NYC – Film: „Custody“


Ich war am 24.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Custody“ 104 min drama
dir. James Lapine cast: Viola Davis, Catalina Sandino Moreno, Hayden Panettiere, Ellen Burstyn, Tony Shalhoub, Dan Fogler

 

 

Sara (Catalina Sandino Moreno) ist alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder. Sie muss hart arbeiten, um ihren Kindern ein vernünftiges Leben zu ermöglichen. Als sie eines Nachts von der Arbeit nach Hause kommt, streitet sie sich mit ihrem Sohn. Der Junge stürzt dabei sehr unglücklich. In der Schule wird eine Lehrerin auf die Verletzungen des Jungen aufmerksam und schaltet das Jugendamt ein. Sara muss zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen, dafür wird ihr die junge Anwältin Ally Fisher (Hayden Panettiere) zur Seite gestellt. Die Familienrichterin Martha Schulman (Viola Davis) macht es sich nicht einfach, den Fall zu beurteilen.

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Custody“ ist ein Film von Regisseur James Lapine. James Lapine hat zwar bereits in den 1990er Jahren bei ein paar wenigen Spielfilmen Regie geführt, er ist aber mehr für seine Arbeit am Theater bekannt. Drei Tony Awards hat er bereits gewonnen.

In „Custody“ gibt es den erwähnten Hauptplot und viele kleine Geschichten, die letztlich überhaupt nichts mit der Hauptgeschichte zutun haben und tatsächlich stören. Daher wirkt der Film auch irgendwie abgelenkt. Mir kam es so vor, als ob man sich nicht so genau entscheiden konnte (oder wollte), was man hier eigentlich für eine Geschichte erzählen will.
Bald-Oscar-Gewinnerin Viola Davis (Doubt, The HelpGet On Up) ist natürlich wieder mal fantastisch. Die Rolle ist maßgeschneidert für die amerikanische Schauspielerin. Starke Charaktere kann sie spielen, hier zeigt sie aber auch eine weiche Seite, was ich besonders bei ihr mag. Auch gut gefallen hat mir Dan Fogler als Keith (der in der, leider gar nicht guten Serie „Secret and Lies“ mitspielt).

Ich möchte nur wissen, wer auf die glorreiche Idee kam, Hayden Panettiere als Anwältin zu besetzen. Also ernsthaft – wie soll man ihr denn bitte eine Anwältin abnehmen? Der andere schauspielerische Tiefpunkt ist Tony Shalhoup. Gut finde ich, was in U.S.-amerikanischen Filmen nun leider immer noch nicht normal ist, dass hier ganz selbstverständlich ein „gemischtes Paar“ gezeigt wird.

 
„Custody“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2016 gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen. Der Regisseur war anwesend und hat sich im Anschluss den Fragen des Publikums gestellt.

 
Bislang gibt es noch keinen Trailer zu diesem Film.

 
Dafür habe ich aber einen Clip herausgesucht, in dem man die wunderbare Viola Davis neben Meryl Streep in „Doubt“ sieht. Hierfür hat sie ihre erste Oscar-Nominierung erhalten:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

 

2 Gedanken zu “NYC – Film: „Custody“

  1. Ha, Du magst „Secret and Lies“ auch nicht! Ich hatte versucht sie zu sehen, habe mich aber unendlich über Phillippe und Lewis ereifert, dass meinem Mann auch die Lust vergangen ist :))
    Kennst Du da das Original?

    Aber zum eigentlichen Film :))
    Ja die Hayden… einen Fan hat sie hier (außer ihrem Boxergatten), aus mir unerfindlichen Gründen. Ich halte sie für absolut talentfrei und ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass sie als Anwältin funktioniert.
    Viola Davis hat was. Sie kann so Gnadenlos zermürbend hart sein, aber scheinbar hat sie hier wie in der Serie auch sensible Momente 🙂
    Mal sehen, ob der Film hier überhaupt läuft.
    Und stimmt, gemischte Paare sind im Film leider noch immer viel zu selten zu sehen.

    Gefällt 1 Person

    • 🙂 Nee, die Original-Serie kenne ich nicht, kann aber nur besser sein. Ich habe mir die komplette Staffel tatsächlich noch letztes Jahr angeschaut (hatte aber wieder mal keine Zeit, mich darüber auszulassen) und habe mich ziemlich über „Secret and Lies“ geärgert. Zum einen fand ich sie sehr vorhersehbar. Ich wusste schnell, wer der Mörder ist und zum anderen sind die darstellerischen Leistungen unterirdisch. Gut von Ryan Phillippe weiß man es, aber Juliette Lewis wirkt wie eine Karikatur. Lächerlich, war letztens gleich wieder verärgert als ich den Trailer im dt. Fernsehen sah. Nee – geht gar nicht.

      Habe letztens übrigens auf dem Rückflug von New York nach Deutschland die komplette Staffel von „Wayward Pines“ gesehen, fand ich erst nicht schlecht und da ist tatsächlich Juliette Lewis auch etwas besser, aber im Ganzen ist sie zum Ende hin auch völlig überzogen. Diesen Zombie-Part hätte es nicht gebraucht. Wobei ich die „Gestalten“ irgendwie cool fand.

      Ja Hayden und Klitschko – klassische PR-Geschichte, aber gut, wenn es beiden hilft. 🙂 Schauspielerisch ist sie ist halt nur begrenzt einsetzbar. Hier hat sie mich immer rausgebracht.

      Gefällt 1 Person

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