NYC – Film: „The Glass Castle“


Ich war am 13.08.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Glass Castle“ (dt. Filmtitel: „Schloss aus Glas“, dt. Kinostart: 21.09.17) 126 min drama, adaptation, biopic
dir. Destin Daniel Cretton cast: Brie Larson, Woody Harrelson, Naomi Watts, Max Greenfield, Ella Anderson, Brigette Lundy-Paine, Josh Caras, Sarah Snook, Chandler Head

 

 

Ende der 1980er Jahre. Jeannette Walls (Brie Larson) lebt in New York und arbeitet als Kolumnistin für ein Klatschmagazin. Eines Abends sieht sie ihre Eltern (Naomi Watts und Woody Harrelson) zufällig auf der Straße. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, wie sie und ihre drei Geschwistern in Armut aufwuchsen. Die Kinder mussten früh lernen, für sich selbst zu sorgen, da Ihr alkoholkranker Vater und ihre exzentrische Mutter zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Jeannette hat aber auch ein paar schöne Erinnerungen…

 

C+ (Wertung von A bis F) „The Glass Castle“ basiert auf einer wahren Geschichte. Es ist die Filmadaption von Jeannette Walls gleichnamigen Memoiren. Dies ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Destin Daniel Cretton (Short Term 12).

Bei einigen Filmen funktioniert es, wenn die Geschichte in der Gegenwart startet und rückblickend erzählt wird. Die Erzählstruktur nimmt diesem Film aber leider die Spannung. Dramaturgisch wäre es besser gewesen, die Geschichte in der Kindheit zu beginnen.

Jeannette Walls erzählt, wie sie und ihre drei Geschwister von frühester Kindheit lernen mussten, für sich selbst Verantwortung zu tragen. Die Mutter (gespielt von Naomi Watts) war psychisch labil und hielt sich für eine Künstlerin, der Vater (gespielt von Woody Harrelson) war ein Träumer, ging selten arbeiten und war oftmals betrunken. Die Familie ist ständig umgezogen, oft lebten sie ohne Strom und fließend Wasser. Zur Schule sind die Kinder nicht gegangen, auch kam es mal vor, dass sie für drei Tage gar nichts zu Essen hatten. Jeannettes Kindheitserinnerungen offenbaren Schockierendes, es gab aber auch immer wieder schöne, unbeschwerte Momente. In jedem Fall geht hervor, dass sie eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Vater pflegte.

Jeannette und ihre Geschwister wuchsen in den 1960er bzw. 1970er Jahren auf, der Vater brachte seinen Kindern bei, was Freiheit bedeutet und erzog sie zur Eigenständigkeit. Nicht wirklich ging für mich aus dem Film hervor, warum er dann nicht wollte, dass sie irgendwann ihren eigenen Weg gehen. Auch hätte  ich gerne etwas mehr über die Familie des Vaters erfahren.

„The Glass Castle“ ist ein Film, den man so aus den U.S.A. erwartet. Frech zielt er auf die Tränen der Zuschauer ab. Das spezielle Vater-Tochter-Verhältnis hat mich tatsächlich berührt, als „Papa-Kind“ war ich jedoch auch ein leichtes Opfer. Ich habe gehört, dass die literarische Vorlage wesentlich eindrucksvoller sein soll. Schade.

Woody Harrelson gibt – wie beinahe in jedem Film – eine nominierungswürdige Performance. Zwei Schauspielerinnen (Chandler Head und Ella Anderson) portraitieren Jeannette als kleineres Kind und als Teenager, beide haben mir schauspielerisch sehr gut gefallen.

Zum Ende des Films werden Originalfotos und -videos der realen Personen gezeigt.

„The Glass Castle“ ist war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Bester Nebendarsteller (Woody Harrelson), Bestes adaptierter Drehbuch

„The Glass Castle“ ist am 11.08.17 landesweit in 1,461 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film ab dem 21.09.17 in den Kinos zu sehen.

 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „American Assassin„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Action-Thriller mit Michael Keaton und einem neuen Filmstar? ( Dylan O`Brien)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: 100%

Trailer v. Film: „The Mountain Between Us„
Bewertung des Trailers: D- (der Trailer verrät quasi die komplette Story)
Kommentar: Bestseller-Verfilmung mit Kate Winslet und Idris Elba
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Blade Runner 2049„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1982. Denis Villeneuves führt Regie und Roger Deakins ist der DP, der Film sieht fantastisch aus. Es spielen Ryan Gosling, Jared Leto und Harrison Ford mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Suburbicon„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: George Clooneys neuer Film mit Matt Damon, Julianne Moore, Oscar Isaac
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Wonder„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ich hoffe, dass dieser Film kein ernstzunehmender Oscar-Kandidat ist. Film mit Julia Roberts, Owen Wilson und Jacob Tremblay
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich will ihn nicht sehen

Trailer v. Film: „Thank You for Your Service„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic-Drama mit Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Stronger„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Gordon Greens neuer Film. Drama mit Jake Gyllenhaall (mit Mut zur Hässlichkeit – wie anders er mit dunklen Kontaktlinsen aussieht), Tatiana Maslany und Miranda Richardson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

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