Berlin (ale) – Film: „Siberia“


Ich war am 25.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Siberia“ (dt. Kinostart: 19.03.20)  92 min  drama

dir. Abel Ferrara  cast: Willem Dafoe, Dounia Sichov, Simon McBurney, Cristina Chiriac, Daniel Giménez Cacho Anna Ferrara 

 

Clint (Willem Dafoe) führt eine kleine Kneipe in der verschneiten Wildnis im sibirischen Nirgendwo. Dort hat er immer wieder Begegnungen mit Fremden. Eines Tages bricht er mit seinem Hundeschlitten auf. Er erforscht seine Träume, konfrontiert sich mit Erinnerungen, (be)sucht seine Visionen…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Siberia“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Abel Ferrara („Bad Lieutenant“).

Gut, es gibt schlimmere Filme, aber es gibt halt auch wesentlich bessere. Abel Ferrara hat diesen wahrscheinlich vordergründig für sich selbst gedreht. Entsprechend können viele Zuschauer sicher mit dem Projekt voller Wunsch- und Albträume, Visionen, Erinnerungen, möglicher anfänglicher Unzurechnungsfähigkeit oder Selbstfindung oder doch der Suche nach dem Sinn des Lebens dann auch wenig anfangen. Im Zuschauerraum war es extrem unruhig, viele meiner Mitzuschauer haben die Vorstellung vorzeitig verlassen. Für mich ist das kein Film, den ich mir nicht bis zu Ende anschauen würde. Der wunderbaren Willem Dafoe (hier wieder als Abel Ferraras Alter Ego) bewahrte mich davor, schlechte Laune zu bekommen. Und dafür, dass Dafoe zu Del Shannons Song „Runaway“ singt und tanzt gibt es sogar noch einen Extra-Pluspunkt. Dennoch ist dieser spirituelle Film kein kommerzieller und auch generell keiner, den ich irgendjemanden empfehlen würde. 

„Siberia“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief die italienisch-deutsch-mexikanische Koproduktion im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Für Deutschland ist ein Kinostart für den 19.03.20 geplant.

Trailer zu sehen:

6 Gedanken zu “Berlin (ale) – Film: „Siberia“

  1. Ich versteh sowieso nicht, warum man vorzeitig das Kino verlässt während der Film noch läuft. Man hat ja schließlich für den Film bezahlt. Und im konkreten Fall war dieser mit 92 Minuten ja auch nicht lang.

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    • Im letzten Jahr habe ich auch einen Film vorzeitig verlassen, nicht bei der Berlinale. Das war eine reguläre Kinovorstellung von „Lego 2“ und der ging mir fürchterlich auf die Nerven. Da war mir das Geld egal, meine Zeit hatte ich wieder, das war mir in dem Fall wichtiger.

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  2. Also das hatte ich bislang in jeder Berlinale Vorstellung jedes Jahr, dass Leute früher gehen. Erst kloppen sie sich um die besten Sitzen und dann belästigen sie einen, weil sie mitten im Film raus gehen :)) Tse
    Ferrara-Filme mag ich oder hasse sie. Gibt selten was dazwischen. Ich glaube Willem Dafoe mag ich gar nicht mehr gerne sehen, aber das das Interview mit den beiden war klasse.

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    • In jeder Berlinale-Vorstellung jedes Jahr? Na manche vergessen vielleicht vorher auf Toilette zu gehen und kommen dann wieder. Bei „Siberia“ war es extrem, ein ständiges Gehen. Ich sitze bei Filmfestivals auch vorzugsweise am Rand oder zumindest in Randnähe, auch weil ich schnell gehen will.

      Wieso magst Du denn Willem Dafoe nicht mehr? Nee, der ist schon toll und generell wohl auch eine interessante, sehr intelligente Type.

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      • Ja, das ist wirklich immer das selbe, aber natürlich ist es in einigen Filmen extremer, als in anderen :))

        Er leidet für mich unter dem „immergleich“-Syndrom. Zwar gut, aber null Varianz und dadurch auch langweilig. Und wenn er dann auch noch ne Hauptrolle hat, ist mir das zu anstrengend. Er sieht auch immer gleich aus. :))

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      • Komisch, mir gibt der viel mit seiner Mimik, ja seinem ganzen Gesicht. Aber oftmals ist es natürlich abhängig von der jeweiligen Rolle.
        Außerdem ist er tief in meinem Herzen, da kommt er nicht mehr so schnell raus. :))

        Aber ich weiß was Du meinst, das hatte ich vor vielen, vielen Jahren mit Nicolas Cage.

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