NYC – Film: „Fear, Inc.“


Ich war am 23.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Fear, Inc.“ 92 min horror, comedy
dir. Vincent Masciale cast: Lucas Neff, Caitlin Stasey, Chris Marquette, Stephanie Drake, Mark Moses, Abigail Breslin

 

 

Joe (Lucas Neff) ist ziemlich einfach gestrickt. Lindsey (Caitlin Stasey) ist von ihrem nichtsnutzigen Freund auch reichlich genervt. Das Einzige, was Joe wirklich interessiert, sind Horrorfilme. Jetzt kommt Ben (Chris Marquette) und seine Frau Ashleigh (Stephanie Drake) zum Halloween-Wochenende zu Besuch. Joe erzählt ihnen von der Visitenkarte, die ihm kürzlich zugesteckt wurde. Man sollte sich bei der Firma Fear, Inc. melden, wenn man mal so richtig Angst eingejagt bekommen möchte. Sein Freund Ben rät ihm dringend davon ab, bei der Firma anzurufen, hat er doch gehört, wie gefährlich diese Firma ist. Joe kann es natürlich nicht lassen und meldet sich bei Fear, Inc. und dann beginnt schon der Spuk…

 

 

F (Wertung von A bis F) „Fear, Inc.“ soll eine Horrorkomödie sein – mich hat dieser Film weder gegruselt noch fand ich ihn auch nur ansatzweise witzig. Es ist das Regiedebüt von Vincent Masciale. Ich habe lange nicht so einen schnarchigen Dreck gesehen. Vielleicht ärgerte mich am meisten, weil der Film auf dilettantische und dreiste Weise versucht, David Finchers „The Game“ zu kopieren. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas Unvorhersehbares passiert. Der Film hätte beispielsweise plötzlich und unerwartet enden können, aber nein…

Dieser Film kann buchstäblich nichts gekostet haben. Hier dürfte nur Geld in die Location gesteckt worden sein. Die Darsteller wirken, als wären sie auf der Straße angesprochen worden, ob sie vielleicht gerade Zeit hätten, ein paar Regieanweisungen von jemanden, der zweifellos keine Ahnung hat, zu folgen. Für mich als großer Freund der Schauspielkunst lösten die grottenschlechten Performances körperliche Schmerzen aus. Dann sind die Charaktere noch so dämlich (gut, das ist in Horrorfilmen jetzt nicht unüblich), aber dazu noch – insbesondere was den Protagonisten Joe angeht, wahnsinnig unsympathisch. Ich habe das kaum ausgehalten.

Für ihre Rolle als Einstiegsopfer hat vielleicht Abigail Breslin noch eine kleine Gage kassiert – schließlich kennt man ihren Namen. Erkannt habe ich sie übrigens nicht, mir ist auch schleierhaft, warum sie hier besetzt wurde – solche Kurzrollen werden üblicherweise von sehr attraktiven Frauen übernommen.

„Fear, Inc.“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival gezeigt. Ich habe den Film auf diesem Filmfestival gesehen.

 
Leider konnte ich bislang noch keinen Trailer finden.

 
Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Eines der Plakate des TFF 2016
Eines der Plakate des TFF 2016

 

2 Gedanken zu “NYC – Film: „Fear, Inc.“

  1. Hui, eigentlich müsste ich mich an das letzte „F“ erinnern, weil Du es so selten gibst, aber kann ich nicht :))
    Musste ich nachsehen…“The Giver“…ja, der war auch schlecht :))
    Mensch nee, wer einen meiner Lieblingsfilme („The Game“) kopiert und dann auch noch versucht zur Komödie umzumodeln, kann nur auf der Nase landen.
    Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn ich in einem Film sitze, vorzugsweise von Nachwuchsregisseuren, und merke, dass hier nur ein alter guter Film völlig uninspiriert, schlecht aufgekocht wird.

    Gefällt 1 Person

    • 🙂 Ich konnte mich auch nicht daran erinnern. So ein Filmtagebuch ist doch irgendwie toll 🙂 Ich musste tatsächlich auch mal gucken, welche Filme ich mit „F“ bewertet habe. Es waren hauptsächlich Horrorfilme. :))

      Finchers „The Game“ ist auch einer meiner Lieblingsfilme. Es ist schon sehr frech, sich an so einem tollen Film zu vergreifen, aber ihn dann auch noch mit seiner Talentlosigkeit zu beschmutzen, gehört bestraft.

      Gefällt 1 Person

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