Denver – Film: „Nope“


Ich war am 24.07.22 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Nope“ (in D. ab dem 11.08.22 im Kino) 131 min sci-fi, horror 

dir. Jordan Peele  cast: Daniela Kaluuya, Keke Palmer, Brandon Perea, Steven Yeun, Michael Wincott, Keith David, Donna Mills, Oz Perkins 

Otis Haywood Sr. (Keith David) hat jahrzehntelang die abgelegene Haywood Hollywood Horse Ranch in den kalifornischen Bergen geführt. Er hat die Pferde trainiert und mit den Tieren viel für TV- und Kinoproduktionen gearbeitet. Nach seinem völlig unerwarteten und mysteriösen Tod, versucht nun sein Sohn OJ (Daniel Kaluuya) und seine Tochter Emerald (Keke Palmer) das Business weiterzuführen. Das gelingt ihnen aber nicht wirklich und wenn sie Pech haben, müssen sie die Ranch sogar verkaufen. Ein paar Pferde mussten sie bereits an Jupe (Steven Yeun) und seinen Western-Vergnügungspark verkaufen. Eines Nachts beobachtet OJ etwas Außergewöhnliches und wie es scheint Außerirdisches und erzählt seiner Schwester davon. Im Elektronikhandel kaufen sie Überwachungskameras und lassen sie von Angel (Brandon Perea) auf ihrem riesigem Anwesen anbringen. Vorbereitet wollen sie sein, wenn sich die Aliens – oder was auch immer – das nächste Mal blicken lassen. Vielleicht können sie die Bilder oder Videos zu Geld machen. Wenn sie sich da mal nicht in etwas Unkontrollierbares reingeritten haben…

B (Wertung von A bis F) „Nope“ ist nach Get Out und Us der dritte Spielfilm, bei dem der amerikanische Filmemacher und Oscar-Gewinner Jordan Peele Regie führt. Auch für seinen neuen Film hat er das Drehbuch geschrieben. 

Als erstes sollte man vielleicht wissen, dass die Geschichte extrem langsam erzählt wird. Ich musste mich etwas in Geduld üben. Es dauert gefühlt ewig, bis etwas passiert und dann bricht auch nicht gerade ein Action-Spektakel los. Spektakel ist aber das Stichwort, Jordan Peeles dritter Spielfilm dreht sich, so hat er in einem Interview erzählt, nämlich um spektakuläre Ereignisse. Seine ersten beiden Filmen hatten bereits einen gesellschaftskritischen Unterton, das ändert sich mit seinem dritten Werk nicht. Auch hier lässt er Raum für Interpretationen. Für mich prangert er hier Menschen an, die – manchmal egal zu welchem Preis – einem außergewöhnlichen Ereignis beiwohnen und daraus Profit schlagen wollen, es geht um die Sensationslust der Menschen, um Schaulustige und wie die Medien damit umgehen. Es geht aber auch um Hollywood und seine vergessenen und nicht wirklich respektierten Helden und letztlich ist es natürlich auch ein UFO/Alien-Film.

Optisch ist der Film (von Star-Kameramann Hoyte van Hoytema teilweise mit IMAX-Kameras in Szene gesetzt) ein Augenschmaus. Einzelne Bilder, Einstellungen, Szenen und Sequenzen haben einen hohen Wiedererkennungswert, einige von ihnen werden in den (Film-) Geschichtsbüchern einen Platz finden. Meine Lieblingssequenz ist die mit der besonderen Vertonung von Corey Harts „Sunglasses at Night“. Inhaltlich, ohne einen Subtext für sich zu erkennen, spaltet der Film sicherlich die Zuschauerschaft. Erinnerungen an M. Night Shyamalans Film „Signs“ (den ich damals gehasst habe) kommen zwangsläufig auf. 

„Nope“ hat eine Einführung zu Beginn und ist dann in fünf Kapitel (Ghost, Clover, Gordy, Lucky und Jean Jacket) unterteilt. Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass Jordan Peele seinen Film mit einem blutenden Affen beginnt, der eigentlich nicht wirklich was mit der (UFO/Alien-) Geschichte zutun hat. Was es mit dem Affen auf sich hat, wird in dem nach ihm benannten Kapitel „Gordy“ gezeigt. Letztlich war das aber auch ein spektakuläres Ereignis, von dem noch heute einer profitiert. 

Der Filmtitel „Nope“ (das sprachlich ursprünglich aus den Anfangsbuchstaben von „not on planet earth“ entstanden ist) hat, nach meiner Beobachtung keine besondere, andere Bedeutung, er wird einiger Male von Protagonisten OJ (aber auch anderen) gesagt, wenn er sein ursprüngliches Vorhaben gerade situationsbedingt ändert.

Die Beziehung der beiden Geschwister OJ und Emerald „Em“ (von Daniel Kaluuya und Keke Palmer) fand ich glaubwürdig und das, obwohl sie sich nicht wirklich ähnlich sehen. Aufgefallen ist mir noch der Kameramann mit  der tollen, rauchigen Stimme (gespielt von Michael Wincott. Leider nicht wirklich aufgefallen ist mir Oz Perkins (Sohn von „Psycho“-Legende Anthony Perkins), er spielt den, OJ gegenüber respektlosen Regisseur, relativ zu Beginn des Films. Da werde ich in jedem Fall bei einer Zweitsichtung darauf achten, „Nope“ ist ein Film, bei dem man bei weiteren Sichtungen sicher noch mehr für sich herausziehen kann. 

„Nope“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, vordergründig allerdings eher für technische Kategorien (Kamera, Schnitt, Ton, visuelle Effekte, Filmmusik) 

„Nope“ ist am 22.07.22 in 3,785 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film am 11.08.22 in die Kinos kommen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Beast“ 

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Abenteuer/Survival/Thriller mit Idris Elba, Sharlto Copley und Riley Keough

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiss nicht 

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Trailer v. Film: „Barbarian“ 

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Thriller/Horrorfilm mit Bill Skarsgard und Justin Long

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

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Trailer v. Film: „Breaking“ 

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Drama/Thriller/True Story mit John Boyega und Michael K. Williams

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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Trailer v. Film: „Bodies Bodies Bodies“ 

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: A24-Comedy/Horror mit Maria Bakalova und Pete Davidson 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: warum nicht 

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Trailer v. Film: „Till“ 

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Biopic/Drama 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht 

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Trailer v. Film: „Don´t Worry Darling“ 

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Olivia Wildes neuer Film, toller Trailer. Thriller mit Florence Pugh, Chris Pine, Harry Styles, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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Trailer v. Film: „Halloween Ends“ 

Bewertung des Trailers: C+ (Redband Trailer)

Kommentar: …und noch einer, hoffentlich der letzte. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

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Teaser v. Film: „Oppenheimer“ 

Bewertung des Teasers: C+ 

Kommentar: Christopher Nolans neuer Film über den Physiker J. Robert Oppenheimer. Mit Clillian Murphy, Emily Blunt, Matt Damon, Robert Downey Jr., Florence Pugh und allen anderen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

3 Gedanken zu “Denver – Film: „Nope“

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