NYC – Film: „Manifesto“


Ich war am 27.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Manifesto“ (dt. Kinostart: 23.11.17)  94 min art
dir. Julian Rosefeldt cast: Cate Blanchett

 

 

Cate Blanchett verkörpert in zwölf Episoden dreizehn unterschiedliche Figuren (u.a. Obdachlose, Nachrichtensprecherin, Lehrerin, Fabrikarbeiterin, Choreographin, Punkerin, Wissenschaftlerin, Puppenmacherin, Witwe) und rezitiert Manifeste zur Kunst.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Manifesto“ ist ein experimentelles Filmprojekt des deutschen Medienkünstlers Julian Rosefeldt. Gedreht wurde im Dezember 2014 in Berlin. Meine Heimatstadt wird namentlich nicht genannt. Diese Stadt ist trostlos und anonym inszeniert. Für das Projekt sind jedoch tolle Locations gewählt.

Ursprünglich war „Manifesto“ eine Ausstellung mit parallelen Video-Installationen auf der u.a. die von Cate Blanchett portraitierter Charakter gezeigt wurden. Ich habe nun die Spielfilmversion dieses mutigen Kunstprojektes gesehen. Performance-Kunst mit der wandlungsfähigsten Schauspielerin unserer Zeit ist selbstverständlich gut bei dem stets für außergewöhnliche Kunst offenen New Yorker Publikum aufgehoben. Auch wenn ein paar meiner Mitzuschauer die Vorstellung vorzeitig verlassen haben, hatte ich den Eindruck, dass „Manifesto“ vorwiegend positiv aufgenommen wurde. Ich, für meinen Teil, könnte Cate Blanchett sowieso stundenlang zuschauen. So fand ich diesen Film, in dem sie in unterschiedliche Persönlichkeiten schlüpft und Monologe über Kunst hält natürlich absolut faszinierend. Ich konnte meine Augen (und Ohren) nicht von ihr lassen.

„Manifesto“ feierte seine Weltpremiere und Erstausstellung im Australian Centre of the Moving Image. Die Filmversion wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe den Film auf dem Tribeca Film Festival 2017 gesehen. Ab dem 10.05.17 wird der Film im Film Forum in New York zu sehen sein und, weitere Termine für den amerikanischen Markt sind auf der Website des Verleihers zu sehen (http://filmrise.com/manifesto/). Ein deutscher Kinostart ist bislang noch nicht bekannt. Die Ausstellung ist derzeit jedoch noch bis zum 14.05.17 in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen. Update: Ein deutscher Kinostart ist am 23.11.17 geplant.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

 

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2 Gedanken zu “NYC – Film: „Manifesto“

    • Ich glaube nicht, dass „Manifesto“ einen deutschen Kinostart bekommt, in den U.S.A. wird er wohl auch nur in einer Handvoll Kinos laufen, mit solchen Filmen kann man leider kein Geld verdienen. Vielleicht wird er noch auf dem ein oder anderen Filmfestival gezeigt. Da ist er auch besser aufgehoben. 🙂

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