San Francisco – Film: „A Bigger Splash“


Ich war am 31.05.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„A Bigger Splash“ (dt. Kinostart war der 5.5.16) 125 min drama, thriller
dir. Luca Guadagnino cast: Tilda Swinton, Matthias Schoenaerts, Ralph Fiennes, Dakota Johnson

 
Marianne Lane (Tilda Swinton) ist ein berühmter Rockstar. Um ihre Stimme nach einer Operation zu schonen, spricht sie derzeit nicht. Mit ihrem Freund Paul (Matthias Schoenaerts) urlaubt sie auf einer italienischen Insel. Bald ist es aber mit der Ruhe vorbei, ihr Ex-Freund Harry (Ralph Fiennes) kündigt sich an. Überraschenderweise hat er eine junge Frau (Dakota Johnson) im Schlepptau. Dabei handelt es sich um seine Tochter Penelope. Schon bald kommt es zu Spannungen.

 
C- (Wertung von A bis F) „A Bigger Splash“ basiert vage auf dem französischen Film „La Piscine“ („The Swimming Pool“) aus dem Jahr 1969.

Dieser Film hat mich richtig verärgert. Blödsinnige Nahaufnahmen, allgemein komische Kameraeinstellungen, eine seltsam gewählte Musik, unpassende Schnitte, eine komplette Fehlbesetzung und dann wird auch noch – überflüssigerweise – die europäische Migranten-Krise thematisiert. Wahrscheinlich hätte ich den Film noch schlechter bewertet, wenn hier nicht drei Top-Schauspiel-Talente (Tilda Swinton, Ralph Fiennes und Matthias Schoenaerts) mitspielen würden und – wie immer – schlichtweg großartig sind.

Ursprünglich war Margot Robbie (The Wolf of Wall StreetThe Big Short) für die Rolle der Penelope geplant, musste aber aufgrund einer Überschneidung mit anderen Filmprojekten aussteigen. Gut, kann passieren. Aber wie kommt man auf die Idee, sie mit der gewöhnlichen Dakota Johnson („50 Shades of Grey“) zu ersetzen? Wie soll man denn glauben, dass sich ein Typ wie Paul (gespielt von Matthias Schoenaerts), der mit Marianne (gespielt von Tilda Swinton) zusammen ist, sich auch nur ansatzweise von ihr angezogen fühlt? Das ist doch ganz großer Murks.  Ansonsten gibt es viel nackte Haut zu sehen.

„A Bigger Splash“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2015 gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: …and the Oscar goes to… Gut, nach der sinnbefreiten OSCARS-SO-WHITE-Diskussion in der diesjährigen Oscar-Saison, kann man davon ausgehen, dass im nächsten Jahr nicht-weiße Schauspieler und ein Film mit einem afroamerikanischen Thema den Oscar gewinnen werden. „The Birth of a Nation“ ist im Moment der aussichtsreichste Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Swiss Army Man„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe so abgedrehte Indies, da nehme ich sogar Daniel Radcliffe in Kauf. Dafür spielt auch Paul Dano und Mary Elizabeth Winstead mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tulip Fever„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kostümdrama mit Judi Dench, Alicia Vikander, Dane DeHaan und Christoph Waltz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain Fantastic„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Viggo Mortensen, Ann Dowd und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ben-Hur„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films – sieht aus, als ob Michael Bay dahinterstecken würde…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Absolutely Fabulous: The Movie„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich war nie Fan von „Ab Fab“, aber der Trailer sieht irgendwie erfrischend aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

 

10 Gedanken zu “San Francisco – Film: „A Bigger Splash“

  1. Den wollt ich mir auch im Kino anschauen, aber hier in der Provinz kommt er nur in einem etwas entfernten Programmkino und das zu unmöglichen Zeiten. Ich warte also auf die DVD.

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  2. Dachte ichs doch, dass der nichts taugt. Der Trailer machte mich schon skeptisch und er ist ja auch nicht wirklich gut angekommen.
    So hässlich wie Fiennes hier aussieht, steht er auch auf Dakota Johnson :)) Nein nicht hauen :))

    Du mochtest „Absolutely Fabulous“ nicht !?! Wie traurig, ich liebe die Serie :))

    Gefällt 1 Person

    • Komisch, ich war – glaube ich – vom Trailer her nicht skeptisch, hatte aber wahrscheinlich nur Augen für den anbetungswürdigen Matthias Schoenaerts. 🙂

      Findest Du das Fiennes hässlich aussieht? Ich finde den so hochtalentiert und hier auch so überragend (besonders wenn er tanzt), dass ich seine Attraktivität objektiv nicht mehr beurteilen kann. Offiziell spielt er aber ihren Vater, aber da gibt es dann auch so eine wirre Geschichte zwischen den beiden – was ein blöder Film.

      Als diese „Ab Fab“-Reihe so „in“ war, musste ich mir mit ein paar schwulen Freunden einige Folgen anschauen. Mir war das etwas zu hysterisch und es ging mir dann auch auf die Nerven. Der britische Humor ist für mich auch oft schwierig, Mr. Bean konnte ich auch nicht leiden. :)) Das „Ab Fab“ als Film könnte funktionieren, kann ich mir vorstellen, weil es aber auch seit Jahren so etwas nicht mehr gab.

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      • Ja Fiennes finde ich nicht besonders attraktiv, aber talentiert ist er ohne Frage:)
        Wenn ich Dich so höre, hört sich das mehr nach einem D an :)))
        Stimmt, man muss viel für den britischen Humor übrig haben, um die Fabs zu mögen. Ich mochte die Saunders schon in ihren alten Sachen gut und mit der absolut selbstironischen Lumley fand ich das richtig gut. Klar manchmal etwas grenzwertig, aber lustig wie sie die Modebranche und die Hipster auf die Schippe nehmen.

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    • Ich meinte den ständigen Drang, alles neu erfinden zu wollen, sogar, wenn Klassiker nur für sich stehen können. Weil die Zeit gepasst hat, die Umstände, die Zuschauer anders waren, etc. Warum nur immer alles doppelt und dreifach verwursten…

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      • Na ich habe generell nichts gegen Remakes. Von Vorteil ist dabei natürlich, wenn man das Original nicht kennt. Wenn man sich jedoch einem Klassiker nähert (z.B. „Psycho“) darf am Ende kein peinlicher Film dabei herauskommen. Der hier ist wohl kein direktes Remake (ich kenne das Original nicht) und auch ohne das zu sein, ist der Film völlig in die Hose gegangen. Tja den Kreativen gehen langsam die Ideen aus…

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