Berlin – Film: „Alien: Covenant“


Ich war am 19.05.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Alien: Covenant“ (dt. Kinostart war der 18.05.17) 122 min horror, sci-fi, sequel
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demián Bichir, Carmen Ejogo, Guy Pearce, James Franco

 
Im Jahr 2104. Das Raumschiff Covenant ist auf dem Weg zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Die Crew-Mitglieder wollen dort mit 2000 eingefrorenen Menschen und 1000 Embryonen eine neue Menschenkolonie aufbauen. Das Kolonieschiff gerät in einen Weltraumsturm und so muss der Android Walter (Michael Fassbender) die Besatzungsmitglieder vorzeitig aus ihrem mehrjährigen Schlaf wecken. Als die Besatzung ein Signal von einem anderen Planeten empfängt, steuert sie diesen an. Vielleicht ist dieser erdähnlicher Planet bewohnbar und sogar noch besser geeignet als der andere? Wenn sie sich da mal nicht getäuscht haben…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Alien Covenant“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Ridley Scott („Blade Runner“, Thelma & Louise“, „Gladiator“, The Martian) und eine Fortsetzung zu Prometheus. Beide Filme sind Teil der Trilogie und ein Prequel zu Ridley Scotts Film „Alien“ aus dem Jahr 1979.

Als ich aus dem Kino kam, habe ich mich bombig unterhalten gefühlt. Auch wenn es mir etwas zu lange gedauert hat, bis die Story richtig Fahrt aufnimmt, fand ich den Film ab dem Moment, in dem die Covenant-Besatzung den fremden Planeten betritt, sauspannend. Bei quasi allen Filmen bleibt es bei der Bewertung, die ich mir noch im Kino notiert habe. Bei diesem Film bleibt es demzufolge auch bei „B+“.

„Alien: Covenant“ ist nun kein Film über den man länger nachdenken sollte. Es ist auch für mich mehr ein Horrorfilm, als ein Sci-Fi-Streifen. Ein Horrorfilm von der Sorte, bei dem man die Beweggründe der „Monster“ relativ offen lässt und die Menschen aufgrund ihres ausgesprochen dämlichen Verhaltens zu Opfern werden. Es hat zwar der Spannung keinen Abbruch getan, aber es hat mich gestört, dass ich kaum etwas über die Besatzungsmitglieder wusste und sie auch kaum auseinanderzuhalten konnte. Gut, da gab die bekannten Schauspieler Billy Crudup, Danny McBride, Katherine Waterston (bei der man sieht, was eine richtig unvorteilhafte Frise aus einem eigentlich hübschen Mädchen machen kann, wer Inherent Vice gesehen hat, weiß, wie sie aussehen kann) und – ich hatte es fast vergessen – Demián Bichir. Die Crew-Mitglieder sind alle untereinander verpaart, wer mit wem, war mir nicht eindeutig klar. Das finde ich insbesondere dann schade, wenn ich nicht mal bemerkt habe, dass es auch ein schwules Pärchen gibt. Wie bereits weiter oben angedeutet, waren mir die vielleicht ersten 30 Minuten zu zäh, es hätte aber dramaturgisch nicht geschadet, wenn man diese Zeit in die Charakterzeichnung investiert hätte. Eigentlich hätte es geholfen, wenn die „Last Supper“-Szene (s. Link zum Clip) im Film geblieben wäre, dafür hätte man beispielsweise die unnütze 127 Hours-Szene streichen können.

Als Horrorfilm hat mir „Alien: Covenant“ wie gesagt gefallen, lieber hätte ich aber einen richtig guten Sci-Fi-Film gesehen. Dazu hätte sich die Handlung eigentlich nur auf David und sein Zusammentreffen mit der Besatzung der Covenant konzentrieren müssen, den ganzen Alien-Kram hätte man sich für den nächsten Teil aufheben können. Aber gut, der Film ist das was er ist, hat mir trotzdem sehr gut gefallen und mit einem Kinobesuch habe ich zwei Michael Fassbenders bekommen. Es gibt also keinen Grund, sich zu beschweren.

Fassy schafft es hier auf meisterhafte Weise die zwei so unterschiedlichen Androiden David und Walter zu portraitieren. Walter ist die überarbeitete Version von David, die menschlichen Züge sind weitestgehend verschwunden, er spricht Amerikanisch im Vergleich zum britischen David.

 
„Alien Covenant“ ist am 19.05.17 landesweit in die amerikanischen Kinos gekommen, in Deutschland war der Film bereits einen Tag zuvor zu sehen. Ich habe in in Deutschland in der OV gesehen. Aus zeitlichen Gründen habe ich mich dieses Mal aber gegen die IMAX-Version entschieden.

Trailer zu sehen:

 
Last Supper Szene (Prolog):

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Wonder Woman„
Bewertung des Trailers: D+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Eine weitere Comic-Verfilmung auf die keiner gewartet hat, schlimm. Mit Gal Gadot, Chris Pine und Robin Wright
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Spider-Man: Homecoming„
Bewertung des Trailers: B (gezeigt in der OV)
Kommentar: Neuer Spider-Man-Film mit Tom Holland und auch mit Robert Downey Jr. als Iron Man
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 90% RT

Trailer v. Film: „The Hitman´s Bodyguard„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Actionkomödie mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, mal gucken

Trailer v. Film: „Transformers: The Last Knight„
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar, da ich super schlechte Laune bekommen habe (gezeigt in der OV)
Kommentar: FYMB
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Niemals…nie

Trailer v. Film: „Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: 5. Film der Serie. Warum genau spielt hier Javier Bardem mit?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dunkirk„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Der Christopher-Nolan-Film mit Kenneth Branagh, Tom Hardy und Mark Rylance. Der Film ist für den Sommer angekündigt, also kein Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Mummy„
Bewertung des Trailers: C (gezeigt in der OV)
Kommentar: Ernsthaft? Bei Tom Cruise bin ich eh draußen…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War for the Planet of the Apes„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer, gezeigt in der OV)
Kommentar: Mir geht das Herz auf, wenn ich Caesar sehe, ich liebe diese Reihe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

 

Kino in Berlin

Grundsätzlich gehe ich in Deutschland so gut wie nie regulär ins Kino (das letzte Mal war ich vor ungefähr einem Jahr zu Toni Erdmann). Ich bin einfach zu genervt davon, so viel Werbung vor dem Film sehen zu müssen. Jetzt habe ich aber die Unter-der-Woche-14.00-Uhr-Vorstellung für mich entdeckt. Zu dieser Zeit verirrt sich kaum ein Zuschauer ins Kino (ich habe in einem riesigen Kino ca. 20 Zuschauer gezählt), entsprechend kann man sich irgendeinen Sitzplatz im Kino aussuchen, man bekommt auch kaum Werbung zu sehen. Vor meiner Vorstellung wurden 22 Minuten Werbung (bzw. überwiegend Trailer und auch gab es eine überflüssige dreiminütigen Pause, in dem man sich entweder ein Eis kaufen oder noch mal schnell auf Toilette gehen kann) gezeigt. Vielleicht gehe ich jetzt öfter um diese Zeit ins Kino. Ich war allerdings überrascht, so viele (acht!!!) Trailer im deutschen Kino zu sehen.

 

2 Gedanken zu “Berlin – Film: „Alien: Covenant“

  1. Ja, da hast Du dem Film tatsächlich eine bessere Bewertung gegönnt als ich 🙂
    Ich bin noch immer gespalten zwischen Superschrott und ich mag ihn. Was mir wirklich gut gefallen hatte waren die Locations und die Grundstimmung.
    Fassbender ist aber tatsächlich großartig als Android, trotzdem erinnere ich mich gerne an Ian Holm zurück 🙂

    Das ist genau was ich auch immer sage: die idealen Kinozeiten sind die Mittagsvorstellungen. Leider laufen nicht alle Filme so früh, aber ich gehe auch immer so früh wie möglich in den Film meiner Wahl, auch weil wenig Werbung kommt und die Spackos noch nicht wach sind.
    Manche Kinos bringen echt viel Trailer. Im Uci laufen gerne auch mal 8 Stück und ich weiß manchmal danach gar nicht was lief :))

    Wonder Woman werde ich ansehen, Freundin nervt schon, aber ich bin auf den Worst Case eingerichtet.
    Spider Man spare ich mir, das wird jetzt langsam langweilig, Keaton hin oder her.
    The Hitman´s Bodyguard sah lustig aus. Mal sehen.
    Transformers…natürlich werde ich den gucken :))
    War for the Planet of the Apes – nur der Vollständigkeit halber, wahrscheinlich werde ich ihn auch nicht mögen.
    Dunkirk – da bin ich draußen. Kein Superbesetzungskriegsdrama mehr. Aus dem Alter bin ich raus.

    Gefällt 1 Person

    • Nein, der ist doch kein Superschrott. Ja, die Location, der Planet und auch sonst visuell ist der Film schwer beeindruckend.

      Na in den USA gehe ich auch am liebsten vormittags ins Kino, da ist kaum was los. Hier ist 14.00 Uhr nicht so meine Zeit, da hänge ich meistens beim Sport rum. Aber gut, wenn ich hier mal ins Kino möchte, gehe ich künftig zu dieser Zeit. Das mit der Werbung wusste ich gar nicht, die Dame an der Kasse meinte, dass man am Abend manchmal 40 Minuten Werbung zu sehen bekommt – da würde ich durchdrehen.

      Wenn ich es mir nicht aufschreiben würde, würde ich mir auch max. zwei Trailer merken können. :))

      Transformers…. Unglaublich…. :))

      Gefällt 1 Person

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