Chicago – Film: „American Pastoral“


Ich war am 21.10.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„American Pastoral“ (dt. Filmtitel: „Amerikanisches Idyll“, dt. Kinostart: 17.11.16) 108 min drama, adaptation
dir. Ewan McGregor cast: Ewan McGregor, Jennifer Connelly, Dakota Fanning, Rupert Evans, Molly Parker, David Strathairn, Hannah Nordberg

 

 

In den 1960er Jahren lebt Seymour (Ewan McGregor) mit seiner Familie im ländlichen Old Rimrock, New Jersey. Er und seine Frau Dawn (Jennifer Connelly) hatten es nie leicht mit ihrer Tochter Merry (Hannah Nordberg), im Alter von 16 Jahren radikalisiert sich das Mädchen (Dakota Fanning). Es ist die Zeit der Studentenkrawalle und Proteste gegen den Vietnamkrieg. Als bei einem Bombenanschlag auf das örtliche Postamt ein Mann getötet wird, gilt Merry schon bald als Hauptverdächtige. Weder Seymour noch Dawn wissen, wo sich ihre Tochter aufhält…

 
B- (Wertung von A bis F) „American Pastoral“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth. Das Buch wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Es ist das Regiedebüt des schottischen Schauspielers Ewan McGregor („Trainspotting“, „Moulin Rouge!“, The Ghost Writer, The Impossible)

Wenn man sich die amerikanischen Bewertungen zu dem Film anschaut (44% Metacritic, 20% Rotten Tomatoes) könnte man meinen, dass Ewan McGregor seine erste Regiearbeit ziemlich in den Sand gesetzt hat. Das finde ich nicht.

 
Ewan McGregors Charakter war der Kapitän des Footballteams an der Highschool und hat mit der ehemaligen Schönheitskönigin Dawn (gespielt von Jennifer Connelly) die Liebe seines Lebens gefunden und geheiratet. Er übernimmt die Handschuhfabrik seines Vaters, sie ziehen aufs Land und freuen sich über die gemeinsame Tochter. Die Mädchen ist aber schwierig, sie stottert und ist offensichtlich neidisch auf die Schönheit ihrer Mutter. In der Pubertät engagiert sich das Mädchen politisch, radikalisiert sich schließlich und wird verdächtigt, einen Bombenanschlag verübt zu haben „American Pastoral“ ist ein Familiendrama.  Ich habe mich gefragt, wie schlimm es für Eltern sein muss, wenn man ein so furchtbares Kind hat?

 
Zwei der Charaktere (Tochter Merry und die mysteriöse Frau) fand ich grau-en-haft und anstrengend, rührend hingegen ist Ewan McGregors Charakter (der seine Tochter trotzdem liebt und an sie glaubt). Die Vater/Tochter-Beziehung ist nachvollziehbar, ihr wird ein großer Teil des Films gewidmet und dadurch kommt am Ende für mich kein schlechter Film dabei raus. Fasziniert war ich von Jennifer Connellys Performance. Sie spielt hier eine ehemalige Schönheitskönigin, die unter dem Verhalten ihrer Tochter leidet und zunehmend durchdreht. Jennifer Connelly hat in der Vergangenheit schon einige Male bewiesen, wie talentiert sie ist. Den Oscar hat sie für „A Beautiful Mind“ gewonnen. Ich hätte ihn ihr für „House of Sand and Fog“ gegeben, seither war sie schauspielerisch leider nicht mehr wirklich auffällig. Für ihre Rolle hier könnte man sie durchaus berechtigt für den Oscar nominieren.

„American Pastoral“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Dakota Fanning, Jennifer Connelly), Bestes adaptiertes Drehbuch

 

 

„American Pastoral“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Am 21.10.16 ist er in einigen amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film ab dem 17.11.16 zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Billy Lynn´s Long Halftime Walk„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ang Lees neuer Film mit Kristen Stewart, Chris Tucker und Steve Martin. Nicht mehr länger im Gespräch als Oscar-Gewinnerfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Damien Chazelles neuer Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hacksaw Ridge„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Mel Gibsons erste Regiearbeit nach dem Skandal vor 10 Jahren – ein Kriegsfilm mit Andrew Garfield. Ich habe keine Lust auf den Film, aber wenn er sich als Oscar-Kandidat hält, muss ich ihn wohl sehen. Bei dem vor „American Pastoral“ gezeigten Trailer kann man auf faszinierende Weise sehen, wie tunlichst vermieden wird, Mel Gibsons Name überhaupt zu erwähnen. Im Trailer: „From the Academy Award Winning Director of „Braveheart“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich will nicht

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rules Don´t Apply„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Warren Beattys neuer Film mit ihm als Howard Hughes, Annette Bening, Alden Ehrenreich und Lily Collins. Oscar-Film?!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lion„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Dev Patel, Rooney Mara und Nicole Kidman. Ein Oscar-Film und Harveys einziges Pferd im Stall.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

5 Gedanken zu “Chicago – Film: „American Pastoral“

  1. Den Trailer kannte ich schon, weiß nur nicht vor welchem Film ich ihn schon gesehen habe 🙂
    Die Story kommt mir sehr bekannt vor und ja Dakota kann so richtig nervige Charakter gut spielen, vielleicht hat sie hier übertrieben?
    …Bening und Beatty sind noch immer zusammen was? :))

    Gefällt 1 Person

    • Nö ich fand nicht, dass sie übertrieben. Der Charakter ist einfach schrecklich.

      Ja, die sind noch zusammen und nächstes Jahr – wenn sie Emma Stone und Natalie Portman noch vor dem Thron stossen kann und er und/oder sein Film auch überraschend gut ist – vielleicht gemeinsam auf dem Oscar-Gewinner-Foto. 🙂

      Gefällt 1 Person

      • Es war ja auch nur eine Vermutung, ich habe den Film ja noch nicht gesehen 🙂
        Und was den Charakter angeht: Teenager sind einfach schrecklich (ich denke da an mich selbst) und wenn man dann noch radikalisiert ist die Hölle los :))

        Gefällt 1 Person

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