Boston – Film: „Jackie“

Ich war am 10.12.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Jackie“ (dt. Filmtitel: „Jackie: Die First Lady“, dt. Kinostart: 26.01.17) 99 min drama, biopic
dir. Pablo Larraín cast: Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, Billy Crudup, John Hurt, Richard E. Grant, John Carroll Lynch, Beth Grant

 

 

Hyannis Port, Massachusetts im Jahr 1963. Eine Woche nachdem ihr Ehemann, Präsident John F. Kennedy (Caspar Phillipson), ermordet wurde, empfängt Jackie Kennedy (Natalie Portman) den LIFE Magazin Reporter Theodore H. White (Billy Crudup). Sie erzählt von der Tour, die sie durch das renovierte Weiße Haus gegeben hat, von den Stunden nach dem Attentat auf ihren Ehemann und von ihren Vorbereitungen zur Trauerfeier des 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten.

 

 

B (Wertung von A bis F) „Jackie“ ist ein Porträt über Jacqueline Bouvier Kennedy. Es ist der erste englischsprachige Film des chilenischen Filmemachers Pablo Larraín („Post Mortem“, „No!“)

Jackie Kennedy hatte, nur kurz nach dem Attentat auf ihren Mann, dem LIFE Magazin ein Interview gegeben. Mit ihren Aussagen wollte sie ihren verstorbenen Gatten, den 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, sein Leben und seine Regierungszeit (die sie als „Camelot“ bezeichnete) ins rechte Licht rücken. In dem Interview erzählte sie über die Zeit unmittelbar nach seiner Ermordung und wie sie die Beerdigungszeremonie inszenierte. Der Film zeigt, wie Jackie Kennedy die Medien und insbesondere die Macht der Bilder genutzt hat und so den Kennedy-Mythos erschuf.

Den ganzen Film über war ich angespannt, habe mich unwohl gefühlt. Das hat sicherlich auch mit der Situation zutun, in die es Pablo Larrain schafft, den Zuschauer zu versetzen aber hauptsächlich würde ich es der Filmmusik zuschreiben. Der Score ist sehr dominant, schräg und furchtbar im besten Sinne. Die Musik hebt die Empfindungen von Mrs. Kennedy noch hervor. Nach Under the Skin ist dies erst der zweite Score, den Mica Levi für einen Spielfilm komponierte.

 
Natalie Portman hat nicht sonderlich viel Ähnlichkeit mit Jackie Kennedy, sie ist auch sicherlich wesentlich hübscher als die ehemalige Präsidentengattin, aber sie macht ihre Sache erstaunlich gut. Man kann irgendwann nicht mehr die Augen von Mrs. Portman nehmen, den New Yorker Akzent, Jackies Sprache hat sie auch perfekt hinbekommen. Natalie Portman zeigt hier die Wandlung von einer leicht naiven und ängstlichen First Lady zu einer selbstbewussten, eigenwilligen und durchaus mitunter feindseligen Jackie. Es ist hundertprozentig davon auszugehen, dass sie für diese Rolle für den Oscar nominiert wird, die meisten Experten gehen sogar davon aus, dass sie hierfür ihren zweiten Academy Award (nach Black Swan) gewinnen wird.

Schauspielerisch hat mich Peter Sarsgaard („Shattered Glass“, „The Dying Gaul“, An Education, Pawn Sacrifice) einen Tick mehr begeistert. In meinen Augen sowieso einer der besten Schauspieler, hier hat er überraschenderweise sogar Ähnlichkeit mit Robert Kennedy.

In der Vergangenheit hatte ich meine Probleme mit Greta Gerwig (Frances Ha, Maggie´s Plan), ich fand sie immer gleich und mein Fall ist dieser Typ Frau einfach nicht. Hier spielt sie tatsächlich mal eine ganz andere Rolle, die Assistentin von Jackie Kennedy, ich habe sie kaum erkannt und fand sie großartig.

 
„Jackie“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Natalie Portman), Bester Nebendarsteller (Peter Sarsgaard), Bestes Originaldrehbuch, Beste Filmmusik und einige andere technische Kategorien. Update: „Jackie“ wurde für insgesamt 3 Oscars nominiert, in den Kategorien: Beste Hauptdarstellerin (Natalie Portman), Beste Kostüme und Beste Filmmusik

 
„Jackie“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2016 gezeigt. Auf diesem Festival wurde Noah Oppenheim mit zwei Preisen für sein Drehbuch für „Jackie“ ausgezeichnet. Der Film ist am 02.12.16 in fünf ausgewählten Kinos in den U.S.A. gestartet. Mittlerweile ist er bereits in 348 amerikanischen Kinos zu sehen. Am 26.01.17 startet der Film in den deutschen Kinos.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „20th Century Women„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Mike Mills neuer Film mit Annette Bening, Elle Fanning, Greta Gerwig und Billy Crudup
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Perfekter Trailer von Damien Chazelles neuem Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – ich verstehe nicht, wie die Dorman besetzen konnte, er ist wirklich alles andere als sexy. Aber gut, was interessiert es mich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – diesen Trailer habe ich so oft gesehen, dass ich ihn exakt mitsprechen kann… Den Film will ich nicht mehr sehen
Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A United Kingdom„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic-Drama mit Rosamund Pike und David Oyelowo
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich gar nicht

Trailer v. Film: „Silence„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Martin Scorsese neuer Film. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Gifted„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Drama mit Chris Evans und Jenny Slate
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

amerikanischer Aufsteller von "Jackie"
amerikanischer Aufsteller von „Jackie“

 

Boston – Film: „Miss Sloane“

Ich war am 10.12.16 in Boston und am 16.12.16 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Miss Sloane“ (dt. Filmtitel: Die Erfindung der Wahrheit, dt. Kinostart: 06.07.17) 132 min drama, thriller
dir. John Madden cast: Jessica Chastain, Mark Strong, Gugu Mbatha-Raw, Michael Stuhlbarg, Alison Pill, John Lithgow, Sam Waterston

 
Washington D.C. Die ehrgeizige Politstrategin Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) überwirft sich mit ihrem Chef (Sam Waterston) und verlässt nach elf Jahren ihren Arbeitgeber, eine einflussreiche Lobby-Firma. Jetzt arbeitet sie für eine Organisation und leitet eine Kampagne, mit der sie und ihr Team über 60 U.S. Senatoren davon überzeugen müssen, ein neues, schärferes Waffengesetz zu befürworten. Mit dem neuen Gesetz werden strengere Überprüfungen beim Waffenkauf gefordert. Mit ihrer Kampagne legt sich die Lobbyistin mit der mächtigen Waffenlobby an. Ihr altes und jetzt gegnerische Team unter der Leitung von Pat Conners (Michael Stuhlbarg) unterstützt die Waffenlobby und versucht die Senatoren auf ihre Seite zu ziehen. Beide Teams kämpfen mit allen Mitteln…

 
A (Wertung von A bis F) „Miss Sloane“ ist der neue Film des englischen Filmemachers John Madden („Shakespeare in Love“, „Proof“, „The Best Exotic Marigold Hotel“).

Ich habe ein Faible für smarte Politthriller und gute Charakterstudien. Auch mag ich – wie ich es nenne – „runde“ Geschichten. „Miss Sloane“ ist genau das.

„Miss Sloane“ gibt einem am Anfang des Films eine Idee von der üblichen Strategie der titelgebenden Figur. Miss Sloane ist eine ehrgeizige Frau, die sich in der harten Welt der Lobbyisten in Washington durchgesetzt hat. Sie ist stets perfekt vorbereitet und ihren Widersachern meist einen Schritt voraus ist, schießt aber durchaus auch mal über das Ziel hinaus. Miss Sloane ist sehr erfolgreich in ihrem Metier, aber sie hat auch Prinzipien. Eine Gewinnertype, die sich sogar mit der mächtigen amerikanischen Waffenlobby anlegt – wäre sie ein Mann, jeder würde sie bewundern. Sie  lebt für ihren Job, ist aber nicht fehlerfrei und zahlt einen hohen Preis für dieses Leben.

 
Jessica Chastain (Zero Dark Thirty, A Most Violent Year) ist gewohnt bravourös. Sie kann unterkühlte Frauen sehr gut spielen. Miss Sloane ist keine Sympathieträgerin, aber dafür ein faszinierender, vielschichtiger Charakter, der mich bis zum Schluss gefesselt hat. Ich liebe scharfzüngige, zynische und sehr smarte Filmfiguren. Besonders mochte ich den Schlagabtausch, den sich Miss Sloane und ihr Kollege und spätere Gegner (gespielt von Michael Stuhlbarg) liefern. Bei Miss Sloanes Aussage am Ende des Films habe ich sogar Gänsehaut bekommen.

Schauspielerisch sind aber auch Mark Strong, Gugu Mbatha-Raw und – wie immer – Michael Stuhlbarg klasse. Jake Lacy ist mir das erste Mal in Love the Coopers aufgefallen, hier spielt er Forde und ist auch ein Hingucker, irgendwie.

Jessica Chastain hat in einem Interview erzählt, wie sie sich auf den Film vorbereitet hat. Weniger als 10% in der Washingtoner Lobby-Industrie sind Frauen. Sie hat sich mit elf Lobbyistinnen in Washington getroffen und war überrascht, dass diese Frauen auch so cool waren. Besonders erstaunt war die Schauspielerin, wie viel Geld man in dieser Branche verdient.

Wenn man diesen Film (insbesondere im Original) schaut, wird man kaum glauben können, dass dieses dialogreiche, brillante Drehbuch das erste Skript des Engländers Jonathan Perera ist. Es hätte auch von Aaron Sorkin (The Social Network, Moneyball, Steve Jobs) sein können.

 
Bei den meisten Filmen spielt leider immer noch eine männliche Figur die Hauptrolle und die Frau hat meist nur eine unterstützende Rolle oder ist schmückendes Beiwerk. Dieses Jahr gibt es auffällig viele Filme („La La Land“, „Arrival“, „Jackie“, „Elle“, „Hidden Figures“, „20th Century Women“, „The Edge of Seventeen“, „Krisha“, „Toni Erdmann“, etc.), bei denen ein starker und komplexer Frauencharakter, den Film trägt. Weiter so!

 
Ich habe mir den Film ein zweites Mal angeschaut. Bei der zweiten Sichtung hatte ich genauso wenig an dem Film auszusetzen, wie bei der ersten und damit ist der Film festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2016.

„Miss Sloane“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jessica Chastain), Bester Nebendarsteller (Mark Strong, Michael Stuhlbarg), Beste Nebendarstellerin (Gugu Mbatha Raw), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: Der Film wurde bei den Oscars leider komplett übergangen.

 
„Miss Sloane“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 25.11.16 in drei ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 9.12.16 ist der Film landesweit in den amerikanischen Kinos zu sehen. In Deutschland startet „Miss Sloane“ unter dem Filmtitel „Die Erfindung der Wahrheit“ am 06.07.17 in den Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:
Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Perfekter Trailer von Damien Chazelles neuem Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – ich verstehe nicht, wie die Dorman besetzen konnte, er ist wirklich alles andere als sexy. Aber gut, was interessiert es mich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Silence„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Martin Scorsese neuer Film. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – diesen Trailer habe ich so oft gesehen, dass ich ihn exakt mitsprechen kann…Der hat mittlerweile so schlechte Bewertungen, dass ich ihn mir auch nicht mehr anschauen will.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A United Kingdom„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic-Drama mit Rosamund Pike und David Oyelowo
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich gar nicht

Trailer v. Film: „Valerian and the City of a Thousands Planets„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Luc Bessons neuer Sci-Fi-Film mit Dane DeHaan und Cara Delevingne
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Circle„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Tom Hanks, John Boyega und Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

amerikanischer Aufsteller von "Miss Sloane"
amerikanischer Aufsteller von „Miss Sloane“

 

Chicago – Film: „Billy Lynn´s Long Halftime Walk“

Ich war am 24.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Billy Lynn´s Long Halftime Walk“ (dt. Filmtitel: „Die irre Heldentour des Billy Lynn, dt. Kinostart: 2.2.17)  110 min  drama, adpatation
dir. Ang Lee cast: Joe Alwyn, Kristen Stewart, Chris Tucker, Garrett Hedlund, Vin Diesel, Steve Martin, Tim Blake Nelson

 

 

23. Oktober 2004. Der 19-jährige Billy Lynn (Joe Alwyn) ist amerikanischer Soldat und mit seinem Sergeant (Garrett Hedlund) und sechs Kameraden seiner Einheit auf dem Weg zu einem American Football Spiel. Die amerikanischen Soldaten sind nach der Rückkehr aus dem Irak-Krieg auf einer Propagandatour quer durch die U.S.A. Jetzt sollen sie in der Halbzeit-Show des Football-Spiels als Helden inszeniert werden. Außerdem will Hollywood die Erlebnisse der Frontkämpfer verfilmen…

 

C- (Wertung von A bis F) „Billy Lynn´s Long Halftime Walk“ basiert auf Ben Fountains gleichnamigen Roman. Es ist der neue Film des taiwanischen Filmemachers Ang Lee („Sense and Sensibility“, „Crouching Tiger, Hidden Dragon“, „Brokeback Mountain“, Taking Woodstock, Life of Pi.

Wenn der Film eine Satire sein soll, dann ist das Projekt fehlgeschlagen. Wenn der Film ein Drama sein soll, der die Helden-Verehrung von Soldaten anprangern soll, ist er auch nicht wirklich gelungen. Mir war eigentlich bis zum Schluss nicht klar, was mir hier für eine Geschichte erzählt wird. „Billy Lynn“ ist etwas Kriegsdrama, etwas Familiendrama, etwas Kritik an den Medien (und an Hollywood), etwas Kritik daran, wie Soldaten instrumentalisiert werden und wie absurd doch diese Halbzeit-Shows sind und dann wird auch noch eine Liebesgeschichte eingebaut, die nicht nur komplett überflüssig ist, sondern auch völlig an den Haaren herbeigezogen. Als den Protagonisten dann noch religiöse Worte in den Mund gelegt wurden, wäre ich fast aus meinem Kinosessel gesprungen.

Die großangekündigte Halbzeit-Show-Sequenz fand ich auch seltsam. Beyoncé und Destiny´s Child treten auf bzw. werden von hinten, der Seite oder aus der Ferne gezeigt. Sie werden also von Schauspielern gespielt und man fragt sich, was das soll. Vielleicht waren die Musiker selbst zu teuer oder sie hatten schlichtweg keine Lust, in Ang Lees Film mitzuwirken.

Um etwas Positives über den Film zu berichten, ich mochte die Rückblenden, die die Soldaten im Irak zeigen und auch gefielen mir alle Szenen zwischen Billy Lynn (gespielt von dem Newcomer Joe Alwyn) und seinem Sergeant (gespielt Garrett Hedlund), aber das macht lange noch keinen guten Film aus.

 
Grundsätzlich werden Kinofilme in 24 fps (24 Bilder pro Sekunde) gedreht. Peter Jackson hat sein „Lord of the Rings“-Prequel „The Hobbit“ in 48 fps gedreht. James Cameron dreht im Moment gleichzeitig „Avatar 2“, „Avatar 3“ und „Avatar 4“ und gerüchteweise alle in 60 fps.

 
Ang Lee hat seinen Film „Billy Lynn´s Long Halftime Walk“ in 120 fps (also in einer 5 x so hohen Auflösung wie normal) 4K und 3D gedreht. Es ist der erste Film, der mit dieser klaren Bildfrequenz gedreht wurde. Ich habe ihn, wie quasi alle Zuschauer, die sich diesen Film auch anschauen wollten (und das waren wenige), in der normalen, 24fps-2D-Fassung gesehen. In den gesamten U.S.A. gibt es nur genau zwei Kinos, die mit einer Projektionstechnik ausgestattet sind, dass sie die 120 fps-Version zeigen können. Übrigens gibt es auch nur weitere drei Kinos in Asien, also insgesamt fünf Kinos weltweit, die ein solches hochauflösende Format zeigen können. Da stellt sich doch die Frage, warum man einen Film in diesem Format überhaupt drehen muss. Die amerikanischen Zuschauer, die den Film in dem 120 fps-4K-3D-Format gesehen haben, mussten für dieses Erlebnis 21 Dollar bezahlen. Den Berichten zufolge haben davon viele vorzeitig das Kino verlassen. Insbesondere diese Fassung hat vernichtende Kritiken bekommen.

Vielleicht macht eine so hyperreale Fassung bei Fantasy-Filmen Sinn, „Billy Lynn´s Long Halftime Walk“ zeigt aber sehr viele Nahaufnahmen von Gesichtern und warum man diese hochauflösend sehen soll, weiss ich nicht.

 
„Billy Lynn´s Long Halftime Walk“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller Joe Alwyn, Bester Nebendarsteller (Steve Martin, Chris Tucker, Vin Diesel), Beste Nebendarstellerin (Kristen Stewart) – Dieser Film zeigt, wie schwer es ist, Oscar-Prognosen zu geben, bevor ein Film erstmalig gezeigt wurde.

„Billy Lynn´s Long Halftime Walk“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 11.11. 16 in New York und L.A., in den beiden Kinos, die die 120 fps-Fassung zeigen konnten, gestartet. Ab dem 18.11.16 ist war er dann landesweit in 1176 Kinos zu sehen.  Am 2.2.17 kommt der Film in Deutschland ins Kino.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Damien Chazelles neuer Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Fences„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denzel Washingtons Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks mit Denzel selbst in der Hauptrolle und Viola Davis. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Split„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow. Psychothriller mit James McAvoy. Wenn der Film so gut ist wie der Trailer… das Einzige was gegen den Film spricht ist M. Night Shyamalan als Regisseur und ein Kinostart im Januar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – bei dem Trailer kann ich mittlerweile jedes einzelne Wort mitsprechen und der muss so übel sein, dass ich ihn auch nicht mehr gucken will
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 
Trailer v. Film: „Life„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Chicago – Film: „Moana – 3D“

Ich war am 24.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Moana – 3D“ (dt. Filmtitel: „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“, dt. Kinostart: 22.12.16) 113 min animation, musical
dir. Ron Clements, John Musker voices: Auli´i Cravalho, Dwayne Johnson, Rachel House, Temuera Morrison, Jermaine Clement, Nicole Scherzinger

 

 

Die 16-jährige Moana (Auli´i Cravalho) hatte von kleinauf eine besondere Beziehung zum mächtigen Ozean und zu den Meeresbewohnern. Sie lebt auf einer kleinen Insel in Polynesien. Moanas Vater (Temuera Morrison) ist der Stammeshäuptling. Auf der Insel konnten sich die Bewohner immer selbst versorgen, aber eines Tages sind alle Kokosnüsse plötzlich schimmlig und die Fischer kommen auch mit leeren Netzen nach Hause. Die Häuptlingstochter begibt sich mutig allein auf die Reise und sucht zunächst einmal den Halbgott Maui (Dwayne Johnson) auf – er könnte ihr dabei helfen, ihr Volk zu retten…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Moana“ ist der 56. abendfüllende Disney-Animationsfilm und nach Zootopia bereits der zweite und ebenfalls sehr erfolgreiche Disney-Cartoon in diesem Jahr. Bei diesem Film führen die beiden amerikanischen Regisseure Ron Clements und John Musker bereits das siebente Mal gemeinsam Regie (u.a. „The Little Mermaid“, Aladdin“).

Wenn man mal für zwei Stunden komplett abschalten will, alles um sich herum vergessen möchte, ist dies der perfekte Film. Am Anfang war mir das ganze Gesinge noch etwas zu viel und vielleicht ist er am Ende auch etwas zu lang, aber im Ganzen ist „Moana“ ein witziger, farbenfroher, grandios animierter Abenteuerfilm. Es gibt sogar eine Hommage an den wunderbaren Film Mad Max: Fury Road.

Disney hat sich mit diesem Film viel Mühe gegeben, die beiden Filmemacher haben intensiv recherchiert, sind oft nach Polynesien gereist und hatten Berater dabei, damit der polynesischen Kulturraum am Ende im Film authentisch dargestellt wird. Für die Hauptsprech- und Gesangsrolle haben sie ein völlig unbekanntes, damals noch 14-jähriges Mädchen hawaiianischen Ursprungs besetzt und auch sonst haben sie sich bemüht, den Film mit Schauspielern/Synchronsprechern aus diesem Kulturkreis zu besetzen. Dwayne Johnson, der sicherlich prominenteste Sprecher in der Besetzungsliste fügt sich hier auch wunderbar ein, seine Mutter stammt aus Samoa. Bisher konnte ich mit dem Sexiest Man Alive 2016 (Bitte???) gar nichts anfangen, aber er scheint ein guter Entertainer zu sein, kann sogar tanzen und singen. Sein Song „You´re Welcome“ hat mir im Film tatsächlich am Besten gefallen.

Natürlich ist „Moana“ auch ein Disney-Prinzessinnen-Film, auch wenn er dieses Klischee auf die Schippe nimmt. In diesem Film gibt es mal keinen richtigen Bösewicht, besonders gut hat mir gefallen, dass die 16-jährige Prinzessin (Häuptlingstochter) mal nicht spindeldürr ist und sich auch nicht verlieben muss, um glücklich zu sein. Originell fand ich die Idee mit Mauis Tätowierungen.

Meine Lieblingsfigur ist (natürlich) Heihei, der drollige, geistig zurückgebliebene Hahn.
Die 3D-Fassung ist wie bei vielen Animationsfilmen lohnenswert, bei diesem möchte ich sie dringend empfehlen.

Aus rechtlichen Gründen musste der Film und die Prinzessin Moana in Deutschland, und einigen anderen europäischen Ländern, in Vaiana umbenannt werden.

 
„Moana“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Animationsfilm und einige Songs in der Kategorie Bester Song. Update: „Moana“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Bester Animationsfilm und Bester Filmsong („How Far I´ll Go“)

„Moana“ ist am 23.11.16 landesweit in den amerikanischen Kinos gestartet. Unter dem Filmtitel „Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“ kommt der Film am nächsten Donnerstag in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 

 

Vor „Moana“ wurde folgender Kurzfilm gezeigt.

„Inner Workings“ (dt. Titel: „Herz oder Kopf: Inner Workings“) 6 min animation
dir. Leo Matsuda
Der Büroangestellte Paul muss immer wieder gegen sein inneres Ich ankämpfen.
A (Bewertung von A bis F) Paul ist hinreissend und so ist es auch der Film. Dieser Film ist bereits auf der Shortlist gelandet, der Liste der 10 Kurzfilme, die von AMPAS für den Oscar nominert werden können.

 

vorgeschaltete Trailer:

 

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja muss ich wohl gucken

Trailer v. Film: „Smurfs: The Lost Village„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Schlumpf-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Space Between Us„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Sci-Fi-Teenager-Romanze
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 
Trailer v. Film: „Rock Dog„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: chinesisch-amerikanischer Animationsfilm. Die Chinesen sind auf großer Einkaufstour in Hollywood und dadurch kommen dann immer mehr chinesisch-amerikanische Produktionen ins Kino
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Born in China„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Disney´s Nature Tier-Doku, chinesisch-amerikanische Produktion
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sing„ (Trailer in 3D)
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Lego Batman Movie„ (Trailer in 3D)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: The Lego Movie wollte ich mir seinerzeit auch nicht angucken und dann war der klasse

Trailer v. Film: „Beauty and the Beast„ (Trailer in 3D)
Bewertung des Trailers: B+ (erster Trailer)
Kommentar: Bill Condons neues Musical mit Emma Watson, Dan Stevens, Emma Thompson, Ewan McGregor, Ian McKellen, Kevin Kline, Stanley Tucci, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken..

Trailer v. Film: „Cars 3„ (Teaser in 3D gezeigt)
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Pixars 3. Teil von „Cars“
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%
das waren übrigens unfassbare 9 Trailer/Teaser.

 

 

Chicago – Film: „Rules Don´t Apply“

Ich war am 24.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Rules Don´t Apply“ (dt. Filmtitel: „Regeln spielen keine Rolle“, dt. Kinostart: 06.04.17) 127 min drama, comedy, biopic
dir. Warren Beatty cast: Warren Beatty, Lily Collins, Alden Ehrenreich, Annette Bening, Matthew Broderick, Haley Bennett, Alec Baldwin, Candice Bergen, Chace Crawford, Taissa Farmiga, Ed Harris, Martin Sheen, Oliver Platt

 

 

Im Jahr 1958 in Los Angeles. Marla Mabrey (Lily Collins) möchte als Schauspielerin in Hollywood durchstarten. Sie ist bereits bei RKO Pictures, dem Filmstudio des exzentrischen Howard Hughes (Warren Beatty), unter Vertrag. Er hat sie nach L.A. eingeladen, sie darf in einem seiner zahlreichen Häuser wohnen. Frank (Alden Ehrenreich) arbeitet als Fahrer für die Hughes Organisation. Er holt das naive Filmsternchen und ihre Mutter (Annette Bening) vom Flughafen ab und ist beauftragt, die Beiden herumzufahren. Während die Schauspielerin darauf wartet, dass sie von dem neurotischen Milliardär empfangen wird, verliebt sich Frank in Marla…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Rules Don´t Apply“ ist die achte Regiearbeit von Schauspieler/Regisseur Warren Beatty. Er hat seit dem Jahr 1988 und dem Film „Bulworth“ nicht mehr Regie geführt. Warren Beatty ist der Bruder der Schauspielerin Shirley MacLaine. Seit dem Film „Bugsy“ ist er mit der Schauspielerin Annette Bening zusammen. Mittlerweile sind sie seit 25 Jahren verheiratet. „Rules Don´t Apply“ ist der erste Film, bei dem seine Ehefrau seinen Regieanweisungen folgen musste.

 
Der bereits vierzehn Mal für den Oscar nominierte Warren Beatty (als Regisseur wurde er für seinen Film „Reds“ auch ausgezeichnet) präsentiert mit „Rules Don´t Apply“ ein vielleicht etwas zu langes, aber sonst solides Werk. Die 25-Millionen-Dollar-Produktion wirkt handwerklich hochwertig (insbesondere, wenn man – wie ich – kurz zuvor Robert Zemeckis, für 85 Millionen Dollar produzierten Film Allied gesehen hat). Auch wenn Warren Beatty seit über 40 Jahren an einem Film über Howard Hughes gearbeitet hat, sieht er seinen Film nicht als Biopic über Howard Hughes, vielmehr als einen Film über das Hollywood Ende der 1950er Jahre. Es dauert tatsächlich auch eine Weile bis man Howard Hughes das erste Mal zu Gesicht bekommt, generell dominiert die Geschichte von Marla und Frank den Film.
Warren Beatty spielt hier Howard Hughes in einer Zeit, in der er psychisch bereits schwer krank war und mit seiner äußerst neurotischen Persönlichkeit, seinen Angestellten das Leben zur Hölle gemacht hat. Beim Dreh blieb der Hauptdarsteller und Regisseur stets in seiner Rolle und so haben die Schauspieler Regieanweisungen von Howard Hughes bekommen.

Der Film hat in meinen Augen drei besondere Szenen (Die Szene, in der Frank erstmalig auf Howard Hughes trifft, die Szene, in der eine angetrunkene Marla, Zeit mit Howard Hughes verbringt und die Szene, in der Matthew Brodericks Charakter der Geduldsfaden reißt).

 

Auch wenn ich schon zuvor einige Filme mit ihm gesehen habe, ist mir mein künftiger Lieblingsschauspieler bewusst das erste Mal in Hail, Caesar! aufgefallen. Mittlerweile bin ich von Alden Ehrenreich völlig hingerissen. Ich sehe ihn als Charakterschauspieler mit Filmstar-Qualitäten und für mich ist mit dieser Rolle klar, dass die Mädchen (und Jungs) ihn in spätestens  3, 4 oder 5 Jahren anhimmeln und seinetwegen ins Kino rennen. Vergleichbar mit Leonardo DiCaprio, der noch nicht „Titanic“ gedreht hat. Da passt es natürlich, dass er für das Star Wars-Spin-off-Projekt als Han Solo besetzt wurde.

Für diesen Indie-Film sind 16 Produzenten gelistet, darunter Steven Mnuchin, der ehemaligen Goldman-Sachs-Banker und künftigen Finanzminister des designierten U.S. Präsidenten Donald Trump.

 

 

„Rules Don´t Apply“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Warren Beatty), Beste Hauptdarstellerin (Lily Collins), Bester Originalsong („Rules Don´t Apply“)

„Rules Don´t Apply“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 23.11.16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Der Film kommt am 6.4.17 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Miss Sloane„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Politthriller mit Jessica Chastain, Mark Strong, John Lithgow und Sam Waterston. Für mich sieht das nach Top-Ten-Material aus, kleiner Spoiler: ist es auch
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

 
Trailer v. Film: „Jackie„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Biopic über Jacqueline Kennedy mit Natalie Portman in der Hauptrolle. Die Oscar-Nominierung ist ihr sicher, ich werde aber wohl nie ein Freund der Portman.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Same Kind of Different as Me„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Warum muss Greg Kinnear immer in so einem Mist mitspielen? Hätte man ihren Namen nicht irgendwann in großen Lettern lesen können, ich hätte Renée Zellweger niemals erkannt. Traurig.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen. Mal gucken, wie weit der Film hinsichtlich der Oscars kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

Berlin – Film: „Shut In“

Ich war am 04.11.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Shut In“ (dt. Kinostart: 15.12.16) 90 min thriller
dir. Farren Blackburn cast: Naomi Watts, Oliver Platt, Charlie Heaton, Jacob Tremblay

 

 

Bei einem schweren Autounfall hat Mary (Naomi Watts) ihren Ehemann verloren und ihr 18-jähriger Sohn Steven (Charlie Heaton) ist seither gelähmt. Sie lebt zurückgezogen in einem abgelegenen Haus und kümmert sich aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Sohn. Nebenbei arbeitet sie noch in ihrem Beruf als Kinderpsychologin. Der verhaltensauffällige 9-jährige Waisenjunge Tom (Jacob Tremblay) ist ihr neuer Patient, am liebsten würde sie eine Weile bei sich aufnehmen. Eines Tages verschwindet der Junge spurlos und Mary wacht nachts von unheimlichen Geräuschen im Haus auf. Ist sie im Alltag und ihrem Sohn überfordert oder verliert sie langsam den Verstand? Mary sucht Rat bei ihrem Psychologen Dr. Wilson (Oliver Platt)…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Shut In“ ist erst der zweite Spielfilm bei dem der britische Filmemacher Farren Blackburn Regie führt. Bislang hat er sich vorwiegend mit TV-Serien, u..a. mit „Luther“ und „Doctor Who“ einen Namen gemacht. Der Regisseur hat auch zwei Episoden (Nr. 5 und meine Lieblingsfolge Nr. 10) der ersten Staffel von Daredevil inszeniert.

„Shut In“ hat einige Logiklöcher und Ungereimtheiten und ist zum Schluss Augen-rollend-absurd, aber ich kann aber nicht behaupten, dass ich mir zu irgendeiner Zeit gelangweilt oder zu sehr geärgert (wie bei The Girl on the Train) habe. Von Anfang bis Ende war ich von dem Film gefesselt, mal waren es die Performances, dann sicher ein paar gut gesetzte Schocker, insgesamt fand ich den Film unterhaltsam und – was für einen Thriller nicht unwichtig ist – wirklich spannend.

Naomi Watts macht jeden Film sehenswert, Oliver Platt ist auch immer klasse und es ist schön, den kleinen Mann aus Room (Jacob Tremblay) mal wieder zu sehen. Von dem Schauspieler Charlie Heaton hatte ich bislang noch nichts gehört. Von Beginn an war ich aber von seiner Präsenz beeindruckt. Schauspielerisch muss man abwarten, wie er sich entwickelt.

„Shut In“ ist am 11.11.16 in die amerikanischen Kinos gekommen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. In Deutschland wird der Film ab diesem Donnerstag in den Kinos gezeigt.

Trailer zu sehen:

deutscher Trailer zu sehen:

Golden Globe-Nominierungen 2017 und meine Meinung

Heute, am 12.12.16 hat die Hollywood Foreign Press Association die Golden Globe Nominierungen verkündet.

Zunächst möchte ich noch kurz von einem Skandal berichten, der im Moment allgemein gedeckelt wird. Zur Erinnerung, es gab bereits einen großen Skandal noch bevor die Oscar-Saison richtig gestartet ist. In meiner ersten Prognose zu den Oscar-Nominierungen 2017 vom September 2016  hatte ich über Nate Parker und seinen Film The Birth of a Nation berichtet. Dem Sundance-Abräumer wurden große Oscar-Chancen eingeräumt, dann kochte der Skandal hoch und fand seinen Höhepunkt im August. Jetzt Monate später ist weder von Nate Parker noch von seinem Film bei den ganzen Kritikerpreisen oder jetzt bei den Golden Globes noch etwas zu sehen. Mittlerweile köchelt ein weiterer Skandal etwas vor sich hin und könnte die Gewinnchancen eines Schauspielers in Gefahr bringen. Es geht um Casey Affleck. Es stehen sehr unschöne Vorwürfe der sexuellen Belästigung im Raum. Im Jahr 2010 hat er mit Joaquin Phoenix die Mockumentary I´m Still Here gedreht. Damals ist Joaquin Phoenix durch die Öffentlichkeit getingelt und hat verkündet, dass er seine Schauspielkarriere an den Nagel hängt und eine Karriere als Rapper anstrebt. Casey Affleck hat jeden Schritt seines Schwagers Joaquin Phoenix mit der Kamera begleitet, sie haben vor der Kamera viel Mist gemacht und so entstand dieser Film. Vielleicht haben sie die eine oder andere Droge auch tatsächlich konsumiert – man weiss es nicht. Der Film „I´m Still Here“ ist überflüssig, den muss man wirklich nicht gesehen haben. Joaquin Phoenix und Casey Affleck müssen aber die Zeit ihres Lebens gehabt haben. Zwei Frauen hingegen haben sich während der Dreharbeiten nicht so wohl gefühlt, fühlten sich beleidigt und sexuell belästigt. Im Gegensatz zu Nate Parkers Fall gibt es hier aber keine Vergewaltigungsvorwürfe, der Vorwurf der sexuellen Belästigung ist – insbesondere in den U.S.A. – aber auch schwerwiegend. Die beiden Frauen haben Casey Affleck damals verklagt. Es wurde ein außergerichtlicher Vergleich erzielt und damit war die Sache erledigt. Eigentlich. Die Geschichte ist bekannt, aber die ganzen Oscar-Experten berichten derzeit (noch) nicht darüber. Casey Affleck und Denzel Washington gelten allgemein im Moment als Favoriten auf den Oscar-Gewinn. Oscar-Kampagnen sind schmutzig und wenn das gegnerische Team anfängt, diese Geschichte auszubuddeln und wenn sie gezielt Informationen streuen, wird AMPAS diesem Mann ganz sicher nicht eine Goldstatue aushändigen. Ich bin gespannt, ob die Geschichte in den nächsten Monaten tatsächlich noch richtig hochkocht.

Zu den Golden Globes. Keiner nimmt die Auslandspresse (HFPA) wirklich ernst, auch wenn sie sich in den letzten Jahren gebessert haben, gelten sie immer noch als star fuckers. Um so größer der Name des Schauspielers, um so eher ist eine Golden-Globe-Nominierung garantiert. Die Golden-Globe-Verleihung ist aber die erste große Filmpreisverleihung, die weltweite Aufmerksamkeit generiert. Die erste Filmpreisverleihung, die in den U.S.A. (und in Deutschland) im TV übertragen wurde, waren die Critic Choice Awards. Sie wurden gestern Nacht verliehen. Bei allen im TV übertragenen Filmpreisverleihungen sind die Dankesreden wichtig und richtungsweisend. Jeder, der als Gewinner auf der Bühne steht, kann hier Sympathiepunkte sammeln und AMPAS überzeugen, dass sie auch diesen Filmschaffenden auf ihrer Oscar-Bühne sehen wollen. Schlecht ist es, wenn man nicht für den Golden Globe nominiert wird, es ist aber dann trotzdem noch nicht ausgeschlossen, dass der Film, der Regisseur, der Schauspieler einen Monat später für den Oscar nominiert wird.  In der Vergangenheit war ich nie sonderlich gut im Raten der Golden Globe-Nominierungen. Eigentlich interessieren die mich auch nicht wirklich, mich interessieren die Oscars.

Meine September-Prognose zu den Oscar-Nominierungen 2017

Meine November-Prognose zu den Oscar-Gewinnern 2017 

 

Zurück zu den Golden Globes: Es überrascht nicht, dass „La La Land“ die meisten GG-Nominierungen (7) erhalten hat. Das wird sich hundertprozentig bei den Oscar-Nominierungen fortsetzen. „Moonlight“ hat 6 GG-Nominierungen und „Manchester by the Sea“ 5. Die wichtigsten Golden Globe-Nominierungen:

 

 

Best Motion Picture – Drama:

Meine Meinung: Ich habe nur „Manchester by the Sea“, „Moonlight“ und „Hell or High Water“ gesehen. In meiner nicht-veröffentlichten GG-Nominierungsliste habe ich von den tatsächlich Nominierten „Manchester by the Sea“, „Moonlight“ und „Hacksaw Ridge“ richtig geraten. Sonst habe ich auf „Arrival“ und „Silence“ getippt. Bei „Lion“ habe ich scheinbar Harvey Weinstein unterschätzt, der es irgendwie immer schafft, seinen Film bei den Globes unterzubekommen. Bei „Hell or High Water“ habe ich gedacht, dieser Indie wäre mehr ein Kritikerliebling und würde bei den Oscars keine Rolle spielen. Mittlerweile ist eine Oscar-Nominierung als Bester Film sogar wahrscheinlich. „Lion“ habe ich noch nicht gesehen und bei Mel Gibsons „Hacksaw Ridge“ weigere ich mich noch immer standhaft. Ich werde ihn aber wohl nachholen müssen. Was mich wundert, ist, dass Tom Ford als Regisseur nominiert wurde aber sein fantastischer Film „Nocturnal Animals“ nicht als Bester Film. Mein Wunsch: Manchester by the Sea oder Moonlight Die Wahrscheinlichkeit: Manchester by the Sea oder Moonlight mit einer kleinen Tendenz zu Moonlight.

 

 

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama:

Amy Adams (Arrival)
Jessica Chastain (Miss Sloane)
Isabelle Huppert „Elle“
Natalie Portman (Jackie)
Ruth Negga (Loving)

Meine Meinung: Die einzige Performance, die ich noch nicht kenne, ist Isabelle Hupperts. Was die GG-Nominierungen angeht, habe ich Amy Adams, Natalie Portman und Isabelle Huppert richtig geraten, ich freue mich wahnsinnig über Jessica Chastains Nominierung (hauptsächlich, weil ich den Film liebe und sie sowieso immer klasse ist). Ich habe meine GG-Nominierungsprognose etwas nachlässig ausgefüllt und Annette Bening hier (und zusätzlich in der Kategorie Best Comedy) eingesetzt. Mein Fehler. Ansonsten hätte ich gedacht, dass sie Taraji B. Henson (für „Hidden Figures“) nominieren. Sie haben aber – ehrlicherweise nicht sonderlich überraschend – Ruth Negga nominiert, deren Performance ich nicht mochte. Mein Wunsch: Ich wünschte, ich hätte „Elle“ schon gesehen. Ich gönne es Isabelle Huppert auch ohne, dass ich diese Performance kenne. Amy Adams, Jessica Chastain und Natalie Portman hätten es aber auch verdient Die Wahrscheinlichkeit: Die Tendenz geht zu Natalie Portman,  Isabelle Huppert schleicht sich aber langsam von hinten an.

 
Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama:

Casey Affleck (Manchester by the Sea)
Joel Edgerton (Loving)
Andrew Garfield „Hacksaw Ridge“
Viggo Mortensen „Captain Fantastic“
Denzel Washington Fences
Meine Meinung: Hier kenne ich tatsächlich nur die Performances von Casey Affleck und Joel Edgerton. Den Einzigen, den ich hier nicht richtig getippt habe, ist Viggo Mortensen. Den Film habe ich mir über iTunes bereits vor längerer Zeit ausgeliehen, ich komme aber einfach nicht dazu. Anstelle von Viggo hatte ich Tom Hanks getippt. Mein Wunsch: Casey Affleck Die Wahrscheinlichkeit: Casey Affleck (es sei denn, s.o.) oder Denzel Washington

 

 

Best Motion Picture – Musical or Comedy:

La La Land
Deadpool
20th Century Women
Florence Foster Jenkins
Sing Street

Meine Meinung: Ich habe einzig „20th Century Women“ noch nicht gesehen. „Deadpool“ habe ich zwar noch nicht vollständig gesehen, aber weite Teile davon auf HBO oder Showtime, ich weiss es nicht mehr. „Sing Street“ habe ich gesehen, aber schnell wieder vergessen. Glückwunsch an Harvey Weinstein, dass „Sing Street“ für den GG nominiert wurde. Die Nominierung für „Deadpool“ war absehbar, ich habe aber trotzdem nicht getippt, dass er nominiert wird. Auch mit „Sing Street“ habe ich nicht gerechnet. Ich habe hier tatsächlich auf „The Edge of Seventeen“ und auf Warren Beattys „Rules Don´t Apply“ getippt. Mein Wunsch: La La Land Die Wahrscheinlichkeit: La La Land

 

 

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy:

Emma Stone La La Land
Annette Bening „20th Century Women“
Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)
Hailee Steinfeld (The Edge of Seventeen)
Lily Collins (Rules Don´t Apply)

Meine Meinung: Mit Ausnahme von Annette Benings kenne ich alle Performances. Lily Collins war die Einzige, auf die ich nicht getippt habe. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum sie nominiert wurde. Ich hatte an ihrer Stelle Sally Field für Hello, My Name is Doris stehen. Bei Hailee Steinfeld habe ich mehr auf eine Nominierung gehofft. Großartig, ich freue mich sehr für sie. Mein Wunsch: Hailee Steinfeld und Emma Stone Die Wahrscheinlichkeit: Emma Stone oder Annette Bening, die Tendenz geht eher zu Mrs. Stone

 

 

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy:

Ryan Gosling La La Land
Hugh Grant (Florence Foster Jenkins)
Colin Farrell (The Lobster)
Jonah Hill (War Dogs)
Ryan Reynolds „Deadpool“

Meine Meinung: Hier kenne ich tatsächlich alle Performances, auch wenn ich „Deadpool“ nicht vollständig angeschaut habe, bzw. irgendwas nebenbei gemacht habe.  „The Lobster“ habe ich letztes Jahr auf dem New York Film Festival gesehen und auch wenn ich weiss, dass er erst dieses Jahr in die amerikanischen Kinos kam, ist es für mich ein 2015-Film (übrigens auch in meiner Top Ten Filme für Filme aus dem Jahr 2015 gelandet). Daher hatte ich „The Lobster“ und Colin Farrell so gar nicht auf dem Zettel. Jonah Hill war gut in War Dogs – aber war das wirklich nötig, ihn zu nominieren? Ich habe gedacht, sie nominieren George Clooney für Hail, Caesar!. (aber die HFPA will ja scheinbar ihren schlechten Ruf loswerden und nominieren nicht mehr nur die größten Stars). Ansonsten hatte ich tatsächlich auf Warren Beatty und Alden Ehrenreich für ihre Performance in „Rules Don´t Apply“ getippt. Mit anderen Worten hier habe ich nur Hugh Grant und Ryan Gosling vorhergesagt. Die Golden-Globes-Nominierungs-Prognose macht wirklich keinen Spass. Mein Wunsch: schwierig, Ryan Gosling, Hugh Grant und Colin Farrell spielen alle mal in einer so ganz anderen Rolle Die Wahrscheinlichkeit: ich habe keine Ahnung, Ryan Gosling oder Hugh Grant?

 

 

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture:

Viola Davis Fences
Michelle Williams (Manchester by the Sea)
Naomie Harris (Moonlight)
Nicole Kidman (Lion)
Octavia Spencer Hidden Figures

Meine Meinung: „Fences“ habe ich leider noch nicht gesehen und auch „Lion“ und „Hidden Figures“ nicht. Die Filme habe ich hier tatsächlich alle richtig geraten, nur habe ich auf Janelle Monae in „Hidden Figures“ getippt und nicht auf die furchtbare Octavia Spencer. HFPA haben hier wohl den bekannteren Namen genommen. Mein Wunsch: na Viola Die Wahrscheinlichkeit: Viola Davis

 

 

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture:

Mahershala Ali (Moonlight)
Dev Patel (Lion)
Jeff Bridges (Hell or High Water)
Aaron Taylor-Johnson (Nocturnal Animals)
Simon Helberg (Florence Foster Jenkins)

Meine Meinung: „Lion“ habe ich bisher noch nicht gesehen, sonst kenne ich alle Performances. Erst mal bin ich fürchterlich angefressen, dass DIE Michael Shannon nicht nominiert haben, dafür Aaron Taylor-Johnson (gut kann man nominieren, muss man aber nicht. Shannon muss man hingegen nominieren) Ansonsten habe ich hier nur Mahershala Ali und Jeff Brigdes richtig geraten. Ich hatte sonst noch Lucas Hedges (für „Manchester by the Sea“), Michael Shannon (wie gesagt für „Nocturnal Animals“) und Liam Neeson (für „Silence“) auf dem Zettel. Die Nominierungen für Simon Helberg und Aaron Taylor-Johnson sind sicher berechtigt, bei Dev Patel weiss ich es noch nicht, ein Gewinn für alle drei Kandidaten ist aber aussichtslos. Mahershala Ali holt dieses Ding (also den Golden Globe) und später dann den Oscar nach Hause – da bin ich mir mittlerweile hundertprozentig sicher. Mein Wunsch: Michael Shannon, aber mich fragt ja keiner. Von den Nominierten Mahershala Ali Die Wahrscheinlichkeit: Mahershala Ali

 

 

Best Animated Feature Film:

Kubo and the Two Strings
Moana 
Zootopia
Sing
My Life as a Zucchini

Meine Meinung: „Kubo“, „Moana“ und „Zootopia“ habe ich gesehen, für gut befunden und bin davon ausgegangen, dass sie nominiert werden. Ich habe dann noch damit gerechnet, dass Finding Dory und „Red Turtle“ nominiert werden. Wurden sie aber nicht, dafür „Sing“ (ernsthaft?) und „My Life as a Zucchini“ (noch nie von gehört) Mein Wunsch: Kubo and the Two Strings Die Wahrscheinlichkeit: Zootopia

 

 

Best Director – Motion Picture:

Damien Chazelle La La Land
Tom Ford (Nocturnal Animals)
Kenneth Lonergan (Manchester by the Sea)
Barry Jenkins (Moonlight)
Mel Gibson „Hacksaw Ridge“

Meine Meinung: „Hacksaw Ridge“ will ich nicht sehen, ansonsten kenne ich die anderen vier Filme. Ich freue mich wahnsinnig über Tom Fords Nominierung. Warum sie seinen Film nicht in der Kategorie Bester Film nominiert haben, ist mir schleierhaft. Von allen Regisseuren auf der Welt ausgerechnet Mel-fucking-Gibson? Ernsthaft? Hätte man nicht wenigstens den anderen Trump-Wähler Clint Eastwood für seinen Sully nominieren können? Definitiv werden diese Fünf nicht alle für den Oscar nominiert. Und was ist überhaupt mit Martin Scorsese? Ich hatte auf Denzel Washington und Martin Scorsese getippt (anstelle von Tom Ford und Mel Gibson) Mein Wunsch: Tom Ford Die Wahrscheinlichkeit: Damien Chazelle und Barry Jenkins, die Tendenz geht zu Chazelle

 

 

Wie sieht derzeit das Oscar-Rennen aus? Die wichtigsten Filmkritiker-Awards (New York, Boston, D.C., L.A. und die Critic Choice Awards) sind die letzten Tage verliehen worden und da hat sich gezeigt, dass die Kritiker drei Filme lieben: „La La Land“, „Moonlight“ und „Manchester by the Sea“. Im lezten Jahr waren es übrigens „Mad Max: Fury Road“, „Carol“ und „Spotlight“. Davon wurde „Carol“ nicht mal als Bester Film für den Oscar nominiert. „Spotlight“ hat bekanntlich den Oscar als Bester Film gewonnen. Ich bin sicher, dass dieses Jahr alle drei Kritiker-Lieblinge auch für den Oscar nominiert werden und ich bleibe bei meiner September-Prognose, „La La Land“ gewinnt den Oscar als Bester Film.

Chicago – Film: „Allied“

Ich war am 23.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Allied“ (dt. Filmtitel: „Allied – Vertraute Fremde“, dt. Kinostart: 22.12.16)  124 min  drama
dir. Robert Zemeckis cast: Brad Pitt, Marion Cotillard, Jared Harris, Lizzy Caplan, August Diehl, Matthew Goode

 

 

1942 in Casablanca. Max Vatan (Brad Pitt) ist ein kanadischer Geheimdienstoffizier. Er hat einen Under-Cover-Auftrag in Marokko, dazu soll er sich mit Marianne Beauséjour (Marion Cotillard), eine Kämpferin des französischen Widerstands, als Ehepaar ausgeben. Die Beiden erfüllen ihren Auftrag, aber verlieben sich auch ineinander. Schließlich gehen sie nach London, heiraten und bekommen eine Tochter. Er arbeitet für die britische Regierung, als er eines Tages erfährt, dass seine Frau als Doppelagentin für die Nazis spionieren soll…

 
C (Wertung von A bis F) „Allied“ ist der 18. Spielfilm des amerikanischen Filmemachers Robert Zemecki („Back to the Future“, „Forrest Gump“, Flight, The Walk.

Während des Films fällt einem wohl zwangsläufig irgendwann der Film „Mr. & Mrs. Smith“ ein. „Allied“ ist auch ein Agententhriller mit Brad Pitt, nur, dass dieser im Zweiten Weltkrieg spielt und der Film nur eine (große) Actionszene aufweisen kann. Die beiden Protagonisten sind als Liebespaar alles andere als glaubwürdig. Marion Cotillard macht ihre Sache gut, nur hätte sie einen anderen Schauspieler an ihrer Seite haben müssen. Die Chemie zwischen ihr und Brad Pitt stimmt einfach nicht.

Robert Zemeckis Inszenierung wirkt – wieder einmal – billig, viele Szenen, insbesondere die Außenaufnahmen sehen aus, als wären sie in einem Filmstudio entstanden. Das muss nicht sein und schon gar nicht, wenn man 85 Millionen Produktionsbudget zur Verfügung hat. Zusätzlich haben mich einige Szenen rausgebracht. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob die Engländer während des Zweiten Weltkrieges bereits eifrig recycelt haben, vom gesunden Menschenverstand würde ich aber denken, dass sie zu dem Zeitpunkt andere Sorgen hatten. Aber gut, wird wohl so sein, sonst hätte Zemecki hier nicht die auffälligen Recycling-Tonnen vor dem Haus von Brad Pitts und Marion Cotillards Charakteren in London platziert. Mich haben diese Tonnen jedenfalls jedes Mal aus dem Film gebracht. Genauso wie eine Szene noch relativ zu Anfang, als die beiden Protagonisten in einem Auto in der marokkanischen Wüste stehen und eine riesiger Sandsturm aufzieht. Versucht man in solcher Situation nicht sein Auto schnell aus der Gefahrenzone zu bringen? Zemecki fand aber, dass die Situation ideal ist, dass sich die beiden Protagonisten näher kommen. Wahrscheinlich mussten sie danach stundenlang in die nächste Stadt laufen – das zeigt der Film dann aber nicht. Mir ist außerdem aufgefallen, dass Marion Cotillards Charakter Gel-Fingernägel hat – im Zweiten Weltkrieg… auch wenn das nur eine Kleinigkeit ist, mich ärgert so eine Nachlässigkeit.

„Allied“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Marion Cotillard), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Allied“ ist am 23.11.16 in 3160 amerikanischen Kinos gestartet. Weite Teile des Films sind in französischer Sprache mit englischen Untertiteln. Der Film kommt am 22.12.16 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Cure for Wellness„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Wow – Gore Verbinskis neuer Film, Thriller mit Dane DeHaan
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Silence„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der Trailer des neuen Martin Scorsese Films wurde exklusiv das erste Mal vor „Allied“ gezeigt. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: muss ich wohl gucken

amerikanischer Aufsteller von "Allied"
amerikanischer Aufsteller von „Allied“

 

Chicago – Film: „Bleed for This“

Ich war am 23.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Bleed for This“ (dt. Kinostart: 20.04.17) 116 min drama, biopic
dir. Ben Younger cast: Miles Teller, Aaron Eckhart, Katey Sagal, Ciarán Hinds, Ted Levine

 

 

Im Jahr 1988. Vinny Paz (Miles Teller) ist Profiboxer. Bei einem Boxkampf trägt er schwere Kopfverletzungen davon. Es wird ihm empfohlen, das Boxen ganz aufzugeben. Vinny sucht sich stattdessen aber einen neuen Trainer (Aaron Eckhart) und wechselt die Gewichtsklasse. Als er sich bei einem Autounfall den Halswirbel und einige andere Wirbel bricht und von den Ärzten wissen will, wann er wieder in den Ring steigen kann, teilen die ihm, dass sie nicht mal sicher sind, ob er je wieder laufen kann. Aber auch diesmal kämpft sich Vinny zurück….

 

 

B (Wertung von A bis F) „Bleed for This“ basiert auf einer wahren Geschichte. Es ist der neue Film des amerikanischen Autors und Filmemachers Ben Younger („Boiler Room“, „Prime“).

Ich habe das Gefühl, dass jedes Jahr mindestens ein Boxer-Film ins Kino kommt, der irgendwie bei den großen amerikanischen Filmpreisverleihungen mitspielen will. Viele dieser Filme sind nicht schlecht, aber dramaturgisch ähneln sie sich doch stark. Entweder ist es ein Außenseiter, der sich ganz nach oben kämpft oder es ist ein (physisch oder psychisch) angeschlagener Boxer, der sich zurück ins Leben und eben auch wieder ganz nach oben kämpft. Am Ende steht meist ein ganz großer Boxkampf. Bei „Bleed for This“ ist es wieder die Comeback-Story, durchaus solide inszeniert. Der Film spielt Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre im Arbeitermilieu von Rhode Island und entsprechend kann man sich an der authentischen, aber schlimmen Mode, dem Make-up, der geschmacklosen Wohnungseinrichtung und den schlecht gemachten Brüste sattsehen. Bestimmte Bilder, z.B. Miles Teller mit gemeinen Oberlippenbart und in einem Leoparden-String-Tanga – muss ich auch erst mal wieder aus meinem Kopf bekommen.

 
„Bleed for This“ ist bereits der zweite Spielfilm, bei dem Miles Teller neben Aaron Eckhart spielt. Als er sein Spielfilmdebüt in Rabbit Hole gab, haben die beiden Schauspieler bereits zusammengearbeitet. In meinem Beitrag über den Film „Rabbit Hole“ habe seinerzeit Miles Teller, neben Jennifer Lawrence und Hailee Steinfeld als meine Neuentdeckung für das Jahr 2010 gesehen. Komisch irgendwie, so etwas jetzt sechs Jahre später zu lesen und großartig, was alle drei Schauspielern für eine Karriere gemacht haben. Miles Teller ist ein guter Schauspieler und überzeugt in „Bleed for This“ als Boxer. Für diesen Film hat er sich durch drei Gewichtsklassen trainiert. Sein Schauspielkollege Aaron Eckhart stiehlt ihm aber eindeutig die Show. Er spielt einen versoffenen, ehemaligen Erfolgstrainer, der dann mit Vinny Paz trainiert. Aaron Eckhart hat für diese Rolle über 40 Pfund zugenommen und trägt eine, nicht gerade schmeichelnde Halbglatze. Optisch ist er kaum zu erkennen und auch seine Stimme und Sprache hat er bis zur Unkenntlichkeit verändert. Für mich gibt er eindeutig eine Oscar-Performance. Auch gut hat mir Katey Sagal, bekannt aus vielen Serien, u.a. „Married with Children“ und Sons of Anarchy) gefallen. Ich hoffe, dass sie künftig auch öfter mal in Kinofilmen besetzt wird.

Während des Abspanns werden kurz die realen Personen neben den Schauspielern, von denen sie in dem Film portraitiert wurden, gezeigt. Das ist eine sehr sympathische Geste.

„Bleed for This“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Miles Teller), Bester Nebendarsteller (Aaron Eckhart), Bestes Originaldrehbuch

„Bleed for This“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 18.11.16 landesweit in den amerikanischen Kinos gestartet. Der Film kommt am 20.04.17 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Fences„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denzel Washingtons Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks mit Denzel selbst in der Hauptrolle und Viola Davis. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film wohl ganz gut sein soll.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell raus. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass ich ihn wohl gucken muss.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Split„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow. Psychothriller mit James McAvoy. Wenn der Film so gut ist wie der Trailer… das Einzige was gegen den Film spricht, ist M. Night Shyamalan als Regisseur und ein Kinostart im Januar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Life„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Before I Fall„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Zoey Deutch. Ich mag die Hauptdarstellerin (aus „Everybody Wants Some!!“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sleepless„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionthriller mit Jamie Foxx – da bin ich dann erst mal raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

 

amerikanisches Filmplakat von "Bleed for This"
amerikanisches Filmplakat von „Bleed for This“

Chicago – Film: „The Edge of Seventeen“

Ich war am 22.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The Edge of Seventeen“ 102 min comedy, drama
dir. Kelly Fremon Craig cast: Hailee Steinfeld, Woody Harrelson, Kyra Sedgwick, Blake Jenner, Haley Lu Richardson

 
Nadine (Hailee Steinfeld) ist 17 Jahren und hat es gerade ziemlich schwer. Als sie 13 Jahre alt war, ist ihr geliebter Vater gestorben seither lebt sie mit ihrer nervigen Mutter (Kyra Sedgwick) und ihrem verhassten Bruder Darian (Blake Jenner) zusammen. Jetzt fängt ihre beste – und einzige – Freundin Krista (Haley Lu Richardson) auch noch was mit ihrem Bruder an. Na bravo! Da bleibt nur noch, ihren Lehrer (Woody Harrelson) mal wieder richtig zuzutexten, nur der stellt sich leider auch nicht auf ihre Seite…

 

 

A- (Wertung von A bis F) „The Edge of Seventeen“ ist das Regiedebüt der amerikanischen Autorin und Filmemacherin Kelly Fremon Craig.

Es gibt zugegebenermassen viele Coming-of-Age-Filme, „The Edge of Seventeen“ ist aber als einer der Besten hervorzuheben. Der Film ist sehr smart, von dem trockenen Wortwitz und seiner überragenden Protagonistin kann er sich durchaus mit Jason Reitmans Juno messen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dieser Film in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2016 landet.

Der Chemie zwischen Woody Harrelson und Hailee Steinfeld ist es zu verdanken, dass insbesondere die Szenen zwischen ihren beiden Charakteren brüllend komisch sind.

 
Hailee Steinfeld gab ihr Spielfilmdebüt in dem Coen Bros.-Film True Grit. Für diese Performance wurde sie prompt für den Oscar nominiert. Ein paar Jahre später habe ich sie dann in John Carneys Begin Again gesehen. Dort fand ich sie trampelig und war nicht mehr so begeistert von ihr. „The Edge of Seventeen“ ist der dritte Film in dem ich sie sehe und jetzt bin ich hundertprozentig sicher, dass ihr eine große Karriere bevorsteht. Nadine ist ein neurotischer, unsicherer Teenager, der denkt, dass sich die ganze Welt um sie drehen müsste. Sie hält sich für sehr smart und glaubt, dass sie nur von Idioten umgeben ist. Hailee Steinfeld verschwindet hinter ihrem Charakter. Für mich ist das ganz klar eine Oscar-Performance, schade, dass der Film so wenig Aufmerksamkeit erhält. Was Hailee Steinfelds Karriere angeht, habe ich am Anfang des Films noch Probleme mit ihrem Äußeren gehabt und habe ihre Zukunft eher als Charakterschauspielerin gesehen, je mehr ich sie jedoch beobachten konnte, desto mehr hat sie mich mit ihrer Präsenz, ihrer Ausstrahlung und ihrem Charme um den Finger gewickelt. Am Ende des Films fand ich sie sogar sehr hübsch und jetzt denke ich, dass sie sogar das Zeug zum Filmstar hat.

 
Erwin (gespielt von Hayden Szeto) ist entzückend, auch mal schön einen so ganz anderen asiatischen Charakter zu sehen.

„The Edge of Seventeen“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Beste Hauptdarstellerin (Hailee Steinfeld), Bester Nebendarsteller (Woody Harrelson)

„The Edge of Seventeen“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 18.11.16 landesweit in den amerikanischen Kinos gestartet. Bislang ist noch kein deutscher Kinostart bekannt.

 
Trailer zu sehen:

Der Red Band Trailer zu sehen:

 
Woody Harrelson und Hailee Steinfeld brechen bei den Dreharbeiten vor Lachen zusammen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Perfekter Trailer von Damien Chazelles neuem Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Office Christmas Party„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Jason Bateman und ja, leider Jennifer Aniston
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Bye Bye Man„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Space Between Us„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Sci-Fi-Teenager-Romanze
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „‚Fist Fight„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Ice Cube, Charlie Day und Tracey Morgan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Why Him?„
Bewertung des Trailers: A- (Redband-Trailer)
Kommentar: Komödie mit James Franco und Bryan Cranston
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

amerikanisches Filmplakat von "The Edge of Seventeen"
amerikanisches Filmplakat von „The Edge of Seventeen“