L. A. – Film: „Free State of Jones“


Ich war am 05.07.16 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Free State of Jones“ 139 min drama
dir. Gary Ross cast: Matthew McConaughey, Gugu Mbatha-Raw, Keri Russell, Mahershala Ali

 

 

Oktober 1862 in Jones County, Mississippi. Mitten im Bürgerkrieg entzieht sich Newton Knight (Matthew McConaughey) seinen militärischen Verpflichtungen. Der fahnenflüchtige Soldat muss sich fortan vor den konföderierten Truppen verstecken, trennt sich seiner Frau Serena (Keri Russell) und dem gemeinsamen Sohn und sucht Zuflucht bei einigen entflohenen Sklaven irgendwo in den Sümpfen. Schließlich desertieren immer mehr Männer und finden sich zusammen. Sie formieren eine eigene Armee und setzen sich gegen wohlhabende Plantagenbesitzer und Steuereintreiber zur Wehr…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Free State of Jones“ beruht auf wahren Ereignissen, die sich zwischen den Jahren 1862 und 1876 in Jones County, Mississippi zugetragen haben. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Gary Ross („Pleasantville“, „Seabiscuit“, The Hunger Games).

In so vielen Einstellungen spürt man, dass Gary Ross einen anspruchsvollen Film über ein wichtiges Thema präsentieren will. Dafür hätte er jedoch ein anderes Drehbuch verfilmen müssen.

 

Zugegebenermassen erzählt der Film mal eine etwas andere Story über den amerikanischen Bürgerkrieg. Von Newton Knight, dem einfachen Farmer, dem Soldaten der konföderierten Truppen, dem Deserteur, der später mit einigen Gleichgesinnten und entflohenen Sklaven gegen die Staatsmacht rebelliert, hatte ich noch nie etwas gehört. Leider vertraut Gary Ross nicht alleine auf Newton Knights Geschichte, mehrmals unterbricht er die eigentliche Story und erzählt eine andere, die 85 Jahre später spielt. So wie Newton Knights Charakter in diesem Film dargestellt wird, wirft seine Figur Fragen auf. Warum beispielsweise verlässt er die, ihm so wichtige Familie und kommt später nie auf die Idee, nach ihr zu suchen? „Free State of Jones“ ist kein Biopic, Newton Knights Familiengeschichte war wohl eine leicht abgewandelte. Ich hatte den Eindruck hier die Hollywood-Version von Newton Knights Leben zu sehen, gewünscht hätte ich mir eine solide Biografie-Verfilmung.

 
Matthew McConaughey hat in den letzten Jahren alles daran gesetzt, als Schauspieler ernst genommen zu werden. Letztlich hat er in Bernie, Mud, Magic Mike, Dallas Buyers Club und True Detective auch gezeigt, dass er schauspielern kann. Für „Dallas Buyers Club“ hätte er zwar nicht wirklich den Oscar verdient (dieser Oscar gehört eindeutig Leo für „The Wolf of Wall Street“), aber gut, er hat ihn nun mal. Jetzt sollte er sich mal langsam entspannen, in diesem Film gibt er aber auch wieder ALLES. Mich langweilt er mittlerweile, schauspielerisch besser hat mir in diesem Film Mahershala Ali, der den entflohenen Sklaven Moses spielt, gefallen. Auch gut ist Gugu Mbatha-Raw (Concussion).

 
Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films – schlimm
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jason Bourne„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Der fünfte Film der Bourne-Reihe (für mich der vierte, weil ich den letzten nicht gesehen habe und da auch Matt Damon nicht mitgespielt hat)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Antoine Fuquas Remake des gleichnamigen Westerns – War das nötig? Von der Besetzung interessiert mich eigentlich nur Peter Sarsgaard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Warum muss Ben Affleck immer wieder als Schauspieler arbeiten, wo ihm das Regiefach doch so viel mehr liegt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmh…ja

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Nach dem OSCARS-SO-WHITE-Protest während der diesjährigen Oscar-Saison, kann man davon ausgehen, dass im nächsten Jahr nicht-weiße Schauspieler und ein Film mit einem afroamerikanischen Thema den Oscar gewinnen werden. Aussichtsreichste Kandidaten derzeit: „The Birth of a Nation“ und „Fences“…dann wird wohl auch Viola Davis endlich ihren Oscar bekommen..
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein weiterer Oscar-Film, sollte Ruth Negga als beste Nebendarstellerin „kandidieren“, hat sie den Oscar wohl schon in der Tasche. „Loving“ interessiert mich wesentlich mehr als „The Birth of a Nation“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bad Moms„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Christina Applegate, Mila Kunis und Kristen Bell
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

IMG_4913

 

3 Gedanken zu “L. A. – Film: „Free State of Jones“

  1. Ich mag McConaughey nicht. Und sog. „Biopics“, die bestenfalls von wahren Begebenheiten inspiriert wurden auch nicht 🙂
    Ergo werde ich den wohl auslassen.

    Gefällt mir

    • Nee, „The Birth of a Nation“ ist kein Remake, der Film erzählt die Geschichte des Sklaven Nat Turner. Irgendwie bin ich die Sklaven-Filme auch leid. Nate Parker mag ich eigentlich als Schauspieler („Arbitrage“, etc.), seine Arbeit als Regisseur kenne ich aber noch nicht. Na mal gucken, irgendwie muss er wohl noch die Vergewaltigungsvorwürfe loswerden oder die PR-Leute sind clever genug, irgendwie davon abzulenken. 🙂

      Gefällt 1 Person

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