San Francisco – Film: „Wakefield“


Ich war am 30.05.17 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Wakefield“ 106 min drama, adaptation
dir. Robin Swicord cast: Bryan Cranston, Jennifer Garner, Beverly D´Angelo

 

Der New Yorker Anwalt Howard Wakefield (Bryan Cranston) überlegt sich eines Tages spontan, einfach nicht zu seiner Frau (Jennifer Garner) und seinen beiden Töchtern nach Hause zu gehen. Er schläft auf dem Dachboden seiner gegenüberliegenden Garage. Am nächsten Morgen findet er immer noch Gefallen daran, das Familienleben zwar beobachten zu können, aber selbst nicht daran teilhaben zu müssen. Daraus entwickelt sich für ihn ein völlig  neues Lebenskonzept…

 

 

C- (Wertung von A bis F) „Wakefield“ basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von E.L. Doctorow. Es ist der neue Film der amerikanischen Drehbuchautorin („Little Women“, „Memoirs of a Geisha“, „The Curious Case of Benjamin Button“) und Filmemacherin („The Jane Austen Book Club“) Robin Swicord.

Wakefield“ ist eine Charakterstudie eines Mannes, der seine Familie grundlos von einem Tag auf den anderen zurücklässt. Dabei ist ihm völlig gleichgültig, ob sich seine Frau und seine Töchter Sorgen um ihn machen oder gar in finanzielle Nöte geraten – was für ein, Entschuldigung, Arschloch. Um das Ganze noch zu toppen, versteckt er sich auf dem Dachboden seiner eigenen Garage und beobachtet seine Familie fortan. Er wäscht sich nicht groß, ernährt sich von Essenresten aus Mülltonnen und verrichtet seine Notdurft in Flaschen und Eimern. Was für ein erstrebenswertes Leben. Der Film ist in weiten Teilen unlogisch, richtig ärgerlich wird die Geschichte aber, als geistig zurückgebliebene Nachbarskinder ins Spiel kommen. Damit so ein Film funktioniert, müsste man Mitgefühl oder wenigstens etwas Verständnis für die Entscheidung des Protagonisten aufbringen können. Das ist mir nicht im Entferntesten gelungen. Bei mir ruft so ein verantwortungsloses, egoistisches und und tatsächlich ekelerregendes Verhalten jedoch einzig pure Wut hervor. Der Film endet abrupt und just in dem Moment, in dem der Film endlich interessant geworden wäre.

Ich bin es leid, Filme über öde, wohlstandsverwöhnte Männer, die in einer Lebenskrise stecken, zu sehen.

„Wakefield“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 19.05.17 in einem amerikanischen Kinos gestartet, mittlerweile läuft er in 30 Kinos landesweit und war seit dem 26.05.17 auch auf VOD zu sehen. Ein deutscher Kinostart ist bislang nicht bekannt.

 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hero“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film mit Sam Elliot (der eine so tolle Stimme hat) und Katherine Ross (mit der er verheiratet ist)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Trailer v. Film: „My Cousin Rachel“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Rachel Weisz
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Dean“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Kevin Kline und Mary Steenburgen
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „I, Daniel Blake“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ken Loach´Cannes Gewinner-Film vom letzten Jahr
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits im letzten Jahr auf dem NYFF gesehen

Trailer v. Film: „Band Aid“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Indie-Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

2 Gedanken zu “San Francisco – Film: „Wakefield“

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