NYC – Film: „Lost Transmissions“


Ich war am 28.04.19 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Lost Transmissions“  105 min drama 

dir. Katharine O´Brien  cast: Simon Pegg, Juno Temple, Alexandra Daddario, Tao Okamoto, Bria Vinaite, Robert Schwartzman, Nana Ghana, Daisy Bishop  

 

Songwriterin Hannah (Juno Temple) lernt den talentierten Musikproduzenten Theo Ross (Simon Pegg) auf einer Party kennen. Die beiden freunden sich an und beginnen damit, zusammenzuarbeiten. Hannah realisiert bald, dass Theo psychisch krank ist. Bei ihm wurde eine Schizophrenie diagnostiziert. Da er befürchtet, dass die nötigen Medikamente seine Kreativität einschränken, weigert er sich, die Tabletten zu nehmen…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Lost Transmissions“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Dies ist das Spielfilmdebüt der amerikanischen Autorin („The Automatic Hate“) und Filmemacherin Katherine O´Brien. 

Man muss es erst mal aushalten, zum hilflosen (Weg-)Begleiter eines psychisch Kranken zu werden. Genau das schafft Katherine O´Brien nämlich mit ihrem Charakterdrama. Als jemand, der selbst bereits ähnliche Erfahrungen im Freundeskreis machen musste, kann ich sagen, dass die Filmemacherin hier ein recht realistisches Bild dieser Situation zeichnet. Die vielen Nahaufnahmen vermitteln einem das Gefühl, quasi direkt an der Seite der Protagonisten zu stehen. Katherine O´Briens Inszenieriung ist sehr selbstbewusst, sie weiß genau, was sie wie erzählen will. Kaum zu glauben, dass dies ihr erster Spielfilm ist. 

Ab und zu hat mich Simon Pegg etwas rausgebracht. Nicht, dass ich ihm die Rolle des schizophrenen Musikproduzenten nicht abgenommen hätte. Es sind Mini-Momente, die seine Performance von einer überragenden unterscheiden. Juno Temple überzeugt, wie so häufig. Auch wenn sie (ähnlich wie Scoot McNairy) für mich keine erinnerungswerten Gesichtszüge hat und ich sicher das nächste Mal wieder nicht weiß, wer „diese Schauspielerin“ ist.

„Lost Transmissions“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2019 gezeigt. Dort lief der Film in der Sektion Spotlight Narrative. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen. Es war das erste Screening. Die Filmemacherin Katherine O´Brien, die Schauspieler Simon Pegg und Juno Temple, Jacob Loeb, Nana Ghana, Tao Okamoto, Daisy Bishop und der Filmproduzent Filip Jan Rymsza waren anwesend und haben sich nach dem Film einem Interview und den Fragen des Publikums gestellt. Bislang hat der Film weder einen amerikanischen noch einen deutschen Verleiher gefunden.

Bislang gibt es noch keinen Trailer. 

Tribeca Film Festival 2019, Film „Lost Transmissions“, Regisseurin Katherine O´Brien (zweite v. l.) und rechts daneben die Schauspieler Simon Pegg und Juno Temple, der Produzent Filip Jan Rymsza und ein Teil der Besetzung
Tribeca Film Festival 2019, Film „Lost Transmissions“, die Regisseurin Katharine O´Brien
Tribeca Film Festival 2019, Film „Lost Transmissions“, die beiden Hauptdarsteller Simon Pegg und Juno Temple

2 Gedanken zu “NYC – Film: „Lost Transmissions“

  1. Ah, ich mag Juno Temple. Auf Deinen Fotos sieht sie sich aber gar nicht ähnlich :)) So aufgebrezelt kenne ich sie nicht. Sie ist für mich immer die freche Göre
    Und natürlich kann ich mir ihr Gesicht auch merken…okay, ich habe sie schon mal mit Bebe Cave verwechselt und einmal mit Zoe Kazan :))
    Aber hört sich gut an. Simon Pegg mag ich ja auch, wobei er keine so große Bandbreite hat. Ich sehe ihn lieber in komödiantisch angelegten Rollen. Das kann er gut.

    Gefällt 1 Person

    • Ich weiß nicht, am Anfang dachte ich vom Namen her, sie hätte irgendwas mit Shirley Temple zutun. Entsprechend habe ich gedacht, sie wäre eine ältere Schauspielerin. Mittlerweile habe ich sie in zig Filmen (und sogar Anfang des Jahres in der TV-Serie „Dirty John“ gesehen und finde sie sieht immer anders aus, bzw. hat keine Merkmale, dass ich mir Gesicht merken könnte. Bei Scoot McNairy habe ich ja auch diese Gesichtsblindheit. :)) Aber mit Zoe Kazan kann man sie nun wirklich nicht verwechseln. :)) Die kenne ich aus einer Millionen Gesichter heraus. Die ist ja kürzlich Mutter von Paul Danos Kind geworden. Die beiden bekomme ich immer noch nicht wirklich zusammen.

      Ja, Simon Pegg hat bisher immer ähnliche Rollen gespielt, macht er gut, aber es war ganz interessant, ihn mal in einer so anderen Rolle zu sehen.

      Gefällt 1 Person

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