Netflix – Film: „The Two Popes“


Ich habe mir folgenden Film über Netflix angeschaut: 

 

„The Two Popes“  (dt. Filmtitel „Die zwei Päpste“, seit dem 20.12.19 weltweit auf Netflix zu sehen)  125 min  drama, comedy, biopic 

dir. Fernando Meirelles   cast: Jonathan Pryce, Anthony Hopkins

 

Im Jahr 2005 wurde Kardinal Ratzinger (Anthony Hopkins) zum Papst gewählt. Sieben Jahre später plant der argentinische Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce), in den Ruhestand zu gehen. Er bittet Papst Benedikt XVI. darum, sein Rücktrittsgesuch zu akzeptieren. Kardinal Bergoglio erhält stattdessen aber eine Einladung, den Papst in seiner Sommerresidenz zu besuchen…

 

B- (Wertung von A bis F) „The Two Popes“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Ein Treffen zwischen Papst Benedikt XVI und dem argentinischen Kardinal Bergoglio fand aber wohl erst ein Jahr später, als Papst Benedikt XVI bereits zurückgetreten ist und Kardinal Bergoglio zum neuen Papst gewählt wurde, statt. Es ist der neue Film des brasilianischen Filmemachers und Drehbuchautos Fernando Meirelles („City of God“, „The Constant Gardener“, „Blindness“, 360). Das Drehbuch stammt von dem neuseeländischen Roman- und Sachbuchautor Anthony McCarten. Er hat auch die Vorlagen zu den Filmen The Theory of Everything, Darkest Hour und Bohemian Rhapsody geschrieben. 

Nahezu perfekt ist der Film, wenn er sich auf die beiden alten (Kirchen-) Männer mit ihren unterschiedlichen Ansichten konzentriert. Könnte es sich nicht genau so zugetragen haben? Die Szenen, in denen man sie einzeln sieht und all ihre Zusammentreffen fühlen sich authentisch an. Die Dialoge sind brillant und mitunter überraschend witzig. Die Performances lassen einen sogar vergessen, hier eigentlich Schauspieler zu sehen. Als ich den Film gedanklich schon auf meine Top Ten Liste gesetzt habe, kam die erste Rückblende, die sich mit Kardinal Bergoglios Vergangenheit beschäftigte und es sollte nicht die letzte sein. Ein richtig gutes Drehbuch hätte darauf verzichtet und das, was es mit den Flashbacks aussagen wollte, in die Dialoge eingebaut. Eigentlich ist „The Two Popes“ auch an Anthony McCartens eigenes Theaterstück angelehnt. 

Jonathan Pryce hat eine frappierende Ähnlichkeit mit Kardinal Bergoglio, dem späteren Papst Franziskus. Auch für Nicht-Gläubige wie mich ist der sich volksnah und menschlich präsentierende Geistliche eindeutig der Sympathieträger des Films. Eine Performance besteht aber immer auch aus Stimme und Sprache und gerade hier konnte Anthony Hopkins mit seinem nuancierten Spiel bei mir etwas mehr punkten. Letztlich interpretieren aber sowohl Anthony Hopkins als auch Jonathan Pryce die beiden Kirchenmänner auf eine Art, die einer Oscar-Performance gleichkommt. 

„The Two Popes“ ist einer der vier Netflix-Produktionen (The Irishman, Marriage Story und „Dolemite is My Name“), der in diesem Jahr für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch ist. „The Two Popes“ u.a. für Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Jonathan Pryce), Bester Nebendarsteller (Anthony Hopkins), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „The Two Popes“ wurde für drei Oscars (Bester Hauptdarsteller (Jonathan Pryce), Bester Nebendarsteller (Anthony Hopkins) und Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert. 

„The Two Popes“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2019 gezeigt. Der Netflix-Film läuft seit am 27.11.19 in ein paar ausgewählten amerikanischen Kinos und wurde auch ab dem 5.12.19 vereinzelt im deutschen Kino gezeigt. Seit dem 20.12.19 ist der Film weltweit auf Netflix zu sehen. 

Trailer zu sehen:

2 Gedanken zu “Netflix – Film: „The Two Popes“

  1. Fand den sehr gut, fand die Rückblenden an sich auch den Schwachpunkt, allerdings fand ich das auch sehr gut gefilmt, wodurch ich darüber nachdenken müsste, dass es mal einen Film über die argentinische Militärjunta geben sollte. Überhaupt ist mir aufgefallen, wie gut der gefilmt war. Ich fand Jonathan Pryce einen Tick stärker, aber den sehe ich sowieso gerne. Beide würde ich für den Oscar nominieren.

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