D.C. – Film: „Hustlers“

Ich war am 25.09.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Hustlers“ (dt. Kinostart: 28.11.19)   110 min  drama, biopic, adaptation  

dir. Lorene Scafaria  cast: Constance Wu, Jennifer Lopez, Cardi B., Julia Stiles, Lili Reinhart, Mercedes Ruehl, Frank Whaley, Keke Palmer  

 

Im Jahr 2007 hat Destiny (Constance Wu) begonnen, als Stripperin in dem Club „Moves“ zu arbeiten. Der Star dieses Clubs ist Ramona (Jennifer Lopez). Destiny freundet sich mit Ramona an, diese bringt ihr sämtliche Tricks bei und bald beginnen die beiden Frauen zusammen mit anderen Stripperinnen, den Männern von der Wall Street möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen…

 

C+ (Wertung von A bis F) Der Film wurde von wahren Begebenheiten inspiriert und basiert auf Jessica Presslers New York Magazin Artikels „The Hustlers at Scores“. Es ist nach Seeking a Friend for the End of the World und The Meddler erst der dritte Film der amerikanischen Drehbuchautorin und Filmemacherin Lorene Scafaria. 

Wie konnte es dazu kommen, dass Jennifer Lopez für ihr Porträt einer Stripperin auf einmal als Oscar-Anwärterin gilt? Das habe ich mich gefragt, als ich erstmalig davon gehört habe und frage ich mich immer noch, jetzt, wo ich den Film gesehen habe. 

Der Film erzählt eine relativ wahre Geschichte, die ich aber nicht für sonderlich erzählens- bzw. verfilmenswert halte. Es beginnt schon damit, dass ich keine Sympathien für die Hauptcharaktere aufbringen konnte und die Männer nicht ausreichend (fies) genug gezeichnet sind, dass man es vielleicht irgendwie okay finden könnte, wie hinterhältig sie betrogen wurden. „Hustlers“ liebt seine Frauencharaktere, ich wünschte, etwas von dieser Liebe wäre auf mich übergesprungen, dann hätte mir der Film vielleicht besser gefallen.

Die Geschichte beginnt 2007, viele Wall-Street-Banker haben sich bekanntlich auf Kosten der Allgemeinheit bereichert und machten (in den Stripclubs) einen auf dicke Hose. Dann kam im Jahr 2008 die Finanzkrise, die Banker verloren ihre Jobs, kamen nicht mehr in die einschlägigen Läden, die Stripperinnen mussten sich entsprechend neue Jobs suchen, bei denen sie weit weniger verdienten und nun konnten sie sich Pelzmäntel und teure Designertaschen nicht mehr leisten. Ein paar Jahre später beruhigte sich die Lage und die ehemaligen Stripperinnen sahen jetzt eine Möglichkeit, sich an den Männern von der Wall Street zu rächen. Nun zogen sie ihren ehemaligen Kunden auf kriminelle Weise das Geld aus der Tasche. Ende der Geschichte. Tja. Ich finde auch das amerikanische „Man muss sehen, wo man bleibt“ hier unpassend. Dazu finde ich den Frauen und ihr späteres Verbrechen viel zu  niederträchtig.

Der Film ist jedoch ganz ansprechend fotografiert, am Anfang vielleicht auch spaßig und kurzweilig, irgendwann wiederholen sich aber die Szenen und es wird trötenlangweilig.  Ein kleines Highlight gab es für mich dann mit „Doug“, der einzige männliche Charakter über den man etwas mehr erfährt. Doug wird  realistisch von dem Schauspieler Steven Boyer verkörpert. Die Geschichte von ihm ging mir irgendwo nahe und bestärkte mich in meiner Meinung über die leichtbekleideten Frauen. 

Jennifer Lopez´ Performance empfand ich nicht als etwas Besonderes. Sie ist ein klarer Hingucker und sexy, das ist aber nichts Neues. Hier zeigt sie Nichts, was man nicht sowieso schon mit ihr assoziiert. Wenn sie hierfür einen Oscar bekommen würde, müsste ich mich wieder fürchterlich aufregen. Jennifer Lopez gefiel mir in Oliver Stones „U Turn“ (wie anders sie da noch aussah) und definitiv in Steven Soderberghs „Out of Sight“ – vielleicht aber auch, weil ich beide Filme sehr mag. Sie hat das Charisma und die Präsenz eines Filmstars, ist aber in ihrem schauspielerischen Spektrum begrenzt. „Hustlers“ ist ein Film für Fans von J.Lo. 

„Hustler“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Constance Wu), Beste Nebendarstellerin (Jennifer Lopez), Bestes adaptiertes Drehbuch

„Hustler“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 13.9.19 in 3,250 amerikanischen Kinos gestartet. Aufgrund des großen Erfolgs an der amerikanischen Kinokasse ist die Kopienzahl kurz darauf sogar noch auf 3,525 aufgestockt worden. In Deutschland soll der Film am 28.11.19 starten. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „21 Bridges„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Actionthriller mit Chadwick Boseman und J.K. Simmons

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht


Trailer v. Film: „Charlie´s Angels„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: 3. „Charlie´s Angles“-Film, dieses mal führt Elizabeth Banks Regie mit Kristin Stewart 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht 


Trailer v. Film: „Like a Boss„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Komödie, da Tiffany Haddish mitspielt, kann ich sie mir nicht anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen:  0 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Queen & Slim„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Drama/Thriller mit Daniel Kaluuya 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile 100% 


Trailer v. Film: „Countdown„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Horrorfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen:  0 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%