VOD – Film: „Relic“


Ich habe mir folgenden Film als Leihvideo über iTunes/Apple TV (U.S.) angeschaut:

 

„Relic“  90 min  drama, horror

dir. Natalie Erika James  cast: Emily Mortimer, Robyn Nevin, Bella Heathcote, Chris Bunton 

 

Kays Mutter Edna (Robyn Nevin) ist über 80 Jahre alt und, nachdem ihre Nachbarn sie seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen haben, fahren Kay (Emily Mortimer) und  ihre erwachsene Tochter Sam (Bella Heathcote) zu ihrem Haus. Seit Wochen hatte Kay keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Im Haus gibt es keine Spur von Edna, aber vieles deutet daraufhin, dass ihre Vergesslichkeit zugenommen hat…

 

A- (Wertung von A bis F) „Relic“ ist das Spielfilmdebüt der japanisch-australischen Autorin und Werbe- und Musikvideo-Regisseurin Natalie Erika James. 

Bevor ich mir ihren ersten Spielfilm angeschaut habe, hatte ich mir zunächst über ihre Website (https://natalieerikajames.com) ihren, mit einigen Preisen ausgezeichneten Kurzfilm „Creswick“ angeguckt. Die kann was, habe ich mir gedacht und das bestätigte sich für mich kurz darauf mit ihrem ersten Spielfilm. 

Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Horrorfilm das letzte Mal so zum Nachdenken brachte und wann mir bei einem solchen Film (ein Mal während des Films und dann am Ende) die Tränen gelaufen sind. „Relic“ ist anders, eine gelungene Genre-Mischung aus Drama und Horrorfilm. Mit der Zweitsichtung empfand ich den Film sogar noch mehr als Familiendrama, dass sich überzeugend einiger wirksamer Horror-Stilmitel bedient. Es geht um Demenz und um Schuldgefühle von Kindern und anderen Angehörigen gegenüber ihren pflegebedürftigen Verwandten. Natalie Erika James erzeugt hier Metaphern wie beispielsweise „das Monster“, das man als demenzbedingte Wesensänderung deuten kann oder „den Schimmel, der sich immer tiefer in das Haus einfrisst“ als langsamen körperlich und geistigen Verfall. Es wird aber sicher nicht nur eine Möglichkeit der Interpretation geben. Die Langsamkeit mit der dieser Film erzählt wird, könnte einige Zuschauer abschrecken. Mich hat es überhaupt nicht gestört und auch die Performances fand ich solide. 

Der Film könnte am Ende des Jahres zu einen meiner Top 10-Filme zählen. 

„Relic“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2020 gezeigt. Der Film lief ab dem 3.7.20 für eine Woche exklusiv in einigen amerikanischen Autokinos und startete dann am 10.7.20 in einigen wenigen Kinos in den Vereinigten Staaten und ist zeitgleich auf VOD herausgekommen.

Trailer zu sehen:

 

3 Gedanken zu “VOD – Film: „Relic“

  1. Ah, interessant. Der Film ist mir irgendwo schon über den Weg gelaufen. Vielleicht habe ich schon irgendwo drüber gelesen und ich werde ihn natürlich gucken. Die Mortimer mag ich meist, sie hat manchmal so etwas Kindliches keine Ahnung, vielleicht weil sie so zierlich ist.

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