D. C. – Film: „The Strangers: Prey at Night“


Ich war am 9.3.18 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Strangers: Prey at Night“ 85 min horror, sequel
dir. Johannes Roberts cast: Christina Hendricks, Martin Henderson, Bailee Madison, Lewis Pullman, Emma Bellomy

 

Kinsey (Bailee Madison) kommt aufs Internat. Ihre Eltern (Christina Hendricks, Martin Henderson) und ihr älterer Bruder Luke (Lewis Pullman) fahren sie zu der Schule. Auf dem Weg dorthin übernachten sie noch mal gemeinsam in der abgelegenen, ansonsten leerstehenden Wohn-Park-Siedlung ihres Onkels Marvin. Bereits kurz nach ihrer Ankunft wird die Familie von ein paar Maskierten tyrannisiert…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „The Strangers: Prey at Night“ ist keine direkte Fortsetzung zu dem Horrorfilm The Strangers aus dem Jahr 2008, die Geschichte spielt aber in dieser Welt. Es ist der neue Film des britischen Filmemachers Johannes Roberts (47 Meters Down). Der Film beginnt mit dem Hinweis based on true events.

Um es vorwegzunehmen, auch in diesen Film bin ich mit etwas falschen Erwartungen gegangen. Vordergründig habe ich den Film gewählt, weil ich dachte, dass ich den Hai-Film des Regisseurs mochte. Mitten im Film ist mir dann aber eingefallen, dass ich das verwechselte, The Shallows war der Film, der mir gefiel, Johannes Roberts „47 Meters Down“ fand ich öde. Toll. Aber ich hatte auch noch einen weiteren Grund, diesen Film auszusuchen: Der für mich sehr fesselnde Original-Horror-Film „The Strangers“. Mein Lieblings-Sub-Genre bei Horrorfilmen sind sogenannte Home-Invasion-Filme. Ich finde schlichtweg nichts gruseliger, als wenn man sich in seinen eigenen vier Wände nicht mehr sicher fühlen kann. Einer, der bis heute besten Home-Invasioner ist für mich Michael Hanekes Funny Games (allerdings in der österreichischen Originalfassung). Dieser Film ist so unfassbar fies, weil eine ganz normale Familie in ihrem Zuhause von zwei, scheinbar wohlerzogenen, höflichen jungen Burschen terrorisiert wird. Klugerweise blendet Haneke bei seinem Werk die brutalen Szenen weg, die eigentliche Gewalt spielt sich im Kopf des Zuschauers ab und bleibt vielleicht deshalb so lange hängen. Auch bleibt bei „Funny Games“ das Warum im Raum.

Zurück zu „The Strangers: Prey at Night“ – Das Motiv der Täter bleibt auch hier ungewiss (das Terror-Trio aus dem Original-Film bestehend aus Dollface, Pin-Up Girl und Sackhead) ist offensichtlich zurück. Hier wird aber längst nicht so clever mit den Ängsten der Zuschauer gespielt wie bei seinem gelungenen Vorgänger. Der Film beginnt als Home-Invasioner, verlässt aber schon bald das Sub-Genre und ist dann wohl eher dem 1980er-Jahre-Slasher-Genre zuzuordnen. Auch wenn der Film in der heutigen Zeit spielt, fühlt man sich mit den 1980er-Jahre-Popsongs in diese Zeit versetzt. Der zweite „The Strangers“-Film ist sehr atmosphärisch inszeniert, aber halt auch unglaublich blutig und brutal. Es ist auch einer dieser Horrorfilme, bei dem man als Zuschauer den Protagonisten permanent Anweisungen geben will (weil sie sich halt so dämlich verhalten).

Luke (der Sohn der Familie), wird übrigens von Lewis Pullman, dem Sohn des Schauspielers Bill Pullman gespielt. Bei ihm war ich mir die ganze Zeit nicht sicher, ob ich ihn irgendwie gut oder richtig schlecht finde. Ähnlich erging es mir mit der gesamten Sequenz am Gemeinschaftspool.

Anmerkung: Die letzten zehn Minuten könnten die Horror-Profis vielleicht als Hommage an Horrorklassikern verstehen, für mich war es einfach erschütternd schlechter Bilderbrei. Nachdem ich meine schlechte Laune überwunden hatte, und noch mal darüber nachdenken konnte, habe ich mich entschlossen, diese Schlusssequenz nicht in meine Bewertung einfliessen zu lassen. Ein „D“ hätte nicht meinen Gesamteindruck von dem Film wiedergegeben. Ich würde jederzeit „The Stranger“ vorziehen, aber „The Stranger: Prey at Night“ ist auch über weite Strecken unterhaltsam, wenn man denn diese Art von Horrorfilmen mag.

„The Strangers: Prey at Night“ wurde am 9.3.18 in 2.464 amerikanischen Kinos gestartet. Bislang ist noch kein deutscher Kinostart bekannt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Unsane„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Steven Soderberghs neuer Thriller/Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der Berlinale gesehen

Trailer v. Film: „Deadpool 2„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung des Marvel-Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Breaking In„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Gabrielle Union
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Traffik„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich glaube schon

Trailer v. Film: „Bad Samaritan„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit David Tennant (aus Broadchurch)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Quiet Place„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow, cooler Trailer. Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tomb Raider„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Ich finde Alicia Vikander ja sympathisch und niedlich, aber ihr fehlt die Sexappeal einer Lara Croft.  Ich glaube, sie ist fehlbesetzt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

7 Gedanken zu “D. C. – Film: „The Strangers: Prey at Night“

  1. Hm, meist macht mich diese Art von Filmen wütend, weil ich diese Homeinvasion nur der Gewalt wegen ganz furchtbar finde. Da gibt es nur sehr wenige Ausnahmen. „The Strangers“ habe ich schon völlig verdrängt, gefiel mir, glaube ich, nicht.
    Zu Lara Croft: ich glaube jede ist besser als die Jolie :))

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  2. Also ich fand den Streifen ehrlich gesagt durchweg grottig. War so eine Art John Carpenter-Gedenkstreifen mit dämlicher Familie, dämlichen Jugendlichen und purgigen Gewaltausbrüchen.
    Bailee Madison war zudem wieder richtig nervig verheult :))
    Oh man, da konnte die Poolszene nichts retten.:)

    Gefällt 1 Person

    • Die letzten 10 Minuten oder so fand ich so unfassbar trashig und schlimm. Die Pool-Szene würde ich gerne nochmal sehen, da wusste ich wirklich nicht, ob ich sie mochte oder ob sie mehr in Richtung letzter 10 Minuten gingen.

      Bailee Madison kannte ich gar nicht. Die Charaktere verhalten sich halt außergewöhnlich dämlich, daher ist mir ihr Geheule dabei nicht wirklich wirklich aufgefallen. :))

      Gefällt 1 Person

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