Berlin – Film: „The Northman“


Ich war am 14.04.22 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Northman“ (dt. Kinostart: 21.04.22)  137 min  fantasy, drama, action  

dir. Robert Eggers  cast: Alexander Skarsgard, Nicole Kidman, Claes Bang, Anya Taylor-Joy, Ethan Hawke, Björk, Willem Dafoe, Kate Dickie, Gustav Lindh

Amleth (Oscar Novak) ist noch ein Kind als er mit ansehen muss, dass sein Vater, der Wikingerkönig Aurvandil (Ethan Hawke) brutal ermordet wurde. Auch konnte er beobachten, wie seine Mutter, Königin Gudrún (Nicole Kidman) verschleppt wurde. Er selbst schafft es, zu entkommen. Viele Jahre später kehrt Amleth (Alexander Skarsgard) als Sklave nach Island zurück. Er ist fest entschlossen, den Mörder seines Vaters, seinen Onkel Fjölnir, (Claes Bang)  zu töten und seine Mutter zu befreien…

C+ (Wertung von A bis F) „The Northman“ wurde von der altdänischen Sage Amletus inspiriert, die bereits schon als Vorlage für William Shakespeares „Hamlet“ diente. Es ist nach The Witch und The Lighthouse der dritte Spielfilm des amerikanischen Filmemachers, Drehbuchautors Robert Eggers. Das Drehbuch zu diesem Film hat Robert Eggers zusammen mit dem isländischen Autor Sigurjón Birgir Sigurðsson, genannt „Sjón“ (Lamb) geschrieben. 

Wikinger-Geschichten interessieren mich eigentlich überhaupt nicht, wie Filmemacher Robert Eggers eine solche Geschichte visuell umsetzt, schon. 

Wenn man Eggers beide Vorgänger gesehen hat, erkennt man die Handschrift des Regisseurs schon mit den ersten Bildern. Ich war schnell und zunächst von der Bildsprache des Geschehens gefesselt. Weil ich mich in der imposant-schönen Düsterheit auf der Leinwand wohlgefühlt habe, haben mich dann aber erst mal zwei, mit offensichtlich natürlichem Licht gedrehte Sequenzen mit viel zu saftig grüner Natur komplett rausgebracht. Es geht dann aber bald wieder zurück ins vertraut Düstere und bleibt dankenswerterweise auch dort. „The Northman“ ist ein extrem schön anzusehender Film. Es ist ein episches Rachedrama kombiniert mit nordischen Mythologie, den man – wenn man Interesse daran hat – im Kino gesehen haben sollte. Mir hat es Spaß gemacht, wieder einmal – in Eggers Welt abzutauchen, auch wenn dieser Film nicht ganz meins war. Das in fünf Kapiteln unterteilte Werk ist sehr blutig, das sollte man vielleicht wissen. Mir war der Film allgemein zu lang, zwischendurch waren die Längen auch immer wieder spürbar. 

Etwas irritierend fand ich, dass Nicole Kidman hier Alexander Skarsgards Mutter spielt, noch nicht lange ist es her, dass die beiden in dem Mehrteiler Big Little Lies ein Ehepaar spielten. Die beiden Schauspieler trennen keine zehn Jahre. Ich bin ein großer Fan des schwedischen Schauspielers, aber vielleicht ist der 45-Jährige für diese Rolle hier tatsächlich zu alt. 

Gut gefallen hat mir der dänische Schauspieler Claes Bang (The Square), er spielt hier Amleths Onkel. In einer kleineren Nebenrolle sieht man hier Willem Dafoe und ein Wiedersehen gibt es hier auch mit der isländischen Sängerin und Schauspielerin („Dancer in the Dark“) Björk, sie spielt eine Seherin. 

Ich bin froh, dass sich Männer weiterentwickelt haben und nicht mehr wie Tiere rumbrüllen, Dörfer überfallen, die männlichen Bewohner abschlachten, Frauen vergewaltigen, usw.…aber dann schaue ich im Jahr 2022 Nachrichten und sehe russische Soldaten, die in der Ukraine ähnlich brutal vorgehen. 

„The Northman“ soll am 22.04.22 in den amerikanischen Kinos starten. In Deutschland startet der Film bereits am 21.04.22. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen, gezeigt wurde die OV. 

Trailer zu sehen: 

2 Gedanken zu “Berlin – Film: „The Northman“

  1. Die Story hört sich irgendwie nach Conan an, aber bei solchen Streifen bin ich raus, erst recht, wenn Bjork mitspielt :)) Ja seltsam diese Paarung von Skarsgard und Kidman, aber in den Wikingerserien bleiben die Hauptdarstellerinnen auch immer jung, selbst wenn sie 10 Kinder haben und mittlerweile mehrfache Großmutter sind. Vielleicht eine Anspielung darauf, dass sie sehr jung Mutter wurden ::)) Scherz
    „The Witch“ mag ich ja sehr, „The Lighthouse“ habe ich noch nicht gesehen.

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