D. C. – Film: „Ben is Back“


Ich war am 07.01.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Ben is Back“ (dt. Kinostart war der 10.01.19)  103 min  drama

dir. Peter Hedges  cast: Julia Roberts, Lucas Hedges, Courtney B. Vance, Kathryn Newton, Alexandra Park

 

Holly Burns (Julia Roberts) ist glücklich als ihr ältester Sohn Ben (Lucas Hedges) völlig unerwartet vor der Tür steht. Ben ist drogensüchtig und hat seinen Entzug vorzeitig abgebrochen. Nun soll er seit 2 1/2 Monaten clean sein und Holly ist bereit, ihn zumindest für Weihnachten wieder im Kreis der Familie aufzunehmen. Bens Stiefvater (Courtney B. Vance) und seine ältere Schwester Ivy (Kathryn Newton) sind skeptisch, viel zu viel hat die Familie seinetwegen bereits durchgemacht. Holly schließt sicherheitshalber alle Medikamente und den Schmuck weg und einigt sich mit ihrem Sohn darauf, dass sie ihn für die nächsten vierundzwanzig Stunden keine Sekunde aus den Augen lässt. Doch schon bald wird Ben von seiner Vergangenheit eingeholt…

 

B- (Wertung von A bis F) „Ben is Back“ ist der neue Film des amerikanischen Romanautors („What´s Eating Gilbert Grape“), Drehbuchautors („About a Boy“) und Filmemachers (Dan in Real Life) Peter Hedges. Er ist der Vater des Oscar-nominierten Schauspielers Lucas Hedges, der hier den Titelcharakter spielt. 

In der Oscar-Saison 2018/2019 ist „Ben is Back“ (neben Boy Erased und Beautiful Boy) einer der drei Filme, bei denen der Sohn der Familie im Zentrum der Geschichte steht. Wie eine Drogensucht des Sohnes das Familienleben beeinflusst, das zeigt sowohl „Beautiful Boy“ als auch dieser Film. Hier ist Ben durch Schmerzmittel, die er nach einem Sportunfall verschrieben bekam, drogensüchtig geworden. Letztlich ist aber unwichtig, wie der Sohn in die Abhängigkeit  rutschte. Das Kind ist suchtkrank, hat die Entzugsklinik vorzeitig verlassen und steht an Heiligabend vor der Tür. Kann die Familie dem süchtigen Sohn vertrauen? Positiv finde ich, dass der Film auch Rasse und Klasse anspricht. Wäre der Sohn schwarz würde er wahrscheinlich im Gefängnis sitzen, würde er aus ärmlichen Verhältnissen stammen, hätte seine Therapie nicht finanziert werden können. Varianten dieses Drogendramas hat man schon zig Mal im Film gesehen, hier ist sie durchaus spannend inszeniert. Peter Hedges hat sich für seine Geschichte  von Suchtfällen aus seinem Familien- und Freundeskreis (er war auch mit dem Schauspieler Philip Seymour Hoffman befreundet) inspirieren lassen. Teilweise wirkt seine Story jedoch an den Haaren herbeigezogen und das Ende ist wirklich dämlich. 

Lucas Hedges ist glaubwürdig in dem Film, auch wenn seine Performance in seinen beiden anderen 2018er-Filmen („Boy Erased“ und Mid90s) noch besser ist. Letztlich ist es aber die Julia Roberts-Show. Sie spielt die Übermutter, die wie eine Löwenmutter um ihr Baby kämpft.

„Ben is Back“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Lucas Hedges), Beste Hauptdarstellerin (Julia Roberts), Bestes Originaldrehbuch

„Ben is Back“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 7.12.18 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft der Film landesweit in 598 Kinos. In Deutschland ist „Ben is Back“ seit dem 10.01.19 in den Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Arctic„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Survival-Film mit Mads Mikkelsen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Aspern Papers„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Romanadaption mit Jonathan Rhys-Meyers und Vanessa Redgrave

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Gloria Bell„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Remake des chilenischen Films „Gloria“, hier mit Julianne Moore und John Turturro

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 

 

10 Gedanken zu “D. C. – Film: „Ben is Back“

  1. Ich muss ja zugeben, ich finde Julia Roberts großartig. In den letzten Jahren spielt sie ja weniger und ich überlege noch, ob ich den gucke, da ich auch Lucas Hedges vielversprechend halte und dann kommt nächste Woche noch Beautiful Boy und The Favorite, Green Book darauf die Woche. Der Trailer von Maria Stuart sieht auch so aus, als könnte mir der Film gefallen. Wenn das Ende aber so dämlich ist, gucke ich Ben is Back nicht, obwohl Julia Roberts mitgespielt. Ich hab heute „The Wife“ gesehen, den fand ich sensationell gut.

    Gefällt 1 Person

    • Na ich bin kein Freund von Julia Roberts, hier ist so wahrscheinlich nur so gut, weil sie sich nicht groß verstellen muss. 🙂

      Timothee Chalamet ist sensationell als Drogensüchtiger. Beide Jungschauspieler sind aber hervorragend. „Mary Queen of Scots“ fand ich überraschend gut, auch wenn ich Margot Robbie fehlbesetzt fand.

      Schön, dass Dir „The Wife“ gut gefallen hat. Durch die Wendung ist der Film schon mindestens sehenswert, naja und wegen Glenn Close natürlich.

      Gefällt 1 Person

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