Hong Kong – Film: „Split“


Ich war am 19.01.17 in Hongkong und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Split“ (dt. Kinostart: 26.01.17) 117 min drama, thriller, horror
dir. M. Night Shyamalan cast: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Haley Lu Richardson, Jessica Sula, Betty Buckley

 
Nach einer Geburtstagsfeier werden die drei Mädchen Claire (Haley Lu Richardson), Marcia (Jessica Sula) und Casey (Anya Taylor-Joy) entführt. Es stellt sich heraus, dass ihr Entführer (James McAvoy) eine diagnostizierte Persönlichkeitsstörung hat. Dreiundzwanzig verschiedene Persönlichkeiten verbergen sich in seinem Inneren. Die Mädchen sind in einem fensterlosen Raum eingesperrt und versuchen dem Psychopathen zu entkommen, vor allen Dingen noch bevor sich seine vierundzwanzigste Persönlichkeit – die Bestie – vollständig entwickelt hat…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Split“ ist der neue Film des indisch-amerikanischen Filmemachers M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“, „The Village“, „The Happening“, „After Earth“).

 
Eines vorweg, auch wenn dieser Film in der Ausführung nicht perfekt ist, ist er definitiv einer der besten Shyamalan-Filme. Wer sich ein wenig mit seinen Filmen auskennt, weiß, dass dies nicht unbedingt ein Prädikatsmerkmal ist. Vor mittlerweile achtzehn Jahren ist er mit seinem Film „The Sixth Sense“ bekannt geworden und galt als neue Regiehoffnung, heutzutage verbindet man mit seinem Namen eher Filme die langweilig und/oder schlecht sind.

„Split“ ist auf der einen Seite eine langsam erzählte Charakterstudie eines, an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidenden Mannes, auf der anderen Seite ein solide und spannend inszenierter Thriller, der als Horrorfilm endet. Mir war der Film etwas zu lang und irgendwann auch zu anstrengend, aber er funktioniert – im Gegensatz zu Shyamalans meisten Filmen – über weite Strecken. Ein Grund dafür ist zweifelsfrei James McAvoy (WantedX-Men: First Class, Trance). Seine Performance ist faszinierend, da sie sich sehr über seine Sprache definiert, empfehle ich dringend, diesen Film in der Originalfassung zu sehen.

 
Anya Taylor-Joy (The Witch) habe ich hier das erste Mal in einer anderen Rolle gesehen. Sie macht ihre Sache gut, ich fand nur die Geschichte ihres Charakters etwas unbefriedigend.

Das Ende von „Split“ verspricht eine Fortsetzung. Und jetzt kommt ein SPOILER „Split“ ist eine Art Fortsetzung zu Shyamalans Film „Unbreakable“, ich mochte diesen Film nicht sonderlich und konnte mich auch nicht mehr an ihn erinnern, aber so ergibt das Ende mit dem Cameo auch einen Sinn. SPOILER ENDE

 
„Split“ wurde erstmalig auf dem Fantastic Fest 2016 gezeigt. In den U.S.A. ist der Film am 20.1.17 landesweit gestartet. Ich habe den Film In Hongkong gesehen, dort war der Film bereits am 19.1.17 im Kino zu sehen. Gezeigt wurde die Originalfassung mit chinesischen Untertiteln. In Deutschland startet „Split“ am nächsten Donnerstag.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Bye Bye Man„
Bewertung des Trailers: C+ (anderer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „John Wick: Chapter 2„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Teil 1 war ja ganz gut
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 70 % RT

Kino in Hongkong

Ich war bereits einige Male in Hongkong im Kino, bin mir aber im Moment nicht sicher, ob ich je darüber berichtet habe. Gerade um die Mittagszeit, wenn es sonst so heiß ist oder ich noch nicht richtig wach bin, gehe ich dort gerne ins Kino. In den Kinos, in denen ich bisher war, musste ich mir den Sitzplatz bereits an der Kinokasse auswählen. Kein free seating – was ich so liebe. Die Kinokarte kostet im Schnitt 90 Hong Kong-Dollar (ca. 11 Euro). Wenn es nicht voll ist, wird man von dem Personal meist direkt zum Sitzplatz geleitet. Vor dem Film gibt es keine Werbung (ich glaube mittlerweile, einzig die Deutschen akzeptieren es – obwohl sie für ihre Kinokarte bezahlt haben, sich bis zu 30 Minuten Werbung aufs Auge drücken zu lassen). Vor „Split“ gab auch nur zwei Trailer und los ging´s.

chinesisches Filmplakat von "Split"
chinesisches Filmplakat von „Split“

 

10 Gedanken zu “Hong Kong – Film: „Split“

  1. Hm, hört sich eher nach dem an, was ich mir so dachte. Richtig gut ist er nicht…aber auch nicht schlecht.
    Ich mag bis heute „Unbreakable“. Ist auch der einzige Film von ihm, den ich wirklich mag.

    Leider spoilern die Trailer hier mal wieder viel zu sehr. Die ersten waren noch zurückhaltend und letztens habe ich im Kino einen vollen Spoilertrailer gesehen und mich total geärgert. Ich denke seine Verwandlung sollte eine Überraschung sein, aber gut mal sehen, ob das wirklich so ins Gewicht fällt.
    Ich sollte mir einfach die Hände vor die Augen halten, wenn die Filmvorschauen kommen :))

    Erfrischenderweise gibt es immer mehr Menschen, die einfach später ins Kino kommen. Leider ist es dann schon so dunkel, dass man seine Plätze nicht mehr findet, sonst würde ich das auch praktizieren.
    Ich weiß gar nicht, ob es in England noch immer die zwei Startzeiten gibt (mit und ohne Werbung). Das ist auch eine gute Idee.

    Gefällt 2 Personen

    • „Hm, hört sich eher nach dem an, was ich mir so dachte. Richtig gut ist er nicht…aber auch nicht schlecht.“ Ja genau, aber das ist doch schon mehr als wir von ihm erwartet haben, oder?

      Achso? Ich mochte „The Sixth Sense“ und als Einzige auf diesem Planeten tatsächlich „The Village“.

      Na die Verwandlung in seine verschiedenen Persönlichkeiten war eigentlich das, was mich in den Film gezogen hat. Also die Trailer fand ich schon gut, zu viel spoilern sie auch nicht.

      Das nervt mich aber auch, wenn die Zuschauer zu spät ins Kino kommen und mir womöglich im Bild stehen oder gar über mich rübersteigen. :)) Für mich hilft nur, dass sie die Werbung abschaffen oder wie Du sagst (habe ich bisher noch nicht erlebt) zwei Startzeiten vorgeben. Außerdem: Mit Werbung zahlst Du dann weniger für die Kinokarte.

      Gefällt 1 Person

      • Stimmt schon 🙂
        Ja „the Village“…fand ich nicht so doll :))
        Ich meine ja nicht seine vielen Persönlichkeitsveränderungen, sondern seine finale Bestie. Das will ich nicht im Trailer sehen. Mir werden hier zu oft Schlussszenen mit verarbeitet und das ärgert mich schon.

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      • Achso, gut so richtig sieht man die Bestie ja nicht, aber stimmt, das hätte nicht sein müssen.

        Ja Schlussszenen sollten auf gar keinen Fall vorkommen, aber es ist sicherlich nicht einfach, einen guten Trailer, der die Leute ins Kino lockt, zu produzieren. Die sind ja auch in den meisten Fällen fremdproduziert.

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      • Den Produzenten ist sicherlich egal was gezeigt wird, Hauptsache, die Leute rennen ins Kino. Im Zeitalter der sozialen Medien müssen sich die (potenziellen) Zuschauer beschweren, um ein Umdenken zu erreichen. Die Macht der sozialen Medien und deren Nutzer wird immer größer. Ich denke, da könnte man auch etwas hinsichtlich der Werbung im Kino erreichen.

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  2. Nur mal so nebenbei: Ich fand beispielsweise Shyamalans „The Visit“ auch erfrischend gut. Und „Signs“ und „The Village“ bei weitem nicht so schlecht wie von vielen oft behauptet.

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      • „The Village“ war vielleicht der erste Film, der von seinem eigenen Trailer ruiniert wurde. Ich glaube der Film hat deshalb so viele Hater, weil der Trailer einen supergruseligen Monster-Film verspricht und dann etwas vollkommen anderes zu sehen war. Ich selbst war damals nach dem Kino auch ziemlich enttäuscht. heute finde ich den Film eigentlich gar nicht übel 😉

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