Netflix – Film: „Homemade“


Ich habe mir folgenden Netflix-Film angeschaut:

 

„Homemade, Volume 1“ (in D. Seit 30.06.20 auf Netflix abrufbar)  17 x from 4 to 11 minutes  anthology

dir. Ladj Ly, Paolo Sorrentino, Rachel Morrison, Pablo Larrain, Rungano Nyoni, Natalia Beristáin, Sebastian Schipper, Naomi Kawase, David Mackenzie, Maggie Gyllenhaal, Nadine Labaki & Khaled Mouzanar, Antonio Campos, Johnny Ma, Kristin Stewart, Grunder Chadha, Sebastián Lelio, Ana Lily Amirpour  cast: Christopher Abbott, Sebastian Schipper, Peter Sarsgaard, Kristen Stewart, Amalia Kassai, Gurinder Chadha, Ana Lily Amirpour voices: Javier Cámara, Olivia Williams, Rachel Morrison, Cate Blanchett 

 

Während des Lockdowns aufgrund der Covid-19 Pandemie im Mai 2020 haben verschiedene Filmemacher und Künstler ihre Kreativität genutzt und einen Kurzfilm gedreht. 

 

A bis D- (Wertung von A bis F)  „Homemade, Volume 1“ zeigt 17 Kurzfilme von namhaften Künstlern während der Corona-Pandemie im Jahr 2020. Produziert wurde das Ganze von dem chilenischen Filmemacher Pablo Larrain (Jackie), der selbst auch einen Film zu diesem Projekt beigetragen hat. Die Filme zeigen uns manchmal das Zuhause der Filmemacher und führen uns nach Paris, Rom, 3 x Los Angeles, 2 x Santiago, Lissabon, Mexico City, Berlin, Nara in Japan, Glasgow, irgendwo in Vermont, Beirut, Springs in New York, San Sebastián del Oeste in Mexico und London. 

Bei einer Sammlung an Kurzfilmen sind selten alle Filme wirklich sehenswert, einige davon hier waren aber trotzdem fantastisch fotografiert, einer war spannend (Episode 12), wirkte aber nicht so professionell gefilmt, ein paar fand ich regelrecht einschläfernd, einen fand ich sogar unerträglich (Episode 11). Unter den 17 Filmen ist aber sicher für jeden etwas dabei. Ich möchte mich nicht mit den nicht so guten aufhalten, daher nur eine eine kurze Zusammenfassung von den Kurzfilmen, bei denen es sich lohnt, mal reinzuschauen: 

 

Mein Lieblingskurzfilm: Episode 17 „Ride It Out“ A (Wertung von A bis F) Die iranisch-amerikanische Filmemacherin Ana Lily Amirpour („A Girl Walks Home Alone at Night“) hat den für mich besten Kurzfilm und einen wunderbaren Abschluss dieser Reihe gedreht. Cate Blanchett führt als Erzählerin durch den, in Los Angeles entstandenen Film. Es ist ein sehr poetischer Film, der diese besondere Stimmung in dieser außergewöhnlichen (Corona-)Zeit einfängt. In, vielleicht zehn Jahren könnten wir uns mit diesem kleinen Film bestimmt wieder in die Stimmung von dann damals reinversetzen.  

Aber auch die folgenden fand ich gelungen: 

Episode 2 B+ (Wertung von A bis F) Der italienische Filmemacher Paolo Sorrentino (The Great Beauty, TV-Serien The Young Pope und The New Pope) erzählt hier eine kleine Geschichte über das Eingesperrtsein mit den Plastikfiguren der Queen und dem Papst (in meiner kleinen Nebenrolle „The Dude“ Lebowski), gedreht in seinem Zuhause in Rom.  

Episode 3 „The Lucky Ones“ B+ (Wertung von A bis F) Die amerikanische Kamerafrau (Fruitvale Station, Black Panther) Rachel Morrison hat hier eine richtig schöne Erinnerung für ihren Sohn Wiley kreiert. Die Bilder sind fantastisch. Ein Lockdown in diesem noblen Zuhause mit so einer tollen Mama lässt sich sicher aushalten. Ich liebe, wie sie ihrem kleinen Sohn mit auf den Weg gibt, ein solches privilegiertes Leben zu schätzen, aber nicht zu vergessen, Kind zu sein („Be grateful but also be five“).

Episode 4 „Last Call“ : B+ (Wertung von A bis F) Der chilenische Filmemacher Pablo Larrain (Jackie) hat nicht nur dieses „Homemade“-Projekt ins Leben gerufen, er erzählt hier auch eine humorige Geschichte eines alten, einsamen Mannes im Alters- oder Pflegeheim, eine gute Pointe gibt es obendrauf. 

Episode 7 „Casino“ B+ (Wertung von A bis F) Dem deutschen Filmemacher Sebastian Schipper („Viktoria“) ist in seinem Berliner Zuhause langweilig. Ganz origineller 8-Minütiger ist ihm da gelungen, wie ich finde. 

Episode 10 „Penelope“ B+ (Wertung von A bis F) Die amerikanische Schauspielerin Maggie Gyllenhaal („Secretary“, The Dark Knight) gibt mit diesem Film ihr Regiedebüt und hat hier einen dystopischen Sci-Fi-Kurzfilm mit ihrem Ehemann, dem brillanten Peter Sarsgaard, in ihrem Zuhause im Bundesstaat Vermont gedreht. 

Episode 14 „Crickets“ B- (Wertung von A bis F) Die amerikanische Schauspielerin Kristen Stewart lässt sich dabei filmen, wie sie unter Schlaflosigkeit leidet und scheinbar langsam den Verstand verliert. Schön fotografiert. 

Episode 15 „Unexpected Gift“ A- (Wertung von A bis F) Die britische Filmemacherin Gurinder Chadha („Bend it Like Beckham“, „Blinded by the Light“) lässt uns an ihrem Corona-Lockdown-Alltag mit ihrer Familie in ihrer traumhaften Wohnung (da würde ich sofort einziehen) teilhaben. Sie nehmen sich dabei nicht ernst und sind sympathisch, der Film ist lustig, aber auch traurig, ich muss mich, glaube ich, mal ihren Spielfilmen widmen. Dieser Kurzfilm ist mein zweitliebster. 

„Homemade“ ist seit dem 30.06.20 auf Netflix abrufbar. Da dieses Filmprojekt den Zusatz „Volume 1“ bekommen hat, kann man davon ausgehen, dass die Kurzfilm-Reihe fortgesetzt wird. Darauf freue ich mich schon.

Trailer zu sehen: 

3 Gedanken zu “Netflix – Film: „Homemade“

  1. Hab ich mir jetzt Mal auf die Liste gepackt. Sonst sind die Netflixneuheiten zuletzt mau gewesen…
    Kick it Like Beckham wäre, wenn er heute gedreht worden wäre, wahrscheinlich in der Love Story anders. Blinded by The Light fand ich schon stark, wenn auch etwas zu weich am Ende, könnte aber auch daran liegen, dass ich solche Filme generell mag und die Musik von Springsteen mag

    Gefällt 1 Person

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