuzuschauen. Es überträgt sich auf den Zuschauer, dass die Schauspieler (Colin Farrell, Sam Rockwell, Christopher Walken und Woody Harrelson) zweifelsohne einen Riesenspaß bei den Dreharbeiten hatten. In meiner Kinovorstellung war auch entsprechend eine richtig gute Stimmung. Der Regisseur Martin McDonagh hat auch bei seinem zweiten Spielfilm eine smarte Drehbuchvorlage mit originellen Dialogen geliefert. Die Story ist absurd, aber gut durchdacht und die Charaktere sind einfach nur schräg. „Seven Psychopaths“ ist ziemlich brutal, der Film nimmt sich aber nicht ernst. Zwei Kritikpunkte muss ich anführen, zum einen ist der Film etwas zu lang und zum anderen hätte man für Gabourey Sidebes doch sicherlich ganz einfach einen Ersatz finden können. Dennoch, mir hat „Seven Psychopaths“ wesentlich besser gefallen als Martin McDonaghs Regiedebüt In Bruges.

Auch bei diesem Film sollte man sich den Abspann anschauen.

Die besten Chancen für eine Oscar-Nominierungen bestehen für das Drehbuch (Kategorie Bestes Originaldrehbuch). Berechtigt wäre vielleicht auch noch eine Nominierung für Christopher Walken und Sam Rockwell als Bester Nebendarsteller, das sehe ich aber eher als unwahrscheinlich an.

„Seven Psychopaths“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2012 gezeigt und hat dort den People´s Choice Award (Midnight Madness) gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Promised Land“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Gus Van Sants neuer Film mit Matt Damon, Frances McDormand, John Krasinski
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Flight“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film mit Denzel Washington, Don Cheadle, John Goodman und Melissa Leo. Denzel und John Goodman sind derzeit im Gespräch für eine mögliche Oscar-Nominierung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lincoln“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Film über Abraham Lincoln. Film gilt auch als Oscar-Favorit, Daniel Day-Lewis auch.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Identity Thief“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action-Komödie mit Jason Bateman und Melissa McCarthy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Hitchcock“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über die Dreharbeiten von „Psycho“ mit Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock, Scarlett Johansson als Janet Leigh und Helen Mirren als Hitchcocks Frau. Film ist ziemlich überraschend in die Oscar-Saison genommen worden. Daher kann man davon ausgehen, dass sich die Produzenten oder der Verleih Fox Searchlight entweder vom Film oder von den Performances etwas versprechen. Derzeit gehen die Wetten in Richtung Helen Mirren.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parker“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Actionfilm mit J. Lo und Jason Stratham
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Boston – Film: "Argo"

Ich war am 20.10.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Argo“ (dt. Kinostart: 08.11.12) 120 min thriller
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman, Kyle Chandler, Tate Donovan, Scoot McNairy, Philip Baker Hall, Chris Messina

Im November des Jahres 1979 befindet sich Iran inmitten der islamischen Revolution. Seit Wochen finden vor der U.S. Botschaft in Teheran Demonstrationen gegen Amerika und für die Auslieferung von dem in die U.S.A. geflüchteten Schah Reza Pahlavi statt. Schließlich stürmen wutentbrannte radikale Iraner am 4.11. 79 die amerikanische Botschaft und nehmen 52 Mitarbeiter als Geiseln. Im Verlauf dieser Aktion konnten sechs Botschaftsangehörige über den Hintereingang flüchten und fanden letztlich Zuflucht im Haus des kanadischen Botschafters. Der CIA-Agent Tony Mendez (Ben Affleck) versucht nun, diese Amerikaner sicher und so schnell wie möglich außer Landes zu schmuggeln. Ein listiger Plan muss her. Tony Mendez hat schließlich die Idee, eine fiktive Sci-Fi Filmproduktion namens „Argo“ ins Leben zu rufen. Die sechs zu befreiende Amerikaner bekommen neue Identitäten. Sie sollen sich als Mitglieder einer kanadischen Filmcrew ausgeben, die sich im Iran aufgehalten haben, um dort nach geeigneten Drehorten zu suchen. Um diesen fiktiven Film echt erscheinen zu lassen, werden sogar mit Lester Siegel (Alan Arkin) ein richtiger Hollywoodproduzent und mit John Chambers (John Goodman) ein Oscar-prämierter Maskenbildner verpflichtet…

A- (Wertung von A bis F) „Argo“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der ehemalige U.S. Präsident Bill Clinton hat diese, über so viele Jahre verschwiegene, Geheimdienstoperation im Jahr 1997 an die Öffentlichkeit gebracht.

Gleich mit dem wunderbaren Prolog hatte ich das Gefühl, jetzt einen der besten Filme des Jahres 2012 zu sehen zu bekommen. Mit dem Abspann (den man sich auch unbedingt anschauen sollte) war mir klar, dass „Argo“ in meiner Top Ten für 2012 landen wird. Das heißt aber nicht, dass ich alles an dem Film perfekt finde. „Argo“ schwächelt für einige Szenen, was für mich hauptsächlich mit dem Schauspieler Ben Affleck zu tun hat. Die letzten vielleicht vierzig Minuten sind unfassbar spannend, daher sehe ich großzügig darüber hinweg, dass nicht alles so realistisch ist.

So talentiert sich Ben Affleck mit „Argo“ als Regisseur zeigt, so schlecht ist er hier als Schauspieler. In den Szenen, in denen er neben den richtig guten Schauspielern John Goodman und Alan Arkin zu sehen ist, vermittelte sich bei mir sogar der Eindruck, dass er es selbst kaum glauben kann neben solchen Schauspieltalenten zu spielen. Auf Äußerlichkeiten bezogen: Es ist bekannt, dass er auch privat ein Haarteil trägt, seine ulkige Perücke in „Argo“ hat mich immer etwas aus dem Film gebracht, ebenso seine Körperhaltung und sein Gang. Außerdem sieht es unecht aus, wenn er eine Zigarette raucht. Seine Ausdruckslosigkeit und seine Grenzen als Schauspieler tragen nicht zur Glaubwürdigkeit seines Charakters bei. Ben Afflecks Einzelszenen sind für mich die schwächsten Szenen im Film. Eine andere Besetzung der Hauptrolle wäre wünschenswert gewesen. In den U.S. A. ist auch Kritik aufgekommen, dass er keinen lateinamerikanischen Schauspieler für die Rolle des Tony Mendez besetzt hat.

Als Regisseur hat sich Ben Affleck mit seinem dritten Film (nach dem – in meinen Augen – nicht so dollen Gone Baby Gone und The Town) jetzt aber meinen Respekt verdient. So würde ich ihn jetzt zweifelsfrei in einem Atemzug mit den bekannten Schauspielern (dem leider viel zu früh verstorbenen Sydney Pollack, Ron Howard, Robert Redford, Clint Eastwood und George Clooney) nennen, die erfolgreich ins Regiefach gewechselt sind. Ben Affleck wäre sehr gut beraten, wenn er sich zukünftig ausschließlich auf seine Regiearbeiten konzentrieren würde.

„Argo“ hat alle Zutaten für einen Oscar-Film: Der Politthriller basiert auf wahren Begebenheiten mit einem nicht unwesentlichen Bezug zu Hollywood, es enthält eine verdammt gute und auch irgendwie zeitgemässe Story, man kann mit glaubwürdigen Charakteren mitfiebern, gedreht nach einem hervorragenden Drehbuch, er enthält nominierungswürdige Performances (Alan Arkin, John Goodman) und Regie führt ein Schauspieler, der sich bereits durch seine beiden Vorgängerfilme einen Namen gemacht hat, sich selbst Oscar-Preisträger (Bestes Originaldrehbuch für „Good Will Hunting“, da ist auch schnell vergessen dass er als Schauspieler für zahlreiche Filme für die Goldene Himbeere nominiert und ausgezeichnet wurde) nennen darf. Schließlich ist auch noch Hollywood-Liebling Georg Clooney Co-Produzent des Films. Nicht unerheblich ist, dass „Argo“ bei den Kritikern sehr beliebt ist, aber auch zugleich – wie es jetzt nach 10 Tagen erscheint – auch ein Erfolg an der amerikanischen Kinokasse. Die Produktionskosten sind jedenfalls nach 1 1/2 Wochen Kinoauswertung – alleine in den U.S.A. – schon beinahe eingespielt.

„Argo“ ist derzeit für zahlreiche Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Hilfe!), Beste Nebendarsteller (Alan Arkin, John Goodman), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Beste Filmmusik

„Argo“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Stand Up Guys“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionkomödie mit Al Pacino und Alan Arkin und Christopher Walken
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Not Fade Away“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit James Gandolfini, Oscar-Chancen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer (Oscar)Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini. Ich wünsche mir, dass dies ein A-Film wird.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Gangster Squad“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Sean Penn, Ryan Gosling, Josh Brolin, Nick Nolte, Giovanni Ribisi, Michael Pena. War der Amoklauf in dem amerikanischen Kino der einzige Grund, dass Warner den Film aus der Oscar-Saison geschoben hat?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Life of Pi“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ang Lees Romanverfilmung, Film gilt als Oscar-Favorit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Cloud Atlas“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung von Tom Tykwer und den Wachowskis mit Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess und Susan Sarandon. Oscar-Chancen müssen sich noch zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Singapore – Film: "Sinister"

Ich war am 12.10.12 in Singapur und habe mir im Kino angeschaut:

„Sinister“ (dt. Kinostart: 22.11.12) 110 min horror
dir. Scott Derrickson cast: Ethan Hawke, Juliet Rylance, Fred Thompson, Vincent D´Onofrio, Michael Hall D´Addario, Clare Foley

Ellison (Ethan Hawke) ist ein bekannter Schriftsteller. Jetzt muss er aber aus finanziellen Gründen mit seiner Frau Tracy (Juliet Rylance), seinem Sohn Trevor (Michael Hall D´Addario) und seiner Tochter Ashley (Clare Foley) in ein kleineres Haus umziehen. Dort will er auch endlich seinen neuen Kriminalroman zu Ende schreiben. Er schreibt über ungelöste Verbrechen und recherchiert gerade an mehreren außergewöhnlichen Mordfällen. Letztlich hat er das neue Haus auch nur ausgesucht, weil die Vorbesitzer grausam getötet wurden. Seine Familie ahnt davon gar nichts. Schließlich findet Ellison alte Filmrollen und einen Projektor auf dem Dachboden. Auf den Super 8 Filmen sind brutalen Morde an Familien zu sehen und dann geschehen auch unheimliche Dinge im Haus…

D- (Wertung von A bis F) „Sinister“ hat eine unglaublich hohle Handlung, das Filmende hat mir aber richtig gut gefallen (vordergründig weil es das Ende des Films war), jedenfalls war das Ende besser als der gesamte Film.

Ansonsten hat der Filmemacher in die Kiste der ganz billigen Tricks gegriffen. So kommen Nebel, Licht (warum läuft eigentlich Ethan Hawkes Charakter, wenn er nachts unheimliche Geräusche im Haus hört, mit einer kleinen Taschenlampe durch selbiges, anstatt einfach die Lichtschalter zu betätigen?) und Regen zum Einsatz wie man es schon in vielen anderen schlechten Filmen besser und effektvoller gesehen hat. Die Musik und Soundeffekte sind aufdringlich und so eingesetzt, dass man genau weiß, was in folgender Szene passiert. Wer sich hierbei gruselt, der ist selber Schuld. Gruseln kann man sich hier einzig über die schauspielerische Leistung von Juliet Rylance und Ethan Hawke („Dead Poets Society“, „Reality Bites“, „Gattaca“). Ethan Hawkes Zeit ist lange vorbei und hier zeigt er eindrucksvoll, warum.

Nicht unterschlagen möchte ich, dass auch ich mich ganze 2 x im Film erschrocken habe. Ansonsten habe ich mich nur gefreut, den jungen Schauspieler Michael Hall D´Addario kurz zu sehen. Der hat mir schon in People Like Us gut gefallen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „To Rome with Love“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Woody Allens Film gilt für mich immer noch als einer der schlechtesten Film in 2012
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Taken 2“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Auch wenn ich Liam Neeson gerne sehe, den muss ich wohl nicht gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Singapore – Film: "Ruby Sparks"

Ich war am 8.10.12 in Singapur und habe mir im Kino angeschaut:

„Ruby Sparks“ (dt. Titel: „Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin“, dt. Kinostart: 29.11.12) 104 min drama, comedy
dir. Jonathan Dayton, Valerie Faris cast: Paul Dano, Zoe Kazan, Antonio Banderas, Annette Bening, Steve Coogan, Elliot Gould, Chris Messina

Calvin (Paul Dano) ist einer dieser jungen und hippen Schriftsteller, der schon früh zu Ehre und Geld gekommen ist. Mittlerweile ist er Ende 20 und will einen Folgeroman schreiben. Er hat aber eine Schreibblockade. Als ihm im Traum immer wieder eine junge Frau erscheint, fällt ihm plötzlich wieder ein, über was er schreiben kann. Er schreibt über sie und sich. Er nennt sie Ruby und erfindet eine Persönlichkeit um sie herum. Dann steht Ruby auf einmal in seinem Haus und Calvin denkt, er hat den Verstand verloren…

B- (Wertung von A bis F) „Ruby Sparks“ erzählt nun nicht unbedingt eine Geschichte, die man noch nie gehört hat, es werden aber ein paar neue originelle Aspekte in den Film gebracht. Für eine romantische Komödie ist „Ruby Sparks“ durchaus sehenswert. Der Film hätte mir sicherlich noch mehr gefallen, wenn Zooey Deschanel hier die Hauptrolle gespielt hätte. Die Rolle wäre perfekt für sie gewesen, das hat mich den ganzen Film über beschäftigt. Im Abspann war dann zu lesen, dass Zoe Kazan das Drehbuch zu „Ruby Sparks“ geschrieben hat und da hat die sich dann gleich mal die Titelfigur zukommen lassen. Vielleicht hat es auch geholfen, dass sie im wahren Leben mit Paul Dano („Little Miss Sunshine“, There Will Be Blood, The Good Heart) zusammen ist. Meines Erachtens sollte sie besser beim Schreiben bleiben. Gut gefallen hat mir Annette Bening in der ungewohnten Rolle als Hippie.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The House at the End of the Street“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Horrorfilm mit Elisabeth Shue und Jennifer Lawrence. Lief schon in den U.S.A., hat aber vernichtende Kritiken bekommen, daher erspare ich mir den.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Pitch Perfekt“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Highschool-Comedy/Musical mit Anna Kendrick
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "End of Watch"

Ich war am 28.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„End of Watch“ (dt. Kinostart: 20.12.12) 109 min action, thriller
dir. David Ayer cast: Jake Gyllenhaal, Michael Pena, Anna Kendrick, Natalie Martinez, America Ferrara, Cody Horn

Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Mike Zavala (Michael Pena) sind Polizisten. Seit Jahren fahren sie schon gemeinsam Streife in Los Angeles. In dem gefährlichsten Stadtteil South Central sind sie unterwegs. Hier sind die Bandenkriege Alltag. Jeden Tag riskieren Brian und Mike ihr Leben. Schließlich bekommen sie es auch noch mit dem mexikanische Kartell zu tun…

B+ (Wertung von A bis F) „End of Watch“ ist ein gelungener Actionthriller, der einen vermutlich recht realistischen Einblick in amerikanische Polizeiarbeit bietet.

Die meisten Einstellungen im Film sind als found footage eingespielt, es sind Einstellungen von versteckten Kameras, die an den Polizeiuniformen angebracht sind, Kameras im Polizeiauto, verschiedenen Überwachungskameras oder von dem Camcorder (Jake Gyllenhaals Filmcharakter Brian macht für ein Filmprojekt Aufnahmen mit den besagten versteckten Kameras und filmt auch mit einer Videokamera während des Einsatzes). Ein Teil des Films ist aber auch traditionell gedreht worden. Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, aber ich dachte, der Film wäre ausschließlich in der found footage-Machart gedreht worden. Entsprechend haben mich einige Szenen aus dem Film gebracht, weil ich mich fragte, wo nun diese Aufnahmen herkamen. Es gibt aber eine Sache, die ich tatsächlich an dem Film auszusetzen habe und das ist das Ende. Ohne selbstverständlich zu verraten worum es genau geht, das Filmende ist absolut unrealistisch und irgendwie fühle ich mich als Zuschauer betrogen. Einen Punktabzug gab es dafür nicht, obwohl ich mich immer noch darüber ärgere. Ansonsten hat mir der Film aber richtig gut gefallen.

Jake Gyllenhaal und Michael Pena verkörpern hier die ganz normalen (mal nicht korrupten oder durchgeknallten) Polizisten Brian Taylor und Mike Zavala. Seit Jahren sind die Polizisten auch privat befreundet und wissen so ziemlich alles übereinander. „End of Watch“ erzählt auch über die Beziehung von Brian und Mike. Der Film hätte nicht funktioniert, wenn man ihnen diese Freundschaft nicht abgenommen hätte. In der Zeit, in der wir sie als Zuschauer begleiten, erleben die beiden wahnsinnig viel in ihrem Polizeialltag (irgendwann im Film waren es mir sogar zu viele Heldentaten) und wenn sie mal nur gelangweilt durch die Straßen von South Central fahren, unterhalten sie sich halt. Die Sprache und die Dialoge sind authentisch und des öfteren unglaublich witzig.

Michael Pena („Million Dollar Baby“, „Babel“, The Lincoln Lawyer) muss ich all die Jahre irgendwie unterschätzt haben. Vielleicht fand ich ihn auch nicht interessant genug. Das hat sich jetzt mit diesem Film definitiv geändert. Jake Gyllenhaal und Michael Pena liefern in meinen Augen eine Performance, die man durchaus für eine Oscar-Nominierung in Betracht ziehen könnte. Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“, „Zodiac“, Rendition, Source Code) ist derzeit dafür im Gespräch.

Die Polizistinnen empfand ich absolut fehlbesetzt. Nein das wäre übertrieben, es betrifft ausschließlich Cody Horn.

Den Film sollte man schon alleine aufgrund der krassen Sprache und der Dialoge unbedingt im Original sehen.

„End of Watch“ wurde erstmalig auf dem Toronto Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Silent Hill: Revelation“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung von „Silent Hill“ mit Sean Bean und Carrie-Ann Moss. Den ersten Teil fand ich schon sterbenslangweilig.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Alex Cross“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung/Actionfilm mit Tyler Perry und Matthew Fox. Ich werde mir doch wohl nicht meinen ersten Tyler Perry-Film anschauen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film gilt als heißer Oscar-Kandidat im nächsten Jahr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Seven Psychopaths“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Colin Farrell, Woody Harrelson, Sam Rockwell und Christopher Walken
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Robot & Frank"

Ich war am 27.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Robot & Frank“ (dt. Kinostart: 25.10.12) 89 min drama, comedy
dir. Jake Schreier cast: Frank Langella, James Marsden, Liv Tyler, Susan Sarandon, Jeremy Sisto, Jeremy Strong voices: Peter Sarsgaard

In nicht all zu ferner Zukunft. Frank (Frank Langella) hat früher als Einbrecher und Juwelendieb gearbeitet, ist lange geschieden und lebt alleine. Er leiht sich andauernd Bücher in der Stadtbücherei aus, vorwiegend weil er Interesse an Jennifer (Susan Sarandon), der Bibliothekarin, hat. Frank hat zwei erwachsene Kinder Madison (Liv Tyler) und Hunter (James Marsden). Die machen sich zunehmend Sorgen um ihren Vater. Frank vernachlässigt sich und seinen Haushalt und wird auch immer vergesslicher. Schließlich beschließt Hunter, seinem Vater einen Roboter an die Seite zustellen. Dieser programmierte Roboter spricht und erledigt alle möglichen Aufgaben vom Hausputz bis zu Pflegetätigkeiten. Frank ist zunächst nicht so begeistert von dem eigensinnigen Neuzugang bis er feststellen muss, dass er ihn auch bei seinen kriminellen Aktivitäten unterstützt…

B+ (Wertung von A bis F) „Robot & Frank“ ist ein kleiner, charmanter Indie-Film, der mich erst zum Schluss mitten ins Herz getroffen hat. Es ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Jake Schreier und Drehbuchautor Christopher D. Ford, zweier befreundeter NYU-Absolventen.

„Robot & Frank“ ist nicht zuletzt so gelungen, weil es eine Freude ist, Frank Langella (Frost/Nixon) zuzuschauen. Er gibt hier eine ganz feine Performance, die es verdient hätte, von AMPAS im nächsten Jahr nominiert zu werden. Es heißt, dass man für eine Oscar-Nominierung zwei oder drei überragende Szenen liefern muss. Das ist hier definitiv gegeben. Leider habe ich bislang jedoch nicht gehört, dass Frank Langella im Gespräch ist. Die wunderbare Susan Sarandon überzeugt natürlich ebenso. Den Roboter fand ich auch entzückend, sieht er doch aus, als wäre er von Apple entwickelt.

„Robot & Frank“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2012 gezeigt und hat dort den Alfred P. Sloan Prize gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Least Among Saints“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Indie-Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Simon and the Oaks“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: schwedisches 2. Weltkriegsdrama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Anna Karenina“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Neuverfilmung des Romanklassikers von Leo Tolstoi mit Keira Knightley und Jude Law. Film könnte immer noch ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "The Perks of Being a Wallflower"

Ich war am 26.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Perks of Being a Wallflower“ (dt. Titel: „Vielleicht lieber morgen“, dt. Kinostart: 01.11.12) 103 min drama, comedy, adaptation
dir. Stephen Chbosky cast: Logan Lerman, Emma Watson, Ezra Miller, Paul Rudd, Dylan McDermott, Joan Cusack

Anfang der 1990er Jahre. Der sensible Charlie (Logan Lerman) kommt auf die High School. Er hat Schwierigkeiten, Freunde zu finden. Auch in der Schule will keiner mit ihm zutun haben, bis er die älteren Sam (Emma Watson) und Patrick (Ezra Miller) kennenlernt. Sie nehmen ihn in ihrer ungewöhnlichen Clique auf…

B+ (Wertung von A bis F) „The Perks of Being a Wallflower“ basiert auf dem gleichnamigen Briefroman von Stephen Chbosky. Der Autor führt hier auch Regie.

Es ist eine sehenswerte und nicht gewöhnliche Tragikomödie über das Erwachsenwerden, das Anderssein, Unsicherheiten und Trauma überwinden, sich und seinen Platz im Leben finden und nicht zuletzt über Freundschaften. Den ganzen Film über hatte ich eine „B“-Bewertung im Sinn, erst der Schluss hat den Film (für mich) noch aufgewertet.

Die Hauptrolle spielt hier Logan Lerman. Ich habe ihn bislang noch nicht bewusst in einem Film gesehen. Irgendwie hat er mich an Zac Efron erinnert. Logan Lerman wirkt hier geschminkter als Emma Watson und so hatte ich Schwierigkeiten, ihm den Hetero abnehmen. Irgendwann habe ich ihn dann aber doch als Charlie akzeptiert, vielleicht weil auch dieser Filmcharakter vielschichtiger und sympathischer ist, als er zunächst erscheint. Völlig blass und uninteressant ist hier erneut Emma Watson.

Mein Herz habe ich definitiv an Ezra Miller (City Island, We Need to Talk About Kevin) verloren. Mit seiner Intensität und Präsenz überstrahlt er hier alles und jeden. Auch wenn er in den meisten Szenen mit anderen Darstellern spielt, so galt meine gesamte Aufmerksamkeit ihm. Mit „Kevin“ und „Perks“ habe ich ihn jetzt in zwei grundverschiedenen Rollen gesehen und jetzt kann ich für mich behaupten, eine Neuentdeckung zu haben. Es liegt auf der Hand, dass noch weit mehr in ihm steckt. Ich hoffe, dass der gerade 20 Jahre alte Ezra Miller nicht vom Weg abkommt und auch zukünftig die richtigen Rollen angeboten bekommt, dann – so bin ich sicher – hat er eine große Karriere vor sich und die erste Oscar-Nominierung ist auch nicht mehr weit entfernt.

Der Film wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „V/H/S“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Warum heißt der nicht gleich „Paranormal Activity“?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Other Dream Team“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über die litauische Basketballnationalmannschaft bei den olympischen Sommerspielen im Jahr 1992
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Paperboy“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Romanverfilmung mit Nicole Kidman, Zac Efron (warum bloss?), Matthew McConaughey und John Cusack
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Oranges“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Tragikomödie mit Oliver Platt, Catherine Keener, Hugh Laurie und Allison Janney
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Impossible“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Der sogenannte „Tsunami“-Film mit Naomi Watts und Ewan McGregor
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Lawless"

Ich war am 26.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Lawless“ 115 min drama, adaptation
dir. John Hillcoat cast: Shia LaBeouf, Tom Hardy, Jason Clarke, Guy Pearce, Mia Wasikowska, Jessica Chastain, Gary Oldman

Im Jahr 1931 in Franklin County, Virginia. Die drei Brüder Jack (Shia LaBeouf), Howard (Jason Clark) und Forrest Bondurant (Tom Hardy) verdienen sich ihr Geld in der Zeit der Prohibition hauptsächlich mit der Produktion und dem Schmuggel von Alkohol. Dann taucht ein neuer Agent der Regierung, Charley Rakes (Guy Pearce), in Franklin auf. Er beansprucht einen ordentlichen Teil des illegal verdienten Geldes. Forrest lehnt ab und der Krieg beginnt…

C+ (Wertung von A bis F) „Lawless“ basiert auf dem Roman „The Wettest County in the World“ von Matt Bondurant. Matt Bondurant ist der Enkel von Jack Bondurant und erzählt in dem Buch die wahre Geschichte seines Großvaters und seiner beiden Brüder.

Der Musiker Nick Cave hat das Drehbuch geschrieben und zeigt sich auch für die Filmmusik verantwortlich.

„Lawless“ ist wahnsinnig brutal, in der Erzählweise aber relativ spannungsfrei. Es geht andauernd Hin und Her und das Ganze zieht sich gefühlte Ewigkeiten. Außerdem hätte einer der Protagonisten hier – der Logik nach – mehr als nur einmal tot sein müssen.

Der Hauptcharakter in „Lawless“ wird von Shia LaBeouf dargestellt und das ist ein großer Schwachpunkt des Films. Ich kann ihn als Schauspieler einfach nicht ernst nehmen. Da braucht es auch nicht zwingend einen Tom Hardy, der ihn mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Tom Hardys Knurren ist in „Lawless“ wesentlich eindrucksvoller als LaBeoufs Performance den gesamten Film über. Als Beispiel reicht aber eigentlich auch der noch recht unbekannte, gleichaltrige Dane DeHaan (Chronicle). In den Szenen der beiden sieht man eindeutig, wer hier Talent hat und wer halt nicht. Shia LaBeouf ist ein Hollywoodstar, aber alles andere als ein guter Schauspieler. Tom Cruise in jung, sozusagen. Inständig hoffe ich, dass er nicht mehr so häufig in Hauptrollen besetzt wird. Oder wenigstens dann nur in Filmen („Transformers“), bei denen ich sowieso nicht in die Verlegenheit komme, sie zu gucken. Zurück zu den Schauspielern, die „Lawless“ letztlich noch sehenswert machen. Sobald Tom Hardy auf der Leinwand erscheint, kann man einfach nicht die Augen von ihm lassen. Guy Pearce spielt hier zwar eine völlig überzeichnete Figur, das aber sehr sehenswert. Gary Oldman beeindruckt auch wieder einmal, spielt aber eine viel zu kleine Rolle.

„Lawless“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Looper“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi/Action mit Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ein paar Tage später geschaut.

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action mit Tom Cruise.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%