Berlin – Film: „The Girl on the Train“


Ich war am 10.10.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The Girl on the Train“ (dt. Filmtitel: „Girl on the Train“, dt. Kinostart: 27.10.16) 105 min thriller, drama, adaptation
dir. Tate Taylor cast: Emily Blunt, Rebecca Ferguson, Haley Bennett, Justin Theroux, Luke Evans, Allison Janney, Edgar Ramirez, Lisa Kudrow

 
Rachel (Emily Blunt) fährt jeden Morgen und jeden Abend mit dem Zug nach Manhattan. Sie kommt immer an einem idyllischen Haus vorbei und beobachtet ein scheinbar perfektes Paar (Haley Bennett und Luke Evans). Früher hat sie mit ihrem Ex-Mann (Justin Theroux) in der Nachbarschaft gewohnt. Er lebt immer noch dort, allerdings jetzt mit seiner neuen Frau (Rebecca Ferguson) und dem gemeinsamen Baby. Rachel hat die Scheidung noch nicht verarbeitet, außerdem ist sie Alkoholikerin. Um sich abzulenken, beobachtet sie nun beim Vorbeifahren weiter dieses scheinbar perfekte Paar und malt sich Stories aus. Eines Tages sieht sie, wie die junge hübsche Frau auf der Terrasse einen anderen Mann küsst. Kurz darauf ist die Frau verschwunden…

 

 

C- (Wertung von A bis F) „The Girl on the Train“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Paula Hawkins. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Tate Taylor (The Help, Get On Up).

Bei „The Girl on the Train“ liegt so vieles im Argen. Ich habe das Buch nicht gelesen, aber es kann nicht gut sein. Kein überdurchschnittlicher Regisseur wollte diesen Roman verfilmen und für die Besetzung wurden, mit zwei Ausnahmen (Emily Blunt und Allison Janney), auch nur zweitklassige Darsteller gefunden.

Dieses Projekt muss sich natürlich den Vergleich zu „Gone Girl“ gefallen lassen. Das Buch hatte ich seinerzeit schnell gelesen, war auch nichts anderes als Strandlektüre, aber sehr spannend und gut erzählt. Einer der besten amerikanischen Regisseure, David Fincher („Fight Club“, „Panic Room“, Zodiac, The Social Network) hat dann die ideale Besetzung gefunden und aus dieser Geschichte (einer übrigens auch unzuverlässigen Erzählerin) einen soliden Thriller inszeniert. Letztlich stand der Film dann kurz davor, für mehrere wichtige Oscars nominiert zu werden. Es endete damit, dass einzig Hauptdarstellerin (Rosamunde Pike) für den Academy Award nominiert wurde. Und damit  komme ich bereits dazu, warum ich mich über „The Girl on the Train“ so ärgere. Ganz am Anfang war ich noch etwas irritiert darüber wie die Hauptdarstellerin Emily Blut hier aussieht, bis sich dann aber sehr schnell herausstellte, dass sie eine Alkoholikerin spielt. Emily Blunt ist zweifelsfrei das Beste in „The Girl on the Train“. Mit dieser Performance könnte sie eine Nominierung für die wichtigsten Filmpreise bekommen, leider spielt sie aber in einem billigen und miserablen Fernseh-Film mit. Das Ende ist sogar so übel, dass ich geneigt war, eine noch schlechtere Bewertung abzugeben. Filmemacher Tate Taylor trägt für mich die meiste Schuld. Ich bin mir fast sicher, dass Fincher aus dieser Romanvorlage trotzdem noch einen B oder B- Film herausgeholt hätte.

Haley Bennett, die in „The Girl on the Train“ die Megan spielt, hat eine frappierende Ähnlichkeit mit Schauspielerin Jennifer Lawrence – irgendwie zeigt auch das, dass die Besetzung nur eine zweite Wahl ist.

 
„The Girl on the Train“ war  für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film. Emily Blunt hält sich immer noch wacker im (größeren) Kreis der Favoriten, die Chancen auf eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin haben.

„The Girl on the Train wurde am 7.10.16 in den amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland kommt der Film am 27.10.16 ins Kino. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

 
Trailer zu sehen:

 

 

 

 

deutscher Trailer:

 

 

 

5 Gedanken zu “Berlin – Film: „The Girl on the Train“

  1. Wie schade. Du bist auch nicht die Einzige, die den Film nicht mochte, dabei fand ich die Trailer sehr spannend, wenn ich auch vermutete, dass hier gespoilert wird.
    Ich sehe die Blunt so gerne…:(
    Ja stimmt, Haley Bennett ist ein Jlawrence plagiat :))
    Allison Janney verbinde ich immer mit bissig-humorigen Rollen, warum auch immer, aber ich mag sie sehr.

    Gefällt 2 Personen

    • Ernsthaft gut kann man den Film auch nicht finden. Nee, die Trailer fand ich furchtbar, sie spoilern auch ein 3/4 des Films.

      Verstehe ich, ich mag Emily Blunt auch, letztlich ist sie auch der einzige Grund, dass ich jemanden den Film empfehlen würde. Allison Janney ist immer klasse und stimmt auf ihren bissigen Humor kann man sich verlassen. 🙂

      Gefällt 2 Personen

  2. Der Inhaltsangabe (bei wikipedia) nach ist doch bereits das Buch völlig überhypt. Warum muss man denn das Ganze auch noch verfilmen? Bisher jede Kritik, die ich zu „The Girl On A Train“ gelesen habe, ist negativ. Aber ich hatte eh nicht vor, mir den Film anzuschauen. 😉

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