Oscar-Gewinnerfilm 2020, meine finale Analyse

Die Academy-Mitglieder haben ihre Stimmen abgegeben, jetzt wird nur noch ausgezählt, vielleicht stehen die Gewinner sogar schon fest. Nächsten Sonntag (09.02.20) ist die Oscar-Verleihung. Unglaublich, wie schnell diese extrem kurze Oscar-Saison vorbeigeht. 

Dieses Jahr wurden erstmalig in der 92-jährigen Oscar-Geschichte vier Filme mit 10 oder mehr Oscar-Nominierungen bedacht. Den Gewinnerfilm vorherzusagen ist durch das Wahlsystem, das den besten Film bestimmt, seit ein paar Jahren sehr schwer geworden. Dieses Jahr war „Joker“ mit 11 Oscar-Nominierungen der große Abräumer bei den Nominierungen, dicht gefolgt von „Once Upon a Time in Hollywood“, „The Irishman“ und „1917“ mit jeweils 10 Oscar-Nominierungen. Es kann, wie bei „The Shape of Water,“ der am meisten nominierte Film gewinnen, dafür sollte der Film aber im Vorfeld wichtige Preise innerhalb der Filmindustrie gewonnen haben oder wenigstens dafür nominiert worden sein. „Joker“ hat – mit Ausnahme von Joaquin Phoenix – nichts, was für den Oscar als bester Film wichtig wäre, gewonnen, „The Irishman“, was ich persönlich sehr schade finde, war auch für viele Preise innerhalb der Filmindustrie nominiert, hat aber auch nichts Wesentliches gewonnen. Das betrifft auch „Little Women“, „Ford v Ferrari“ und „Marriage Story“, jeder dieser Filme könnte einen oder auch ein paar mehr Oscars gewinnen, spielt aber sehr wahrscheinlich bei dem großen Preis (Bester Film) keine Rolle.  

Offiziell ist es wohl ein „1917“/„Parasite“-Oscar-Rennen dieses Jahr, mit einer Außenseiterchance für „Once Upon a Time in Hollywood“. Ich schwanke jedoch im Moment zwischen „Parasite“ und Jojo Rabbit“ als Gewinner-Film. Mal gucken, ob ich das verständlich erklären kann. 

Der Oscar-Gewinn in 23 Kategorien wird durch eine Mehrheitsentscheidung bestimmt. Die einzige Kategorie die anders entschieden wird, ist: Bester Film.

Das sogenannte Preferential Ballot System wurde im Jahr 2009 mit, zu der Zeit 10 Filmen, die für den Oscar nominiert werden konnten, wieder eingeführt. Schauen wir uns mal die Oscar-Gewinner-Filme seit Einführung des Ranking-Systems an: 

Im Jahr 2019 hat „Green Book“ gewonnen (5 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars)

Im Jahr 2018 hat „The Shape of Water“ gewonnen (13 Oscar-Nominierungen = 4 Oscars) 

Im Jahr 2017 hat „Moonlight“ gewonnen (8 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars) 

Im Jahr 2016 hat „Spotlight“ gewonnen (6 Oscar-Nominierungen = 2 Oscars) 

Im Jahr 2015 hat „Birdman“ gewonnen (8 Oscar-Nominierungen = 4 Oscars) 

Im Jahr 2014 hat „12 Years a Slave“ gewonnen (9 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars) 

Im Jahr 2013 hat „Argo“ gewonnen (7 Oscar-Nominierungen = 3 Oscars) 

Im Jahr 2012 hat „The Artist“ gewonnen (10 Oscar-Nominierungen = 5 Oscars) 

Im Jahr 2011 hat „The King´s Speech“ gewonnen (12 Oscar-Nominierungen = 4 Oscars) 

Im Jahr 2010 hat „The Hurt Locker“ gewonnen (9 Oscar-Nominierungen = 6 Oscars) 

Für die diesjährigen Oscars finde ich zwei Oscar-Jahrgänge besonders interessant. Zum einen das „La La Land“/„Moonlight“-Jahr und zum anderen das „The Revenant“/„Mad Max: Fury Road“/„Spotlight“-Jahr. „La La Land“ war bei den 89th Academy Awards im Jahr 2017 der am meisten nominierte Film. 14 Oscar-Nominierungen (6 Oscars), „Moonlight“ hatte 8 Oscar-Nominierungen und hat 3 Oscars, inkl. Best Picture gewonnen. Im Vorfeld hatte „La La Land“ den Golden Globe, den PGA, den DGA, ACE und den BAFTA gewonnen. Der Film war nicht für den höchsten Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG Ensemble Award) nominiert. „Moonlight“ war für alle wichtigen Preise nominiert (PGA, DGA, ACE, BAFTA und SAG). Gewonnen hat „Moonlight“ neben vielen Filmkritikerpreisen, den Golden Globe, den Preis der Gewerkschaft der Autoren (WGA) und dann den Oscar als bester Film. Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel, Drehbuch und Schnitt sind für den Oscar-Gewinn Bester Film am meisten relevant, „La La Land“ und „Moonlight“ hatten Oscar-Nominierungen in allen drei Kategorien. „The Revenant“ hatte in seinem Jahr 12 Oscar-Nominierungen und hat drei Oscars (Beste Regie, Bester Hauptdarsteller und Beste Kamera) gewonnen, „Mad Max:Fury Road“ wurde für 10 Oscars nominiert und hat in dem Jahr die meisten, 6, gewonnen. „Spotlight“ hatte „nur“ 6 Oscar-Nominierungen, den großen Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG Ensemble Award) und den Preis der Gewerkschaft der Autoren (WGA) gewonnen (wie dieses Jahr „Parasite“) und wurde dann mit dem Oscar für den Besten Film mit nur einem weiteren Oscar (Bestes Originaldrehbuch) ausgezeichnet. „Spotlight“ hatte Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel, Drehbuch und Schnitt. „The Revenant“ hatte Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel und Schnitt – aber nicht Drehbuch. „Mad Max: Fury Road“ hatte eine Oscar-Nominierungen in der Kategorie Schnitt, aber nicht in den Kategorien Schauspiel und Drehbuch. 

Nun zu diesem Jahr, für mich gibt es nur vier Filme, die den Oscar als Bester Film gewinnen können: 

„1917“ hat 10 Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film, Beste Regie und einer für das beste Originaldrehbuch – dafür hat der Film aber weder eine Schauspiel-Nominierung, noch eine in der Kategorie Bester Schnitt). Der Film hat den Golden Globe, den Gewerkschaftspreis der Produzenten (PGA), der Regisseure (DGA) und den BAFTA gewonnen. Genau wie „La La Land“ seinerzeit, Nominiert wurde er außerdem von der Gewerkschaft der Autoren. Der Film hat aber keine Nominierung der Gewerkschaft der Cutter (ACE) und vielleicht noch wichtiger, den großen Preis der Schauspieler (SAG Ensemble). Nun könnte man argumentieren, dass dieser „One-Shot-Film“ auch in einer (bzw. zwei Einstellung (en) erzählt wurde. Das war der Oscar-Gewinner-Film „Birdman“ auch, der hatte keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt und war erst der 10. Film in der Oscar-Geschichte, der ohne diese wichtige Nominierung den Oscar als Bester Film gewann. „Birdman“ wurde aber wenigstens von der Gewerkschaft der Cutter für den ACE nominiert. Auch könnte man argumentieren, dass „1917“, der letzte Film war, der in dieser Filmpreis-Saison gezeigt wurde. Vielleicht war es da bereits für eine SAG-Nominierung zu spät. Das ist die große Frage.„1917“ hat – ähnlich wie „La La Land“ alle großen Preise gewonnen, die es vor den Oscars  zu gewinnen gibt und doch zögere ich, dass dies der Oscar-Gewinnerfilm von 2020 ist. „1917“ könnte neben Bester Film auch Beste Regie, Beste Kamera und andere technische Oscars gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: „1917“ ist der Favorit auf dem Papier,  der Film hat fast alles gewonnen, was es gibt.“1917“ ist „großes Kino“ Jeder mag oder wenigstens respektiert den Film. Es war sehr wahrscheinlich der letzte Film, den die Academy-Mitglieder gesehen haben, wie seinerzeit „Million Dollar Baby“ – der Film ist noch sehr präsent. Der Film hat mit dem PGA bereits ein Preferential Voting System  für sich entscheiden können. 

CONTRA Oscar-Gewinner BP: Dasselbe Argument, „1917“ ist der Favorit auf den großen Oscar-Gewinn, das war „La La Land“ seinerzeit auch. Der Film wird vielleicht mehr als Regieleistung angesehen wie „Roma“, „The Revenant“, „Gravity“ usw. Keine Oscar-Nominierung in den Kategorien Schauspiel und Schnitt. 

 

 

„Parasite“ hat 6 Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film, Beste Regie und eine in der Kategorie Drehbuch und Schnitt, dafür aber keine Schauspiel-Nominierung). Der Film hat den Gewerkschaftspreis der Cutter (ACE, Drama), der Autoren (WGA, Original Screenplay), der Production Designer (ADG) und – vor allen Dingen – den großen Preis der amerikanischen Schauspielgewerkschaft (SAG Ensemble) gewonnen. Außerdem hat der Film den BAFTA (Original Screenplay) gewonnen. Der Film war außerdem für den großen Preis der Produzentengewerkschaft (PGA) den Preis der Regiegewerkschaft (DGA) und den BAFTA (Best Film) nominiert. Ich hatte mir die Verleihung der SAG Awards live im TV angeschaut. Alle nominierten Filme werden (wie bei den Oscars) während der Verleihung vorgestellt.  Als „Parasite“ vorgestellt wurde, hat der Saal getobt. Schauspieler bilden die größte Gruppe innerhalb der Academy. Manchmal muss man auf solche „Kleinigkeiten“ achten. Nun gewinnt der südkoreanische Film „Parasite“ sehr wahrscheinlich mit Bester Internationaler Film bereits eine der Top Kategorien bei den Oscars. Noch nie hat ein nicht-englischsprachiger Film den Oscar gewonnen, schafft es dieses Jahr „Parasite“? Er hat eigentlich alle Voraussetzungen. „Parasite“ könnte neben Bester Film, Bester Internationaler Film, aber auch Bester Schnitt und Bestes Originaldrehbuch gewinnen. Er ist auch noch für das Beste Szenenbild und Beste Regie nominiert, auch das könnte „Parasite“ gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: Der Film wird als bester Film des Jahres gefeiert, nicht nur Filmkritiker und Schauspieler lieben den Film. Der Film trifft den Zeitgeist. „Parasite“ hat eine Oscar-Nominierung in den Kategorien Drehbuch und Schnitt 

CONTRA Oscar-Gewinner BP: nicht-englischsprachiger Film, der Film hat eine eigene Top-Kategorie, die er sicher gewinnt. Es hat noch nie ein nicht-englischsprachiger Film den Oscar als bester Film gewonnen. Es gibt keine englischsprachige Synchronisation, der Film wird im Original mit Untertiteln gesehen. Nicht jeder mag untertitelte Filme. Vielleicht wird aber auch generell nicht jeder den Film verstanden haben. Der Film hat keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Schauspiel

 

 

„Jojo Rabbit“ hat 6 Oscar-Nominierung (inkl. Bester Film und eine in der Kategorie Schauspiel, Drehbuch und Schnitt). Der Film hat den Gewerkschaftspreis der Cutter (ACE, Comedy), der Autoren (WGA, Adapted Screenplay), der Kostümbildner und den BAFTA (Adapted Screenplay), sowie den Publikiumspreis auf dem Toronto International Film Festival (wie spätere Oscar-Gewinner-Filme „Green Book“, „12 Years a Slave“ und „The King´s Speech“) gewonnen. Der Film war für den großen Preis der Schauspielgewerkschaft nominiert (SAG  Ensemble), den Preis der Produzentengewerkschaft (PGA) und den Preis der Regiegewerkschaft (DGA) nominiert. Dafür war er nicht für den BAFTA (Bester Film) nominiert. „Jojo Rabbit“ ist der einzige dieser, von mir gelisteten vier Filme, der in den wichtigsten Kategorien (Schauspiel, Drehbuch und Schnitt) für den Oscar nominiert wurde. Der Film gewinnt Preise innerhalb der Filmindustrie und doch wird er nicht wirklich als Gewinnerfilm bei den Oscars gesehen. Er könnte als Überraschungssieger hervorgehen. „Jojo Rabbit“ könnte neben Bester Film auch das Beste adaptierte Drehbuch, Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild und SPOILER Beste Nebendarstellerin (Scarlett Johansson) gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: Publikumsliebling auf dem TFF. Film endet mit einem Happy End. Im letzten Jahr war der Gewinnerfilm „Green Book“ – der einzige Film, der 8 für den Oscar nominierten Filme, der ein Happy End hatte. Es ist ein rührender, warmherziger Film. Der Film hat eine Oscar-Nominierung in den Kategorien Schauspiel, Schnitt und Drehbuch und damit als einziger dieser vier Filme. 

CONTRA Oscar-Gewinner BP: Nicht jeder mag den Film, ich habe gehört, dass sich einige angegriffen fühlen – aber das hatten wir letztes Jahr auch mit „Green Book“. „Jojo Rabbit“  hätte vielleicht mehr im Vorfeld gewinnen müssen

 

 

„Once Upon a Time in Hollywood“ hat 10 Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film, Beste Regie, zwei Schauspielkategorien und Bestes Originaldrehbuch). Der Film hat keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt. Der Film hat den Golden Globe und den Gewerkschaftspreis der Production Designer (ADG) in seiner Kategorie gewonnen. „Hollywood“ hat wichtige Nominierungen der Gewerkschaftsverbände der Schauspieler (SAG Ensemble), der Produzenten (PGA), der Regisseure (DGA), der Cutter (ACE) und eine BAFTA-Nominierung (Best Film) erhalten. Wie bereits bei allen anderen Tarantino-Filmen, konnte Tarantino nicht für den WGA nominiert werden, er ist kein Gewerkschaftsmitglied der Autoren. Daher ist es auch schwer vorherzusagen, ob er oder Bong Joon-ho für „Parasite“ den Oscar für das Originaldrehbuch gewinnt. Zusammenfassend hat der Film mit Ausnahme von Brad Pitt – nichts Wichtiges für den Oscar-Gewinn Bester Film gewonnen. Brad Pitt wird den Oscar gewinnen, das ist sicher (schon allein durch seine eloquenten und witzigen Dankesreden, die er bei den letzten Verleihungen gehalten hat). Also, „Once Upon a Time in Hollywood“ gewinnt Bester Nebendarsteller und könnte neben Bester Film, auch möglicherweise Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien gewinnen. 

PRO Oscar-Gewinner BP: Der Film feiert Hollywood. Jeder wird den Film gesehen haben, der eine oder andere wird sich in der Geschichte wiederfinden, viele Academy-Mitglieder haben sogar in der Zeit in Hollywood gelebt. Der Film gilt als Außenseiter auf den Oscar-Gewinn. Der Film hat Oscar-Nominierungen in den Kategorien Schauspiel und Drehbuch

CONTRA Oscar-Gewinner BP: Der Film hätte viel mehr gewinnen müssen als er hat. Warum hat die Gewerkschaft der Schauspieler diesen Film nicht mit ihrem großen Preis ausgezeichnet? Es ist ein Film über Schauspieler, jeder kann sich in den alternden Schauspieler (den Leo porträtiert) reinversetzen. Sie haben sich aber für den südkoreanischen Film „Parasite“ entschieden. Warum haben die Produzenten (die ebenfalls mit dem Preferential Voting System ihren Gewinnerfilm bestimmen) ihn nicht zu ihrem besten Film erklärt? Hier hat „1917“ gewonnen. Warum wurde Quentin Tarantino von der Regiegewerkschaft nicht mit einem DGA ausgezeichnet? Keine Oscar-Nominierung in der Kategorie Schnitt. 

 

Wenn ein Film in der ersten Runde der Auszählung bereits über 50% aller Stimmen der Academy- Mitglieder hat, haben wir den Gewinnerfilm. Hat das „1917“ oder „Parasite“ oder vielleicht, der mit 10 Oscar-Nominierungen bedachte „Once Upon a Time in Hollywood“ geschafft? Ich bin mir da etwas unschlüssig. Vermutlich ging es in weitere Runden der Auszählung. 

Wenn man bloss in die Köpfe der Academy-Mitglieder gucken könnte. Was hat derjenige, der beispielsweise „Ford v Ferrari“ oder „Joker“ als seinen Lieblingsfilm auf Platz 1 setzt, auf Platz 2, 3 oder 4 stehen? 

Durch das Preferential Voting Systems in weiteren Wahlrunden könnten „1917“, „Parasite“, „Once Upon a Time in Hollywood“, aber auch Jojo Rabbit“ als Sieger hervorgehen. 

Man sagt, dass in Zeiten des Preferential Voting Systems der Film gewinnt auf den man sich am ehesten einigen kann. Das wären für mich „Parasite“, „Jojo Rabbit“ und mit, ich sagte es bereits,  einer Außenseiterchance „Once Upon a Time in Hollywood“ 

Zu den Schauspielern: 

Alle vier Favoriten-Schauspieler (Joaquin Phoenix, Renée Zellweger, Brad Pitt und Laura Dern) haben den Golden Globe, den Critics´ Choice Award, den Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG Award) und den BAFTA gewonnen. Man geht davon aus, dass alle Vier auch den Oscar gewinnen. Es könnte aber auch eine Überraschung geben. Nun ist „Jojo Rabbit“ sehr beliebt, könnte gar am Ende des Abends als Gewinnerfilm hervorgehen. Ein Film gewinnt immer mindestens einen weiteren Oscar, das könnte das adaptierte Drehbuch oder /und ein Schauspiel-Oscar sein. Scarlett Johansson hat eine Doppel-Nominierung (eine als beste Hauptdarstellerin in „Marriage Story“ und als Beste Nebendarstellerin in „Jojo Rabbit“). 

Nachdem der Wahlprozess bei den Oscars abgeschlossen ist, werden jedes Jahr Academy-Mitglieder befragt, was sie in den einzelnen Kategorien gewählt haben. Das lese ich recht gerne, aber gleichzeitig verwirrt es mich auch komplett und dann neige ich dazu – anhand der wenigen Meinungen – meine zu dem Ausgang bei den Oscars zu ändern. 

Ich werde mir noch ein paar Tage Gedanken machen, meine persönliche Wette für alle 24 Kategorien – wie jedes Jahr – veröffentlichen. Wie ich anfangs sagte, ich glaube, dass „Parasite“ oder „Jojo Rabbit“ den großen Preis gewinnt. Egal wie die Oscars ausgehen, in jedem Fall besteht dieses Jahr nicht die Gefahr, dass ein schlechter Film den Oscar gewinnt. 

Selbst viele Academy-Mitglieder verstehen das Preferential Ballot System nicht wirklich. Hier noch mal eine Erklärung (mit einem besseren Ausgang als den tatsächlichen im letzten Jahr):