San Francisco – Film: „Widows“

Ich war am 22.11.18 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Widows“ (dt. Filmtitel: „Widows – Tödliche Witwen, dt. Kinostart: 06.12.18) 128 min crime, thriller, adaptation 

dir. Steve McQueen  cast: Viola Davis, Michelle Rodriguez, Elizabeth Debicki, Cynthia Erivo, Colin Farrell, Brian Tyree Henry, Daniel Kaluuya, Jacki Weaver, Carrie Coon, Robert Duvall, Liam Neeson, Garret Dillahunt, Jon Bernthal, Lukas Haas

 

Der letzte Raubüberfall ist schief gegangen ist und der Drahtzieher des Raubes, Harry (Liam Neeson) und seine Komplizen wurden getötet. Der Gangster Jamal (Brian Tyree Henry) stattet Harrys trauernder Witwe Veronica (Viola Davis) einen Besuch ab, er will sein Geld in Höhe von zwei Millionen Dollar zurück. Geld, das Veronica nicht hat, die Beute des letzten Raubes ist mit verbrannt. Ihr verstorbener Mann hat ihr jedoch ein Notizbuch mit Plänen für einen weiteren Raubüberfall hinterlassen. Sie kontaktiert die Witwen der anderen, bei dem Raubüberfall getöteten Kriminellen. Schließlich beschließen Veronica, Linda (Michelle Rodriguez) und Alice (Eilzabeth Debicki) aus der Not heraus, den Coup durchzuführen…

 

B- (Wertung von A bis F) „Widows“ basiert auf der gleichnamigen britischen Krimiserie aus den 1980er Jahren. Es ist der neue Film des britischen Autors und Filmemachers Steve McQueen. Nach Hunger, Shame und 12 Years a Slave ist dies sein vierter Film. Das Drehbuch hat Steve McQueen mit Gillian Flynn verfasst. Sie hat die Romanvorlagen zu dem Film Gone Girl und der TV-Serie Sharp Objects geschrieben.  

Bei diesen brillanten Schauspielern, geführt von diesem begnadeten Regisseur habe ich mir leider sehr viel mehr versprochen. Der Film bietet auch einige innovative Szenen, allein in einer sieht man nur die Kühlerhaube einer fahrenden Limousine und dazu den vorbeiziehenden Teil von Chicago. Während man also auf dieser Fahrt realisiert, dass die Unterprivilegierten nur wenige Blocks von den Privilegierten entfernt residieren, lauscht man einem kurzen Gespräch des in der Limousine sitzenden Chicagoer Politikers (gespielt von Colin Farrell), der dort als Stadtrat kandidiert. Eine ungewöhnliche und doch so ausdrucksstarke Szene. Aber auch bereits die Anfangsszene, eine Parallelmontage  (in der man u.a. eine leidenschaftliche Kussszene zwischen einer schwarzen Ehefrau und ihrem weißen Angetrauten sieht) ist etwas, so normal es sich anhört, was man in amerikanischen Kinofilmen nie zu sehen bekommt. Außerdem gibt es eine Dialogszene zwischen Colin Farrells und Robert Duvalls Charakteren, die ich großartig finde. „Widows“ war einer der Filme, auf den ich mich dieses Jahr am meisten gefreut habe und doch war ich am Ende etwas enttäuscht. Vielleicht weil die Spielfilmform den einzelnen Charakteren und auch der komplexen Handlung nicht in Gänze gerecht werden kann. Und dann gibt es da eine große Wendung (die zu einer weiteren führt), die mich leider überhaupt nicht überzeugt hat. 

Ich hatte das Glück, die australische Schauspielerin Elizabeth Debicki bereits in dem Mehrteiler The Night Manager für mich entdecken zu dürfen, hier ragt sie (nicht nur aufgrund ihrer Körpergröße) aus der sowieso schon erstklassigen Besetzung heraus. Daniel Kaluuya, bei dem ich noch in meinem Beitrag zu Black Panther erwähnte, dass ich ihn wohl ein Leben lang mit Get Out verbinden würde, liefert hier eine Performance, die mich seine einprägsame Rolle vergessen liess. Cynthia Erivo, die mir erst im letzten Monat erstmalig in Bad Times at the El Royale aufgefallen ist, zeigt hier wie wandelbar sie ist. Tatsächlich war „Widows“ das Spielfilmdebüt der britischen Theaterschauspielerin und Sängerin. Von Liam Neeson, Viola Davis, Collin Farrell, Robert Duvall, Jacki Weaver ganz zu schweigen – Ich bin geneigt, mir den Film ein zweites Mal anzuschauen, aber kann ich dann über die Logiklücken hinwegsehen, ärgere ich mich dann nicht wieder darüber, dass den Charakteren und der Handlung nicht mehr Raum gegeben wird, die Erzählstränge am Ende nicht perfekt harmonieren und – vor allen Dingen – bringen mich dann nicht wieder die Wendungen völlig aus dem Film?

„Widows“ ist für einiger Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Viola Davis), Bester Nebendarsteller (Daniel Kaluuya), Beste Nebendarstellerin (Elizabeth Debicki, Michelle Rodriguez), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien

„Widows“ ist erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt worden. Der Film wird bereits seit dem 6.11.18 in den Kinos in Großbritannien gezeigt. In den amerikanischen Kinos ist „Widows“ am 16.11.18 in 2,803 Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film unter dem Filmtitel „Widows – Tödliche Witwen“ ab dem 6.12.18 in den Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Creed II„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Fortsetzung zu Creed, wieder mit Michael B. Jordan, Tessa Thompson und Sylvester Stallone

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „The Upside„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Remake dieses französischen Films („Ziemlich beste Freunde“), hier mit Bryan Cranston, Kevin Hart und Nicole Kidman

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nicht, wenn ich es verhindern kann


Trailer v. Film: „Cold Pursuit„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Actionthriller mit Liam Neeson und Laura Dern

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei Liam Neeson bin ich eigentlich immer dabei


Trailer v. Film: „Miss Bala„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Actionthriller mit Gina Rodriguez und Anthony Mackie

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Green Book„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Oscar-Kandidat mit wahrscheinlich einem weiteren Oscar-Gewinn für Mahershala Ali

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „What Men Want„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Komödie, eine scheinbar völlig unlustige noch dazu. Mit Taraji P. Henson und Tracy Morgan 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ganz sicher nicht 


Trailer v. Film: „The Favourite„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: möglicher Oscar-Kandidat. Yorgos Lanthimos neuer Film mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone

Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF56 gesehen


Trailer v. Film: „Aquaman„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Superhelden-Kram. Schon die pure Existenz dieses Films kann ich kaum glauben

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Chicago – Film: „The Disaster Artist“

Ich war am 02.12.17 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Disaster Artist“ (dt. Kinostart: 01.02.18)  103 min  drama, comedy, biopic, adaptation
dir. James Franco cast: James Franco, Dave Franco, Seth Rogen, Bryan Cranston, Melanie Griffith, Jacki Weaver, Alison Brie, Megan Mullally, Josh Hutcherson, Zac Efron, Bob Odenkirk, Zoey Deutch, Sharon Stone

 

Im Jahr 1998 in San Francisco. Der 19-jährige Greg Sestero (Dave Franco) nimmt Schauspielunterricht und während er ängstlich und unsicher auf der Bühne agiert, tritt ein anderer, wesentlich älterer Schauspielschüler, Tommy Wiseau (James Franco), völlig übertrieben, aber sehr selbstbewusst auf. Beiden wird nicht unbedingt ein Talent attestiert. Zwischen ihnen entwickelt sich jedoch eine Freundschaft, beide träumen von der großen Hollywoodkarriere und so ziehen sie kurzerhand gemeinsam nach Los Angeles. Mit ihrer Karriere will es nicht so wirklich klappen. Eines Tages schreibt Tommy Wiseau dann selbst ein Drehbuch, die beiden drehen dann „The Room“, ein Film, bei dem Tommy Wiseau auch Regie führt…

 

B- (Wertung von A bis F) „The Disaster Artist“ basiert auf einer wahren Geschichte und ist eine Adaption von Greg Sesteros und Tom Bissells Sachbuch „The Disaster Artist: My Life Inside The Room, the Greatest Bad Film Ever Made“. Der Film handelt der Freundschaft von Greg Sestero und Tommy Wiseau und von den Dreharbeiten des als schlechtesten Film aller Zeiten geltenden „The Room“. Es ist der 15. Spielfilm, bei dem das amerikanische Multitalent James Franco Regie führt, zugleich spielt er in diesem Film die Hauptrolle.

Ich habe „The Room“ nicht gesehen, bevor ich mir „The Disaster Artist“ aber angeschaut habe, habe ich mir auf YouTube einige Szenen aus dem Film angeguckt. Um das ganze Ausmaß von Tommy Wiseau, seinem Schauspiel und den ganzen Hype um diesen Film auch nur im Ansatz verstehen zu können, empfiehlt es sich aber wahrscheinlich „The Room“ vorher zu gucken. Da sehr viel in „The Disaster Artist“ auch mit Tommy Wiseaus Sprache zutun hat, ist es unumgänglich „The Disaster Artist“ in der OV bzw. OmU zu sehen.

Wenn ich ehrlich bin, konnte ich mit „The Disaster Artist“ nicht viel anfangen. Mir kam das Ganze auch mehr als eine Hommage an Tommy Wiseau vor. Kann es letztendlich auch nur sein, weil dieser, völlig von Talent befreite Darsteller, Drehbuchautor und Regisseur hundertprozentig (nach Wiseaus eigenen Angaben 99,9%) hinter James Francos Projekt steht und auch mit ihm auf Werbetour für den Film durch die Talkshows zieht. Nun ist Tommy Wiseau aber ein Freak und keiner der liebenswerten-sympathischen Sorte. Ich hätte gerne mehr über diese mysteriöse Type erfahren, wo kommt er (wirklich) her, wie alt ist er und woher hatte er die sechs Millionen Dollar für die Produktion von „The Room“, ganz zu schweigen von dem Geld, das er für die Werbung desselbigen investiert hat. All das erfährt man nicht, auch erfährt man nichts darüber, wie aus diesem, offensichtlich grottenschlechten Film auf einmal ein Must-See-Film geworden ist.

„The Disaster Artist“ hat die Entstehung des Phänomens von „The Room“ – aus, wahrscheinlich dramaturgischen Gründen – gekürzt. In der Realität war „The Room“ nicht gleich mit der Premiere des Films ein Kultfilm, das hat sich langsam aufgebaut. Im Jahr 2003 tauchte in Hollywood auf einmal eine riesige Plakatwand für „The Room“ auf. Darauf zu sehen, war ein seltsam aussehender, langhaariger Mann in Nahaufnahme. Einige Werbeanzeigen in den bekannten Branchenblättern wurden geschaltet und auch wurde der Film für zwei Wochen in L.A. ins Kino gebracht (um sich für die Oscars zu qualifizieren!). Als der Film erstmalig ins Kino kam, wollte ihn kaum einer sehen. Irgendwann hatte es sich dann aber herumgesprochen, dass dieser Film so schlimm ist („The Best Worst Film Ever Made!“), dass man ihn tatsächlich gesehen haben muss. Der Film hatte dann einige prominente Befürworter (darunter Paul Rudd und Jonah Hill) und weitere Monate später waren exklusive Mitternacht-Vorstellungen in Los Angeles auf einmal ausverkauft. Jetzt war die Filmvorführung ein Event (vergleichbar mit „The Rocky Horror Picture Show“), zu dem man verkleidet kommt, Dialoge mitsprechen kann und als Zuschauer zu dem agieren kann, was Bizarres auf der Leinwand zu sehen war. Im Gegensatz zu „The Rocky Horror Picture Show“ macht man sich aber über das Gezeigte lustig und hat Spass dabei. Die amerikanische Journaille hat sich dann auf die Story gestürzt, der Kultfilm war geboren, seit jetzt mittlerweile 14 Jahren gibt es regelmäßig „The Room“-Vorstellungen landesweit in den U.S.A., aber auch in Kanada, England und einigen anderen englischsprachigen Ländern.

Wenn man das alles nicht miterlebt hat, wird es eng, auch was die Sympathiebekundungen für „The Disaster Artist“ angeht. Man sieht einen guten Schauspieler (James Franco) mit einer schwarzen Langhaar-Perücke, Kontaktlinsen und Maske, der einen ehrgeizigen, von sich selbst überzeugten, aber talentbefreiten Typen mimt. Daneben James Francos Bruder (Dave), der irritierenderweise Wiseaus Freund spielt und viele bekannte Gesichter in den Nebenrollen. Schlechtes Schauspiel ist mir zuwider, da James Franco hier natürlich auch Wiseaus „Schauspielkünste“ nachahmt, habe ich bei diesem Film Bauchschmerzen bekommen. Franco selbst macht seine Sache sehr gut, das sieht man insbesondere am Ende, wenn Wiseaus und Francos Szenen gegenübergestellt werden.

„The Disaster Artist“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (James Franco). Update: The Disaster Artist hat 1 Oscar-Nominierung erhalten (Best Adapted Screenplay)

„The Disaster Artist“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Festival 2017 gezeigt. Der A24-Film wurde am 1.12.17 in 19 amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er in 1010 Kinos landesweit in den U.S.A. Für Deutschland ist ein Kinostart am 1.2.18 geplant.

Trailer zu sehen:

Eine Szene aus „The Disaster Artist“

Best of „The Room“

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Shape of Water„
Bewertung des Trailers: A- (Redband-Trailer)
Kommentar: Guillermo del Toros neuer (Oscar-)Film mit Sally Hawkins und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Downsizing„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film soll problematisch sein, vom Trailer her sieht er aber wirklich gut aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Proud Mary„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Actioner mit Taraji P. Henson in der Hauptrolle
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, ich glaube schon

Trailer v. Film: „Thoroughbreds„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama/Thriller mit Anya Taylor-Joy. Einer der letzten Film mit Anton Yelchin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Game Night„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller/Komödie mit Jason Bateman, Rachel McAdams, Kyle Chandler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Prayer Before Dawn„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Gefängnisdrama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon

Trailer v. Film: „Blockers„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Leslie Mann und John Cena
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kinoaufsteller von „The Room“

NYC – Film: "Magic in the Moonlight"

Ich war am 04.08.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Magic in the Moonlight“ (dt. Kinostart: 04.12.14) 97 min comedy
dir. Woody Allen cast: Colin Firth, Emma Stone, Jacki Weaver, Marcia Gay Harden, Simon McBurney

Berlin im Jahre1928. Stanley Crawford (Colin Firth) ist Europas bekanntester Zauberkünstler. Nach einem seiner Auftritte sucht ihn sein alter Bekannter und Kollege Howard (Simon McBurney) in der Garderobe auf. Howard bittet ihn um Hilfe, da er sich mit allen Tricks auskennt, soll er mit ihm nach Südfrankreich reisen und sich das selbsternannte Medium Sophie (Emma Stone) anschauen. Howard hält die junge Dame für eine Betrügerin und da sie in die befreundete, sehr wohlhabende Familie scheinbar einheiraten will, soll Stanley die junge Frau als Schwindlerin enttarnen.

C- (Wertung von A bis F) „Magic in the Moonlight“ ist Woody Alles neuester Film. Dieser Film zeigt was dabei herauskommt, wenn man als Filmemacher wirklich zwingend jedes Jahr einen Film herausbringt. Woody Allen kann gute Filme machen, sein diesjähriger Film ist aber garantiert keiner von denen.

Die in „Magic in the Moonlight“ erzählte Geschichte ist praktisch von Anfang an vorhersehbar, die Liebesgeschichte fand ich trötenlangweilig und – was am allerschlimmsten ist – unglaubwürdig.

Unzählige Filme in der Vergangenheit haben gezeigt, dass man sich die unterschiedlichsten Frauen und auch Männer (z.B. in „Where the Truth Lies“, A Single Man) in einer romantischen Beziehung mit Colin Firth vorstellen kann. Es gehört schon einiges dazu, den Oscar-Preisträger eine Frau an seine Seite zu stellen, die so nun gar nicht zu ihm passt. Emma Stone harmoniert einfach nicht mit Colin Firth, das hätte bei der Besetzung der Rollen bereits auffallen müssen, spätestens jedoch hätte es Woody Allen bei den Dreharbeiten sehen müssen. Meines Erachtens ist die 25-jährige Emma Stone überhaupt eine Fehlbesetzung, sie passt auch nicht in die Zeit der 1920er Jahre. Die Kostüme, wirken an ihr wie eine Verkleidung zu einer Mottoparty.

Wenn es dennoch zwei Gründe gibt, diesen Film zu sehen, dann sind es Colin Firth und Jacki Weaver. Beide Schauspieler sind egal in welcher Rolle immer sehenswert. Herausragend ebenfalls die traumhaften Locations, die authentischen Kostüme und das Produktionsdesign.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Love is Strange“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ira Sachs neuer Film mit John Lithgow und Alfred Molina
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
?Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „Art and Craft“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dokumentation über den Kunstfälscher Mark Landis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Birdman (or the Unexpected Virtue of Ignorance)“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Soll ich den Film eigentlich ungesehen in meine Top Ten aufnehmen? Oscar-Film von Alejandro González Inárritu. Michael Keaton gilt als sicherer Oscar-Kandidat…unglaublich auf dem Papier, nicht mehr so wenn man den Trailer sieht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Die Disappearance of Eleanor Rigby“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich liebe diesen Film (mit Jessica Chastain, James McAvoy, Viola Davis, William Hurt, Isabelle Huppert und Bill Hader) eigentlich jetzt schon. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Chicago – Film: "Stoker"

Ich war am 15.03.13 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Stoker“ (dt. Kinostart: 09.05.13) 98 min drama, thriller
dir. Park Chan-wook cast: Mia Wasikowska, Nicole Kidman, Matthew Goode, Jacki Weaver, Dermot Mulroney

Ihr geliebter Vater kommt an India Stokers (Mia Wasikowska) 18. Geburtstag ums Leben. Bei der Trauerfeier lernt sie ihren Onkel Charlie (Matthew Goode) kennen. Bislang wusste sie nicht einmal, dass sie einen Onkel hat. Charlie lässt sie wissen, dass er für einige Zeit bei ihr und ihrer psychisch labilen Mutter Evelyn (Nicole Kidman) wohnen wird. India hat keinen Draht zu ihrer Mutter und fühlt sich auch gleich zu dem neuen Familienmitglied hingezogen. Nur irgendetwas verbirgt doch dieser Charlie…

B (Wertung von A bis F) „Stoker“ ist das Drehbuchdebüt des Schauspielers Wentworth Miller („Prison Break“) und das englischsprachige Spielfilmdebüt des südkoreanischen Filmemachers Park Chan-wook (Oldboy)“. Wentworth Miller hat angegeben, dass ihn Alfred Hitchcocks Film „Shadow of a Doubt“ aus dem Jahr 1943 inspiriert hat.

Ins Kino reingegangen bin ich mit der Erwartung einen Thriller zu sehen, rausgekommen bin ich mit dem Eindruck, dass „Stoker“ vielleicht zu 20% ein Thriller, aber zu gleichen Teilen ein spannendes Drama bzw. ein Arthouse-Film ist.

Man muss sich auf diesen Film einlassen wollen. Der Film hat eine langsame Erzählweise. Für mich haben die Charaktere India, Charlie und auch Evelyn aber von Anfang an etwas Faszinierendes. Schade, dass man so wenig Hintergrund über sie erfährt. Ich hätte beispielsweise gerne etwas mehr über Nicole Kidmans und auch Matthew Goodes Charakter in Erfahrung gebracht und was es mit der Beziehung von India und ihrer Mutter auf sich hat. Man erfährt, dass Indias geliebter Vater sie vorbereitet hat gegen das Böse zu kämpfen (was genau hatte der Vater gemeint/geahnt?). „Stoker“ lässt, wenn man sich auf diesen subtilen Film einlässt, Raum für Interpretationen.

Noch bevor ich jedoch von den Charakteren in den Bann gezogen wurde, war ich – wieder einmal – von Park Chan-Wooks ästhetischen Stil beeindruckt. Zusammen mit seinem Kameramann und südkoreanischen Landsmann Chung-hoon Chung haben sie eine wunderbare Bildsprache mit so vielen surrealen Deatails kreiert. Etwas abgelenkt haben mich hier nur die außergewöhnlichen Kostüme und Accessoires und die eindrucksvolle Ausstattung. Da ich nicht wusste, wann der Film spielt, wollte ich die erzählte Geschichte einem Jahrzehnt zuordnen. Es hätten die 1950er oder 1960er Jahre sein können. Das hat mich tatsächlich eine Weile beschäftigt, eigentlich bis es klar war, wann der Film spielt.

Von Matthew Goode (A Single Man, „Match Point“) war ich von Anfang an hingerissen. Er hat in „Stoker“ eine unglaublich intensive Ausstrahlung. Er ist so charmant, elegant, feingeistig und mysteriös, wie man es nur selten so gut im Film geboten bekommt.

Mia Wasikowska (The Kids Are All RightAlice in Wonderland, Jane Eyre) zeigt einmal mehr wie unglaublich wandelbar sie ist. Sie und Matthew Goode spielen die beiden interessantesten Charaktere.

„Stoker“ wurde auf dem Sundance Film Festival 2013 erstmalig gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Temptation: Confessions of a Marriage Counselor“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Bei dem Trailer dachte ich, den habe ich doch mindestens schon 10x gesehen. Gelistet hatte ich ihn aber nicht, ist halt wieder ein typischer Tyler Perry-Film, den kein Mensch braucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Sapphires“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: australisches Musical-Biopic mit Chris O´Dowd. Lief auf dem Cannes FF 2012.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The Place Beyond the Pines“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Film mit Ryan Gosling. Ist in meiner Must-See-Liste für 2013
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Evil Dead“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Horrorfilms.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „Trance“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Danny Boyles neuer Film mit Vincent Cassel und James McAvoy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The East“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Brit Marling, Alexander Skarsgard, Ellen Page und Patricia Clarkson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Silver Linings Playbook"

Ich war am 26.11.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Silver Linings Playbook“ (dt. Titel: „Silver Linings – Wenn Du mir, dann ich Dir“, dt. Kinostart: 03.01.12) 120 min drama, comedy, adaptation
dir. David O. Russell cast: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Weaver, Julia Stiles, Shea Whigham, Julia Stiles, Chris Tucker

Bei Pat (Bradley Cooper) wurde eine bipolare Störung diagnostiziert und nachdem er den Liebhaber seiner Frau krankenhausreif geprügelt hat, war er für acht Monate in einer psychiatrischen Klinik. Jetzt wohnt er bei seinen Eltern (Jacki Weaver und Robert De Niro) und versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und schließlich seine Frau zurückzugewinnen. Nur die hat eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt. Dann lernt er auch noch die verkorkste Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen…

B- (Wertung von A bis F) „Silver Linings Playbook“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Matthew Quick.

David O. Russells („Three Kings“, „I Heart Huckabees“, The Fighter) neuer Film ist eine Tragikomödie mit teilweise originellen Dialogen (und auch insbesondere einem brillanten Monolog) und auch schräger Situationskomik. Mir war der Film aber vor allen Dingen zu lang. Auch hat der Film für mich im Ganzen nicht funktioniert. Das ganze Gewese, das um den Film in den U.S.A. gemacht wurde, kann ich nur begrenzt nachvollziehen. Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an den Film rangegangen. Bleibend sind für mich einige großartige Szenen und auch die durchgedrehten Charaktere. Letztlich ist hier Irgendwie jeder auf die eine oder andere Weise psychisch auffällig oder gestört.

„Silver Linings Playbook“ ist ein Ensemble-Film. Die gesamte Besetzung ist gut durchdacht. Selbst Chris Tucker (den ich nur anhand seiner Augen erkannt habe) ging mir hier ungewöhnlicherweise mal nicht auf den Keks und auch Julia Stiles hat mir hier in einer kleinen Rolle sehr gut gefallen. Jacki Weaver (Animal Kingdom) ist exzellent und Robert De Niro gibt für mich hier das zweite Mal dieses Jahr (nach Being Flynn) eine Performance, die zeigt, dass er immer noch einer der grössten Schauspieler unserer Zeit ist.

Jennifer Lawrences Performance ist glaubhaft und nuanciert. Dazu ist sie hier auch noch bildhübsch und sieht unglaublich sexy aus. Sie ist jung und wirkt manchmal doch schon so lebenserfahren. Auch wenn ich die Beziehung zwischen Jennifer Lawrences und Bradley Coopers Charaktere im Verlauf und erst recht am Ende nicht zu hundert Prozent abgenommen habe, ist sie zu Recht für einen Oscar im Gespräch.

Bradley Cooper („The Hangover, Limitless), den ich als Schauspieler bislang nicht ernst nehmen konnte, gibt eine intensive und durchaus gute Performance als manisch-depressiver Pat. Er könnte damit eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller erhalten.

„SLP“ läuft jetzt zwei Wochen in den amerikanischen Kinos. Er wird nur in relativ wenigen (367) Kinos gezeigt mit nur mässigem Erfolg. Gerade wurde der Film aber für Independent Spirit Awards (Bester Film, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch, Bestes Hauptdarstellerin, Bestes Hauptdarsteller) nominiert und der Film wird mit Sicherheit auch bei vielen anderen amerikanischen Kritikerpreisen auftauchen.

„SLP“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Bester Regisseur, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Bradley Cooper), Bester Nebendarsteller (Robert De Niro), Beste Nebendarstellerin (Jacki Weaver), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt

„Silver Linings Playbook“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Dort hat der Film den People´s Choice Award gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Side Effects“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller von Steven Soderbergh mit Jude Law, Rooney Mara und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hyde Park on Hudson“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biografisches Drama über den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und seine Cousine. FDR wird von Bill Murray portraitiert, es spielen auch Laura Linney, Olivia Williams und Olivia Colman mit. Film soll leider nicht so gut sein, aber die Performances sind es ganz sicher wert, den Film zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Iron Man 3“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Nun also der dritte Teil. Nach dem üblen 2. Teil bin ich, denke ich, raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer (Oscar)Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Django Unchained“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Für mich die ersten bewegten Bilder von Quentin Tarantinos neuem Film. Ich habe gehört, dass er 3 Stunden lang ist und Samuel L. Jackson aus der interessanten Besetzung heraussticht. Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parental Guidance“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Billy Crystal, Bette Midler, Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Animal Kingdom"

Ich war am 29.08.10 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Animal Kingdom“ 112 min drama, thriller
dir. David Michod cast: Ben Mendelsohn, Joel Edgerton, Guy Pearce, Luke Ford, Jacki Weaver, Sullivan Stapleton, James Frecheville

Dem 17jährigen Joshua, „J“, (James Frecheville) wurde von seiner Mutter immer eingetrichtet, dass er sich von ihrer Familie fernhalten soll. Jetzt ist seine Mutter plötzlich verstorben und Joshua sieht für sich keine andere Chance als bei seiner Großmutter Smurf (Jacki Weaver) und ihren Söhnen zu wohnen. Er lernt sehr schnell die kriminellen Strukturen in der Familie kennen, nur was soll er machen…

A (Wertung von A bis F) Es ist einfach unfassbar, wie viele grandiose Schauspieler Australien hervorbringt. Russell Crowe, Guy Pearce, Geoffrey Rush, Cate Blanchett, Toni Collette, Naomi Watts, um nur mal die zu nennen, die besonders mir aussergewöhnlich gut gefallen. „Animal Kingdom“ ist eine Fundgrube für neue Talente. Besonders Ben Mendelsohn, den ich als eine Mischung aus Gary Oldman und Sam Rockwell beschreiben würde, steht jetzt gleich mal auf der Liste meiner Lieblingsschauspieler. Er ist so eines dieser ganz seltenen Talente bei denen ich ganz aufgeregt werde und tatsächlich das Gefühl habe, dass mein Herz kurzfristig aufhört zu pochen. Ausserdem gibt die australische Theater- und Fernsehschauspielerin Jacki Weaver eine beängstigend gute Performance. Joel Edgerton konnte ich bereits in dem anderen australischen Film (The Square) dieses Jahr begutachten. Sein Talent und attraktives Äusseres ist mir jedoch erst richtig in „Animal Kingdom“ aufgefallen. Sollte man den Oscar bei diesen Darstellungen mit ins Spiel bringen? Meines Erachtens muss man es sogar, definitiv spreche ich mich für eine Nominierung für Ben Mendelsohn und Jacki Weaver aus, aber alle anderen überzeugen auch in diesem Ensemble-Film.

„Animal Kingdom“ ist so ein Film bei dem ich eigentlich jedes Jahr hoffe, das es ihn überhaupt gibt. Einer der wenigen Filme, bei denen mir mit der Anfangsszene bereits klar ist, dass das Dargebotene jetzt ganz besonders wird.

„Animal Kingdom“ ist das Spielfilmdebut des 37-jährigen Regisseurs David Michod. Er erzählt seine Geschichte ruhig, gut durchdacht, smart und mit Hochspannung. Durch die Filmfigur Joshua hat man teilweise das Gefühl selbst am Geschehen teilzunehmen. Durch ihn lernen wir diese Drogen konsumierende, kriminelle Familie kennen, verspüren die gleichen Unsicherheiten und Ängste und wissen nicht wie wir reagieren würden. Wäre „Animal Kingdom“ in meiner Top 5 Liste für Filme aus dem Jahr 2010 wenn ich ihn letzte Woche bereits schon gesehen hätte? Aber sicher und da es mir keine Ruhe gelassen hat, muss ich – entgegen meiner Prinzipien – tatsächlich meine Liste abändern. Damit ist „Despicable Me“ raus und ich bin glücklich, dass ich mindestens drei Filme habe, bei denen ich zu 100% dahinterstehe und sogar davon ausgehe, dass sie sich in meiner TOP TEN 2010 wiederfinden werden.

„Animal Kingdom“ hat auf dem diesjährigen Sundance Film Festival den Grand Jury Prize: World Cinema Dramatic gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Town“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich muss Ben Affleck einfach ausblenden (warum kann er sich aber nicht auch auf die Arbeit hinter der Kamera konzentrieren?). Besetzt ist dieser Drama/Actionfilm sonst bestechend gut, Jeremy Renner, Jon Hamm, Chris Cooper (lange nicht mehr gesehen), Rebecca Hall und Blake Lively
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Buried“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Thriller mit Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The American“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller mit George Clooney Irgendwann habe ich mal gehört, dass der beim Testpublikum gar nicht gut ankam. Mich interessiert er nicht überragend
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Waiting for Superman“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Eine Doku über die Schulbildung amerikanischer Kinder.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%