Boston – Film: „Florence Foster Jenkins“


Ich war am 13.08.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Florence Foster Jenkins“ (dt. Kinostart: 24.11.16) 110 min comedy, drama, biopic
dir. Stephen Frears cast: Meryl Streep, Hugh Grant, Simon Helberg, Rebecca Ferguson

 
New York, 1944. Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) ist eine sehr wohlhabende Dame der Gesellschaft. Sie liebt klassische Musik und das Singen – leider ist ihr selbst nicht bewusst, dass sie eine grauenhafte Stimme hat und kaum einen Ton trifft. Ihr loyaler Lebensgefährte und Manager, St. Clair Bayfield (Hugh Grant) unterstützt ihre Leidenschaft und setzt alles daran, dass sie nicht erfährt, wie die Umwelt ihren Gesang wahrnimmt. Madame Florence gibt hin und wieder private Konzerte. Jetzt hat sie sich aber in den Kopf gesetzt, ein Konzert in der Carnegie Hall zu geben, auch ihr Klavierbegleiter Cosmé McMoon (Simon Helberg) ist davon alles andere als begeistert.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Florence Foster Jenkins“ erzählt eine wahre Geschichte und ist der neue Film des englischen Regisseurs Stephen Frears („Dangerous Liaisons“, „High Fidelity“, „The Queen“, Philomena.

„Florence Foster Jenkins“ ist eine unterhaltsame Tragikomödie und ein sehenswertes Biopic über die wohl schlechteste Opernsängerin aller Zeiten.

Leonardo DiCaprio ist dafür bekannt, dass er entweder mit den besten oder wenigstens den gerade angesagtesten Regisseuren arbeitet. Meryl Streep sucht ihre Projekte etwas entspannter aus, ihr ist die Rolle wichtig, der Filmemacher ist da zweitrangig. In ihrer langen Karriere hat sie zwar schon mit sämtlichen Regie-Größen gearbeitet, wenn man sich aber ihre Filmografie anschaut, tauchen auch viele nicht so berühmten Namen auf. Bei „Florence Foster Jenkins“ arbeitet sie nun das erste Mal für Stephen Frears. Für den englischen Filmemacher war Meryl Streep die erste, aber auch einzige Wahl für die Besetzung der Hauptrolle. Im letzten Jahr gab es den französischen Film „Marguerite“ mit Catherine Frot in einer Rolle, die vage auf Florence Foster Jenkins basiert. Ich habe diesen Film noch nicht gesehen, muss aber sagen, dass Meryl Streep perfekt besetzt ist. Aus vielen Filmen (u.a. „A Prairie Home Companion“, „Mamma Mia!“, Ricki and the Flash, Into the Woods) weiß man, dass die Amerikanerin eine sehr gute Gesangstimme hat. Es gehört schon einiges dazu, richtig falsch zu singen und eine mörderisch schlechte Stimme zu haben. Während der Dreharbeiten wurden die Musikeinlagen alle live performt. Meryl Streep beeindruckt als exzentrische, aber auch sympathische Millionenerbin. Derzeit gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sie für diese Performance ihre 20. Oscar-Nominierung erhält – und ganz ehrlich, sie wurde schon für wesentlich weniger nominiert.

Ich musste nachschauen, aber Hugh Grant ist tatsächlich 12 Jahre jünger als Meryl Streep. In „Florence Foster Jenkins“ sieht er aber älter aus als seine Filmpartnerin – vielleicht ist es aber auch nur ein Beweis dafür, wie alters- und zeitlos La Streep ist. Schauspielerisch hat er mir hier gut gefallen.

Simon Helberg ist wohl allgemein durch die Sitcom„The Big Bang Theory“ bekannt. Den Erfolg dieser Serie kann ich mir partout nicht erklären. Ich habe probiert in eine Folge reinzuschauen, aber länger als 5 Minuten habe ich die Charaktere nicht ertragen. Jedenfalls habe ich Simon Helberg hier für mich entdeckt. Seine Mimik, wenn er Meryls Gesang hört ist unbezahlbar und steht stellvertretend für das, was der Zuschauer denkt.

Florence Foster Jenkins“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep), Bester Nebendarsteller (Hugh Grant, Simon Helberg). Update: „Florence Foster Jenkins“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep – hierfür hat sie ihre 20. Oscar-Nominierung erhalten) und Beste Kostüme

„Florence Foster Jenkins“ wurde erstmalig auf dem Belfast Film Festival 2016 gezeigt. Der Film wurde bereits seit dem 6.5.16 in den britischen Kinos gezeigt. Seit dem 12.8.16 ist er in den amerikanischen Kinos zu sehen. In Deutschland wird der Film ab dem 24.11.16 zu sehen sein.

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Edge of Seventeen„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Woody Harrelson, Kyra Sedgwick und Hailee Steinfeld (die ich ich nicht erkannt habe)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Bridget Jones´s Baby„
Bewertung des Trailers: D (neuer Trailer)
Kommentar: Die schlimmste aller RomComs
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rules Don´t Apply„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Warren Beattys neuer Film mit ihm als Howard Hughes, Annette Bening, Alden Ehrenreich und Lily Collins
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Sully„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Clint Eastwoods neuer Film mit Tom Hanks als Hudson-River-Held Chesley Sullenberger. Bei dem Trailer bekomme ich schon Gänsehaut
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher: Never Go Back„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ein weiterer Actioner mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

amerikanischer Aufsteller von "Florence Foster Jenkins"
amerikanischer Aufsteller von „Florence Foster Jenkins“

 

7 Gedanken zu “Boston – Film: „Florence Foster Jenkins“

  1. :)) Ja die Foster Jenkins …das war schon eine Marke. Ich kam mal in den „Genuss“ etwas von ihr hören zu dürfen. War im Radio mal ein Bericht über sie.
    Wären die Tim und Struppi Comics nicht schon älter, hätte ich glatt behauptet, dass Bianca Castafiore eine Hommage an diese Frau ist :)) (Wenigstens in den Ohren von Kapitän Haddock.)
    War mir schon fast klar, dass ein Film mit der Streep wieder oscarverdächtig ist.
    Die „Inferno„-Trailer fand ich gut. Manchmal sehe ich solchen Trash ganz gerne und „Jack Reacher“ gucke ich auch auf jeden Fall :))

    Liken

  2. Kein TBBT? Hach… Hugh Grant und Meryl Streep kann ich mir so gar nicht vorstellen. Und dann noch Howard Wollowitz aka Simon Helberg mittendrin. Must See würde ich sagen! Schreibt man das eigentlich mit oder ohne Bindestrich?

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    • Daraus schließe ich, dass Du die Sitcom magst. 🙂 Ja, eine Freundin von mir liebt die auch.

      Ja, auf dem Papier hören sich Meryl Streep und Hugh Grant seltsam an, aber es passt.

      Ich glaube, mit Bindestrich und „see“ klein – aber ich schreibe es auch mal so, mal so. 🙂

      Gefällt 1 Person

      • TBBT muss am Anfang etwas nachreifen und ist derzeit (meiner Meinung nach) die beste englischsprachige Sitcom. Aber man muss vielleicht auch ein Hang zu Nerds haben oder selbst einer sein^^

        Gefällt 1 Person

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