Chicago – Film: „The Nice Guys“


Ich war am 26.05.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 
„The Nice Guys“ (dt. Kinostart: 02.06.16) 116 min action, comedy
dir. Shane Black  cast: Russell Crowe, Ryan Gosling, Matt Bomer, Kim Basinger, Angourie Rice

 

 

Los Angeles im Jahr 1977. Holland March (Ryan Gosling) ist alleinerziehender Vater einer 13-jährigen Tochter (Angourie Rice). Als Privatdetektiv arbeitet er im Moment an einem Fall und kommt dabei dem raubeinigen Jackson Healy (Russell Crowe) in die Quere. Das erste Aufeinandertreffen läuft etwas unglücklich – zumindest für March, aber bald begeben sich die Beiden gemeinsam auf die Suche nach einer gewissen Amelia…

 

 

C- (Wertung von A bis F) „The Nice Guys“ ist nach „Kiss Kiss Bang Bang“ und „Iron Man 3“ erst die dritte Regiearbeit von Shane Black. Als Drehbuchschreiber hat sich der Filmemacher aber bereits erstmalig in den 1980er Jahren mit der Actionkomödie „Lethal Weapon“ einen Namen machen können.

Auch wenn es sehr lange her ist, dass ich „Kiss Kiss Bang Bang“ gesehen habe, bleibt mir dieser Film bis heute als eine der besten Actionkomödien in Erinnerung.

 
Die Anfangsszene von „The Nice Guys“ (in der ein kleiner Junge, ein Männermagazin, ein spektakulärer Autocrash und ein nackter Pornostar eine Rolle spielen) ist pseudo-lustig und irgendwie ist es der gesamte Film.

Dieser Film ist auf so vielen Ebenen nicht gelungen. Das Drehbuch ist missglückt, die ganze Erzählung ist wirr, die Geschichte läuft dadurch alles andere als geschmeidig und der ganze Film fühlt sich unfertig an. Außerdem ist „The Nice Guys“ viel zu lang und ermüdend, es gibt auffällige Anschlussfehler, die meisten Gags laufen ins Leere (die besten sind tatsächlich im Red-Band-Trailer zu sehen) und die zahlreichen Gewaltszenen dienen nur der flüchtigen Belustigung. Die Besetzung der beiden Hauptdarsteller mag für ein paar Szenen irgendwie originell sein, für einen 2-Stunden-Film sind die Beiden aber keine gute Paarung. Sowohl Russell Crowe als auch Ryan Gosling sind Neulinge für diese Art des komödiantischen Spiels, vielleicht hätten sie lieber bei dem bleiben sollen, was sie schauspielerisch beherrschen. Die Charaktere, die beide verkörpern, fand ich weder glaubhaft noch sympathisch. Insbesondere Ryan Gosling konnte ich den schusselig-liebenswerten Loser nicht abnehmen. Schon bald habe ich mir Robert Downey Jr. gewünscht, der einen sofort als Idealbesetzung für diese Rollenbeschreibung in den Sinn kommt.

 

 
Kim Basinger und Russell Crowe stehen hier das erste Mal seit „L.A. Confidential“ wieder gemeinsam vor der Kamera. Ich fand es erschreckend, wie sich die beiden Schauspieler optisch in den letzten 19 Jahren entwickelt haben. Kim Basinger hat eine betonierte Mimik und der erst 52-jährige Australier ist komplett aus der Form geraten. Ansonsten spielt die australische Schauspielerin Angourie Rice ganz gut, stiehlt den beiden Protagonisten sogar die eine oder andere Szene, aber auch ihre Filmfigur nervte mich irgendwann.

 
Zum Schluss machte es den Anschein, dass es eine Fortsetzung zu diesem Film geben könnte – bitte nicht!

 

 

Der Red Band-Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Doctor Strange„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Marvel-M…naja sieht eigentlich ganz cool aus. Außerdem spielen Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, etc. mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Free State of Jones„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Bürgerkriegs-Action-Drama mit Matthew McConaughey – ich glaube seine Zeit ist wieder vorbei.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn ich Langeweile habe…

Trailer v. Film: „Jason Bourne„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der fünfte Film der Bourne-Reihe (für mich der vierte, weil ich den letzten nicht gesehen habe und da auch Matt Damon nicht mitgespielt hat)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Antoine Fuquas Remake des gleichnamigen Westerns – War das nötig? Von der Besetzung interessiert mich eigentlich nur Peter Sarsgaard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „War Dogs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Komödie mit Jonah Hill und Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Warum muss Ben Affleck immer wieder als Schauspieler arbeiten, wo ihm das Regiefach doch so viel mehr liegt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Red-Band-Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten, den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie…mals

 

6 Gedanken zu “Chicago – Film: „The Nice Guys“

  1. Ich muss gestehen, dass ich „Kiss Kiss Bang Bang“ bestimmt schon 3x oder 4x gesehen habe, darunter sogar 2005 auf dem Fantasy Filmfest und jedes Mal habe ich die Handlung wieder komplett vergessen. Ich könnte Dir jetzt nicht mehr sagen worum es geht :))
    Ja gut, kann man so stehen lassen. Sicherlich hatten einige Szenen echten Slapstick-Charakter, darum auch mein Vergleich mit Abbott und Costello. Muss man mögen.
    Mann fand Crowe übrigens auch sehr unförmig :))

    „Doctor Strange„ wird ein zweischneidiges Schwert denke ich. Der Trailer ist schon grenzwertig und die Maske…wie sieht Tilda da denn aus?

    Gefällt 1 Person

    • Gut, eine Zusammenfassung könnte ich für „Kiss Kiss Bang Bang“ schon gar nicht geben. Ich kann mich nur erinnern, dass ich super viel gelacht habe und glücklich aus dem Kino kam. Ich habe mir den Film auch bei der nächstmöglichen Gelegenheit gekauft, aber – glaube ich – bis heute noch nicht wieder gesehen. 🙂

      Slapstick wäre nicht schlimm gewesen. Diese Gewaltszenen, die so nebenbei passierten (und halt zufällig den einen oder anderen töteten), nervten mich. Auch bei Amelias Charakter…

      In meiner relativ gut besuchten Vorstellung sind tatsächlich einige eingeschlummert und andere haben das Kino vorzeitig verlassen.

      Ja, Crowe sieht vor allen Dingen auch richtig versoffen aus. Der hätte den Trinker glaubwürdiger verkörpern können als Ryan Gosling. :))

      Ach echt, nee für mich sieht „Doctor Strange“ cool aus, habe mich aber noch nicht damit beschäftigt, warum es genau geht. Einen Marvel-Film pro Jahr muss ich ja gucken. 🙂 Bei 80% RT gehe ich rein, die Besetzung ist schon klasse.

      Gefällt 1 Person

  2. Mir ging’s genau wie dir, auch ich bin vom Film enttäuscht worden. Er war nicht mal besonders schlecht, aber eben auch nicht gut – absoluter Durchschnitt in meinen Augen. Ich hatte mich auf lockere und seichte Unterhaltung gefreut, was der Film aber nicht einlösen konnte…

    Gefällt 1 Person

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