San Francisco – Film: „Greta“


Ich war am 12.03.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Greta“ (dt. Kinostart: 16.05.19)   98 min    thriller

dir. Neil Jordan  cast: Isabelle Huppert, Chloe Grace Moretz, Maika Monroe, Chris Rea, Colm Feore, Zawe Ashton

 

Frances (Chloe Grace Moretz) ist kürzlich zu ihrer Freundin Erica (Maika Monroe) nach Manhattan gezogen. Sie versucht immer noch, den Tod ihrer Mutter vor einem Jahr zu verarbeiten. Eines Tages findet sie eine Handtasche in der U-Bahn, nimmt sie an sich, um sie der rechtmäßigen Eigentümerin zurückzugeben. Die ältere  Dame, Greta (Isabelle Huppert), ist sehr dankbar. Die beiden unterschiedlichen Frauen finden schnell einen Draht zueinander und verbringen fortan etwas Zeit miteinander. Dann findet Frances etwas über Greta heraus und versucht sich daraufhin, von ihr zu distanzieren…

 

D- (Wertung von A bis F) „Greta“ ist der neue Film des irischen Roman- und Drehbuchautors, Filmemachers und Oscar-Preisträgers Neil Jordan („Interview with the Vampire“, „Michael Collins“, „The Brave One“, Byzantium). 

Neil Jordan wird bei mir immer ein Stein im Brett haben, allein schon dafür, dass er mir im Jahr 1992 dieses besondere Kinoerlebnis mit seinem Film „The Crying Game“ bescherte. Bis heute ist dieses Werk für mich einer der Filme mit den besten Wendungen überhaupt (die sehr wahrscheinlich nicht funktioniert, wenn man vorher darüber gelesen hat und auch nicht in der Wucht, wenn man sich den Film ein zweites Mal anschaut). Seither kann man seine Filmografie objektiv als „durchwachsen“ bezeichnen. Ich dachte immer, mit „In Dreams“ hätte er den Tiefpunkt seiner Karriere erreicht bis ich jetzt den vergleichbar schlechten „Greta“ sah. 

Was hat sich dieser Filmemacher nur bei diesem Film gedacht? „Greta“ ist einer dieser Stalker-Thriller, die man so oder so ähnlich schon zig Mal – und meistens wesentlich besser – gesehen hat. Der Film zieht sich wie Kaugummi (auch in Anlehnung an eine Aussage im Film), ist irgendwann anstrengend, auch ohne den Trailer gesehen zu haben, bis in Einzelheiten vorhersehbar und – mit Ausnahme von einer Szene – völlig spannungsfrei. Und da habe ich nicht mal angefangen, mich über die zahlreichen Ungereimtheiten auszulassen. Als Einleitung der Geschichte findet Frances eine Handtasche in der New Yorker U-Bahn. Auch wenn sie neu in der Stadt ist, in dem gesamten MTA-Bereich gibt es Hinweisschilder, die einen ständig auf eine mögliche Terrorgefahr aufmerksam machen sollen. Wenn man irgendetwas ungewöhnliches findet oder bemerkt soll man sich umgehend an die Behörden wenden. Wie Frances´Freundin so treffend sagt, wenn Du in der New Yorker U-Bahn eine Tasche findest, nimmst Du sie nicht an Dich, Du rufst sofort das Bomben-Einsatzkommando. 

Ich hätte gerne etwas Positives hervorgehoben, leider fällt mir jedoch nichts ein.  Nicht mal die Performances sind erwähnenswert. Isabelle Huppert als Greta zu besetzen finde ich nicht sonderlich gelungen. Dieses zarte Persönchen hat nichts Angsteinflössendes, kann viel zu schnell überwältigt werden und Schweres kann sie ganz sicher auch nicht tragen. Isabelle Hupperts Darbietung ist okay mit einer Tendenz zur Übertreibung – eigentlich hätte ich eine andere Schauspielerin lieber als Greta gesehen. Auch Maika Monroe wäre für die Hauptrolle die interessantere Wahl gewesen. 

Ach und bitte keine Fortsetzung zu dem Film. 

In meiner Reihe im Kino saß ein Mann, der unentwegt aus sein Handy starrte. Mit unentwegt meine ich, dass er tatsächlich nicht einmal auf die Leinwand schaute. Irgendwann mitten im Film ist er dann aufgestanden und gegangen. Er kam aber dann nach ca. 10 Minuten zurück, setzte sich wieder auf seinen Platz und starrte wieder pausenlos auf sein Handy. Am Ende des Films guckte er kurz auf die Leinwand, lachte laut auf und verließ das Kino. Ich weiß nicht, ob er den Film bereits kannte oder warum er überhaupt ins Kino ging, vielleicht war es aber auch nur seine etwas abenteuerliche Strategie, sich nicht über einen Film ärgern zu müssen. 

„Greta“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 1.3.19 in 2,411 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist ein Kinostart für den 16.05.19 geplant. 

Der Trailer lässt keine Fragen offen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Intruder„

Bewertung des Trailers: F (auch dieser Trailer verrät scheinbar den gesamten Film) 

Kommentar: Thriller mit Dennis Quaid 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Pet Sematary„

Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Dieser Film kann nur besser sein als der Film aus dem Jahr 1989. In der Neuverfilmung spielen Jason Clarke und John Lithgow mit.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Us„

Bewertung des Trailers: A- 

Kommentar: Ich liebe diesen Trailer. Neuer (Horror-) Film von Jordan Peele

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Hellboy„

Bewertung des Trailers: D+

Kommentar: Wer bitte braucht denn einen Hellboy-Film, der nicht von Guillermo del Toro inszeniert wurde und in dem nicht mal Ron Perlman die Hauptrolle spielt? Der Film sieht jedenfalls völlig uncool aus. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Tolkien„

Bewertung des Teasers: B- 

Kommentar: Biopic über J. R. R. Tolkien mit Nicolas Hoult und Lily Collins 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: im Moment sehe ich keinen Grund, den Film gucken zu wollen. 


Trailer v. Film: „The Curse of La Llorona„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Mustang„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Pferdefilme sind zwar nicht meins, aber wenn Matthias Schoenaerts mitspielt… 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Captive State„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit John Goodman

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 


Trailer v. Film: „Avengers: Endgame„

Bewertung des Trailers: B+ (sehr unaufgeregter guter Trailer) 

Kommentar: Marvel-Zeugs 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 

4 Gedanken zu “San Francisco – Film: „Greta“

  1. Au weh.
    Bei Neil Jordan denke ich zuerst an „Die Zeit der Wölfe“ und „Mona Lisa“ bis heute zwei meiner absoluten Lieblingsfilme.
    Tja das war wohl nichts, aber mit Chloe Grace Moretz kann das auch nichts werden :)) Ich kann diese Person nicht ausstehen.
    Maika mag ich hingegen.

    …Mustang?…Matthias Schoenaerts?…Du hast aber auch Deinen festen Typ :))
    Hellboy…tja eigentlich eine persönliche Beleidigung, aber mal sehen, aber SF mit John Goodman immer.

    Gefällt 1 Person

    • Den Wölfe-Film und „Mona Lisa“ (bei dem ich immer an diesen schlimmen „Mona Lisa Smile“ denken muss) habe ich bis heute nicht gesehen.

      Chloe Grace Moretz kann ich eigentlich auch nicht leiden, aber sie kann was (in einem Film hat sie mir mal sehr gut gefallen), hier kann sie aber auch nichts zeigen und Maika hätte ich hier viel lieber in ihrer Rolle gesehen.

      Matthias Schoenaerts ist doch der Knaller, ich bin jedes Mal neu schockverliebt. :))

      Genau, Hellboy ist eine persönliche Beleidigung, vordergründig für del Toro, aber auch für Fans der Filme. Die beiden Hellboy-Filme fand ich ziemlich gut.

      Gefällt 1 Person

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