San Francisco – Film: „1917“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„1917“ (dt. Kinostart: 16.01.20)  119 min   drama

dir. Sam Mendes  cast: George MacKay, Dean-Charles Chapman, Colin Firth, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Richard Madden, Andrew Scott 

 

Der Zweite Weltkrieg am 06.04.1917. Die zwei britischen Soldaten Schofield (George McKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) sind in Nordfrankreich stationiert. Von ihrem Vorgesetzten (Colin Firth) erhalten sie den Auftrag, eine wichtige Nachricht an ein anderes Bataillon zu überbringen. Mit der Nachricht soll verhindert werden, dass die andere Einheit in eine deutsche Falle tappt, das könnte mehr als 1,600 britischen Soldaten, darunter Blakes Bruder, das Leben kosten…

 

B+ (Wertung von A bis F) „1917“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Sam Mendes („American Beauty“, Revolutionary Road, Away We Go, Skyfall ). Sam Mendes hat diesen Film, der eine fiktive Geschichte erzählt, seinem Großvater Alfred Mendes, einem Veteran des Ersten Weltkrieges, gewidmet. 

Es ist jetzt schon mehr zwei Wochen her, dass ich „1917“ gesehen habe, der Film ist mir aber noch sehr präsent. Es gibt einen klar erkennbaren Schnitt, ansonsten wird die Handlung in einer einzigen Einstellung erzählt. Durch die beeindruckende Kameraführung, das authentische Szenenbild und den Sound lebt man als Zuschauer die gefährliche, eintägigen Mission der beiden, auf sich allein gestellten Soldaten mit. Auch wenn man quasi nichts über die beiden Protagonisten (oder auch dem Ersten Weltkrieg im Ganzen) erfährt, bekommt man einen guten Eindruck von dem erschütternden Kriegswirrwarr. Handwerklich ist der Film natürlich fantastisch, sogar die Filmmusik ist perfekt abgestimmt. „1917“ ist Kino – großes Kino – ein Film, für den es sich lohnt, ins selbige zu gehen. Wer solche Filmen inszenieren kann, gehört auch für den Oscar nominiert. 

Etwas abgelenkt war ich von den Kurzauftritten einiger bekannter Gesichter (Colin Firth, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Richard Madden), in meinen Augen völlig unnötig, sie für diese Mini-Rolle zu besetzen, aber so lässt sich ein Film natürlich besser vermarkten.  

„1917“ war der letzte Film im Jahr 2019, der der Presse und Filmindustrie gezeigt wurde. Das hat dem Film aber nicht geschadet, er wurde für 10 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Bestes Make-up und beste Frisuren) Update: „1917“ hat 3 Oscars (Beste Kamera, Bester Ton, Beste visuelle Effekte) gewonnen.

„1917“ ist am 25.12.19 in elf amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 10.1.20 ist der Film dann landesweit in den Vereinigten Staaten zu sehen. In Deutschland startet der Film morgen, am 16.01.20.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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Trailer v. Film: „No Time to Die“

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Cary Fukunagas James Bond-Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Turning„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar:  Thriller/Horrorfilm. Trailer verrät scheinbar wieder gesamten Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Invisible Man„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar: Thriller/Horrorfilm mit Elisabeth Moss. Trailer verrät scheinbar auch hier den gesamten Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B (Redband-Trailer) 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: C 

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

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Trailer v. Film: „The Last Full Measure„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Kriegsdrama mit Sebastian Stan, Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin – Film: „Rocketman“

Ich war am 01.06.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Rocketman“ (dt. Kinostart war der 30.05.19)  121 min  musical, fantasy, biopic 

dir. Dexter Fletcher  cast: Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden, Bryce Dallas Howard, Tate Donovan, Charlie Rowe 

 

Im Alter von ungefähr vierzig Jahren begibt sich Superstar Elton John (Taron Egerton) in eine Selbsthilfegruppe. Er berichtet von seinen zahlreichen Süchten und blickt dabei zurück auf sein Leben…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Rocketman“ ist ein Musical und Biopic über den englischen Musiker Elton John. Regie führt der englische Schauspieler und Filmemacher („Eddie the Eagle“) Dexter Fletcher. Nachdem der Regisseur Bryan Singer während der Dreharbeiten von „Bohemian Rhapsody“ gefeuert wurde, ist Dexter Fletcher für die letzten beiden Drehwochen für ihn eingesprungen. Aufgrund der Richtlinien der US-amerikanischen Regiegewerkschaft wurde jedoch Bryan Singer als offizieller Regisseur in den Credits des Films genannt. 

Gut, dass Bohemian Rhapsody ein weichgespülter, spießiger Familienfilm über die Rockband Queen und ihren Leadsänger Freddie Mercury ist, ist nicht Dexter Fletchers Schuld. Mit „Rocketman“ hat er einen Film für Erwachsene inszeniert, der dem porträtierten Ausnahmemusiker gerecht wird. Elton John liess ihm als ausführender Produzent dabei alle Freiheiten. 

Generell bin ich kein Musical-Fan, das biografische Werk über Elton John ist aber vordergründig genau das.

Meine leichte Anspannung löste sich aber bereits mit den ersten Tönen und Bildern von „Rocketman“. In der Anfangssequenz sieht man Elton John in einem glitzernd-schrillen orangefarbenen Outfit, wie er in die Entzugsklinik schreitet und in der Selbsthilfegruppe darüber erzählt, dass er Alkoholiker, drogen-, sex- und kaufsüchtig und noch dazu essgestört ist. Die Selbsthilfegruppe bildet die Rahmenhandlung des Films. Unter Einbindung seiner Songs (großartig die „Your Song“-Sequenz) erfahren wir – in einer Mixtur aus Realität und Fantasie – von Eltons Kindheit, seinen Anfängen, seinem Durchbruch und Erfolg als Musiker. Dabei immer auf der Suche nach Liebe, die er augenscheinlich weder von seiner Mutter noch von seinem Vater erhalten hat. Eine besondere Bindung hat er zu dem Songwriter Bernie Taupin (ein fantastischer Jamie Bell), mit dem Elton John über Jahrzehnte zusammenarbeitete. Bernie ist dann scheinbar auch der Mann, in den sich Elton das erste Mal richtig verliebt hat, die „Tiny Dancer“-Sequenz lässt daran kaum zweifeln. Kurz darauf platzt aber ein anderer Mann in Eltons Leben: John Reid (mit seltsamer Perücke, aber sonst sehr James Bond-mäßig: Richard Madden). Natürlich der falsche Mann, die unglückliche Liebe zu seinem Manager (und auch zeitweise dem Manager von Queen) stürzt Elton John immer mehr in den Kreislauf von Alkohol, Drogen, usw. Das wiederum führt dann zwangsläufig zum Absturz und einer eindrucksvollen „Rocketman“-Sequenz. Ich liebe die „Goodbye Yellow Brick Road“-Sequenz, die dann wieder zum Anfang des Films führt. Im Gesamten betrachtet ist der Film ein kreatives Künstlerporträt und dabei rund und stimmig. 

Hier haben wir nun die Oscar-Performance eines Schauspielers, der eine Musiklegende verkörpert. Taron Egerton ist Elton John, zwischendurch habe ich immer wieder vergessen, dass es doch gar nicht der junge Elton John selbst ist, den ich hier auf der Leinwand sehe. Taron Egerton singt hier selbst und das beeindruckend. Der Schauspieler trägt den Film und schafft es, dem Zuschauer das Wesen von Elton John nahe zu bringen und dabei zu berühren. Wenn Rami Malek diesen Film sieht, dürfte es ihm unangenehm sein, dass er für seine, mehr auf die Optik angelegte Darstellung von Freddie Mercury den Oscar gewann. 

„Rocketman“ ist gerade erst in den Kinos angelaufen, ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass er so erfolgreich Kasse macht wie „BoRap“, dafür hat die Band Queen und ihre Songs einfach eine viel breit gefächerte Fangemeinde. Schade. 

Zum Schluss werden Originalfotos eingeblendet und man sieht im direkten Vergleich, wie sehr sich die Schauspieler, Kostüm- und Maskenbildner Mühe gegeben haben, den Originalen möglichst nahe zu kommen.  

„Rocketman“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Taron Egerton), Bester Nebendarsteller (Jamie Bell, Richard Madden), Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und beste Frisuren Update: „Rocketman“ hat eine Oscar-Nominerung (Bester Song) erhalten. Update: „Rocketman“ hat einen Oscars für den Besten Song gewonnen.

„Rocketman“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2019 gezeigt. In Großbritannien ist der Film am 22.05.19 gestartet, in den Vereinigten Staaten am 31.05.19 in 3,610  Kinos. Der Film läuft seit dem 30.05.19 in den deutschen Kinos. Ich habe den Film in der OV gesehen. 

Teaser zu sehen:

 

 

Elton John & Taron Egerton singen gemeinsam „Tiny Dancer“ auf Elton Johns Oscar-Party 2019:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „O Beautiful Night„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: deutscher Film 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Dead Don´t Die„

Bewertung des Trailers: B (Trailer in der OV)

Kommentar: Der neue Jim Jarmusch Film mit Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton, u.a.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Yesterday„

Bewertung des Trailers: B+ (Trailer in der OV)

Kommentar: Der neue Danny Boyle Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%