Netflix – Film: „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“


Ich habe folgenden Film über Netflix (U.S.) angeschaut:

 
„I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ (dt. Filmtitel: „Fremd in der Welt“, seit dem 24.02.17 auch auf Netflix Deutschland zu sehen) 96 min comedy, crime, thriller
dir. Macon Blair cast: Melanie Lynskey, Elijah Wood, David Yow, Jane Levy, Devon Graye

Ruth (Melanie Lynskey) hat sowieso schon einen miesen Tag, jetzt wurde auch noch in ihrem Haus eingebrochen. Die Polizei kann ihr nicht helfen, also fragt sie in der Nachbarschaft herum, ob jemand etwas aufgefallen ist. Irgendwann landet sie auch bei ihrem, wirklich seltsamen Nachbarn Tony (Elijah Wood). Die beiden versuchen gemeinsam, Ruths Gegenstände zurückzuholen, dabei begeben sie sich aber ganz schön in Gefahr…

 
A- (Wertung von A bis F) „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers Macon Blair (Blue Ruin).

 
Ruth ist Krankenpflegerin, eine normale, etwas nerdige junge Frau. Sie ärgert sich zunehmend über die Rücksichtslosigkeit ihrer Mitmenschen und ist nicht mehr länger bereit, das hinzunehmen. Wie die Situation eskaliert, ist in diesem Film wunderbar zu beobachten. Letztlich sieht man, wie normale Leute auf kriminellen Abschaum treffen.

„I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ erinnert von seinem feinen, schwarzen Humor an die Coen Bros.-Filme, man spürt später aber auch den Einfluss von Quentin Tarantino.

Die neuseeländische Schauspielerin Melanie Lynskey hatte ihr Spielfilmdebüt in „Heavenly Creatures“. Seit einigen Jahren ist sie immer wieder in Nebenrollen (Up in the Air, The Informant!, Win Win, Seeking a Friend for the End of the World, der TV-Serie „Two and a Half Men“) zu sehen. Zugegebenermassen ist sie mir bislang nicht groß aufgefallen, hier spielt sie die Hauptrolle und die erfüllt sie so mit Leben, dass man sie einfach sympathisch finden muss. Vom Typ her hat sie mich an Allison Tolmans Charakter Molly Solverson aus der ersten Staffel von „Fargo erinnert.

Der Regisseur (und Schauspieler) Macon Blair ist selbst auch kurz zu sehen. Er ist der Typ, mit dem Ruth in der Bar über den Roman, den sie gerade liest, spricht.

Bekanntlich läuft das Geschäft für Netflix verdammt gut, so gut – und das ist das Erfreuliche für die Abonnenten – dass sie immer genug Geld investieren, um die neuesten Filme und Serien auf ihrer Platform zu zeigen. Noch erfreulicher sehe ich den Trend, dass die amerikanische Aktiengesellschaft zunehmend ihren Fokus auf Eigenproduktionen legt. Ich bin aber zutiefst darüber verärgert, wenn ein Sundance-Gewinner-Film zwei Monate später in diesem Portal völlig untergeht. Ein solch charmanter Indie verdient die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuschauer und gehört in der Erstauswertung definitiv ins Kino. Mir bleibt nur, eindringlich auf „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ hinzuweisen.

„I Don´t Feel at Home in this World Anymore“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Dort hat der Film das Filmfestival eröffnet und hat am Ende den U.S. Grand Jury Prize (Dramatic) gewonnen.

 
Trailer zu sehen:

 

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2 Gedanken zu “Netflix – Film: „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“

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