Berlin – Film: „The Black Phone“


Ich war am 7.6.22 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Black Phone“ (Kinostart: 23.06.22)  102 min drama, thriller, horror, adaptation 

dir. Scott Derrickson  cast: Ethan Hawke, Mason Thames, Madeleine McGraw, Jeremy Davies, James Ransone, E. Roger Mitchell

Im Jahr 1978 in North Denver, Colorado. Der 13-jährige Finney (Mason Thames) und seine jüngere Schwester Gwen (Madeleine McGraw) wachsen bei ihrem gewalttätigen Vater (Jeremy Davies) auf. Gwen ist nicht auf den Mund gefallen und lässt sich außerhalb ihres Zuhauses nichts gefallen, manchmal muss sie sogar ihren älteren Bruder beschützen. In letzter Zeit treibt der mysteriöse „Greifer“ in ihrer Gegend sein Unwesen, einige männliche Teenager sind spurlos verschwunden. Gwen hat Visionen von einem maskierten Mann mit schwarzen Luftballons, behält das aber zunächst für sich. Dann wird am helllichten Tag aber auch Finney weggeschnappt und landet in einem schalldichten Keller mit einer Matratze und einem defekten, schwarzen Wandtelefon. Ab und an kommt dieser maskierte „Greifer“ (Ethan Hawke) und bringt ihm etwas zu essen. Finney muss fliehen, er weiß aber nicht wie, aber dann klingelt das scheinbar kaputte Telefon…

B (Wertung von A bis F) „The Black Phone“ basiert auf Joe Hills gleichnamigen Kurzgeschichte aus seiner Kurzgeschichten-Sammlung „20th Century Ghosts“ aus dem Jahr 2004. Joe Hill ist der Sohn des berühmten Schriftstellers Stephen King. „The Black Phone“ ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors und Filmemachers Scott Derrickson („The Exorcism of Emily Rose“, Sinister, „Deliver Us from Evil“, Doctor Strange). Das Drehbuch hat er mit C. Robert Cargill („Doctor Strange“, das „Sinister“-Francise) geschrieben. 

Eingefleischten Thriller-Fans mag dieser Film vielleicht zu dramalastig sein und Freunden eines feinen Charakterdramas ist dieser Film sicher an manchen Stellen zu gruselig und blutig. Schwierig, für mich war es eine beachtenswerte Genre-Mischung, wobei ich am Ende des hervorragenden dritten Aktes für mich entschied, doch eher ein Charakterdrama gesehen zu haben.  

Schnell bekommt man ein Gefühl, zum einen für die Zeit (die 1970er Jahre), dann für den Ort (Denver, in dem offensichtlich seinerzeit schon viele Indigene integriert waren), aber auch für den Protagonisten, den 13-jährigen Finney und auch seine jüngere, selbstbewusste und starke Schwester Gwen. Sie leben bei ihrem Vater, der hat offenbar ein Alkoholproblem und gewalttätig ist er auch noch, aber die beiden haben sich und sind füreinander da. Seit geraumer Zeit sind nun ein paar Jungs in der Gegend spurlos verschwunden. Ein maskierter Serienkidnapper soll dahinterstecken. Alle nennen ihn „den Greifer“. Dann verschwindet Finney und Gwen setzt alles dran, ihren Bruder zu finden, aber der versucht derweil natürlich auch, sich selbst zu befreien. Durch die gelungene Charaktereinführung habe ich durchgehend mit Finney gefiebert.  Auch wenn mich ein paar Logiklöcher kurzfristig beschäftigten, ich von dem schlechten Schauspiel von Jeremy Davies (der den Vater von Gwen und Finney spielt – die Figur hätte man generell nicht unbedingt gebraucht) abgelenkt wurde, ist der Film allgemein spannend und atmosphärisch inszeniert. Die Filmmusik (von Mark Korven, der schon die für The Witch, The Lighthouse komponierte) ist oft, aber nicht durchgehend schräg und gefiel mir, genauso wie die Maske(n) des Greifers. 

Hervorheben muss ich die beiden Geschwister Gwen und Finney. Die beiden Kinderdarsteller Madeleine McGraw und Mason Thames haben mir außerordentlich gut gefallen. 

„The Black Phone“ wurde erstmalig auf dem Fantastic Fest 2021 gezeigt. Der Film sollte ursprünglich am 28.01.22 in den amerikanischen Kinos starten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der U.S.-Kinostart auf den 24.06.22 verschoben. In Deutschland ist der Kinostart für den 23.06.22 geplant. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. 

Trailer zu sehen:

2 Gedanken zu “Berlin – Film: „The Black Phone“

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