Toronto – Film: „The Wailing“


Ich war am 12.06.16 in Toronto und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The Wailing“ (Originaltitel: „Goksong“, dt. Filmtitel: „The Wailing – Die Besessenen“, dt. Kinostart: 12.10.17)  156 min  thriller, horror
dir. Na Hong-jin cast: Kwak Do-won, Jun Kunimura, Hwang Jung-min, Chun Woo-hee, Kim Hwan-hee

Der Dorf-Polizist (Kwak Do-won) wird zu dem Ort eines Verbrechens gerufen. Eine Frau und ein Kind sind brutal ermordet worden – ist der Ehemann und Vater der Mörder? In den nächsten Tagen ereignen sich noch weitere Gewaltverbrechen. Seitdem dieser Japaner (Jun Kunimura) in der Nähe des koreanischen Kaffs aufgetaucht ist, kommt es immer häufiger zu seltsamen Vorfällen…

 

 

A- (Wertung von A bis F) „The Wailing“ ist der neue Film des südkoreanischen Filmemachers Na Hong-jin („The Chaser“, „The Yellow Sea“)

Ich bin immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Filmen – mit „The Wailing“ bin ich mal wieder fündig geworden. Der Film ist 156 Minuten lang, aber zu keiner Zeit langweilig. Ich war von Anfang bis Ende fasziniert von diesem intensiven Film.

Der Regisseur hat seinen Film sehr atmosphärisch inszeniert. Er schafft es, einen in diese fremde Welt, dieses verregnete, schmutzige Kaff in den südkoreanischen Wäldern zu versetzen. Der etwas einfältig wirkende Dorf-Polizist (gespielt von Kwak Do-won) führt einen durch das undurchsichtige Geschehen. Schon bald ist er mehr als nur der Ermittler.

Ich weiß es immer sehr zu schätzen, wenn Filmemacher die Zuschauer für klug genug halten und die Handlung und die Charaktere nicht haarklein beschreiben. Na Hong-jin gibt keine Erklärungen, er lässt den Zuschauer bis zum Ende des Films (und darüber hinaus) rätseln, was man hier eigentlich für eine Story erzählt bekommt. Ist es eine Serienmörder-, oder Teufel-, oder Zombie-, oder Geister- oder Exorzisten-Geschichte? „The Wailing“ ist eine eigenwillige Genre-Mischung oder doch nicht? Es ist schon eine Erzählkunst, wenn man am Ende immer noch grübelt und die Geschichte unterschiedlich interpretieren kann. Das Ganze ist spannungsgeladen und hochgradig gruselig. Bei einigen Szenen hatte ich eine Gänsehaut, die bis in die Zehenspitzen reichte. Es gibt ein paar krasse Szenen in dem Film, einige davon werden dankenswerterweise abgeblendet. Auf beunruhigende Weise gibt es aber auch einiges zu lachen.

Auch schauspielerisch ist der Film herausragend. Besonders mochte ich Jun Kunimura („Kill Bill: Vol.1 & Vol 2“, Audition), der den japanischen Fischer spielt.

Meine Lieblingsszene spielt gegen Ende des Films. Da ich natürlich nicht verraten kann, worum es in der Szene geht, möchte ich nur auf die Szene in der Höhle hinweisen. Ich bin jetzt noch hingerissen, wie toll diese Szene fotografiert ist. Jeder, der den Film gesehen hat, wird wissen um welche Szene es sich handelt. Wenn ich daran denke, geht wieder ein Schauer durch meinen kompletten Körper.

Ich habe den Film in der koreanischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gesehen. (und kann an dieser Stelle – mal wieder – nur empfehlen, Filme immer in der Originalsprache zu gucken)

„The Wailing“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Seit dem 20.05.16 ist der Film in einigen Kinos in Nordamerika zu sehen. Bislang ist noch kein Termin für den deutschen Kinostart geplant. Update: In Deutschland soll „The Wailing – Die Besessenen“ am 12.10.17 starten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rogue One: A Star Wars Story„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film aus dem Star-Wars-Universum mit Felicity Jones, Ben Mendelsohn, Forest Whitaker und Mads Mikkelsen. Den Sinn verstehe ich nicht, außer dass man bei Lucasfilm und Disney alle Möglichkeiten ausschöpft, richtig viel Geld mit dem Namen „Star Wars“ zu machen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jason Bourne„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der fünfte Film der Bourne-Reihe (für mich der vierte, weil ich den letzten nicht gesehen habe und da auch Matt Damon nicht mitgespielt hat)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Warum muss Ben Affleck immer wieder als Schauspieler arbeiten, wo ihm das Regiefach doch so viel mehr liegt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

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2 Gedanken zu “Toronto – Film: „The Wailing“

  1. WILL ICH SEHEN!!!! SOFORT !!! :)))))
    Eyeiei, für Deutschland kein Termin…außer für Münchner Filmfestival 😦
    Will ich doch stark hoffen, dass er wenigstens auf dem Fantasy Filmfest läuft, sonst komme ich vom gute Glauben ab :))

    „Rogue One: A Star Wars Story„ wird wahrscheinlich der erste Star Wars-Film meines Lebens sein, den ich nicht ansehen werde. Mit dieser Starbesetzung und blöden Handlung geht das man gar nicht.
    „Jason Bourne„…ich habe keinen einzigen davon ganz gesehen und ich glaube nicht, dass ich noch einsteigen kann :))

    Gefällt 1 Person

  2. Der Film ist aber sehr anstrengend, jedenfalls war er es für mich. 🙂 Na die Veranstalter vom Fantasy Filmfest waren doch in Cannes, oder? Da werden sie den doch ganz sicher eingekauft haben.

    Ich weiß – ehrlich gesagt – gar nicht, worum es in „Rogue One“ geht, interessiert mich aber auch nicht, mir erscheint es als pure Geldschneiderei.

    Die Bourne-Filme sind wirklich gut, besser als die meisten Mission-Impossible- und auch Bond-Filme.

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