TV – Serie: "Daredevil, 1. Staffel"

Ich habe mir die komplette Staffel folgender Netflix-Serie angeschaut:

„Daredevil, 1. Staffel“ 13 x 55 min action, crime, drama, adaptation
dir. Phil Abraham, Adam Kane, Ken Girotti, Farren Blackburn, Guy Ferland, Brad Turner, Stephen Surjik, Nelson McCormick, Nick Gomez, Euros Lyn, Steven S. DeKnight cast: Charlie Cox, Elden Henson, Deborah Ann Woll, Rosario Dawson, Toby Leonard Moore, Vincent D´Onofrio, Vondie Curtis-Hall, Bob Gunton, Ayelet Zurer, Peter McRobbie, Peter Shinkoda, Wai Ching Ho, Scott Glenn, Phyllis Somerville

New York. Matt Murdock (Charlie Cox) und Foggy Nelson (Elden Henson) sind Anwälte und beste Freunde. Gerade haben sie Räumlichkeiten für ihre erste eigene Kanzlei in Hell´s Kitchen angemietet. Bislang haben sie noch kein Mandat, dann erfahren sie jedoch von einer jungen Frau, Karen Page (Deborah Ann Woll), die verdächtigt wird, einen Mann ermordet zu haben. Matt hatte als Kind einen Unfall, bei dem seine Augen mit giftigen Chemikalien in Berührung kamen. Dabei hat er sein Augenlicht verloren, zeitgleich wurden aber seine anderen Sinne übernatürlich geschärft. Er nutzt diese Gabe um nachts in seinem Viertel Hell´s Kitchen für Recht und Ordnung zu sorgen. Dabei kämpft er gegen Kriminelle. Irgendwann bekommt er es dann mit dem skrupellosen Unterwelt-Boss Wilson Fisk (Vincent D´Onofrio) zutun.

B (Wertung von A bis F) Die Serie „Daredevil“ basiert auf der gleichnamigen Figur der Marvel Comics. Die Geschichte beginnt nachdem die Ereignissen von Marvel´s The Avengers endeten. Der Serienschöpfer ist Drew Goddard. Er hat sich zuvor als Drehbuchschreiber einiger Episoden der Erfolgsserien „Buffy the Vampire Slayer“, „Angel“, „Alias“ und „Lost“, sowie der Kinofilme Cloverfield, „The Cabin in the Woods“ und World War Z hervorgetan. Bei dem Horrorfilm „The Cabin in the Woods“ gab er zugleich sein Regiedebüt.

Ich bin ja bekanntlich kein Marvel-Fan (und kenne mich zugegebenermassen in dem Marvel-Universum auch überhaupt nicht aus). Den einzigen Comic-Helden den ich cool finde ist Batman und der ist von DC Comics. Die einzige Assoziation, die ich mit „Daredevil“ hatte, war dieser unsägliche „Daredevil“-Film aus dem Jahr 2003. Wahrscheinlich gibt es kaum jemanden der blöder in einem Superhelden-Kostüm aussah als Ben Affleck. Na jedenfalls hat diese augenfeindliche Inszenierung sicherlich nicht die Basis für eine Freundschaft zwischen mir und Daredevil geschaffen.

Dann habe ich aber von dieser neuen Netflix-Serie gehört. Nicht nur von den Nerds und Marvel-Fans wurde die Streaming-Serie „Daredevil“ begeistert aufgenommen. Ich wollte – wie so oft – nur mal kurz reinschauen. Schnell hat mir die düstere Bildästhetik und der Stil gefallen. Zu meiner großen Verblüffung mochte ich sogar den Comic-Helden Matt Murdock – vielleicht weil er mich irgendwie an Batman erinnert. Matt Murdock/Der Mann mit der (schwarzen) Maske/Daredevil weist tatsächlich Parallelen zu Batman, aber auch zu meinem TV-Serienmörderliebling Dexter auf. Matt Murdock hat auch keine völlig unrealistischen Superkräfte, geht tagsüber einen ganz normalen Job nach und sorgt nachts für mehr Gerechtigkeit in der Welt (oder in New York, bzw erst einmal in seinem Kiez in Manhattans Hell´s Kitchen). Ich habe ziemlich schnell die Welt gekauft, in die mich die Serie führt.

„Daredevil“ ist sehr aufwendig produziert, das Production- und Setdesign sieht sehr hochwertig und edel aus. Visuell ist die Serie ein Hingucker. Die erste Staffel erzählt eine zusammenhängende Geschichte. Es ist eine Story, bei der die Comicfigur Matt Murdock die Hauptrolle spielt, das aber bevor er offiziell zu Daredevil wird. Bei seinen nächtlichen Aktionen trägt er zwar eine Art Uniform (schwarze Kleidung und eine Mütze, die auch seine Augen bedeckt), aber zunächst kein offizielles Superhelden- bzw. Daredevil-Kostüm. In der Öffentlichkeit wird er „The man in the (black) mask“ genannt. Die 13. und damit letzte Episode der ersten Staffel trägt bezeichnenderweise Titel „Daredevil“.

So sehr ich Matt Murdock mochte, so wenig mochte ich seinen Gegenspieler. Vincent D´Onofrio ist für mich als Wilson Fisk fehlbesetzt. Fisk ist ein sehr wichtiger Charakter der ersten Staffel von „Daredevil“. Der hätte, in meinen Augen, besser besetzt werden müssen. Dafür mochte ich aber, neben den Titelhelden, auch ein paar andere Charaktere der ersten Staffel. Mein Liebling ist eindeutig Wesley, aber ich mag auch Claire, Foggy, Karen und Ben.

Matt Murdock ist eine Figur aus einem Comic und das musste ich mir zwischendurch noch mal bewusst machen. Anders ist auch schwer nachzuvollziehen, wie sicher sich der blinde Held durchs das nächtliche New York bewegt, elegant und präzise asiatische Kampfsportarten praktiziert und selbst so viele durchaus schwerwiegende Verletzungen davonträgt, um dann kurz darauf schon wieder „in den Ring“ zu steigen. Es gibt natürlich noch mehr Ungereimtheiten, aber vieles ist durch diese Fantasie-Welt, in der die Serie angesiedelt ist, zu erklären. „Daredevil“ spielt in Manhattans Viertel Hell´s Kitchen. Die Figuren sind aus dem Marvel Universum.

Was mir außerordentlich gut gefallen hat, ist, dass am Ende der ersten Staffel nicht alle vermeintlich wichtigen Charaktere noch am Leben sind. Die Serientode waren mitunter überraschend und ungewöhnlich konsequent für eine TV-Serie.

Ich fand die erste Staffel von „Daredevil“ wirklich cool und stylisch. Sie ist aber auch ziemlich brutal und blutig. Die Kampfchoreographien sind beeindruckend und auch mochte ich, dass es mindestens zwei starke Frauencharaktere gibt. Vielleicht hätte ich eine noch bessere Bewertung spendiert, wenn die Serie etwas weniger actionreich wäre, mir der Bösewicht besser gefallen hätte und Matt Murdock (obwohl es zum Schluss wieder einen Sinn ergibt) nicht auch noch katholisch wäre. Sein andauernd-zum-Priester-Gerenne hat mich genervt.

Die Episoden im Einzelnen:

Mit der dritten Folge war mir klar, dass ich keine A-Bewertung vergeben kann. Zu unzufrieden war ich mit dem Bösewicht. Er hat einfach nicht die nötige Präsenz und auch mochte nicht wie er seine Stimme und Sprache einsetzt. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich mir James Spader in dieser Rolle gewünscht habe.

Die Episode 10 ist meine Lieblingsfolge

Die Episode 12 mochte ich gar nicht. Zu sehr fehlt mir hier eine wichtige Figur.

Die Episode 13 bietet einen schönen Abschluss für eine solide erste Staffel

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Matt Murdock/ The man in the (black) mask/ Daredevil hatte als Neunjähriger einen Unfall, bei dem er mit radioaktiven Material in Berührung kam. Seit diesem Zeitpunkt ist er blind, dafür hat er einen sehr ausgeprägten Instinkt und einen übernatürlichen Hör- und Geruchsinn. Sein Vater war ein Preisboxer und ist früh verstorben. Matt Murdock ist katholisch und hat Jura studiert. Mittlerweile hat er mit seinem besten Freund Foggy (gespielt von Elden Henson) eine Kanzlei eröffnet. Matt führt ein geheimes Doppelleben. Nachts sorgt er für mehr Gerechtigkeit in seinem Viertel Hell´s Kitchen. In schwarzer Kleidung und mit heruntergezogener Mütze knüpft er jeden auf, der es verdient hat. Seine Opfer erleiden gerne fiese Augenverletzungen. Er selbst steckt dabei aber auch ordentlich Prügel ein. Matt will Hell´s Kitchen zu einem besseren Ort machen. In der Öffentlichkeit wird über ihn als „Der Mann mit der (schwarzen) Maske“ gesprochen. Erst später wird aus Matt Murdock nachts Daredevil. Gespielt wird Matt Murdock von dem englischen Schauspieler Charlie Cox. Ich habe ihn vor einigen Jahren noch in Matthew Vaughns Stardust gesehen. Kürzlich war er in dem, für einen Oscar nominierten Film   The Theory of Everything zu sehen. Er hat aber auch über zwei Staffeln in der HBO-Serie „Boardwalk Empire“ mitgespielt

Foggy Nelson ist der beste Freund von Matt Murdock (gespielt von Charlie Cox). Die Beiden haben zusammen studiert. Foggy und Matt sind Rechtsanwälte und haben kürzlich ihre eigene Kanzlei in Hell´s Kitchen aufgemacht. Foggy ahnt nicht, was sein bester Freund nachts treibt. Foggy Nelson wird von dem amerikanischen Schauspieler Elden Henson gespielt. Er hat in den „The Mighty Ducks“-Filmen, „Castaway“, „“The Butterfly Effect, und in den „The Hunger Games: Mockingjay“,  Part 1 und Part 2 mitgespielt.

Karen Page ist die erste Klientin von Matt and Foggy (gespielt von Charlie Cox und Elden Henson). Karen Page wird von der amerikanischen Schauspielerin Deborah Ann Woll gespielt. Sie hat bereits in dem Kinofilm Ruby Sparks mitgespielt und hat in allen Staffeln der HBO-Serie  True Blood gespielt.

Claire Temple arbeitet als Krankenschwester und rettet Matt eines Nachts das Leben. Claire wird von der amerikanischen Schauspielerin Rosario Dawson gespielt. Sie hatte ihre erste Rolle in Larry Clarkes Skandalfilm „Kids“. Dann hat sie in einem meiner Lieblingsfilme „25th Hour“ mitgespielt, ausserdem in „Sin City“, Death Proof und  Trance. Erst kürzlich mochte ich sie in   Top Five.

Wilson Fisk ist ein einflussreicher Geschäftsmann in Hell´s Kitchen. Er ist aber auch der skrupellose Anführer eines Verbrechersyndikats. Er ist der große Bösewicht der Serie. Fisk wird von dem amerikanischen Schauspieler Vincent D´Onofrio gespielt. Seine Performance mochte ich von allen am Wenigsten. Ich mag nicht wie Vincent D´Onofrio seine Stimme einsetzt, um bedeutender zu klingen. Überhaupt hätte ich mir einen anderen Schauspieler gewünscht, Vincent D´Onofrio begleitet mich schon gefühlt ein Leben lang. Er hat in Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“, „Mystic Pizza“, „JFK“, „The Player“, „Salt on Our Skin“, „Men in Black“, „The Cell“ mitgespielt. Vielen wird er aber durch seine Hauptrolle in „Law & Order: Criminal Intent“ bekannt sein. Ich habe ihn erst kürzlich in The Judge und Run All Night gesehen. In Jurassic World hat er mich vor kurzem genausowenig als Bösewicht überzeugen können.

James Wesley ist die rechte Hand von Unterwelt-Boss Wilson Fisk (gespielt von Vincent D´Onofrio). Optisch elegant und unscheinbar. Wesley wirkt auf mich aber von Anfang an undurchsichtiger und gefährlicher als Fisk. Wesley wird von dem australischen Schauspieler Toby Leonard Moore gespielt. Er war erst kürzlich in John Wick zu sehen. Ich mag Wesley sehr gerne.

Ben Urich arbeitet als Reporter bei der Tageszeitung New York Bulletin. Er ist mit Doris (gespielt von Adriene Lenox) verheiratet. Ben Urich wird von dem amerikanischen Schauspieler und Regisseur Vondie Curtis-Hall gespielt. Er hat regelmässig in der TV-Serie „Chicago Hope“ gespielt und war auch in Baz Luhrmanns „Romeo + Juliet“ zu sehen. Bei dem Mariah Carey Film „Glitter“ hat er Regie geführt.

Vanessa ist Betreiberin einer Kunstgalerie. Der Unterwelt-Boss Wilson Fisk (gespielt von Vincent D´Onofrio) interessiert sich für sie. Vanessa wird von der israelischen Schauspielerin Ayelet Zurer gespielt. Sie hat bereits in den Kinofilmen „Munich“, „Vantage Point“, „Angels & Demons“ gespielt. Ich fand ihren Seriencharakter nicht wirklich glaubwürdig.

Die komplette erste Staffel von „Daredevil“ wurde bei Netflix (U.S. und Deutschland) am 10.04.15 zur Verfügung gestellt. Die zweite Staffel ist gerade (im Juli 2015) in Produktion gegangen.

Der exzellente Vorspann (von den Kreativen, die auch den Vorspann von  True Detective gestaltet haben) ist zu sehen:

Trailer zu sehen:

Zwei Trailer hintereinander durch die man einen guten Eindruck von dem Style der Serie bekommt:

Boston – Film: "Top Five"

Ich war am 13.12.14 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Top Five“ (dt. Kinostart: 16.04.15) 101 min comedy
dir. Chris Rock cast: Chris Rock, Rosario Dawson, Kevin Hart, Gabrielle Union, Sherri Shepherd, Jerry Seinfeld, Adam Sandler, Tracy Morgan, Whoppi Goldberg

Andre Allen (Chris Rock) ist als Stand-up-Comedian berühmt geworden. Mittlerweile ist er ein großer Filmstar und wird für seine seine seichten Komödien geliebt. Der Schauspieler will jetzt jedoch einen Image-Wechsel vollziehen, hat kürzlich ein Sklavendrama abgedreht und ist nun dabei, seinen neuen Film zu promoten. Endlich will er ernstgenommen werden, ob es da die richtige Entscheidung war, sich mit dem Reality-Star Erica Long (Gabrielle Union) zu verloben? Er stimmt zu, sich einen Tag lang von der schlagfertigen New York Times Journalistin Chelsea Brown (Rosario Dawson) begleiten zu lassen.

B (Wertung von A bis F) Der Schauspieler Chris Rock hat während der Dreharbeiten zu „Grown Ups 2“ das Drehbuch zu „Top Five“ geschrieben. Nach „Head of State“ und „I Think I Love My Wife“ ist „Top Five“ bereits der dritte Kinofilm, bei dem der Schauspieler auch Regie führt.

Chris Rock zeigt mit diesem Film, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen sollte. Das ist etwas, was man gerade in „afro-amerikanischen Filmen“ eher selten beobachtet.

So wie Chris Rock hier seine Geschichte erzählt, erinnert der Film mitunter an gute Woody Allen Filme. Die beiden Protagonisten (gespielt von Chris Rock und Rosario Dawson) schlendern viel durch New York und unterhalten sich. „Top Five“ hat teilweise einen brillanten Dialogwitz und auch einige wirklich komische Szenen (Hotelzimmer-Szene in Houston mit den zwei „Engeln“, Szene mit Jerry Seinfeld, Adam Sandler und Whoopi Goldberg), aber dennoch war mir der Film etwas zu lang.

Auch als Schauspieler hat mir Chris Rock recht gut gefallen.

Rosario Dawson ist eine tolle und bildhübsche Frau, hier hat sie leider eine grausige Frisur.

In „Top Five“ wird sich natürlich auch über Reality Star Kim Kardashian und ihren Ehemann Kayne West lustig gemacht. Das ist natürlich keine große Kunst (bei wirklich jedem Ganzkörperfoto oder Filmchen, dass ich von Kim Kardashian zu sehen bekomme und was sie in einem ihrer zahlreichen – höflich gesagt – sonderbaren Roben breche ich vor Lachen zusammen). Bemerkenswert ist einzig, dass Kayne West Co-Produzent von „Top Five“ ist.

Das Publikum hat eigentlich kontinuierlich gelacht. Als der Film zu Ende war, gab es Applaus vom Publikum. Beim Verlassen des Kinos wurde ich gebeten, an einer recht ausführliche iPad-Befragung teilzunehmen. Die Fragen (multiple choice) drehten sich darum, welcher Rasse ich angehöre, wann und warum ich ausgerechnet diesen Film gewählt habe, was ich für die Kinokarte bezahlt habe, wann ich die Kinokarte gekauft habe, wie mir der Film gefallen hat, ob ich ihn leihen oder kaufen würde, ob ich ihn weiterempfehlen werde, ob ich ihn auch nicht afro-amerikanischen Zuschauern empfehlen würde, usw. usw. Ich gehe nun recht häufig in den U.S.A. ins Kino und ganz selten werden solche Befragungen durchgeführt, insbesondere bei diesem Film finde ich es aufschlussreich. In meiner sehr gut besuchten Vorstellung waren eine andere Frau und ich die einzigen „weißen“ Zuschauer. Der Film hält natürlich einige Insider-Gags für die vorrangig afro-amerikanische Zielgruppe bereit und auch konnte ich mit einigen genannten Künstler aus den Top Five-Listen nicht wirklich etwas anfangen, dennoch sehe ich „Top Five“ als eine gelungene Komödie für ein breiteres Publikum.

„Top Five“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

„Top Five“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Chris Rock), Beste Nebendarstellerin (Rosario Dawson), Bestes Originaldrehbuch

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Besserer Trailer, trotzdem schlimm. Sollte man mal mit dem Trailer zu „Top Five“ vergleichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals, ich schwöre

Trailer v. Film: „The Loft“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Amerikanisches Remake eines belgischen Thrillers. Ich kenne den Originalfilm und mag ihn, der amerikanische Film ist mit Karl Urban, James Marsden, Wentworth Miller und, wie im Original, Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Get Hard“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Will Ferrell und Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Unfinished Business“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Vince Vaughn, Tom Wilkinson und Dave Franco. Der Film spielt in Berlin, schon alleine deshalb muss ich ihn gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hot Tub Time Machine 2“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Den ersten Film fand ich ganz lustig, eine Fortsetzung war aber nicht nötig. Mit Rob Corddry, Craig Robinson und Chevy Chase
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Big Eyes“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Neuester Tim Burton-Film mit Amy Adams und Christoph Waltz. Der Film soll doch nicht so schlecht sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Selma“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ava DuVernays Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Trance"

Ich war am 29.04.13 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Trance“ (dt. Titel: „Trance – Gefährliche Erinnerung“, dt. Kinostart: 08.08.13) 101 min thriller, drama
dir. Danny Boyle cast: James McAvoy, Vincent Cassell, Rosario Dawson

Simon (James McAvoy) arbeitet in einem Londoner Auktionshaus. Als das Haus von mehreren bewaffneten Räubern überfallen wird, versucht Simon das kostbare Goya-Gemälde in Sicherheit zu bringen. Von einem der Kunsträuber (Vincent Cassell) wird er zu Boden geschlagen. Die Bande stellt erst später fest, dass sie nur den Rahmen des wertvollen Gemäldes erbeutet haben. Wo ist das Bild? Als sie Simon erneut aufsuchen, mag der sich aber partout nicht mehr daran erinnern, wohin er das Bild gebracht hat. Da auch foltern nichts nützt, schicken sie ihn schließlich zu der Hypnotiseurin Elizabeth (Rosario Dawson)…

B (Wertung von A bis F) „Trance“ basiert vage auf dem gleichnamigen britischen TV-Film.

Der Film ist visuell und akustisch ein Meisterwerk. Entsprechend sollte man sich „Trance“ in einem Kino mit der grösstmöglichen Leinwand und der bestmöglichen Soundanlage gönnen. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Film von seiner Optik und von seinem fantastischen Score her (wie bereits in anderen Danny Boyle-Filmen u.a. von Underworld) das letzte Mal so in Verzückung versetzt hat.

Die Locationscouts haben die perfekten Drehorte gefunden und Danny Boyle, sein Filmausstatter und sein Kameramann haben wunderschöne Rauminszenierungen geschaffen. Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu überschwänglich schwärme. Die Story, die einem hier nämlich auftischt wird, ist ziemlich blöd. Wieder einmal eine dieser Geschichten, die an ihrem eigenen Anspruch scheitert. Der Film will so smart sein und ist voller Ungereimtheiten und Schwächen. Da „Trance“ aber einfach so unverschämt gut aussieht, treibt es mir fast die Tränen in die Augen, keine bessere Bewertung geben zu können. James McAvoy hat mir, wieder einmal, auch richtig gut gefallen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Before Midnight“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Die ersten beiden Teile („Before Sunrise“, „Before Sunset“) habe ich nicht gesehen, weil ich Ethan Hawke und schon gar nicht Julie Delpy etwas abgewinnen kann. Jetzt gibt´s aber oscar talk für evtl. das Drehbuch.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Stories We Tell“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sarah Polleys Dokumentation über ihre Familie
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The Painting“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: französischer Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „What Maisie Knew“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Julianne Moore und Alexander Skarsgard
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Stroller Plan“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: französische Komödie mit supernerviger Musik im Trailer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Storm Surfers 3D“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Surfer-Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

New York City – Grindhouse Planet Terror/Death Proof

War am 9.4.07 in NYC und habe im Kino geschaut:

„Grindhouse – Planet Terror/ Death Proof“
191 min Action/ Horror

Das Projekt wird in den U.S.A. als Double Feature gestartet, sind aber zwei eigenständige Filme

1. „Planet Terror“ (dt. Kinostart 04.10.07)
dir. Robert Rodriguez cast: Rose McGowan, Josh Brolin

Robert Rodriguez kann, wie schon in seinem bekannten Film „From Dusk till Dawn“ seine Vorliebe für Vampir/Zombie-Filme nicht leugnen. Diesmal kombiniert er es mit einem 70er Jahre Action/Horror/Katastrophenfilm und bannt das ganze auf eben solches – auf alt gemachtes – Bildmaterial. Er integriert, unter anderen, eine GoGoTänzerin (Rose McGowan), die bei einem Unfall ihren Unterschenkel verliert und der später auf spektakuläre Weise durch ein Maschinengewehr ersetzt wird und einen Ehemann (Josh Brolin), der erfährt, dass ihn seine Frau betrügt. Im Hospital, in dem er als Arzt arbeitet, wird er von eingelieferten Patienten „infiziert“, verwandelt sich in einen Zombie und macht Jagd auf seine untreue Gattin.

B- (Bewertung A bis F)Da der Film in einer Fake-70er Jahre Bildqualität gedreht wurde, wirkt er in der heutigen Zeit sehr cool, vielleicht aber auch nur mit dem Wissen um das „durchgeknallte“ Kunstverständnis des Regisseurs. Unterhaltsam, zuviel Splatter ermüdet aber nach einiger Zeit. Tolle Cameos von Bruce Willis, Naveen Andrews (von LOST), Fergie von den Black Eyed Peas und Quentin Tarantino

2. „Death Proof“ (dt. Kinostart 19.07.07)
dir. Quentin Tarantino cast: Kurt Russell

Quentin Tarantino`s Film ist hingegen eine Hommage an die 80er Jahre „Auto-Verfolgungsjagdfilme“.

Stuntman Mike (Kurt Russell) beobachtet und verfolgt mit seinem entsprechend umgerüsteten Auto eine Gruppe von Mädchen und fordert einen Crash heraus. Als er eine zweite Clique von jungen Frauen ausspäht und provoziert, unterschätzt er deren eigene Gewaltbereitschaft. Unterbrochen werden die rasanten Fahrten von originell witzigen Gesprächen der Beteiligten.

A- (Bewertung von A bis F) Brilliant geschriebenen Vorlage mit einer grossartigen Umsetzung in Regie und Schauspiel. Die Auswahl von perfekt gesetzten Musiktracks setzt man mittlerweile bei einem Tarantino-Film voraus und wird sicherlich nicht enttäuscht. Darüberhinaus hat Tarantino vor dem Beginn seines Films vier Trailer „geschaltet“ – THANKSGIVING hat mir besonders gut gefallen.

Quentin Tarantino`s Part des Gesamtprojekts ist um Längen besser und innovativer gestaltet. Bei Rodriguez hat man teils den Eindruck, dass er seine gesamten Gewalt- und Sexphantasien in einem Film verpacken wollte. Sehenswert

Trailer zu sehen: