D.C. – Film: "The Counselor"

Ich war am 29.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Counselor“ (dt. Kinostart: 28.11.13) 117 min crime, drama
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Javier Bardem, Cameron Diaz, Penélope Cruz, Brad Pitt, Bruno Ganz, Rosie Perez, John Leguizamo, Toby Kebbell, Dean Norris

Ein Anwalt (Michael Fassbender) hat sich auf einen Drogendeal eingelassen. Alle Warnungen kommen zu spät, er muss mit Konsequenzen rechnen…

C- (Wertung von A bis F) Normalerweise mag ich gerade diese Art von Filmen. Wie kann man einen Film mit dieser Besetzung, einem angesehenen Regisseur und einem Autor, der hier zwar mehr oder weniger sein Drehbuchdebüt gibt, aber in der Vergangenheit schon brillante Vorlagen zu den Filmen No Country for Old Men und The Road lieferte, so gegen die Wand fahren?

In den U.S.A. hat „The Counselor“ vernichtende Kritiken bekommen, es gibt aber auch einige Cineasten, die das Werk lieben. Ich glaube, man kann sich aber darauf einigen, dass es ein seltsamer Film ist.

Warum funktioniert dieser Film nicht? Hauptsächlich ist es, meines Erachtens, das Drehbuch. Wenn man, wie Cormac McCarthy, großartige Bücher schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch gelungene Drehbücher für Kinofilme verfassen kann. Die eine oder andere Erklärung oder Charakterbildung hätte dem Film vielleicht geholfen.

„The Counselor“ ist kein Film mit richtiger Story, wie man sich das so idealerweise vorstellt. Es ist eher eine Aneinanderreihung von wichtigtuerischen Macho-Gequatsche, teils großartigen Schauspielern in richtig guten und nicht so guten Szenen, allerhand Skurrilem, fantastischen Szenenbildern, ein paar brutalen Szenen, (gerade die beiden prägnanten Tötungsszenen hätten einen besseren Film verdient), Javier Bardem mit spaßiger Frise und einem scheußlich aussehenden Schmetterlingshemd und Cameron Diaz.

Über Cameron Diaz kann und wird man geteilter Meinung sein. Ihre Performance überschattet hier definitiv die der anderen Schauspieler. Einige sehen das als Oscar-Performance und andere, und dazu zähle ich mich, finden sie eher lustig, aber nicht gänzlich überzeugend. In meiner Vorstellung brach später bei ihren Auftritten auch Gelächter aus. Seit „There´s Something About Mary“ wurde sie immer wieder mit ihrer legendären „Haargel“-Szene in Verbindung gebracht. Die Zeiten sind definitiv vorbei, wenn man „The Counselor“ gesehen hat, fällt einem fortan zu Cameron Diaz definitiv eine ganz andere Szene ein.

Ridley Scotts „The Counselor“ ist in den U.S.A. gefloppt. Noch kurz bevor der Film erstmalig gezeigt wurde, war er für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Cameron Diaz). Ich sehe es noch nicht als komplett ausgeschlossen, dass Cameron Diaz eine Oscar-Nominierung erhält.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Catching Fire“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Zweiter Teil der Trilogie. Gut, wenn ich Zeit habe, gucke ich ihn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana. Auch wenn die Musik schrecklich ist, der Film ist für mich erst mal zurück im Oscar-Rennen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…

Trailer v. Film: „Grudge Match“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film, in dem Sylvester Stallone und Robert De Niro alternde Boxer spielen und gegeneinander kämpfen. Warum macht De Niro so was? Hier spielen aber auch Kim Basinger und Alan Arkin mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht…

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Einer der wenigen sogenannten Oscar-Filme dieses Jahr, die noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt wurden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Book Thief“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung mit Geoffrey Rush und Emily Watson. Oscar-Kandidat? Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret Life of Walter Mitty“
Bewertung des Trailers: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Ben Stillers Fantasy-Film mit ihm in der Hauptrolle und Kristin Wiig und Sean Penn. Bei diesem Trailer kam bei mir der dringende Wunsch auf, dass Ben Stiller nicht die Hauptrolle spielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "In a World…"

Ich war am 26.09.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„In a World…“ 93 min comedy
dir. Lake Bell cast: Lake Bell, Fred Melamed, Demetri Martin, Rob Corddry, Nick Offerman, Michaela Watkins

Carol (Lake Bell) gibt Stimm- und Sprechtraining und arbeitet als Synchronsprecherin. Das Talent hat sie ganz offenbar von ihrem Vater, dem berühmten Synchronsprechers Sam Soto (Fred Melamed), geerbt. Nachdem ihr Vater mit seiner neuen, jungen Freundin Jamie (Alexandra Holden) zusammenziehen will, setzt er seine 31-jährige Tochter vor die Tür. Wohin soll sie ziehen, mit ihren Jobs verdient sie nicht genug Geld. Erst mal kann sie bei ihrer Schwester Dani (Michaela Watkins) und ihrem Schwager Moe (Rob Corddry) unterkommen. Hollywood produziert gerade eine neue Teenager-Film-Reihe, „The Amazon Games“. Für die Filmtrailer wird noch eine ausdrucksstarke Stimme aus dem Off gesucht, Carol will sich bewerben, aber hat eine Frau in dieser Männerdomäne überhaupt eine Chance…

B+ (Wertung von A bis F) „In a World…“ ist das Regiedebüt der Schauspielerin Lake Bell („Boston Legal“, „What Happens in Vegas“, It´s Complicated). Die Idee zu dem Film kam der Amerikanerin, als ihr aufgefallen war, dass bei fast allen Filmtrailern eine männliche Stimme aus dem Off kommt. Sie hat daraufhin ein Drehbuch geschrieben, das Projekt produziert, die Hauptrolle gespielt und Regie geführt. Dabei herausgekommen ist eine wirklich charmante, kleine Komödie, die einem einen Einblick in eine ganz andere Berufswelt gewährt.

„In a World…“ zeigt die Welt der Menschen, die sich hinter den tollen, prägnanten Stimmen verbergen. Fred Melamed beispielsweise hat eine unfassbar großartige Stimme. Daher nimmt man ihm auch sofort den berühmten Synchronsprecher ab. Fred Melamed ist aber selbst auch ein bekannter Synchronsprecher, seine Stimme war u.a. bereits in vielen Werbespots zu hören. Als Schauspieler konnte man ihn aber auch beispielsweise in dem Coen Bros. Film A Serious Man sehen.

Lake Bell selbst ist mir eigentlich bislang nur in Nebenrollen aufgefallen. Sie kann aber durchaus auch einen Film tragen. Ich bin auf ihre nächsten Projekte gespannt.

Bei „In a World…“ spielt Geena Davis eine kleine Rolle. Seit gefühlten Ewigkeiten habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht, ob sie jemals wieder vor die Kamera treten sollte.

Da sich der Film sehr auf Stimmen, Akzente, Dialekte und die Sprache im Allgemeinen konzentriert, empfehle ich dringend, „In a World…“ ausschließlich im Original zu sehen.

„In a World…“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2013 gezeigt, dort hat der Film den Preis für das beste Drehbuch gewonnen.

„In a World…“ ist für folgende Oscar-Nominierung im Gespräch: Bestes Originaldrehbuch

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Kill Your Darlings“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Dane DeHaan, Ben Foster, Michael C. Hall, Elizabeth Olsen und Harry Potter. Ich kann gar nicht genug von Däne DeHaan sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „We Are What We Are“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: amerikanischer Arthouse-Thriller mit Horrorelementen, es ist ein Remake eines mexikanischen Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile gesehen

Trailer v. Film: „A.C.O.D.“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Adam Scott, Amy Poehler, Jane Lynch, Richard Jenkins, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Summit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Doku über ein Drama, das sich beim Bergsteigen ereignet hat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

San Francisco – Film: "Knight and Day"

Ich war am 25.06.10 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Knight and Day“ (dt. Kinostart: 22.07.10) 110 min action, comedy
dir. James Mangold cast: Tom Cruise, Cameron Diaz, Peter Sarsgaard, Viola Davis, Paul Dano, Maggie Grace

June Havens (Cameron Diaz) lernt am Flughafen von Wichita Roy Miller (Tom Cruise) kennen. Durch Zufall landen sie im selben Flugzeug. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Roy ist Geheimagent und für June beginnt ein gefährliches Abenteurer…

B- (Wertung von A bis F) Was Tom Cruise an Charme, Charisma, Ausstrahlung und Talent vermissen lässt, kann Cameron Diaz hier dankenswerterweise ausgleichen und verwandelt mit ihrer Unbeschwertheit damit einen Tom Cruise-Film in einen Cameron Diaz-Film. Die beiden Schauspieler habe ich schon nicht in ihrem ersten gemeinsamen Film („Vanilla Sky“) zusammenbekommen, schon gar nicht romantisch und so sind sie auch hier als Liebespaar schwer vorstellbar. Tom Cruises Schauspielversuche haben immer etwas irgendwie Komisches (gerade lief auf SHOWTIME „Valkyrie“… ich habe zwar nur ungefähr eine Stunde geschaut, aber das war schon schwer zu ertragen, zumal er bzw. seine Rolle nicht als Karikatur angelegt war…). Auch bei „Knight and Day“ wirkt er in ein paar Szenen etwas lächerlich, da war es dann schon wesentlich sehenswerter, Ausnahmetalent Paul Dano („Little Miss Sunshine“, There Will Be Blood, The Good Heart) kurz eingeblendet zu sehen. Er und die wunderbare Cameron Diaz werten diese eigentlich durchschnittliche Action-Comedy auf, dabei gelingt es besonders Cameron Diaz die ganzen unglaubwürdigen Stunts und die Logiklöcher vergessen zu lassen und dem Zuschauer Spaß an dem Film zu gönnen…

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Oliver Stones Fortsetzung des oscarprämierten Films. „Wall Street“ mit Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Susan Sarandon und Josh Brolin. Trailer habe ich ewig nicht mehr im Kino gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Adjustment Bureau“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Action/Sci-Fi/Thriller mit Matt Damon, Emily Blunt und John Slattery
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Morning Glory“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Comedy mit Harrison Ford (der auf mich einen guten Eindruck hier macht), Rachel McAdams, Diane Keaton, Jeff Goldman, Patrick Wilson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Expendables“
Bewertung des Trailers: B- (Teaser)
Kommentar: Action mit Sylvester Stallone, Jason Stratham, Bruce Willis, Eric Roberts, Mickey Rourke, Arnold Schwarzenegger….
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20 %

Trailer v. Film: „Red“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action mit Morgen Freeman, John Malkovich, Helen Mirren und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 %

Trailer v. Film: „Rio“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: SEHR vielversprechender Animationsfilm für 2011
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 %

Trailer v. Film: „The Social Network“
Bewertung des Trailers: A (Teaser)
Kommentar: Ich halte überhaupt nichts von Sozialen Netzwerken wie Facebook, daher bin ich auf David Finchers neuen Film gespannt wie ein Flitzebogen…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 % !!!

Los Angeles – Film: "The Box"

Ich war am 18.11.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„The Box“ (dt. Kinostart: 28.02.2010) 116 min fantasy, science fiction, adaptation, remake
dir. Richard Kelly cast: Cameron Diaz, James Marsden, Frank Langella, James Rebhorn, Holmes Osborne

1976 in Richmond, Virginia. Norma (Cameron Diaz) und Arthur (James Marsden) finden vor ihrer Eingangstür ein Paket. Darin befindet sich eine Holzkonstruktion mit einem rotem Knopf. Etwas später erscheint ein mysteriöser Mann (Frank Langella) und erklärt ihnen den Zweck des Ganzen. Norma und James haben zwei Möglichkeiten. Wenn sie den Knopf drücken, bekommen sie eine Million Dollar. Der Haken ist, ein für sie unbekannter Mensch wird sterben. Sie können sich aber auch dazu entscheiden, das Paket zurückzugeben. Norma und Arthur müssen nicht lange überlegen…

D- (Wertung von A bis F) „The Box“ ist eine Adaption der amerikanischen Kurzgeschichte „Button, Button“ von Richard Matheson.

Ehrlich gesagt kann ich mich kaum erinnern, wann ich mich das letzte Mal so sehr bemühen musste, nicht einzuschlafen. Das einzige, was ich über „The Box“ wusste, war o.g. Plotteil und irgendwie habe ich mir eingebildet, dass dies ein vielleicht spannender Verschwörungsthriller ist. Leider hat man sich jedoch dazu entschlossen, aus einer durchaus guten Grundidee einen wirren, immer absurder werdenden Fantasiefilm mit moralischem Ansatz zu inszenieren. Es gibt bestimmt einige Filmfreunde, die daran Gefallen finden, ich kann an diesem Film kaum ein gutes Haar lassen. Genauer gesagt, hat mich einzig der wunderbare Frank Langella (Frost/Nixon) davor bewahrt, einzuschlafen oder das Kino vorzeitig zu verlassen.

Cameron Diaz sehe ich sehr gerne. Sie ist charmant, witzig, kumpelhaft, aber auch sexy und überstrahlt alle mit ihrem unglaublich gewinnenden Lächeln. Jetzt scheint sie allerdings den Plan zu haben, ihr Image verändern zu wollen und in mehr Dramen besetzt zu werden, bzw. mehr ernstzunehmende Rollen zu spielen. „My Sister´s Keeper“ habe ich mich schon geweigert, anzusehen und in „The Box“ gefällt sie mir überhaupt nicht. Es wäre schade, wenn ihr ein ähnliches Schicksal wie Meg Ryan widerfährt.

Trailer zu sehen:

„enttäuschend“