Denver – Film: „War for the Planet of the Apes – 3D“


Ich war am 16.07.17 in Denver und am 24.07.17 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„War for the Planet of the Apes – 3D“ (dt. Filmtitel: „Planet der Affen: Survival“, dt. Kinostart: 03.08.17) 142 min sci-fi, fantasy, drama sequel, adaptation
dir. Matt Reeves cast: Andy Serkis, Steve Zahn, Woody Harrelson, Karin Konoval, Terry Notary, Ty Olsson, Judy Greer, Amiah Miller

 

Zwei Jahre sind vergangen. Der Affen-Anführer Caesar (Andy Serkis) lebt mit seinem Stamm in den Wäldern bei San Francisco. Er hat sich vorgenommen, nur noch gegen die Menschen zu kämpfen, wenn er seine Rasse verteidigen muss. Der Colonel (Woody Harrelson) will ihn jedoch tot sehen. Eines Nachts kommt zu einem gravierenden Angriff, Caesar schwört auf Rache…

 

A (Wertung von A bis F) Nach Rise of the Planet of the Apes und Dawn of the Planet of the Apes ist „War for the Planet of the Apes“ nun der dritte und letzte Teil der neuen „Planet der Affen“-Trilogie. Der amerikanische Drehbuchautor und Regisseur („Let Me In“, Cloverfield) hat bereits bei „Dawn“ Regie geführt. Es ist der neunte Spielfilm, dem Pierre Boulles Roman „La Planète des singes“ zugrunde liegt.

Man darf sich nicht von den Trailern täuschen lassen, „War for the Planet of the Apes“ ist nichts für diejenigen, die ein bombastisches Action-Spektakel erwarten. Es ist mehr ein Arthouse-Film, dem man das Produktionsbudget von 150 Millionen Dollar ansieht. „War of the Planet of the Apes“ ist dem Titel nach ein Kriegsfilm. Es gibt zwar zwei Kampfsequenzen (eine zu Beginn und eine spektakuläre gegen Ende), der Hauptpart konzentriert sich aber eher auf die Gefangenschaft in einem Arbeitslager. „War“ ist ein intensives Charakterdrama und vielleicht ist es auch Caesers „innerer Krieg“, der hier gezeigt wird. Seine Lebens- und Rachegeschichte wird mit diesem Teil zu Ende erzählt und hat mich tief berührt. Es gibt Momente, in dem der Film kaum zu ertragen ist und dann hat er mich auch an 12 Years a Slave erinnert. Das erste Mal sind mir die Tränen gelaufen, als „Bad Ape“ (eine exzellente Motion-Capture-Performance von Steve Zahn) ins Spiel kommt und von seiner Vergangenheit erzählt. Am Ende des Films bin ich in Tränen aufgelöst aus dem Kino gekommen.

Für mich ist es eindeutig der beste Teil der „Caesar“-Trilogie. Auch wenn der dritte Teil eher ein Charakter- und Gefängnisdrama ist, lohnt es sich definitiv, diesen Film in Kino zu sehen.

Ich liebe Sci-Fi-Filme, bei denen ich in eine völlig andere Welt eintauchen kann. Bei dem Reboot der „Planet of the Apes“-Filmen ist mir das möglich. Die Story um einen Virus, der beinahe die komplette Menschheit auslöscht und die Affen intelligenter macht, ist clever. Im dritten Teil ist dieser Virus mutiert und auch dies ist gut gelöst. Umrahmt wird die Geschichte von einem fantastischen Score von Michael Giacchino.

Sogenannte Blockbuster interessieren mich selten. Mein Lieblingscomicheld ist Batman und in meinen Augen gibt es keinen besseren Batman-Film als Christopher Nolans düsterer The Dark Knight. Das Reboot der „Planet of the Apes“ ist ebenso düster und was den letzten Teil der Trilogie angeht, sehr brutal und vor allen Dingen teils hoffnungslos und deprimierend. Es ist der (vorerst) letzte Affen-Film von Matt Reeves. Bei dem neuen Solo-Batman-Film „The Batman“ sollte eigentlich Ben Affleck Hauptdarsteller sein und Regie führen. Als Regisseur wurde er bereits durch Matt Reeves ersetzt. Derzeit wird gemunkelt, dass Ben Affleck viel zu alt für die Titelrolle ist und vielleicht auch durch einen jüngeren Schauspieler ersetzt wird. Mich würde das sehr freuen, aber vielleicht würde ich mir einen Matt-Reeves-Batman-Film auch sogar mit Ben Affleck anschauen.

Schon lange gibt es Stimmen, dass der englische Schauspieler Andy Serkis für seine Motion-Capture-Arbeit (u.a. Gollum in der „The Lord of the Rings“-Trilogie und King Kong im gleichnamigen Peter-Jackson-Film) mit (irgend-) einer Oscar-Nominierung belohnt wird. In diesem „Planet of the Apes“-Reboot ist er Caesar und man leidet mit ihm, ob als junger oder später als älterer Schimpanse. Wenn einem Schauspieler das über drei Filme gelingt, dann ist es Zeit, ihn für seine Arbeit mit dem höchsten Preis auszuzeichnen. AMPAS sollte sich öffnen und, wenn sie seine Leistung nicht als Schauspieler honorieren wollen oder können, sollten sie ihm einen Spezial-Oscar geben.

„War for the Planet of the Apes“ ist im Gespräch für einige Oscar-Nominierungen, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Andy Serkis), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Update: War for the Planet of the Apes hat 1 Oscar-Nominierung erhalten (Best Visual Effects)

Der Film könnte am Ende des Jahres durchaus auf meiner Top-Ten-Liste für Filme aus dem Jahr 2017 landen. Ich werde ihn mir die Tage nochmal in der 3D-Fassung anschauen. Update: Habe mir eine Woche später „War“ noch mal in der 3D-Fassung angeschaut. Obwohl ich wusste was passiert, fand ich den Film genauso spannend  wie bei der ersten Sichtung. Mir war der Film auch keine Minute zu lang und am Ende war ich natürlich auch wieder ein emotionales Wrack. Die Filmmusik hat mich bereits beim ersten Hinhören umgehauen, für mich zählt sie jetzt zu den besten der Filmgeschichte.  Die 3D-Fassung lohnt sich jedoch nicht.

„War for the Planet of the Apes“ ist am 14.07.17 in 4022 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland kommt der Film am 3.8.17 ins Kino.

 

Trailer zu sehen (bei dem man zu Beginn sieht, wie brillant Andy Serkis ist):

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Dark Tower„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Stephen King-Verfilmung mit Idris Elba und Matthew McConaughey – völlig unnötig
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Detroit„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Daddy´s Home 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie mit Mark Wahlberg, Will Ferrell, Mel Gibson auch mit. Ich weiß nicht ob John Lithgow den Film retten kann – vom Trailer her wirkt es so
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

Trailer v. Film: „American Assassin„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Action-Thriller mit Michael Keaton und einem neuen Filmstar? ( Dylan O`Brien)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: 100%

Trailer v. Film: „Blade Runner 2049„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1982. Denis Villeneuves führt Regie und Roger Deakins ist der DP, der Film sieht fantastisch aus. Es spielen Ryan Gosling, Jared Leto und Harrison Ford mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Shape of Water„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Guillermo del Toros neuer Film mit Sally Hawkins und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kingsman: The Golden Circle„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem sehenswerten Kingsman: The Secret Service
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

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6 Gedanken zu “Denver – Film: „War for the Planet of the Apes – 3D“

  1. Ich denke auch, dass dies der beste der drei Teile sein wird, das sehe ich schon an den Trailern (gerade heute einen neuen gesehen), auch dass es diesmal noch viel dramatischer wird sieht man. Ich werde ihn auf jeden Fall ansehen, schlechter als der zweite wird er schon nicht sein :))
    Wahrscheinlich werde ich auch die ganze Zeit heulen 🙂

    Gefällt 1 Person

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