D. C. – Film: „Raw“

Ich war am 25.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Raw“ (Alternativtitel: „Grave“) 98 min horror
dir. Julia Duccournau cast: Garance Marillier, Ella Rumpf, Rabah Nait Oufella, Laurent Lucas, Joana Preiss

Justine (Garance Marillier) ist 16 Jahre alt, jetzt beginnt ihr neuer schulischer Alltag. Sie folgt ihrer älteren Schwester Alexia (Ella Rumpf) und besucht jetzt auch die tierärztlich Hochschule. Beide wollen ihren Eltern nacheifern, die bereits Tierärzte sind. Alle Familienmitglieder sind außerdem überzeugte Vegetarier. In der Schule ist es Tradition, dass die Neuankömmlinge auf harte Proben gestellt werden. Nachdem Justine die Niere eines Kaninchens verspeist hat, bekommt sie fürchterlichen Hautausschlag….

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Raw“ ist der erste abendfüllende Spielfilm der französischen Autorin und Filmemacherin Julia Duccournau („Junior“).

Was für ein kranker, französischer Art-House-Horrorfilm…ich bin aber sicher, dass mir dieser Genre-Film bis zum Ende des Jahres als einer der besten Filme des Jahres 2017 in Erinnerung bleibt. Die Filmemacherin selbst möchte ihren Film nicht allein als Horrorfilm kategorisiert wissen, sie wollte eher die Metamorphose eines jungen Mädchens zeigen.

Ich habe den Film weder am frühen Morgen noch auf leeren Magen gesehen und doch hätte ich mich bei einer Szene (für diejenigen, die den Film gesehen haben, ist es unschwer zu erraten, um welche Szene es sich handelt) beinahe übergeben. Aber auch ohne diese Szene ist dieser Film nur etwas für abgehärteten Filmzuschauer. In einem Kino in Los Angeles (Nuart Theatre) wurden tatsächlich Spuckbeutel verteilt – das kann man für eine raffinierte PR-Maßnahme halten, der eine oder andere Zuschauer dürfte aber über dieses ungewöhnliche Give-away froh gewesen sein.

Die Schauspielerinnen, die die beiden Schwestern Justine und Alexia (Garance Marillier und Ella Rumpf) spielen sind fantastisch – ohne die beiden würde der Film nicht funktionieren.

Ich habe den Film in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gesehen.

„Raw“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Dort hat der Film den FIPRESCI Prize (Kategorie: Parallel Sections) gewonnen. Der Film ist am 10.03.17 in zwei amerikanischen Kinos gestartet. Nach drei Wochen läuft er mittlerweile landesweit in 27 Kinos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Film einen regulären deutschen Kinostart bekommt.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Commune„ (dänisch mit engl. Untertiteln)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thomas Vinterbergs neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Graduation„ (rumänisch mit engl. Untertiteln)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Cristian Mungius neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Your Name„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: japanischer Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Frantz„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Francois Ozons neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „After the Storm„ (japanisch mit englischen Untertiteln)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: japanisches Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

D. C. – Film: „Wilson“

Ich war am 25.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Wilson“ (dt. Filmtitel: „Wilson – der Weltverbesserer“, dt. Kinostart: 13.07.17) 94 min comedy, drama, adaptation
dir. Craig Johnson cast: Woody Harrelson, Laura Dern, Isabella Amara, Judy Greer, Cheryl Hines, Margo Martindale

 

Wilson (Woody Harrelson) ist ein misanthropischer Eigenbrötler. Nach dem Tod seines Vaters, will er sein Leben ändern. Zunächst begibt er sich auf die Suche nach seiner Ex, Pippi (Laura Dern). Die hatte seinerzeit ihr gemeinsames Kind abgetrieben und ihn verlassen. Das liegt jetzt bereits siebzehn Jahre zurück. Als er Pippi wieder trifft, muss Wilson erfahren, dass sie das Kind gar nicht abgetrieben hat, die gemeinsame Tochter hat sie seinerzeit zur Adoption freigegeben. Wilson ist also Vater…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Wilson“ basiert auf Daniel Clowes gleichnamigen Graphic Novel. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Craig Johnson (The Skeleton Twins).

Rund eine Stunde saß ich grinsend im Kino und habe mich gefragt, warum der Film eine so schlechte Bewertung bekommen hat. Auch wenn man Wilson nicht im realen Leben begegnen will, ist er im Film doch sehr unterhaltsam. Die Szenen mit Wilson, Pippi und Alta (gespielt von den wunderbaren Schauspielern Woody Harrelson, Laura Dern und Margo Martindale) sind wirklich gelungen. Leider hat der Drehbuchautor aber dann eine unnötige und an den Haaren herbeigezogene Wendung ins Spiel gebracht und dann geht es mit dem Film bergab. Was hat sich der Autor dabei gedacht? Nach dieser „Episode“ wird der Film zwar wieder besser, findet aber leider nicht zu seiner alten Stärke zurück Trotzdem, für eine gute Stunde ist das ein B+ Film.

 
„Wilson“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Der Film wurde am 24.03.17 in einigen amerikanischen Kinos gestartet. Der Deutschlandstart ist am 13.07.17 geplant.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Zookeeper´s Wife„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Jessica Chastain und Daniel Brühl
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Lovers„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: A24-Film mit Tracy Letts und Debra Winger – dem Trailer nach ganz mein Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Norman: The Moderate Rise and Tragic Fall of a New York Fixer„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Richard Gere, Steve Buscemi, Dan Stevens, Michael Sheen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Colossal„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: würde ich mir grundsätzlich anschauen, Anne Hathaway macht mir aber einen Strich durch die Rechnung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei weit über 90% RT und verdammt guter Laune

Trailer v. Film: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martin McDonaghs neuer Film mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Lucas Hedges und John Hawkes – der Film bewirbt sich um einen Platz in meiner Top Ten, allein vom Trailer her
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich kann es kaum abwarten

 

Montréal – Film: „John Wick: Chapter 2“

Ich war am 20.03.17 in Montréal und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„John Wick: Chapter 2“ (dt. Filmtitel: „John Wick: Kapitel 2“, dt. Kinostart war der 16.02.17) 122 min action, sequel
dir. Chad Stahelski cast: Keanu Reeves, Riccardo Scarmarcio, Claudia Gerini, Common, Laurence Fishburne, Ian McShane, Franco Nero, Peter Stormare

 
Nachdem sich der Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) erneut zu Ruhe gesetzt hat, taucht Santino (Riccardo Scarmarcio) vor seiner Tür auf. John Wick hat seinerzeit einen Blutschwur geleistet und Santino will jetzt einen Gefallen einfordern. Er soll er Santinos Schwester (Claudia Gerini) töten und er hat keine große Wahl, er kennt die Regeln…

 
B+ (Wertung von A bis F) Nach John Wick ist „John Wick: Chapter 2“ der zweite Teil einer geplanten Trilogie. Die Geschichte des zweiten Teils beginnt vier Tage nach den Ereignissen des ersten Films. Wie bereits bei „John Wick“ (dort noch inoffiziell mit David Leitch) führt auch bei diesem Film der ehemalige „Matrix“-Stuntman, Chad Stahelski, Regie.

Ich mochte diesen Film tatsächlich mehr als den ersten Teil, schon allein, weil man im zweiten Teil mehr von dieser geheimnisvollen Welt erfährt. Wie in jeder (Parallel-) Gesellschaft gibt es Regeln, an die sich jeder halten muss. So ist das Hotel Continental (mit vermutlich Filialen auf der ganzen Welt) nicht nur die Luxusherberge für die Unterwelt, auf dem Gelände darf sich auch nicht geprügelt und schon gar nicht getötet werden. Es gibt einen Sommelier im Hotel, der ist jedoch nicht – wie üblich – ein Experte für edle Weine, sondern für exklusive Waffen. Es gibt einen Herrenschneider, der kugelsichere Maßanzüge fertigt, einen Organisationsmanager, der die Profikiller bei ihren Reisen unterstützt und auch eine weltweit vernetzten Telefon- und Auftragszentrale. Selbstverständlich hat jedes Hotel auch einen Manager. In John Wicks Welt gibt es eine eigene Währung und eine Münze (eine Art Schuldschein). Im Inneren dieser Münze hat der Schuldner seinen blutigen Fingerabdruck hinterlassen, wenn der Gläubiger dann an seinen Schuldner herantritt und einen Gefallen einlösen will, ist der Schuldner gut beraten, den Auftrag anzunehmen. Der High Table ist der zwölfsitzige Rat der wichtigsten Köpfe der Verbrechersyndikate. Diese Ideen könnten alle aus einem Comic stammen, Derek Kolstad hat diese Welt aber allein für die Filme erschaffen. Eine „John Wick“-TV-Serie ist jedoch mittlerweile bereits angekündigt.

„John Wick: Chapter 2“ ist ein gut gemachter Actionfilm, auch wenn es ein paar Anschluss- und Logikfehler gibt (wer sich auch nur etwas in New York auskennt, wird irritiert sein). Das Gute überwiegt aber und die Schluss-Sequenz im Central Park ist klasse.

 
Der Film wurde teilweise in Montréal, Kanada gedreht. Am Anfang des Films sieht man tatsächlich im Hintergrund Scotiabank Theatre Montréal – in diesem Kino habe ich „John Wick: Chapter 2“ gesehen. Der Film läuft seit dem 10.02.17 landesweit in den Kinos in den U.S.A. (und Kanada). In den deutschen Kinos war der Film ab dem 16.02.17 zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Fate of the Furious„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Fast & Furious 8 – Wie viele Filme kann man denn von diesem Dreck drehen? Und wer alles Geld braucht: Helen Mirren, Charlize Theron…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Power Rangers„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Unglaublich…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ghost in the Shell„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Scarlett Johansson und Takeshi Kitano, aber auch Juliette Binoche
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 
Trailer v. Film: „Bon Cop, Bad Cop 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: 2. Teil der kanadische Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

D. C. – Film: „Before I Fall“

Ich war am 14.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Before I Fall“ (dt. Filmtitel: „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“, dt. Kinostart: 01.06.17) 100 min drama, adaptation
dir. Ry Russo-Young cast: Zoey Deutch, Erica Tremblay, Halston Sage, Logan Miller, Jennifer Beals

 

 

Als die 17-jährige Sam (Zoey Deutch) morgens wach wird, ist ihr noch nicht bewusst, dass sie diesen Tag immer wieder erleben wird…

 
C- (Wertung von A bis F) „Before I Fall“ basiert auf Lauren Olivers gleichnamigen Jugendroman. Es ist der neue Film der amerikanischen Filmemacherin Ry Russo-Young („You Wont Miss Me“, „Nobody Walks“)

Während man sich bei dem Klassiker „Groundhog Day“ über Bill Murray in der Zeitschleife amüsiert, steckt man hier mit oberflächlichen und langweiligen Teenager-Mädchen fest. Der Film zieht sich wie Gummi. Als etwas Spannung aufkommt, ist tatsächlich eine geschlagene Stunde vergangen. Vermutlich hätte ich aber bereits zuvor das Kino verlassen, wenn hier nicht Zoey Deutch (Everybody Wants Some!!) die Hauptrolle spielen würde. Zoey Deutch ist die Tochter von Schauspielerin Lea Thompson („Back to the Future“) und Filmemacher Howard Deutch („Pretty in Pink“). Die kleine Schwester von Zoey Deutchs Charakter Sam wird von Erica, der jüngeren Schwester von Jacob Tremblay (Room) gespielt. Auch hier sieht man die verblüffende Ähnlichkeit.

 
„Before I Fall“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. In den U.S.A. ist der Film regulär am 03.03.17 in die Kinos gekommen. Der deutsche Kinostart ist der 01.06.17.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Sleight„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 
Trailer v. Film: „The Fate of the Furious„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fast & Furious 8 – Wie viele Filme kann man denn von diesem Dreck drehen? Und wer alles Geld braucht: Helen Mirren, Charlize Theron…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Circle„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Tom Hanks, John Boyega und Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Snatched„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionkomödie mit Amy Schumer und Goldie Hawn
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Unforgettable„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Nut Job 2: Nutty by Nature„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Promise„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Terry Georges neuer Film mit Oscar Isaac, Christian Bale
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

VOD – Film: „XX“

Ich habe mir folgenden Film als Leihvideo über iTunes (U.S.) angeschaut:

„XX“ 81 min horror
dir. Roxanne Benjamin, Sofia Carrilo, Karyn Kusama, Annie Clark (St. Vincent), Jovanka Vuckovic cast: Natalie Brown, Melanie Lynskey, Breeda Wool, Christina Kirk, Michael Dyson, Sheila Vand, Mike Doyle, Susan Jacobs, Peter DaCunha, Peyton Kennedy, Sanai Victoria Cunningham, Kyle Allen

 
B (Wertung von A bis F) „XX“ ist ein Anthologie-Film. Mit Ausnahme des ersten Films („The Box“), der auf einer Kurzgeschichte basiert, sind alle Kurzfilme von Filmemacherinnen geschrieben und inszeniert worden. Umrahmt werden die einzelnen Filmen von den Arbeiten der mexikanischen Stop-Motion-Künstlerin Sofia Carillo. Die einzelnen Filme:

1. „The Box“ (dir. Jovanka Vuckovic) approx. 20 min
Susan (Natalie Brown) fährt mit ihrer Tochter Jenny (Peyton Kennedy) und ihrem Sohn Danny (Peter DaCunha) in der U-Bahn nach Hause. Danny ist sehr neugierig und fragt den Fahrgast neben sich, was sich in seinem großen roten Geschenkkarton befindet. Der Mann erlaubt ihm, kurz reinzuschauen. Seither hat Danny keinen Hunger mehr…
B (Wertung von A bis F) „The Box“ basiert auf Jack Ketchums Kurzgeschichte.

 
2. „The Birthday Party“ (dir. St. Vincent, a.k.a. Annie Clark) approx. 20 min
Mary (Melanie Lynskey) ist dabei, die Geburtstagsparty für ihre Adoptivtochter Lucy (Sanai Victoria Cunningham) vorzubereiten, als sie etwas furchtbares feststellen muss…
B+ (Wertung von A bis F) „The Birthday Party“ ist das Regiedebüt der Musikerin St. Vincent. Diese Tragikomödie erinnerte mich etwas an einen meiner Lieblingsfilme „Weekend at Bernies“

 
3. „Don´t Fall“ (dir. Roxanne Benjamin) approx. 10 min
Paul, Gretchen und Jay und Jesse campen am Wochenende in der Wüste. Sie finden seltsame Malereien in einem Felsvorsprung, denken sich aber nichts dabei. Dann geschehen nachts seltsame Dingen und außerdem ist Vollmond…
B- (Wertung von A bis F) Diese Monster-Geschichte war für mich die schwächste dieser Reihe.

 

 

4. „Her Only Living Son“ (dir. Karyn Kusama) approx. 25 min
Morgen wird Andy (Kyle Allen) achtzehn Jahre alt. Seine Mutter Cora (Christina Kirk) stellt zunehmend Verhaltensauffälligkeiten bei ihrem Sohn fest. Als Andy seiner Mitschülerin gegenüber gewalttätig wurde, nimmt ihn die Rektorin seltsamerweise noch in Schutz…
B+ (Wertung von A bis F) „Her Only Living Son“ ist der neue Film der amerikanischen Filmemacherin Karyn Kusama (The Invitation). „The Birthday Party“ und „Her Only Living Son“ sind für mich eindeutig die besten zwei, der vier Kurzfilme. Schauspielerisch ist mir hier erneut Kyle Allen („The Path“) aufgefallen, er könnte ein Bruder des verstorbenen Heath Ledger sein.

 
„XX“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Seit dem 17.2.17 ist er in einigen amerikanischen Kinos und zeitgleich als VOD zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

Netflix – Film: „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“

Ich habe folgenden Film über Netflix (U.S.) angeschaut:

 
„I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ (dt. Filmtitel: „Fremd in der Welt“, seit dem 24.02.17 auch auf Netflix Deutschland zu sehen) 96 min comedy, crime, thriller
dir. Macon Blair cast: Melanie Lynskey, Elijah Wood, David Yow, Jane Levy, Devon Graye

Ruth (Melanie Lynskey) hat sowieso schon einen miesen Tag, jetzt wurde auch noch in ihrem Haus eingebrochen. Die Polizei kann ihr nicht helfen, also fragt sie in der Nachbarschaft herum, ob jemand etwas aufgefallen ist. Irgendwann landet sie auch bei ihrem, wirklich seltsamen Nachbarn Tony (Elijah Wood). Die beiden versuchen gemeinsam, Ruths Gegenstände zurückzuholen, dabei begeben sie sich aber ganz schön in Gefahr…

 
A- (Wertung von A bis F) „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers Macon Blair (Blue Ruin).

 
Ruth ist Krankenpflegerin, eine normale, etwas nerdige junge Frau. Sie ärgert sich zunehmend über die Rücksichtslosigkeit ihrer Mitmenschen und ist nicht mehr länger bereit, das hinzunehmen. Wie die Situation eskaliert, ist in diesem Film wunderbar zu beobachten. Letztlich sieht man, wie normale Leute auf kriminellen Abschaum treffen.

„I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ erinnert von seinem feinen, schwarzen Humor an die Coen Bros.-Filme, man spürt später aber auch den Einfluss von Quentin Tarantino.

Die neuseeländische Schauspielerin Melanie Lynskey hatte ihr Spielfilmdebüt in „Heavenly Creatures“. Seit einigen Jahren ist sie immer wieder in Nebenrollen (Up in the Air, The Informant!, Win Win, Seeking a Friend for the End of the World, der TV-Serie „Two and a Half Men“) zu sehen. Zugegebenermassen ist sie mir bislang nicht groß aufgefallen, hier spielt sie die Hauptrolle und die erfüllt sie so mit Leben, dass man sie einfach sympathisch finden muss. Vom Typ her hat sie mich an Allison Tolmans Charakter Molly Solverson aus der ersten Staffel von „Fargo erinnert.

Der Regisseur (und Schauspieler) Macon Blair ist selbst auch kurz zu sehen. Er ist der Typ, mit dem Ruth in der Bar über den Roman, den sie gerade liest, spricht.

Bekanntlich läuft das Geschäft für Netflix verdammt gut, so gut – und das ist das Erfreuliche für die Abonnenten – dass sie immer genug Geld investieren, um die neuesten Filme und Serien auf ihrer Platform zu zeigen. Noch erfreulicher sehe ich den Trend, dass die amerikanische Aktiengesellschaft zunehmend ihren Fokus auf Eigenproduktionen legt. Ich bin aber zutiefst darüber verärgert, wenn ein Sundance-Gewinner-Film zwei Monate später in diesem Portal völlig untergeht. Ein solch charmanter Indie verdient die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuschauer und gehört in der Erstauswertung definitiv ins Kino. Mir bleibt nur, eindringlich auf „I Don´t Feel at Home in This World Anymore“ hinzuweisen.

„I Don´t Feel at Home in this World Anymore“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Dort hat der Film das Filmfestival eröffnet und hat am Ende den U.S. Grand Jury Prize (Dramatic) gewonnen.

 
Trailer zu sehen:

 

D. C. – Film: „Logan“

Ich war am 07.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Logan“ (dt. Filmtitel: „Logan – The Wolverine“, dt. Kinostart: 02.03.17) 135 min action, sequel, adaptation
dir. James Mangold cast: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Boyd Holbrook, Dafne Keen, Richard E. Grant, Stephen Merchant, Elizabeth Rodriguez

 

 

Im Jahr 2029 sind die meisten Mutanten ausgestorben. Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist mittlerweile alt, seine Kräfte lassen nach. Er arbeitet als Limousinenfahrer und kümmert sich um den, an Alzheimer erkrankten Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart). Eines Tages spricht ihn eine Frau (Elizabeth Rodriguez) an, sie will Logan dafür bezahlen, dass er die 11-jährige Laura (Dafne Keen) nach North Dakota fährt, da wäre sie in Sicherheit. Logan stellt schon bald fest, dass es sich bei Laura um ein Mutantenmädchen handelt…

B- (Wertung von A bis F) „Logan“ basiert auf einzelnen Comicfiguren aus dem X-Men-Universum, es ist jedoch kein Film von Disneys Marvel Studios. Der 10. Film der „X-Men“-Reihe und die dritte und letzte Einzelverfilmung der „Wolverine“-Reihe wurde – wie bereits „Deadpool“ – von 20th Century Fox produziert. Dies ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers James Mangold („Girl, Interrupted“, „Identity“, „3:10 to Yuma“, „The Wolverine“).

Ich bin grundsätzlich kein Fan dieser Superhelden-Filme, mag Hugh Jackman nicht und finde die Figur Wolverine auch blöd. „Logan“ ist aber etwas anders und damit auch für mich durchaus sehenswert. James Mangold hat mit seiner Inszenierung einiges richtig gemacht, zunächst ist sein Film nicht von dem Massenware-Marvel-Studio produziert worden und zielt mit seiner Altersfreigabe „Rated R“ auch nicht – wie üblich – auf Kinder ab. In den U.S.A. heißt der Film ganz bewusst nur „Logan“, sehr simple und smart. (In Deutschland hat man sich aus marketingtechnischen Gründen für den Zusatz „The Wolverine“ entschieden). Dann erzählt der Film eine Geschichte von letztlich nur drei Charakteren. Alle drei sind hier sympathisch genug dargestellt, dass man an ihrem Schicksal teilhaben möchte. Das ist im Gegensatz zu den zig Charakteren in den X-Men-Filmen ebenfalls ein cleverer Schachzug. Leider schwächelt der Film dann aber im Mittelpart, der viel zu lang ist. Richtig gut wird der Film erst wieder, als die Kleine neben Logan im Auto sitzt. Insgesamt ist der Film mindestens 20 Minuten zu lang.

Zugegebenermassen habe ich mir den Film aber hauptsächlich wegen Dafne Keen angeschaut habe. Die spanisch-britische Schauspielerin wird bereits jetzt schon als neues, großes Talent gehandelt. Der Regisseur hat mich mit seiner Aussage, dass er von der 11-Jährigen ähnlich beeindruckt war, wie seinerzeit von Angelina Jolie in „Girl, Interrupted“, ins Kino gelockt. So etwas will von mir natürlich ausgecheckt werden. Die Kleine hat mir tatsächlich außerordentlich gut gefallen, ich bin gespannt, wie sie sich optisch entwickelt und wie ihre Karriere verläuft.

Ansonsten hätte man mir Mel Gibson als Logan/Wolverine „unterjubeln“ können, ich finde Hugh Jackman hatte, so alt aussehend und mit Bart, eine frappierende Ähnlichkeit mit Mel Gibson.

Update: Logan hat 1 Oscar-Nominierung erhalten (Best Adapted Screenplay)

„Logan“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2017 gezeigt. Auf dem 67. Berlin International Film Festival lief der Film im Wettbewerb (außer Konkurrenz). In den U.S.A. ist er am 3.3.17 in den Kinos gestartet, in Deutschland einen Tag vorher.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „War for the Planet of the Apes„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Wenn Blockbuster, dann so – ich liebe die ersten beiden Filme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Alien: Covenant„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ridley Scotts Fortsetzung zu Prometheus und „Alien“-Prequel mit Fassy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Fate of the Furious„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Wie viele Filme kann man denn von diesem Dreck drehen? Und wer alles Geld braucht: Helen Mirren, Charlize Theron…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Power Rangers„
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Unglaublich…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ghost in the Shell„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Scarlett Johansson und Takeshi Kitano, aber auch Juliette Binoche
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Dunkirk„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der Christopher-Nolan-Film mit Kenneth Branagh, Tom Hardy und Mark Rylance. Der Film ist für den Sommer angekündigt, also kein Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Circle„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Tom Hanks, John Boyega und Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Belko Experiment„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit John Gallagher, Jr. und Tony Goldwyn
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

zum Schluss – also nach acht Trailern – wurde dann noch der Kurzfilm „Deadpool: No Good Deed“ gezeigt. Hat mich nicht wirklich begeistert, ein C+ von mir.

 

D. C. – Film: „Get Out“

Ich war am 06.03.17 und am 13.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Get Out“ (dt. Kinostart: 04.05.17) 104 min thriller, comedy, horror
dir. Jordan Peele cast: Daniel Kaluuya, Allison Williams, Catherine Keener, Bradley Whitford, Caleb Landry Jones, Keith Stanfield

 

Chris (Daniel Kaluuya) und Rose (Allison Williams) sind seit fünf Monaten ein Paar. Nun will sie ihn langsam ihren Eltern (Bradley Whitford und Catherine Keener) vorstellen. Die beiden fahren für das Wochenende zu dem elterlichen Landsitz. Chris ist nervös, auch weil Rose ihren Eltern noch nicht erzählt hat, dass er Afroamerikaner ist. Die Eltern nehmen ihn aber ganz herzlich auf, nur die schwarzen Hausangestellten (Betty Gabriel und Marcus Henderson) verhalten sich ihm gegenüber seltsam. Langsam beginnt Chris sich ziemlich unwohl zu fühlen…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Get Out“ ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers, Comedians und Autors Jordan Peele (MADtv).

„Get Out“ ist ein smarter Genrefilm mit einer gesellschaftskritischen Botschaft, die sich vorwiegend an weiße Liberale in den U.S.A. richtet. Von dieser (meist) gebildeten Gesellschaftsschicht geht kein offener Rassismus aus, sie versuchen, sich möglichst politisch korrekt zu verhalten und drücken sich Afroamerikanern gegenüber jedoch hin und wieder „ungeschickt“ aus. Der Film überzeichnet dieses Thema und dadurch könnte man den Film auch als Satire bezeichnen. „Get Out“ hat einen langsamen Spannungsaufbau, gut platzierte Schocker und ist letztlich ein spannender, atmosphärischer Thriller mit Horror-Elementen. Die subtilen Aussagen, die dieser Film trifft, blieben bei mir aber am meisten hängen und fordern förmlich eine zweite Sichtung. Warum ausgerechnet der Baumwolle eine so starke Symbolkraft für den schwarzen Mann zugesprochen wurde – darüber muss ich noch mal nachdenken.

Der Regisseur selbst ist Afroamerikaner und mit der weißen Schauspielerin Chelsea Peretti zusammen, vermutlich hat er auch etwas aus seinem Erfahrungsschatz in den Film gebracht. Ob sein Film mit all den Feinheiten auch außerhalb der U.S.A. funktioniert, wird sich zeigen.

Schauspielerisch ist der Film auch bis in die kleinsten Rollen wunderbar besetzt. Mir gefiel, insbesondere Keith Stanfield (Short Term 12, Selma, Miles Ahead), den man nicht nur zu Beginn des Films sieht.

 

B+ (Wertung von A bis F) Genau eine Woche nachdem ich mir den Film ein erstes Mal angeschaut habe, bin ich ein zweites Mal ins Kino gegangen und habe mir „Get Out“ angeschaut. Diese Sichtung war etwas entspannter, auch konnte ich auf bestimmte Dinge achten. (Stichwort: Baumwolle, ich habe eine Idee, hundertprozentig sicher bin ich mir aber auch nicht). Eigentlich hat mir der Film mit der zweiten Sichtung sogar noch besser gefallen, die Anfangsbewertung passt aber nach wie vor.

„Get Out“ ist in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2017 gelandet.

Update: „Get Out“ hat 4 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Director, Best Actor – Daniel Kaluuya, Best Original Screenplay) Update: „Get Out“ hat einen Oscar (Bestes Originaldrehbuch) gewonnen.

„Get Out“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. In den amerikanischen Kinos ist der Film am 24.02.17 gestartet. Ich habe den Film in einer sehr gut besuchten Vorstellung in Washington, D.C. gesehen. Ich war die einzig weiße Zuschauerin und habe mich zunehmend unwohl gefühlt. Meine Mitzuschauer waren so begeistert von dem Film, dass sie am Ende sogar applaudiert haben. Der Film kommt am 04.05.17 in Deutschland ins Kino.

Bei Interesse an dem Film, nicht den folgenden Trailer sehen:

 

das amerikanische Filmplakat

Das amerikanische Plakat gefällt mir gar nicht, das deutsche Plakat ist wesentlich mehr gelungen, auf der offiziellen Facebook-Seite zu sehen:

http://www.facebook.com/GetOut.DE/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „It Comes at Night“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Horrorfilm des „Krisha“-Regisseurs mit Joel Edgerton
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Belko Experiment„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit John Gallagher, Jr. und Tony Goldwyn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Snatched„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionkomödie mit Amy Schumer und Goldie Hawn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Unforgettable„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller. Ich gucke keine Filme mit dem talentfreien Meerschweinchen, auch wenn die wunderbare Rosario Dawson mitspielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Baywatch„
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Actionkomödie mit Dwayne Johnson und Zac Efron
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „All Eyez on Me„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic über Tupac
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Wish Upon„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller mit Ryan Phillippe und Joey King
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

Berlin (ale) – Film: „El bar“

Ich war am 16.02.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„El bar“ (englischer Filmtitel: „The Bar“) 102 min thriller, comedy
dir. Álex de la Iglesia cast: Blanca Suárez, Mario Casas, Carmen Machi, Secun de la Rosa, Jaime Ordónez

 
An einem ganz normalen Vormittag möchte die hübsche Elena (Blanca Suárez) ihr Handy aufladen und landet in einem Lokal auf einem belebten Platz in Madrid. Als ein Gast aus der Bar plötzlich vor der Tür niedergeschossen wird, eilt ihm ein weiterer Bargast zu Hilfe und wird auch der getötet. Unter den verbliebenen acht Leuten in dem Lokal bricht Panik aus. Sie versuchen nachzuvollziehen, was passiert ist und warum die Straßen plötzlich wie leergefegt sind…

 
F (Wertung von A bis F) „El bar“ ist der neue Film des spanischen Filmemachers Álex de la Iglesia („The Day of the Beast“, „The Oxford Murders“).

Zu viele Worte möchte ich über diesen Film nicht verlieren. Mit „unerträglich“ hätte ich den Film mit einem Wort beschrieben. Um eine bereits viel zu oft erzählte Geschichte mit hysterischen und/oder dämlichen Charakteren zu erzählen, hat der Regisseur scheinbar irgendwelche Laiendarsteller engagiert. Auch empfand er es offenbar als sinnlos, professionelle Maskenbildner und Kostümbildner anzustellen. „El bar“ sieht von Anfang bis Ende aus wie eine Billigproduktion und ich meine ausdrücklich nicht Low-Budget-Produktion. Ein visionärer Regisseur braucht nicht viel Geld, um seine Ideen in einen exzellenten Film umzusetzen. Vor einer Woche wurde einer dieser wunderbaren Low-Budget-Produktionen (Moonlight) mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet. Vielleicht soll „El bar“ ja einer dieser Trashfilme sein, dann kann ich definitiv mit so einem Schund nichts anfangen.

„El Bar“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2017 gezeigt. Auf dem 67. Berlin International Film Festival lief der Film außer Konkurrenz im Wettbewerb. Der Film wurde in der spanischen Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 

Berlin (ale) – Film: „Return to Montauk“

Ich war am 16.02.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Return to Montauk“ (dt. Filmtitel „Rückkehr nach Montauk“, dt. Kinostart: 11.05.17) 106 min drama
dir. Volker Schlöndorff cast: Stellan Skarsgard, Nina Hoss, Susanne Wolff, Niels Arestrup, Isi Laborde

 

 

Der skandinavische Schriftsteller Max Zorn (Stellan Skarsgard) reist zu der Buchpremiere seines neuen Romans nach New York. Es ist ein sehr persönlicher Roman, in dem er vor von dem Scheitern seiner großen Liebe schreibt. Diese Frau, Rebecca (Nina Hoss), lebt heute noch in New York und ist mittlerweile eine erfolgreiche Anwältin. Max sucht nach siebzehn Jahren den Kontakt zu Rebecca, doch die scheint kein großes Interesse an ihm zu haben…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Return to Montauk“ ist der neue Film des deutschen Filmemachers Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“, „Death of a Salesman“). Wie bereits für seinem Film „Homo Faber“ ließ sich der Regisseur von Max Frischs autobiografischen Erzählung „Montauk“ inspirieren.

Zusammengefasst ist „Return to Montauk“ ein Film über einen Anfang 60-jähriger Mann (gespielt von Stellan Skarsgard), der denkt, die Welt würde sich nur um ihn drehen, eine leidenschaftliche Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau (gespielt von Nina Hoss) nie vergessen hat und natürlich glaubt, ihr würde es genauso gehen. Ihm kommt dabei nicht mal in den Sinn, dass sie in den vergangenen 17 Jahren vielleicht einen anderen wichtigen Mann in ihrem Leben getroffen haben könnte. Beinahe hätte ich natürlich vergessen zu erwähnen, dass der über 60-jährige Mann eigentlich mit einer, auch wieder wesentlich jüngeren Frau zusammen ist. Volker Schlöndorffs neuer Film spricht wahrscheinlich mehr Männer an, Frauen dürften über die unreflektierte Selbstverliebtheit nur müde mit den Augen rollen.

Die Handlung hört sich zusammengefasst sicherlich schlimm an, mir gefiel der Film aber über weite Strecken. Vor allen Dingen mochte ich seine atmosphärische Inszenierung. Ich hatte das Gefühl in New York oder Long Island zu sein. Auch gefiel mir, dass Volker Schlöndorff nicht nur das glitzernde, edle New York zeigt, das sich nur die Reichen leisten können und auch nicht die hippen West-Village-Apartments (die man aus so vielen TV-Serien und Filmen kennt), sondern auch die schäbigen New Yorker Apartments, die trotzdem mind. 1.500 Dollar kosten.

Lobenswert erwähnen möchte ich, dass alle Frauencharaktere sehr stark gezeichnet sind. Von Nina Hoss bin ich  kein so großer Fan, hier ist sie aber großartig.

„Return to Montauk“ lief erstmalig auf der Berlinale 2017. Auf dem 67. Berlin International Film Festival lief der Film im Wettbewerb. Gezeigt wurde die englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. „Return to Montauk“ hat bislang noch keinen amerikanischen Verleiher gefunden. Der Film startet am 11.05.17 in den deutschen Kinos.

 
Ein Ausschnitt zu sehen: