Berlin – Film: „Alien: Covenant“

Ich war am 19.05.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Alien: Covenant“ (dt. Kinostart war der 18.05.17) 122 min horror, sci-fi, sequel
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demián Bichir, Carmen Ejogo, Guy Pearce, James Franco

 
Im Jahr 2104. Das Raumschiff Covenant ist auf dem Weg zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Die Crew-Mitglieder wollen dort mit 2000 eingefrorenen Menschen und 1000 Embryonen eine neue Menschenkolonie aufbauen. Das Kolonieschiff gerät in einen Weltraumsturm und so muss der Android Walter (Michael Fassbender) die Besatzungsmitglieder vorzeitig aus ihrem mehrjährigen Schlaf wecken. Als die Besatzung ein Signal von einem anderen Planeten empfängt, steuert sie diesen an. Vielleicht ist dieser erdähnlicher Planet bewohnbar und sogar noch besser geeignet als der andere? Wenn sie sich da mal nicht getäuscht haben…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Alien Covenant“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Ridley Scott („Blade Runner“, Thelma & Louise“, „Gladiator“, The Martian) und eine Fortsetzung zu Prometheus. Beide Filme sind Teil der Trilogie und ein Prequel zu Ridley Scotts Film „Alien“ aus dem Jahr 1979.

Als ich aus dem Kino kam, habe ich mich bombig unterhalten gefühlt. Auch wenn es mir etwas zu lange gedauert hat, bis die Story richtig Fahrt aufnimmt, fand ich den Film ab dem Moment, in dem die Covenant-Besatzung den fremden Planeten betritt, sauspannend. Bei quasi allen Filmen bleibt es bei der Bewertung, die ich mir noch im Kino notiert habe. Bei diesem Film bleibt es demzufolge auch bei „B+“.

„Alien: Covenant“ ist nun kein Film über den man länger nachdenken sollte. Es ist auch für mich mehr ein Horrorfilm, als ein Sci-Fi-Streifen. Ein Horrorfilm von der Sorte, bei dem man die Beweggründe der „Monster“ relativ offen lässt und die Menschen aufgrund ihres ausgesprochen dämlichen Verhaltens zu Opfern werden. Es hat zwar der Spannung keinen Abbruch getan, aber es hat mich gestört, dass ich kaum etwas über die Besatzungsmitglieder wusste und sie auch kaum auseinanderzuhalten konnte. Gut, da gab die bekannten Schauspieler Billy Crudup, Danny McBride, Katherine Waterston (bei der man sieht, was eine richtig unvorteilhafte Frise aus einem eigentlich hübschen Mädchen machen kann, wer Inherent Vice gesehen hat, weiß, wie sie aussehen kann) und – ich hatte es fast vergessen – Demián Bichir. Die Crew-Mitglieder sind alle untereinander verpaart, wer mit wem, war mir nicht eindeutig klar. Das finde ich insbesondere dann schade, wenn ich nicht mal bemerkt habe, dass es auch ein schwules Pärchen gibt. Wie bereits weiter oben angedeutet, waren mir die vielleicht ersten 30 Minuten zu zäh, es hätte aber dramaturgisch nicht geschadet, wenn man diese Zeit in die Charakterzeichnung investiert hätte. Eigentlich hätte es geholfen, wenn die „Last Supper“-Szene (s. Link zum Clip) im Film geblieben wäre, dafür hätte man beispielsweise die unnütze 127 Hours-Szene streichen können.

Als Horrorfilm hat mir „Alien: Covenant“ wie gesagt gefallen, lieber hätte ich aber einen richtig guten Sci-Fi-Film gesehen. Dazu hätte sich die Handlung eigentlich nur auf David und sein Zusammentreffen mit der Besatzung der Covenant konzentrieren müssen, den ganzen Alien-Kram hätte man sich für den nächsten Teil aufheben können. Aber gut, der Film ist das was er ist, hat mir trotzdem sehr gut gefallen und mit einem Kinobesuch habe ich zwei Michael Fassbenders bekommen. Es gibt also keinen Grund, sich zu beschweren.

Fassy schafft es hier auf meisterhafte Weise die zwei so unterschiedlichen Androiden David und Walter zu portraitieren. Walter ist die überarbeitete Version von David, die menschlichen Züge sind weitestgehend verschwunden, er spricht Amerikanisch im Vergleich zum britischen David.

 
„Alien Covenant“ ist am 19.05.17 landesweit in die amerikanischen Kinos gekommen, in Deutschland war der Film bereits einen Tag zuvor zu sehen. Ich habe in in Deutschland in der OV gesehen. Aus zeitlichen Gründen habe ich mich dieses Mal aber gegen die IMAX-Version entschieden.

Trailer zu sehen:

 
Last Supper Szene (Prolog):

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Wonder Woman„
Bewertung des Trailers: D+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Eine weitere Comic-Verfilmung auf die keiner gewartet hat, schlimm. Mit Gal Gadot, Chris Pine und Robin Wright
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Spider-Man: Homecoming„
Bewertung des Trailers: B (gezeigt in der OV)
Kommentar: Neuer Spider-Man-Film mit Tom Holland und auch mit Robert Downey Jr. als Iron Man
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 90% RT

Trailer v. Film: „The Hitman´s Bodyguard„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Actionkomödie mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, mal gucken

Trailer v. Film: „Transformers: The Last Knight„
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar, da ich super schlechte Laune bekommen habe (gezeigt in der OV)
Kommentar: FYMB
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Niemals…nie

Trailer v. Film: „Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: 5. Film der Serie. Warum genau spielt hier Javier Bardem mit?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dunkirk„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Der Christopher-Nolan-Film mit Kenneth Branagh, Tom Hardy und Mark Rylance. Der Film ist für den Sommer angekündigt, also kein Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Mummy„
Bewertung des Trailers: C (gezeigt in der OV)
Kommentar: Ernsthaft? Bei Tom Cruise bin ich eh draußen…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War for the Planet of the Apes„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer, gezeigt in der OV)
Kommentar: Mir geht das Herz auf, wenn ich Caesar sehe, ich liebe diese Reihe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

 

Kino in Berlin

Grundsätzlich gehe ich in Deutschland so gut wie nie regulär ins Kino (das letzte Mal war ich vor ungefähr einem Jahr zu Toni Erdmann). Ich bin einfach zu genervt davon, so viel Werbung vor dem Film sehen zu müssen. Jetzt habe ich aber die Unter-der-Woche-14.00-Uhr-Vorstellung für mich entdeckt. Zu dieser Zeit verirrt sich kaum ein Zuschauer ins Kino (ich habe in einem riesigen Kino ca. 20 Zuschauer gezählt), entsprechend kann man sich irgendeinen Sitzplatz im Kino aussuchen, man bekommt auch kaum Werbung zu sehen. Vor meiner Vorstellung wurden 22 Minuten Werbung (bzw. überwiegend Trailer und auch gab es eine überflüssige dreiminütigen Pause, in dem man sich entweder ein Eis kaufen oder noch mal schnell auf Toilette gehen kann) gezeigt. Vielleicht gehe ich jetzt öfter um diese Zeit ins Kino. Ich war allerdings überrascht, so viele (acht!!!) Trailer im deutschen Kino zu sehen.

 

TV – Serie: „Homeland, Staffel 6“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender SHOWTIME-Serie angeschaut:

 

 

„Homeland, 6. Staffel“ 12 x approx. 55 min drama, thriller, adaptation
dir. Keith Gordon, Lesli Linka Glatter, Alex Graves, Tucker Gates, Dan Attias, Michael Klick, Seith Mann cast: Claire Danes, Rupert Friend, F. Murray Abraham, Mandy Patinkin, Maury Sterling, Elizabeth Marvel, Hill Harper, Dominic Fumusa, J. Mallory McCree, Leo Manzari, Jake Weber, Shaun Toub, C.J. Wilson, Bernard White, Sebastian Koch, Nina Hoss

 
Elizabeth Keane (Elizabeth Marvel) wurde gerade zur neuen US-Präsidentin gewählt. Die CIA-Offiziellen Dar Adal (F. Murray Abraham) und Saul Berenson (Mandy Patinkin) briefen die designierte Präsidentin. Die ehemalige CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) ist mittlerweile zurück in den U.S.A. Sie arbeitet in New York für eine Anwaltskanzlei, die muslimische US-Bürger, die in den Terrorverdacht geraten sind, vertreten. Gerade kümmert sie sich um Sekou (J. Mallory McCree), der seine radikalen Ansichten im Internet verbreitet und von dem FBI festgenommen wurde. Special Agent Conlin (Dominic Fumusa) vermutet, dass Sekou mit einer islamistischen Terrororganisation zusammenarbeitet. Während des Präsidentschaftswahlkampfes hat Carrie die mittlerweile gewählte Präsidentin hinsichtlich der Arbeit der Geheimdienste beraten, jetzt sucht die gewählte Präsidentin erneut ihren Rat. Was führt eigentlich Dar Adal im Schilde?

 

 

C (Wertung von A bis F) Die Serie „Homeland“ basiert vage auf der israelischen Serie: „Hatufim“.

Die Ereignisse der sechsten Staffel finden ein paar Monate nach denen der fünften Staffel statt. Die sechste Staffel spielt nun erstmalig in New York und zwar hauptsächlich (also mit Ausnahme der ca. letzten 30 Minuten) in der Zeit zwischen der US-Präsidentschaftswahl und der Vereidigung des nächsten US-Präsidenten. In dieser Übergangsphase von zweieinhalb Monaten bereitet sich die designierte Präsidentin Elizabeth Keane (gespielt von Elizabeth Marvel) auf ihren Amtsantritt vor und die Geheimdienste bringen sich in Stellung. Die Präsidentin wird von der Hälfte der amerikanischen Bevölkerung bereits jetzt gehasst. Was wäre, wenn es in dieser Zeit zu einem Terroranschlag auf amerikanischen Boden kommt und sich die gewählte Präsidentin bereits vor ihrer Vereidigung im Krieg mit ihrem, dem amerikanischen Geheimdienst befindet?

 
Die Dramaturgie und die Figurenentwicklung in der sechsten Staffel empfand ich als unbefriedigend. Die letzte Szene der finalen Episode ist super, überhaupt sind die letzten 30 Minuten des Staffelendes klasse und lassen alle Richtungen, in denen sich die Serie in der siebente und achten Staffel entwickeln kann, völlig offen. Ich vermute, dass die nächste Staffel politischer wird. „Homeland“ hatte sich bereits mit der vierten Staffel neu erfinden müssen, es ist gut möglich, dass sie das für die siebente erneut tun muss. Aber zurück zu der aktuellen Staffel. Ich hatte schon arge Probleme mit der dritten Staffel, aber die sechste Staffel ist für mich die schwächste der Reihe.

Ab Ende der vierten Episode („A Flash of Light“) der sechsten Staffel wird es endlich spannend und dann zieht sich die Spannung auch bis zum Schluss, leider ist diese Staffel sowohl in der Figurenzeichnung als auch hinsichtlich der Handlung phasenweise ziemlich unrealistisch. Das Drehbuch ist einfach nicht gut genug, ein paar Logiklücken, kleinere, aber auch größere Ungereimtheiten haben mir Kopfzerbrechen bereitet.

Die vorherige Staffel (die fünfte) endete durchaus spannend, relativ offen war, was mit einem meiner Lieblingscharaktere Peter Quinn (gespielt von Rupert Friend) geschah. Also SPOILER FÜR DIE FÜNFTE STAFFEL ANFANG Peter Quinn wurde in der fünften Staffel von den islamistischen Terroristen mit Saringas vergiftet, lag lange im Koma und mit Ende der fünften Staffel war nicht klar, ob Quinn überlebt. In der ersten Episode der sechsten Staffel erfährt man, dass Quinn überlebt hat, aber unter den Folgen eines schweren Schlaganfalls zu leiden hat. Aus der fünften Staffel wissen die Fans der Serie, dass Carrie eine gewisse Mitschuld an seinem gesundheitlichen Zustand trägt. Sie hatte ihn – entgegen des dringenden ärztliche Rates – seinerzeit aufwecken lassen, um ein paar wichtige Informationen über den möglichen Terroranschlag in Berlin zu erhalten. Quinn spielt in der jetzigen, der sechsten Staffel eine sehr wichtige Rolle. Er muss mit körperliche Einschränkungen leben, hat sich aber auch psychisch verändert. Hat er Wahnvorstellungen oder sind seine Theorien gar nicht so absurd? SPOILER FÜR DIE FÜNFTE STAFFEL ENDE

Die Serie „Homeland“ war erschreckenderweise unserer Zeit bereits einige Male voraus. Die fünfte Staffel hat sich beispielsweise mit einem Terroranschlag in Europa (genauer in Berlin) beschäftigt und das noch bevor die zahlreichen (großen) islamistischen Terroranschläge in Paris, Brüssel, Nizza und Berlin verübt wurden. Die Drehbücher der sechsten Staffel wurden bereits im Februar 2016 geschrieben, zu der Zeit wusste man selbstverständlich noch nicht, dass Donald Trump Präsidentschaftskandidat werden würde. (entsprechend konnte man auch noch nicht ahnen, dass ein US-Präsident gewählt, der sich mit seinem eigenen Geheimdienst und der Presse einen Kleinkrieg liefern wird. Gedreht wurde seit Mitte August 2016, also noch bevor die Präsidentschaftswahlen (8.November 2016) stattfanden. Die Serienmacher haben vermutlich darauf gesetzt, dass Hilary Clinton zur US-Präsidentin gewählt wird. Der (neue) Seriencharakter des Staatsoberhauptes der Vereinigten Staaten ist weiblich hat aber charakterlich auch Ähnlichkeiten mit Donald Trump. Nicht schwer vorherzusehen war die Tatsache, dass der gewählte US-Präsident von mind. der Hälfte der Bevölkerung komplett abgelehnt wird.

In den vorangegangen Staffeln habe ich die Hauptserien-Charaktere bereits vorgestellt, in der sechsten Staffel sind zusätzlich von Bedeutung:

 

 

Elizabeth Keane ist designierte Präsidentin der Vereinigten Staaten. Sie bereitet sich auf ihren neuen Job als US-Präsidentin vor, in knapp 2 1/2 Monaten wird sie vereidigt. Gespielt die gewählte amerikanische Präsidentin von der amerikanischen Schauspielerin Elizabeth Marvel. Sie hat in einigen großartigen Indie-Filmen („The Dying Gaul“, Synecdoche, New York), aber auch in größeren Produktionen True Grit, Lincoln und A Most Violent Year mitgewirkt. Elizabeth Marvel ist mit dem, von mir recht neu entdeckten wunderbaren Schauspieler Bill Camp (The Night Of) verheiratet.

 
Rob Emmons ist der Stabschef der gewählten Präsidentin Elizabeth Keane (gespielt von Elzabeth Marvel). Gespielt wird Rob Emmons von dem amerikanischen Schauspieler Hill Harper. Er hat viel in TV-Serien gespielt, u.a. hat er über viele Jahre die Hauptrolle in „CSI:NY“ gespielt.

 
Ray Conlin ist FBI Agent, der Carries Klienten Sekou (gespielt von J. Mallory McCree) verhaften liess. Gespielt wird Conlin von dem amerikanischen Schauspieler Dominic Fumusa. Er hatte in zahlreichen TV-Serien mitgespielt. Mir war er vorwiegend durch die Serie Nurse Jackie bekannt.

Brett O´ Keefe ist ein rechtspopulistischer Moderator, der mit einer eigenen Website Stimmung gegen die designierte Präsidentin (gespielt von Elizabeth Marvel) macht. Gespielt wird O´Keefe von dem englischen Schauspieler Jake Weber. Er hat u.a. in „Dawn of the Dead“ und in der TV-Serie „Medium“ mitgespielt.

Sekou Bah ist Moslem, der verdächtigt wird, sich radikalisiert zu haben und mit ausländischen Terrororganisationen zusammenzuarbeiten soll. Sekou ist Carries Klient. Gespielt wird Sekou von dem amerikanischen Schauspieler J. Mallory McCree. Er hat in einigen TV-Serien („Law & Order“, „Blue Bloods“, „Quantico“) mitgewirkt.

Saad Mahsud ist Sekous Freund. Gespielt wird Saad Mahsud von dem amerikanischen Tänzer und Schauspieler Leo Manzari.

 

 

Die sechste Staffel von „Homeland“ wurde erstmalig v. 15.01.17 – 09.04.17 auf SHOWTIME ausgestrahlt. Eine siebente und eine finale achte Staffel der Serie sind bereits bestätigt.

 
Trailer zur sechsten Staffel:

 

NYC – Film: „Chuck“

Ich war am 29.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Chuck“ (a.k.a. „The Bleeder“) 99 min drama, biopic
dir. Philippe Falardeau cast: Liev Schreiber, Naomi Watts, Elisabeth Moss, Ron Perlman, Michael Rapaport, Jim Gaffigan, Morgan Spector, Pooch Hall

 

 

In den 1970er Jahren. Der Schwergewichtsboxer Chuck Wepner (Liev Schreiber) war nie ein großer Boxer, aber irgendwann hat er die Gelegenheit, gegen Muhammad Ali (Pooch Hall) im Ring zu kämpfen. Er hält sich überraschend wacker. Das macht ihn über Nacht berühmt. Der Ruhm steigt ihm jedoch zu Kopf, mit seinen Alkohol-, Drogen- und Frauengeschichten kann seine Frau (Elisabeth Moss) so gar nichts anfangen…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Chuck“ basiert auf einer wahren Geschichte. Chuck Wepners Lebensgeschichte soll Sylvester Stallone dazu inspiriert haben, das Drehbuch für „Rocky“ zu schreiben. Es ist der neue Film des kanadischen Filmemachers Philippe Falardeau („Monsieur Lazhar“).

Ich hatte bisher noch nie etwas von Chuck Wepner gehört und so geht es wahrscheinlich den meisten Menschen. Sogar der Regisseur wusste bis zu diesem Projekt nichts über den Profiboxer aus New Jersey. Nun gibt es natürlich zahlreiche Boxfilme, wenn ich zurückblicke habe ich mindestens einen pro Jahr gesehen. Viele dieser Filme ähneln sich, am Ende steht meistens der große Kampf. Dieser ist anders, allein der erste Akt widmet sich seiner Karriere als Profiboxer, später geht es darum, wie er versucht an seinem kurzfristigen Ruhm festzuhalten. Es ist eine erzählenswerte Geschichte mit einem authentischen Kostüm- und Produktionsdesign und einem tollen Disco-/Funk-Soundtrack.

 
Liev Schreiber kann hier zweifelsfrei als Chuck Wepner überzeugen, mit seiner prägnanten Stimme führt er auch durch die Handlung.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass mich Elisabeth Moss (Mad Men, Top of the Lake, Queen of Earth) an Jodie Foster erinnert, aber das tut sie – jedes Mal, wenn ich sie sehe. Schauspielerisch zählt die Amerikanerin zu der Elite und das offenbart sich insbesondere in dieser Knaller-Szene in dem Diner. Allein durch ihre Performance hat sich der Film für mich schon gelohnt. Erwähnenswert sind aber auch Liev Schreibers Ex-Freundin Naomi Watts und  Michael Rapaport als Chucks Bruder.

 
Der Film hieß ursprünglich „The Bleeder“. Der Film wurde umgenannt, weil viele Zuschauer – dem Filmtitel nach – dachten, es handelt sich um einen Horrorfilm. Außerdem wollte man vermeiden, dass dieser Film mit dem Boxfilm v. letzten Jahr Bleed for This verwechselt wird.

„Chuck“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe den Film auf dem Tribeca Film Festival 2017 gesehen. Der Filmemacher war anwesend und hat sich im Anschluss an den Film den zahlreichen Fragen des Publikums gestellt. Der Film startete am 5.5.17 in vier amerikanischen Kinos und ist mittlerweile landesweit in 39 Kinos zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

 

NYC – Film: „Aardvark“

Ich war am 29.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Aardvark“ 89 min drama
dir. Brian Shoaf cast: Zachary Quinto, Jenny Slate, Jon Hamm, Sheila Vand, Tonya Pinkins

 

 

Die Therapeutin Emily Milburton (Jenny Slate) hat mit Josh (Zachary Quinto) einen neuen Patienten. Offensichtlich leidet Josh an Halluzinationen. Andauernd begegnet ihm sein berühmter Bruder Craig (Jon Hamm), der als Schauspieler in immer andere Rollen schlüpft. Nun glaubt Josh, sich verliebt zu haben. Er ist aber nicht sicher, ob Hannah (Sheila Vand) überhaupt existiert…

 

 

C (Wertung von A bis F) „Aardvark“ ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers Brian Shoaf.

Jedes Filmfestival hat natürlich auch seine Gurken, auch wenn ich mit meiner Auswahl recht zufrieden war, „Aardvark“ hätte ich mir sparen können. Bei Filmen, die psychische Probleme thematisieren, sollte man als Zuschauer entweder mit dem „Patienten“ mitfühlen können oder sie/ihn wenigstens sympathisch oder interessant finden. Ich habe keinen Zugang zu „Josh“ gefunden und dadurch wurde der Film schnell zäh und zuweilen anstrengend. Zumal Zachary Quinto als psychisch Instabiler alles andere als glaubwürdig ist (eine übertrieben blöde Frisur reicht mir nicht). Dazu kommt, dass Jenny Slate nicht mein Fall ist, ich fand sie und ihren Film „Obvious Child“ seinerzeit so grauenhaft, dass ich den schon nicht zu Ende schauen konnte. Hier ist sie zwar etwas erträglicher, aber ihren Filmcharakter fand ich genauso öde wie Zachary Quintos.

Jon Hamm bereichert „Aardvark“ mit seinem Filmstar-Charisma, ich hätte mir gewünscht, die Geschichte seiner Filmfigur würde hier erzählt werden.

 
„Aardvark“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen. Der Autor und Filmemacher Brian Shoaf war anwesend und hat sich nach dem Film den Fragen des Publikums gestellt. Er hat u.a. erzählt, dass er zusammen mit Zachary Quinto aufs College ging. Bislang hat der Film noch keinen amerikanischen Verleiher gefunden. Ein deutscher Kinostart ist auch nicht bekannt.

Bislang habe ich noch keinen Trailer gefunden.

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

 

Filmplakate zum Tribeca Film Festival 2017

TV-Serie: „Big Little Lies“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Miniserie angeschaut:

 

„Big Little Lies“ (in Deutschland seit dem 19.05.17 auf DVD zu erhalten, im Free-TV ab dem 30.05.18 auf VOX um 20.15 Uhr zu sehen) 7 x approx. 55 min drama, mystery, adaptation
dir. Jean-Marc Vallée cast: Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Shailene Woodley, Alexander Skarsgard, Laura Dern, Adam Scott, Zoé Kravitz, James Tupper, Jeffrey Nordling

 

Monterey, Kalifornien. Bei einer abendlichen Schulveranstaltung wurde jemand ermordet, weder der Mörder noch der Täter sind bekannt. Rückblick. Die Sommerferien sind zu Ende. Die alleinerziehende Jane Shapman (Shailene Woodley) ist gerade mit ihrem sechsjährigen Sohn nach Monterey gezogen. Noch vor dem ersten Schultag lernt sie Madeline Mackenzie (Reese Witherspoon) kennen. Madeline macht sie auch mit ihrer besten Freundin Celeste Wright (Nicole Kidman) bekannt. Janes Sohn, Madelines Tochter und die Zwillinge von Celeste gehen alle in dieselbe erste Klasse der örtlichen Grundschule. Noch am ersten Tag behauptet die Tochter von Renate (Laura Dern) von Janes Sohn gewürgt worden sein. Würde sich Madeline nicht gleich auf Janes Seite schlagen, wäre sie und ihr Sohn bestimmt schnell aus der Gemeinschaft ausgegrenzt worden. Aber auch Madeline hat ihre Probleme, sie hat es immer noch nicht überwunden, dass Nathan (James Tupper) sie vor fünfzehn Jahren für die wesentlich jüngere Bonnie (Zoe Kravitz) verlassen hat. Celeste führt mit ihrem, um einiges jüngeren Ehemann Perry (Alexander Skarsgard) eine sehr leidenschaftliche Beziehung, aber er wird ihr gegenüber zunehmend gewalttätig. Warum ist Jane eigentlich nach Monterey gezogen?

B (Wertung von A bis F) „Big Little Lies“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Liane Moriaty. Es ist die neue Serie des Serienschöpfers und TV-Produzenten David E. Kelly („L.A. Law“, „Chicago Hope“, „Ally McBeal“, „Boston Legal“). Bei allen sieben Episoden hat der kanadische Filmemacher Jean-Marc Vallée (The Young Victoria, Dallas Buyers Club, Wild, Demolition) Regie geführt. Dies ist sein erstes TV-Projekt.

Ein Mordfall umrahmt die Geschichten von mehreren Familien in einem kleinen kalifornischen Küstenörtchen. Wenn der Mord nicht am Anfang und Ende des Mehrteilers gestanden und mich zwischendurch mit Andeutungen, wer der Täter und wer der Mörder sein könnte, immer wieder raus gerissen hätte, hätte mir „Big Little Lies“ noch besser gefallen. So wird zusätzlich eine Spannung aufgebaut, die dieser Mehrteiler nicht nötig hat. Erst im letzten Teil wird aufgelöst, wer Opfer/Täter sind und das kam für mich bei einem der beiden etwas aus dem Nichts. Eigentlich geht es aber hauptsächlich um die Geschichten dreier Mütter (Madeline, Celeste und Jane), von denen jede ein Geheimnis hat. Begleitet wird ihr Alltag von jeder Menge (in meine Augen nervigen) Kindern und ansonsten Intrigen, Mobbing, häuslicher Gewalt, Ehetherapie und Ehebruch.

In der ersten Folge erfährt man davon, dass ein sechsjähriger Junge ein gleichaltriges Mädchen gewürgt haben soll. Ausgerechnet der Sohn der gerade zugezogenen Jane (gespielt von Shailene Woodley) soll die Tochter der frustrierten Renata (gespielt von Laura Dern) angegriffen haben. Jane ist sowieso schon als Außenseiterin in der Stadt der Reichen und Schönen leicht zu erkennen, dieser Vorfall hätte sie leicht ins gesellschaftliche Aus schießen können, wenn sich nicht die kämpferische Madeline (gespielt von Reese Witherspoon) eingemischt und auf ihre Seite gestellt hätte.

Die Wrights (gespielt von Nicole Kidman, Alexander Skarsgard mit ihren sechsjährigen Zwillingssöhnen) sind die für mich spannendste Familie. Nach außen hin eine Bilderbuch-Familie, ein geradezu unverschämt attraktives Paar mit Kindern, die sogar ich toll finde. Die beiden Eheleute führen eine sehr leidenschaftliche Beziehung, bald wird aber klar, dass es in diesem Traumhaus zu Gewalttätigkeiten kommt.

Mit Ausnahme von Alexander Skarsgard und Laura Dern spielt in dieser Miniserie nun kein Schauspieler mit, den ich sonderlich mag. Shailene Woodley finde ich furchtbar und Reese Witherspoon kann ich eigentlich auch nicht leiden. Nicole Kidman halte ich zwar für talentiert, was sie mir jedoch jedes Mal von Neuem beweisen muss, weil mich entweder ihr zugebotoxtes, mimikloses Gesicht erschreckt oder ablenkt oder ich mich daran erinnere, dass sie mal mit diesem Sekten-Psycho eine – wie auch immer gelagerte – Beziehung führte. Mit Botox hat sie sich scheinbar in letzter Zeit etwas zurückgehalten. In den Therapiesitzungen zeigt Nicole Kidman wie fantastisch sie als Schauspielerin sein kann. Sie gibt für mich die beste Performance des Ensembles, gefolgt von Alexander Skarsgard (der erneut unwiderstehlich aussieht) und tatsächlich Reese Witherspoon. Letztgenannte ist hier wirklich klasse, wahrscheinlich war sie noch nie besser. Lobenswert erwähnen möchte ich auch Adam Scott (der sogar singen kann).

Meine Lieblingsepisode: habe ich nicht, meine Lieblingsszenen sind alle Szenen mit der Ehetherapeutin und Nicole Kidmans (und Alexander Skarsgards) Charakter.

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Madeline ist scharfzüngig und streitsüchtig. Sie ist mit Ed (gespielt von Adam Scott) verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame sechsjährige Tochter, Chloe. Madeline hat mit ihrem Ex-Mann Nathan (gespielt von James Tupper) auch noch die Teenager-Tochter Abigail. So richtig hat sie es noch nicht überwunden, dass Nathan sie damals für die jüngere Bonnie (gespielt von Zoe Kravitz) verlassen hat. Ihre beste Freundin ist Celeste (gespielt von Nicole Kidman). Gespielt wird Madeline von der amerikanischen Schauspielerin Reese Witherspoon. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in „Legally Blonde“. Ein paar Jahre später hat sie mit ihrer ersten Oscar-Nominierung für „Walk the Line“ gleich den Academy Award gewonnen. Sie hat eine weitere Oscar-Nominierung für Wild erhalten.

Celeste ist Anwältin hat ihren Job aber aufgegeben und ist nur noch Ehefrau von Perry (gespielt von Alexander Skarsgard) und Mutter der sechsjährigen Zwillinge Josh und Max. Ihre beste Freundin ist Madeline (gespielt von Reese Witherspoon). Gespielt wird Celeste von der australischen Schauspielerin Nicole Kidman. Mir ist sie das erste Mal in „Dead Calm“ aufgefallen. Sie hat in zahlreichen Filmen („Moulin Rouge!“, „The Others“, „Dogville“, „The Stepford Wives“, Stoker) mitgespielt. Für ihre Performance in „The Hours“ hat sie einen Oscar gewonnen, sie hat drei weitere Oscar-Nominierungen für „Moulin Rouge!“, Rabbit Hole und Lion erhalten. Außerdem wurde sie für ihre Performance in „Hemmingway & Gellhorn“ für den Emmy nominiert.

Jane ist alleinerziehende Mutter des sechsjährigen Ziggy und erst kürzlich nach Monterey gezogen. Im Gegensatz zu ihren neuen Freundinnen Madeline und Celeste (gespielt von Reese Witherspoon und Nicole Kidman) ist sie nicht wohlhabend. Gespielt wird Jane von der amerikanischen Schauspielerin Shailene Woodley. International bekannt wurde sie wohl wahrscheinlich durch die „Divergent“-Serie. Ihr Spielfilmdebüt gab sie in The Descendants, sie hat aber auch in The Spectacular Now und Snowden mitgespielt.

Renata ist eine erfolgreiche, aber irgendwie frustrierte Geschäftsfrau, sie ist mit Gordon (gespielt von Jeffrey Nordling) verheiratet und Mutter der sechsjährigen Tochter Amabella. Gespielt wird Renata von der amerikanischen Schauspielerin Laura Dern. Sie hat in den David Lynch-Filmen „Blue Velvet“, „Wild at Heart“ und „Inland Empire“ mitgespielt und ist aus dem Indie-Kino (99 Homes, Certain Women, Wilson) nicht mehr wegzudenken. Laura Dern hat zwei Oscar-Nominierungen für „Rambling Rose“ und Wild und fünf Emmy-Nominierungen für „Afterburn“, „Fallen Angels“, „Ellen“, „Recount“ und „Enlightened“. Laura Dern ist die Tochter der Schauspieler Diane Ladd und Bruce Dern.

Perry ist der Ehemann von Celeste (gespielt von Nicole Kidman). Die beiden haben sechsjährige Zwillingssöhne. Gespielt wird Perry von dem schwedischen Schauspieler Alexander Skarsgard. Durch seine Rolle als Eric Northman in True Blood wurde er international bekannt. Er hat in einigen guten Indies (u.a. Disconnect, The East, What Maisie Knew, The Diary of a Teenage Girl) gespielt und ist der Sohn von Schauspieler Stellan Skarsgard.

Bei den Fernseh-Oscars (den Primetime Emmy Awards) in der Kategorie Beste Miniserie konkurriert „Big Little Lies“ dieses Jahr (2017) bisher vor allen Dingen mit den Serien The Night Of und Feud: Bette and Joan und der 3. Staffel „Fargo“. „Big Little Lies“ ist für einige Emmys im Gespräch, u.a. Beste Limited Series, Beste Hauptdarstellerin (Limited Series) Nicole Kidman, Reese Witherspoon, Beste Nebendarstellerin (Limited Series) Shailene Woodley, Bester Nebendarsteller (Limited Series) Alexander Skarsgard, Adam Scott und einige technische Kategorien. Update: „Big Little Lies“ wurde am 13.07.17 für 16 Emmy-Awards nominiert. Nominiert wurde die Mini-Serie in den Kategorien Outstanding Limited Series, Oststanding Lead Actress in a Limited Series or Movie (Nicole Kidman und Reese Witherspoon), Oststanding Supporting Actress in a Limited Series or Movie (Laura Dern und Shailene Woodley), Outstanding Supporting Actor in a Limited Series or Movie (Alexander Skarsgard), Outstanding Directing for a Limited Series, Movie or Dramatic Special, Outstanding Writing for a Limited Series, Movie or Dramatic Special, Outstanding Casting for a Limited Series, Movie or Special, Outstanding Cinematography for a Limited Series or Movie, Outstanding Single-Camera Picture Editing for a Limited Series or Movie, Outstanding Contemporary Costumes for a Series, Limited Series or Movie, Outstanding Hairstyling for a Limited Series or Movie, Outstanding Makeup for a Limited Series or Movie (Non-Prosthetic), Outstanding Sound Mixing for a Limited Series or Movie, Outstanding Music Supervision. Die Verleihung der Emmy-Awards findet am 17.09.17 in Los Angeles statt. Update: „Big Little Lies“ hat am 17.09.17 von 13 Emmy-Nominierungen, acht Emmy-Awards gewonnen, darunter outstanding limited series, outstanding directing for a limited series, movie or dramatic special, outstanding lead actress in a limited series or movie (Nicole Kidman), outstanding supporting actor in a limited series or movie (Alexander Skarsgard), outstanding supporting actress in a limited series or movie (Laura Dern), outstanding casting for a limited series, movie or special

Update: „Big Little Lies“ war ursprünglich als Mehrteiler konzipiert, auch bei den Emmys 2017 entsprechend eingereicht. Kurz nachdem dieser Mehrteiler sämtliche Emmys abgeräumt hat, wurde bekannt, dass es wohl eine zweite Staffel geben wird. Mittlerweile hat HBO bekannt gegeben, dass die zweite Staffel 7 Episoden beinhaltet, seit dem Frühjahr 2018 gedreht wird, aber voraussichtlich erst im Jahr 2019 auf HBO ausgestrahlt wird. 

„Big Little Lies“ wurde erstmalig v. 19.02.-02.04.17 auf HBO ausgestrahlt. Der Mehrteiler war in Deutschland ab dem 19.05.17 auf DVD erhältlich. Im Free-TV ist dieser Mehrteiler auf VOX ab dem 30.05.18 um 20.15 Uhr (3 Episoden hintereinander), 06.06.18 um 20.15 Uhr (2 Episoden hintereinander), 13.06.18 um 20.15 Uhr (2 Episoden hintereinander) zu sehen. 

Trailer zu sehen:

Vorspann (mit einem wunderbaren Ohrwurm) zu sehen:

 

NYC – Film: „The Lovers“

Ich war am 28.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Lovers“ 94 min comedy, drama 
dir. Azazel Jacobs cast: Tracy Letts, Debra Winger, Melora Walters, Aidan Gillen, Tyler Ross, Jessica Sula

 

 

Mary (Debra Winger) und Michael (Tracy Letts) sind seit vielen Jahren verheiratet, sie haben sich aber schon lange auseinandergelebt. Beide haben heimliche Affären mit anderen Partnern. Eigentlich sind das sogar richtige Beziehungen, die Mary mit dem jungen Schriftsteller Robert (Aiden Gillen) und Michael mit der Ballettlehrerin Lucy (Melora Walters) führen. Vielleicht ist es nun Zeit, einen Schlussstrich unter ihre Ehe zu setzen. Dann passiert aber das Unerwartete, die beiden Eheleute verlieben sich erneut ineinander und haben gar Sex miteinander. Das ist alles sehr befremdlich…

 
B+ (Wertung von A bis F) „The Lovers“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Azazel Jacobs (Terri).

„The Lovers“ ist eine unkonventionelle RomCom. Diese Ehekomödie braucht eine Weile bis sie richtig in Schwung kommt, dann überzeugt sie aber mit zwei herausragenden Hauptdarstellern, Situationskomik und einem unerwarteten Ende.

Tracy Letts Arbeit als Bühnen- und Drehbuchautor (Bug, August: Osage County) und als Schauspieler (The Big Short, Elvis & Nixon, Imperium) verfolge ich schon eine Weile, seit der brillanten Dialogszene, die er sich in der Philip Roth-Verfilmung Indignation mit Logan Lerman geliefert hat, zählt er für mich zu den besten Schauspielern unserer Zeit. In diesem Film ist er einfach nur hinreissend, ja liebenswert. Debra Winger und Tracy Letts geben ein glaubwürdiges, gleichaltriges Ehepaar ab, auch wenn Tracy Letts im wahren Leben tatsächlich zehn Jahre jünger ist als die Schauspielerin.

Die drei Mal für den Oscar nominierte Debra Winger war in den 1980er Jahren mit Filmen wie „An Officer an a Gentleman“ und „Terms of Endearment“ gut im Geschäft, später hat sie sich dann selbst von der Schauspielerei zurückgezogen. Seit einigen Jahren ist sie wieder hin und wieder zu sehen, mir hat sie zuletzt in dem Jonathan Demme-Film Rachel Getting Married richtig gut gefallen. Eine talentierte Schauspielerin wie sie, die konsequent Schönheitsoperationen ablehnt, würde ich gerne öfter sehen.

„The Lovers“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe den Film am Film for All Friday (an dem alle Kinokarten kostenlos sind) auf diesem Filmfestival gesehen. Der A24-Film startete am 5.5.17 in vier amerikanischen Kinos. Seit heute läuft er in 23 Kinos landesweit. Für Deutschland ist bislang noch kein Kinostart bekannt.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

 

NYC – Film: „Sweet Virginia“

Ich war am 27.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Sweet Virginia“ 95 min drama, thriller
dir. Jamie M. Dagg cast: Jon Bernthal, Christopher Abbott, Imogen Poots, Rosemarie DeWitt, Odessa Young

 
Sam (Jon Bernthal) ist der Manager des Motels Sweet Virginia in einer Kleinstadt in Alaska. Gerade hat er Ärger mit einigen Gästen und dann taucht auch noch dieser seltsame Elwood (Christopher Abbott) auf. Lila (Imogen Poots) hat ganz andere Sorgen, ihr Ehemann ist gerade ermordet worden…

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Sweet Virginia“ ist der zweite Film des kanadischen Filmemachers Jamie M. Dagg („River“).

Das Tribeca Film Festival ist kein Festival auf dem potenzielle Oscar-Kandidaten gezeigt werden (auch wenn ich dort im letzten Jahr Life, Animated gesehen habe, der tatsächlich dieses Jahr als Beste Dokumentation für den Academy Award nominiert wurde). Auf diesem Filmfestival werden vorwiegend neue TV-Projekte vorgestellt und Dokumentationen und Indie-Filme gezeigt, die leider nur selten eine offizielle Kinoauswertung bekommen. Über die Jahre habe ich einige wunderbare Indies (DetachmentSome Velvet Morning, Lucky Them, Match, Loitering with Intent, Starred Up, The Driftless Area, The Survivalist, Hunt for the Wilderpeople, Always Shine) dort gesehen. Viele Filme werden dort in der Weltpremiere gezeigt, was die Auswahl für mich nicht einfacher macht. Dennoch hatte ich bisher jedes Jahr mindestens einen Lieblingsfilm. Dieses Jahr war „Sweet Virginia“ mein Highlight.

„Sweet Virginia“ ist eine simple, düstere und stimmige Inszenierung eines Filmemachers, der sein Handwerk versteht. Der Beschreibung des TFF nach, sollte der Film an die früheren Coen Bros.-Werke erinnern und das kann ich unterschreiben. Es ist ein wirklich spannender Thriller mit einem eindringlichen, hämmernden Score (von den Blair Brothers, Brüder von Schauspieler Macon Blair, bekannt aus Blue Ruin).

Ich habe zwar schon einige Filme mit Jon Bernthal gesehen, nachhaltig beeindruckt hat er mich bislang aber noch nicht. Das ändert sich gerade, optisch erinnerte er mich hier an Ben Affleck, Jon Bernthal besitzt aber, im Gegensatz zu Ben Affleck, Schauspieltalent.

 
„Sweet Virginia“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe ihn auf diesem Filmfestival gesehen. Bislang hat der Film noch keinen amerikanischen Filmverleih gefunden, ein deutscher Kinostart ist auch noch nicht bekannt.

 
Einen Trailer habe ich bislang noch nicht finden können, dafür diesen Ausschnitt:

 
Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

 

NYC – Film: „Manifesto“

Ich war am 27.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Manifesto“ (dt. Kinostart: 23.11.17)  94 min art
dir. Julian Rosefeldt cast: Cate Blanchett

 

 

Cate Blanchett verkörpert in zwölf Episoden dreizehn unterschiedliche Figuren (u.a. Obdachlose, Nachrichtensprecherin, Lehrerin, Fabrikarbeiterin, Choreographin, Punkerin, Wissenschaftlerin, Puppenmacherin, Witwe) und rezitiert Manifeste zur Kunst.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Manifesto“ ist ein experimentelles Filmprojekt des deutschen Medienkünstlers Julian Rosefeldt. Gedreht wurde im Dezember 2014 in Berlin. Meine Heimatstadt wird namentlich nicht genannt. Diese Stadt ist trostlos und anonym inszeniert. Für das Projekt sind jedoch tolle Locations gewählt.

Ursprünglich war „Manifesto“ eine Ausstellung mit parallelen Video-Installationen auf der u.a. die von Cate Blanchett portraitierter Charakter gezeigt wurden. Ich habe nun die Spielfilmversion dieses mutigen Kunstprojektes gesehen. Performance-Kunst mit der wandlungsfähigsten Schauspielerin unserer Zeit ist selbstverständlich gut bei dem stets für außergewöhnliche Kunst offenen New Yorker Publikum aufgehoben. Auch wenn ein paar meiner Mitzuschauer die Vorstellung vorzeitig verlassen haben, hatte ich den Eindruck, dass „Manifesto“ vorwiegend positiv aufgenommen wurde. Ich, für meinen Teil, könnte Cate Blanchett sowieso stundenlang zuschauen. So fand ich diesen Film, in dem sie in unterschiedliche Persönlichkeiten schlüpft und Monologe über Kunst hält natürlich absolut faszinierend. Ich konnte meine Augen (und Ohren) nicht von ihr lassen.

„Manifesto“ feierte seine Weltpremiere und Erstausstellung im Australian Centre of the Moving Image. Die Filmversion wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Ich habe den Film auf dem Tribeca Film Festival 2017 gesehen. Ab dem 10.05.17 wird der Film im Film Forum in New York zu sehen sein und, weitere Termine für den amerikanischen Markt sind auf der Website des Verleihers zu sehen (http://filmrise.com/manifesto/). Ein deutscher Kinostart ist bislang noch nicht bekannt. Die Ausstellung ist derzeit jedoch noch bis zum 14.05.17 in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen. Update: Ein deutscher Kinostart ist am 23.11.17 geplant.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

 

NYC – Film: „Buster´s Mal Heart“

Ich war am 26.04.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Buster´s Mal Heart“ 96 min mystery, drama, thriller
dir. Sarah Adina Smith cast: Rami Malek, DJ Qualls, Kate Lyn Sheil, Toby Huss, Lily Gladstone

 

 

Ein junger Mann (Rami Malek) wird von den Behörden durch den winterlichen Wald von Montana gejagt. Es gelingt ihm, in eine Höhle zu fliehen. Was hat dieser Mann mit dem vollbärtigen, spanisch-sprechenden Mann auf dem Boot auf hoher See und mit dem Concierge eines riesigen, abgelegenen Hotels zutun?

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Buster´s Mal Heart“ ist erst der zweite Film der amerikanischen Autorin und Filmemacherin Sarah Adina Smith („The Midnight Swim“, „Holidays – Segment „Mother´s Day“).

Die Geschichte wird in verschiedenen Handlungsebenen erzählt. Rami Malek als Gejagter und als landesweit Gesuchter mit viel zu vielen Haaren, Rami Malek als Was-auch-immer-Überlebender auf einem kleinen Boot auf hoher See und schließlich Rami Malek als Concierge eines sehr großen, quasi leerstehenden Hotels. Der Letztgenannte ist Ehemann und liebender Vater einer kleinen Tochter. Was hat Jonah mit Buster zutun? Was ist passiert, dass das eine zu dem anderen führte oder ist es gar keine dieser Geschichten?

 
„Buster´s Mal Heart“ kann man am besten als eine Mischung aus „Mr. Robot“, Kubricks „The Shining“ mit einer Prise von Finchers „Fight Club“ und einer wirklich seltsamen Komödie beschreiben. Wenn ich den Film so beschreibe, ist klar, dass ich den Film liebe. Im anschließenden Q & A wurde Rami Malek gefragt, inwiefern Mr. Robot in diese Geschichte eingeflossen ist. Elliot aus „Mr. Robot“, so äußerte sich der Schauspieler, leidet unter der gegenwärtigen Politik und Gesellschaft während Jonah mehr eine existenziellen Krise hat.

 
Ich mag die Interpretation, dass in vielen Menschen zwei Herzen schlagen. Die Zerrissenheit auf der einen Seite, eine Beziehung zu führen, auf der anderen Seite alle Freiheiten geniessen zu wollen, auf der einen Seite brav und angepasst zu leben, auf der anderen Seite am liebsten etwas Verbotenes tun wollen, etc.

Die Hotel-Location ist beeindruckend, so auch der Score. Die Sequenz, in der Buster das rote „Weihnachtsensemble“ trägt ist wunderbar absurd und urkomisch. Alles in allem ist „Buster´s Mal Heart“ ein sehenswerter Film mit einem tollen Rami Malek.

 
„Buster´s Mal Heart“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt. Der Film startete am 28.04.17 in einem amerikanischen Kino (einem meiner Lieblingskinos, dem Angelika Film Center in Manhattan). Ich habe den Film auf dem Tribeca Film Festival 2017 gesehen. Die Regisseurin Sarah Adina Smith, der Hauptdarsteller Rami Malek, die Produzentin, der Kameramann (und Ehemann der Regisseurin) und einige Nebendarsteller standen im Anschluss an den Film den vielen Fragen des Publikums zur Verfügung. Rami Malek wurde von seinen Co-Stars aus der TV-Serie „Mr. Robot“, Carly Chalkin und Portia Doubleday zum Screening begleitet. Die dritte Staffel von „Mr. Robot“ wird derzeit (April 2017) in Manhattan gedreht. Ein deutscher Kinostart ist bislang noch nicht bekannt.

Trailer zu sehen:

 
Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2017 feierte das TFF bereits seinen 16. Jahrestag.

Buster´s Mal Heart Screening auf dem Tribeca Film Festival 2017
Buster´s Mal Heart Screening auf dem Tribeca Film Festival 2017, anschließendes Q & A mit Regisseurin Sarah Adina Smith (zweite v. li.) und Hauptdarsteller Rami Malek.
Buster´s Mal Heart Screening auf dem Tribeca Film Festival 2017, anschließendes Q & A mit Regisseurin Sarah Adina Smith (zweite v. li.) und Hauptdarsteller Rami Malek.