L. A. – Film: „American Animals“


Ich war am 04.07.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„American Animals“  116 min   crime, comedy, drama, biopic  

dir. Bart Layton   cast: Evan Peters, Barry Keoghan, Blake Jenner, Jared Abrahamson, Udo Kier, Ann Dowd

 

Kentucky im Jahr 2003. Der Kunststudent Spencer (Barry Keoghan) und sein Kumpel Warren (Evan Peters) suchen nach einem Sinn in ihrem Leben, auch fehlt ihnen das Abenteuer. Irgendwann kommen die zwei Hirnbratzen auf die ganz glorreiche Idee, ein seltenes, sehr wertvolles Buch aus der Uni-Bibliothek zu stehlen. Mit ihren beiden Freunden Eric (Jared Abrahamson) und Chas (Blake Jenner) planen sie den perfekten Raub…

 

B+ (Wertung von A bis F) „American Animals“ basiert auf einer wahren Geschichte. Es ist das Spielfilmdebüt des britischen Autors, Produzenten und Dokumentarfilmers Bart Layton („The Imposter“).  

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man begeistert aus dem Kino kommt. Mal fasziniert eine außergewöhnliche Geschichte, ein anderes Mal ist es die schauspielerische Leistung und mal ist es primär die Inszenierung, die einen schwärmen lässt. Als ich aus dem Laemmle Monica Film Center kam, war das erste was mir in den Sinn kam, mich über den Regisseur schlau zu machen. Seine künstlerische Gestaltung dieser auf dem Papier sich absurd und zugleich öde anhörenden Story hat einen sehr hohen Unterhaltungswert. Bart Layton, der sich bislang dem Dokumentarfilm verschrieben hatte, legte bereits mit The Imposter einen bemerkenswerten Film vor und auch dieser Film hat einen Doku-Touch. 

Schon zu Beginn des Films offenbart der Regisseur, dass er mit der Wahrheit spielt, als es heißt: THIS IS NOT BASED ON A TRUE STORY um kurz darauf, das NOT BASED ON verschwinden zu lassen. Tatsächlich basiert das meiste auf einer wahren Geschichte. Strukturell ist die Erzählung raffiniert angelegt. Neben der fiktiv nacherzählten Geschichte blendet er immer wieder Interviews mit den realen Personen ein und lässt uns an ihren (teils sehr unterschiedlichen) Erinnerungen zu bestimmten Ereignissen teilhaben. Es macht wirklich Spaß, dem zuzuschauen.

Der irische Schauspieler Barry Keoghan ist mir erstmalig in The Killing of a Sacred Deer aufgefallen. Mit dieser, extrem anderen Rolle hat er mich von seinem Talent endgültig überzeugt. Hier spielt er neben Evan Peters, der sich durch seinen Auftritt als Quicksilver in den „X-Men“-Filmen bereits einen Namen unter den Jungstars in Hollywood gemacht hat. Der attraktive Blake Jenner ist sicher der erfolgreichste Schauspieler der Riege. Bekannt durch seine Rolle in der TV-Serie „Glee“ und in den Filmen Everybody Wants Some!! und The Edge of Seventeen.

„American Animals“ ist ein handwerklich origineller Heist-Krimi mit einem soliden Soundtrack von einem Regisseur, von dem wir noch einiges erwarten können. Es ist absehbar, dass er schon bald in Hollywood unter Vertrag genommen wird. Ich hoffe nur, dass er dem Indie-Kino noch eine Weile erhalten bleibt. 

„American Animals“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 1.6.18 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit in 339 Kinos. Für Deutschland ist bislang noch kein Kinostart bekannt. 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Broken Star„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Thriller

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Eating Animals“

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: Dokumentation über Massentierhaltung, nach dem gleichnamigen Sachbuch von Jonathan Safran Foer

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Marlina the Murderer in Four Acts„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: indonesisches Drama

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Don´t Worry, He Won´t Get Far on Foot„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Gus Van Sants neuer Film mit Joaquin Phoenix und Jonah Hill 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der Berlinale 2018 gesehen

 

3 Gedanken zu “L. A. – Film: „American Animals“

  1. The Imposter wollte ich längst mal geguckt haben. Hatte auf irgendeinem Fantasy Filmfest mal eine Geschichte gesehen, die das Thema auch aufgegriffen hatte.
    Peter Evans mag ich total gerne und das hört sich richtig gut an. Die Story passt auch zu ihm :))
    Hoffentlich kommt er auch hier ins Kino.

    Gefällt 1 Person

  2. Sehe ich ganz genauso. Ich war total geflasht und dachte erst – hä, ein Kunstbuchraub wie öde und dann diese großartige Inszenierung und der direkte Vergleich mit den echten „Bengeln“. Klar ist einiges fiktiv, aber man sah ja auch wie unterschiedlich die Erinnerungen der Männer waren.
    Toller Film.

    Gefällt mir

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