NYC – Film: "End of Watch"


Ich war am 28.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„End of Watch“ (dt. Kinostart: 20.12.12) 109 min action, thriller
dir. David Ayer cast: Jake Gyllenhaal, Michael Pena, Anna Kendrick, Natalie Martinez, America Ferrara, Cody Horn

Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Mike Zavala (Michael Pena) sind Polizisten. Seit Jahren fahren sie schon gemeinsam Streife in Los Angeles. In dem gefährlichsten Stadtteil South Central sind sie unterwegs. Hier sind die Bandenkriege Alltag. Jeden Tag riskieren Brian und Mike ihr Leben. Schließlich bekommen sie es auch noch mit dem mexikanische Kartell zu tun…

B+ (Wertung von A bis F) „End of Watch“ ist ein gelungener Actionthriller, der einen vermutlich recht realistischen Einblick in amerikanische Polizeiarbeit bietet.

Die meisten Einstellungen im Film sind als found footage eingespielt, es sind Einstellungen von versteckten Kameras, die an den Polizeiuniformen angebracht sind, Kameras im Polizeiauto, verschiedenen Überwachungskameras oder von dem Camcorder (Jake Gyllenhaals Filmcharakter Brian macht für ein Filmprojekt Aufnahmen mit den besagten versteckten Kameras und filmt auch mit einer Videokamera während des Einsatzes). Ein Teil des Films ist aber auch traditionell gedreht worden. Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, aber ich dachte, der Film wäre ausschließlich in der found footage-Machart gedreht worden. Entsprechend haben mich einige Szenen aus dem Film gebracht, weil ich mich fragte, wo nun diese Aufnahmen herkamen. Es gibt aber eine Sache, die ich tatsächlich an dem Film auszusetzen habe und das ist das Ende. Ohne selbstverständlich zu verraten worum es genau geht, das Filmende ist absolut unrealistisch und irgendwie fühle ich mich als Zuschauer betrogen. Einen Punktabzug gab es dafür nicht, obwohl ich mich immer noch darüber ärgere. Ansonsten hat mir der Film aber richtig gut gefallen.

Jake Gyllenhaal und Michael Pena verkörpern hier die ganz normalen (mal nicht korrupten oder durchgeknallten) Polizisten Brian Taylor und Mike Zavala. Seit Jahren sind die Polizisten auch privat befreundet und wissen so ziemlich alles übereinander. „End of Watch“ erzählt auch über die Beziehung von Brian und Mike. Der Film hätte nicht funktioniert, wenn man ihnen diese Freundschaft nicht abgenommen hätte. In der Zeit, in der wir sie als Zuschauer begleiten, erleben die beiden wahnsinnig viel in ihrem Polizeialltag (irgendwann im Film waren es mir sogar zu viele Heldentaten) und wenn sie mal nur gelangweilt durch die Straßen von South Central fahren, unterhalten sie sich halt. Die Sprache und die Dialoge sind authentisch und des öfteren unglaublich witzig.

Michael Pena („Million Dollar Baby“, „Babel“, The Lincoln Lawyer) muss ich all die Jahre irgendwie unterschätzt haben. Vielleicht fand ich ihn auch nicht interessant genug. Das hat sich jetzt mit diesem Film definitiv geändert. Jake Gyllenhaal und Michael Pena liefern in meinen Augen eine Performance, die man durchaus für eine Oscar-Nominierung in Betracht ziehen könnte. Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“, „Zodiac“, Rendition, Source Code) ist derzeit dafür im Gespräch.

Die Polizistinnen empfand ich absolut fehlbesetzt. Nein das wäre übertrieben, es betrifft ausschließlich Cody Horn.

Den Film sollte man schon alleine aufgrund der krassen Sprache und der Dialoge unbedingt im Original sehen.

„End of Watch“ wurde erstmalig auf dem Toronto Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Silent Hill: Revelation“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung von „Silent Hill“ mit Sean Bean und Carrie-Ann Moss. Den ersten Teil fand ich schon sterbenslangweilig.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Alex Cross“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung/Actionfilm mit Tyler Perry und Matthew Fox. Ich werde mir doch wohl nicht meinen ersten Tyler Perry-Film anschauen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film gilt als heißer Oscar-Kandidat im nächsten Jahr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Seven Psychopaths“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Colin Farrell, Woody Harrelson, Sam Rockwell und Christopher Walken
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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3 Gedanken zu “NYC – Film: "End of Watch"

  1. Den Trailer sollten wir auf Moviepilot beurteilen. War so eine seltsame Umfrage, schätze der kommt noch in die Preview. So wirklich interessant fand ich ihn nicht, aber warten wirs ab.
    Ach ja die Cody :))
    Ist Cody etwa die neue Bambi?
    Wer ist Tyler Perry? :-))
    „Seven Psychopaths“ soll ganz ansehbar. Mein Herzblatt war schon in der PV. Kein 10erFilm, aber gut.

    Gefällt mir

  2. Achso? Komisch – na vielleicht bekommst Du dafür ja Preview-Freikarten.

    Cody hat so ein unglaublich dämliches Gesicht, die habe ich echt gefressen. Nein, die Hathaway ist die Schlimmste. Ich musste ja jetzt vor einigen Filmen ein paar Mal dieses „Les Mis“ -Special von der Regal-Kinokette ertragen. Ich finde, toll, dass Hathaway scheinbar ordentlich abgenommen hat und nicht mehr so mopsig ist, dafür kommt jetzt aber ihr Rattengesicht zur Geltung. :)) Ich weiß, ich bin gemein, aber die finde ich wirklich schlimm.

    Tyler Perry macht in den U.S.A. die ganzen (wie ich höre dummen) Filme für Schwarze. Regie, Produktion und was weiß ich noch alles.

    Cool, auf „Seven Psychopaths“ freue ich mich auch schon. Habe nur gehört, dass bei der eh schon genialen Besetzung Sam Rockwell der Knaller sein soll. 🙂

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