NYC – Film: „Kubo and the Two Strings“


Ich war am 19.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Kubo and the Two Strings“ (dt. Filmtitel: „Kubo – Der tapfere Samurai“, dt. Kinostart: 27.10.16) 102 min animation
dir. Travis Knight cast: Art Parkinson, Charlize Theron, Ralph Fiennes, Rooney Mara, Matthew McConaughey, George Takei

 

 

Die Geschichte spielt im Japan vor unserer Zeit. Der kleine Kubo (Art Parkinson) lebt mit seiner Mutter in einer Höhle am Meer. Tagsüber geht er ins Dorf und unterhält die Bevölkerung mit seinen fantasievollen Geschichten. Seine Mutter (Charlize Theron) hat ihm immer eingetrichtert, dass er vor Anbruch der Dunkelheit zurück sein soll. Eines Tages bleibt er zu lange draußen und begegnet prompt zwei Geistern. Bei den beiden Geistern handelt es sich um seine beiden Tanten (Rooney Mara), vor denen hat ihn seine Mutter immer eindringlich gewarnt. Für Kubo beginnt ein gefährliches Abenteuer…

 
A- (Wertung von A bis F) Nach Coraline, ParaNorman und The Boxtrolls ist „Kubo and the Two Strings“ erst der vierte Film des Stop-Motion-Animationsstudios LAIKA. Es ist der erste Spielfilm bei dem der Vorstand und Präsident von LAIKA, Travis Knight, Regie führt. Travis Knight ist der Sohn von Phil Knight, Gründer des Sportartikel-Herstellers Nike.

Ich musste selbst noch mal nachschauen, aber den ersten Trailer von „Kubo“ habe ich vor dem Kinofilm Zootopia gesehen. Ich mochte die Figuren nicht und wollte mir den Film auch gar nicht anschauen. Jetzt – ein halbes Jahr später – bin ich ziemlich begeistert von dem Streifen. Zweifelsfrei ist es der technisch perfekteste der vier LAIKA-Filme und er erzählt eine originelle und originale Geschichte.

Die Animation in „Kubo and the Two Strings“ ist eine Kombination aus Stop-Motion-Technik und CGI. Am Anfang standen aber immer die handgefertigten Puppen und die, mit viel Liebe zum Detail gebauten Sets. Immer wenn das im Film durchscheint, sind mir vor Rührung die Tränen gekommen. Wer gibt sich den heute, mit all den technischen Möglichkeiten, noch so viel Mühe?

 
Erzählt wird die Story des einäugigen, japanischen Jungen Kubo, einem Geschichtenerzähler. Seitdem sein Vater verstorben ist, kümmert er sich rührend um seine kranke Mutter. Eines Tages beschwört er zwei Geister aus seiner Vergangenheit und muss aus dem Dorf flüchten. Er wird Götter und Monster bekämpfen und bekommt dabei Hilfe von zwei Gefährten, Monkey und Beetle.

„Kubo and the Two Strings“ ist ein ideenreiches Abenteuer, das einen in eine ganz andere Welt führt. Vielleicht sind es ein paar Feinheiten, die man an der Story noch hätte verbessern können, ansonsten habe ich an dem Film wenig auszusetzen. Kubo ist natürlich der Held, meine Lieblingsfigur ist jedoch Monkey. Mich störte, dass Beetle von Matthew McConaughey gesprochen wird. Mir ist die Stimme und Sprache des texanischen Schauspielers so vertraut, dass ich diese überall heraushöre und mich das hier aus dem Film brachte. Mit Hollywoodstars kann man natürlich prima Werbung machen, ich könnte aber oftmals gut darauf verzichten, dass bekannte Schauspieler die Sprechrollen in den Animationsfilmen übernehmen. „Kubo and the Two Strings“ ist ein Film mit japanischen Figuren, der ausschließlich in Japan spielt und wird in den U.S. A. zu Recht dafür kritisiert, dass er vorwiegend von weißen Schauspielern synchronisiert wird.

 
Nach wie vor bin ich PIXAR-Fan, aber LAIKA macht auch einzigartige Filme und darüberhinaus plant dieses Animationsstudio keine Fortsetzungen zu ihren Filmen, daher schlägt mein Herz mittlerweile mehr für LAIKA.

Aus Zeitgründen habe ich „Kubo and the Two Strings“ in der 2D-Fassung gesehen, werde ihn mir aber noch mal in der ganz sicher lohnenswerten 3D-Version anschauen.

Den Film habe ich in einem Kinocenter in New York gesehen. Es ist offiziell der erste Film für den ich 16 USD für eine Kinokarte gezahlt habe. In Manhattan gibt es kaum Vergünstigungen für Vormittagsvorstellungen, o.ä. Es ist unglaublich, wie sich die Ticketpreise in den letzten Jahren entwickelt haben.

„Kubo and the Two Strings“ ist festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2016. 

 
„Kubo and the Two Strings“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm. Update: „Kubo and the Two Strings“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Bester Animationsfilm und Beste visuelle Effekte

Trailer zu sehen:

 

 

 

 

Das Making-of:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Monster Calls„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Sigourney Weaver und Felicity Jones. Liam Neeson verleiht dem Monster seine wunderbare Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Sing„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich nicht

Trailer v. Film: „Trolls„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: bunter Musical-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Eagle Huntress„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Storks“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Monster Trucks„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fantasy-Kinderfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Queen of Katwe
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Biopic mit David Oyelowo und Lupita Nyong´o
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

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6 Gedanken zu “NYC – Film: „Kubo and the Two Strings“

  1. Ah okay, ich habe mal einen Trailer gesehen und die Plakate, konnte mir aber nicht wirklich vorstellen, dass der Film gut ist.
    Dann werde ich ihm mal eine Chance geben. Coraline und ParaNorman hatten mir ja sehr gut gefallen 🙂

    Tja und über die Kinopreise müssen wir nicht reden. Was ein Anstieg!

    Gefällt 2 Personen

    • Ja so habe ich auch gedacht – und so denken scheinbar auch die Amerikaner. Der Film spielt fast gar nichts ein, die Leute rennen eher in so einen Mist wie „Suicide Squad“ als sich einen wirklich sehenswerten Film anzuschauen.

      Ich denke aber auch, es hat mit der Werbung zutun, bei „Suicide Squad“ haben sie sich richtig ins Zeug gelegt und die bei „Kubo“ ist einfach nicht überzeugend, das Plakat ist grauenhaft und die Trailer fand ich erst gut, nachdem ich den Film gesehen habe. Schade.

      Gefällt 1 Person

  2. BFG war schon eine geniale Sache. Der hat auch so gut wie nichts eingenommen. Aber ich freue mich das manche Filme es trotzdem noch ins Kino finden, die doch vielleicht ein Geheimtipp seien können. Ich sage nur Mary and Max.
    Werde deinen Rat mal wieder befolgen und werde ihn mir wahrscheinlich auch im Kino anschauen. Trailer ist schon mal super.

    Gefällt 1 Person

    • In Deutschland finden leider noch viel weniger wirklich gute Filme einen Weg ins Kino. Ich unterstütze schon aus Prinzip vorwiegend kleine Produktionen, weil meistens viel Herzblut drinsteckt.

      „Mary and Max“ liebe ich, auch wenn ich da heulen muss wie ein Schlosshund. Sonst aber einer…nein, DER beste Stop-Motion-Film, den ich kenne.

      Ich habe es bislang leider auch noch nicht geschafft, „Kubo“ in der 3D-Version zu sehen.

      Liken

  3. Ich habe ihn heute gesehen und muss gestehen, mir liefen die ganze Zeit vor Rührung die Tränen.
    Was für ein schöner Film und die Kritik an den weißen Sprechern kann ich nicht verstehen; es sprechen doch auch asiatisch-stämmige Darstellergrößen wie Cary-Hiroyuki Tagawa und Ikone George Takei. Aber gut, das ist ein echtes US Problem.

    Gefällt 1 Person

    • Ja, glaubt man gar nicht, dass ein so toller Film hinter dem Filmplakat und den Trailern steckt. 🙂

      Mir sind ja auch ganz oft (definitiv bei jeder Szene mit Monkey) vor Rührung die Tränen gekommen.

      Die Amerikaner sind vielleicht etwas überempfindlich was die Nicht-Besetzung von nicht-weißen Schauspielern angeht. Wobei ich das auch teilweise verstehen kann. Hier hat mich noch mehr Matthew McConaughey gestört, weil der einfach eine zu prägnante Stimme hat.

      Leider habe ich die 3D-Fassung nicht gesehen.

      Gefällt 1 Person

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