Netflix-Film: „Mute“


Ich habe mir folgenden Film über Netflix angeschaut:

 

„Mute“ (in D. seit dem 23.02.18 auf Netflix zu sehen) 126 min drama, sci-fi
dir. Duncan Jones cast: Alexander Skarsgard, Paul Rudd, Justin Theroux, Ulf Hermann, Seyneb Saleh, Robert Sheehan, Sam Rockwell

 

Berlin, im Jahre 2052. Leo (Alexander Skarsgard) ist seit einem Badeunfall in seiner Kindheit stumm. Jetzt dreißig Jahre später arbeitet er und seine Freundin Naadirah (Seyneb Saleh) in einem Nachtclub. Eines Abends will Naadirah ihrem Freund etwas über sich erzählen, sie kommt allerdings nicht mehr dazu, am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Leo begibt sich auf die Suche nach seiner großen Liebe…

 

D+ (Wertung von A bis F) „Mute“ ist der vierte Film des englischen Filmemachers Duncan Jones (Moon, Source Code, „Warcraft“).

Gut, ich hasse den Film nicht, aber ich bin enttäuscht von ihm. „Mute“ ist auch weit, sehr weit davon entfernt, ein nur annähernd gut gemachter Sci-Fi-Film zu sein. Ehrlich gesagt, sehe ich den Film auch eher als Drama mit einer simplen Story, verpackt in einem Zukunfts-Blade-Runner-Gewand. Ziemlich lange habe ich mich gefragt, was mir der Film eigentlich für eine Geschichte erzählen will. Letztendlich wäre diese schnell abgehakt. Um das Ganze auf Spielfilmlänge zu strecken, ist der Film überladen mit unzähligen Charakteren, die mit der eigentlichen Story nichts oder nur sehr wenig zutun haben und/oder sich sowieso bald wieder in Luft auflösen. Stattdessen hätte man hier mehr Zeit investieren sollen, einem die Welt, in der „Mute“ spielt, etwas näherzubringen. Auch etwas Hintergrundwissen zu den wichtigeren Charakteren wäre wünschenswert gewesen. Das Motiv von, beispielsweise von Justin Theroux´ Charakter Duck ist nicht nachvollziehbar. Auch ist die eigentliche Liebesgeschichte nicht wirklich überzeugend. Warum liebt Leo sie so sehr, was macht Naadirah besonders? Und – warum muss beispielsweise unser Protagonist Leo der Amischen Glaubensgemeinschaft angehören, wenn die Geschichte mit dieser Tatsache nichts weiter groß anzufangen weiß? „Mute“ soll irgendwo in der Welt von Sam Rockwells Charakter Sam Bell in „Moon“ angesiedelt sein. Das wird hier auch mit seinem ultra-mini-Kurzauftritt angedeutet. Mir reicht das alles nicht, daher ist „Mute“ eine einzige Enttäuschung.

Duncan Jones hat diesen Film seinem verstorbenen Vater (David Bowie) und seiner mittlerweile auch verstorbenen Nanny, Marion Skene, gewidmet.

„Mute“ ist seit dem 23.02.18 auf Netflix weltweit abrufbar.

Trailer zu sehen:

8 Gedanken zu “Netflix-Film: „Mute“

  1. Ich fand Mute auch enttäuschend, anders als Moon. Außer A. Skarsgard gefiel mir nichts an diesem Film. Er mühte sich redlich, aber ein billiges Erscheinungsbild (hier meine ich die visuelle Umsetzung, nicht das Erscheinungbild von Berlin), das auf Blade Runner macht, ein nerviger und unglaubwürdiger Paul Rudd und die Story überzeugen mich leider nicht.

    Gefällt 1 Person

    • Ich kann auch null nachvollziehen, dass „Mute“ eine Art Fortsetzung von „Moon“ sein soll. Aber auch von der Inszenierung liegen Welten zwischen den Filmen. „Mute“ ist wirklich ein Ärgernis.

      Alexander Skarsgard ist für mich sowieso der Knaller, ich bin ja schon Fan seit „True Blood“. Der sieht nicht nur mördergut aus, er versteht auch was von seinem Job. 🙂 Paul Rudd fand ich gar nicht so schlecht, mal völlig gegen den Strich besetzt.

      Gefällt 1 Person

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