NYC – Film: „De Palma“


Ich war am 16.06.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„De Palma“ 107 min documentary
dir. Noah Baumbach, Jake Paltrow cast: Brian De Palma

 

 

„De Palma“ ist ein Porträt über einen der einflussreichsten amerikanischen Filmemacher.

 
A- (Wertung von A bis F) Der New Yorker Filmemacher Noah Baumbach (Margot at the Wedding, Frances Ha, NYC While We´re Young) und der Regisseur (und Bruder von Gwyneth) Jake Paltrow haben sich im Jahr 2010 eine Woche lang mit dem Regisseur Brian De Palma („Carrie“, „Dressed to Kill“, „Scarface“, „The Untouchables“, „Casualties of War“, „Carlito´s Way“) zusammengesetzt und ihm nur dabei zugehört, wie er über sein Leben, insbesondere sein berufliches Leben berichtet. Herausgekommen ist eine absolut sehenswerte Dokumentation über einen sehr sympathischen Filmemacher und Filmfan.

„De Palma“ beginnt mit einem Filmausschnitt von „Vertigo“ und im Verlauf der Doku erzählt Brian De Palma über seine künstlerischen Einflüsse (Hitchcock, Truffaut, Chabrol, Godard) und seine Wegbegleiter Bobby, Marty, Francis, George und Steven (De Niro, Scorsese, Ford Coppola, Lucas und Spielberg). Der Filmemacher informiert den gespannten Zuschauer aber auch über seine Inspiration für bestimmten Szenen und warum er beispielsweise den Split-Screen als Stilmittel wählte. Begleitet von perfekt ausgesuchten, eindrucksvollen Filmausschnitten gibt er zahlreiche Anekdoten zum Besten und berichtet darüber, wie die Projekte entstanden sind und warum die einen oder anderen Dreharbeiten so schwierig waren. Brian De Palma liebt seine Filme, er gibt aber auch ehrlicherweise Fehler, Enttäuschungen und Misserfolge zu. Die ganze Zeit hing ich an seinen Lippen und hätte ihm noch ewig zuhören können. Die meisten Filme heutzutage sind zu lang, dieser war für meinen Geschmack viel zu kurz.

Durch diese Dokumentation ist mir bewusst geworden, dass ich einige De Palma-Filme („Sisters“, „Obesession“,„Blow Out“, „Body Double“, etc.) unbedingt nachholen muss, und auch habe ich große Lust bekommen, weiter oben aufgeführte – in meinen Augen (nahezu) perfekte – Filme, dringend mal wieder anzuschauen.

 
„De Palma“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 10.06.16 in drei amerikanischen Kinos gestartet. Derzeit läuft der Film in 19 Kinos in den U.S.A. Bislang ist noch kein deutscher Kinostart bekannt.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Our Little Sister„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: japanischer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Wiener-Dog„
Bewertung des Trailers: B*
Kommentar: Todd Solondz´neuer Film mit Greta Gerwig, Tracy Letts, Ellen Burstyn, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Innocents„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: französisches Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Café Society„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Woody Allens neuer Film mit Steve Carell, Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Neon Demon“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Nicolas Winding Refns neuer Film mit Elle Fanning
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hunt for the Wilderpeople„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Taika Waititis neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca Film Festival gesehen

amerikanisches Filmplakat
amerikanisches Filmplakat

 

4 Gedanken zu “NYC – Film: „De Palma“

  1. Hört sich gut an. Ich stelle fest, dass ich von den 70igern an bis auf Redacted und Passion wirklich alle de Palma Filme gesehen habe. War in meiner Jugend ein Muss seine Filme zu sehen und ich liebe sie bis heute. Besonders in seinen 80iger Filmen sieht man wie sehr er Hitchcock verehrt hat 🙂

    Auf „The Neon Demon“ freue ich mich 😀

    Gefällt 1 Person

    • Wow – wirklich ALLE? Da waren doch bestimmt einige Gurken darunter. „The Bonfire of the Vanities“ war beispielsweise ne Ober-Gurke, er erklärt aber auch warum, er wollte eigentlich einen ganz anderen Film drehen. Ich muss noch so viele Filme von ihm gucken. Die o.g. stehen durch die Doku jetzt ganz oben auf meiner Liste. „De Palma“ ist wirklich informativ und sehr unterhaltsam. Schreib doch mal was über seine Filme. 🙂 Dann hole ich mir von Dir etwas Inspiration. 🙂

      Gefällt 1 Person

      • Verdammt meine Antwort ist verschluckt worden 😦

        Ja ab 1971 habe ich bis auf die genannten alle gesehen. Einige wie Carrie und Teufelskreis Alpha schon weil es Horrorfilme waren, Blow out liebe ich und sehe ihn heute noch an, wenn er läuft. Eigentlich kann ich nicht sagen, dass so richtige Gurken dabei waren. Ich mochte Scarface nicht besonders, weil ich den kleinen Mann nicht wirklich gerne mag und Die Verdammten des Krieges, aber die meisten habe ich so oft gesehen, dass ich mich bis heute gut an sie erinnern kann. Bei Untouchables habe ich im Kino gesessen und war platt, auch wegen des Ennio Soundtracks.Diese Bahnhofsszene mit dem Kinderwagen…
        Filme wie Sisters und der schwarze Engel waren irgendwie auch Pflichtprogramm – echt düster und das Phantom im Paradies…also den finde ich genial, aber man muss Humor mitbringen.

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  2. Oh ich liebe „Scarface“ – der Film hat so viele unvergessene Szenen und alleine die blutjunge und bildhübsche Michelle Pfeiffer zu sehen. Casualties of War muss ich mir dringend noch mal anschauen, schon alleine weil De Palma gesagt hat, dass der Dreh so stressig war. Sean Penn war wohl unerträglich, insbesondere Michael J. Fox gegenüber. Und bei „Obsession“ (Schwarzer Engel) war wohl Cliff Robertson eine Diva und hatte eine seltsame Gesichtsfarbe über die sie sich alle lustig machten.:)) Den muss ich mir unbedingt anschauen. Ja über die Szene in „The Untouchables“ spricht De Palma auch. Durch die Doku bekommt man wirklich viel Hintergrundwissen.

    Off topic – ich bin ganz traurig wegen Anton Yelchin.

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