NYC – Film: „High-Rise“


Ich war am 21.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„High-Rise“ (dt. Kinostart: 30.06.16) 119 min sci-fi, thriller, adaptation
dir. Ben Wheatley cast: Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller, Luke Evans, Elisabeth Moss, James Purefoy

 
Im Jahr 1975 in der Nähe von London. Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) hat sich kürzlich eine Wohnung im 25. Stockwerk eines luxuriösen Hochhauses gekauft. Der Gebäudekomplex bietet alle Annehmlichkeiten, die Bewohner brauchen das Haus quasi nicht mehr zu verlassen. Auf einer Party lernt Dr. Laing einige seiner Nachbarn kennen. In den einzelnen Etagen des Hochhauses sind die Bewohner in Klassen unterteilt. Die Oberschicht wohnt in den oberen Etagen, der Mittelstand in der Mitte und die unteren Stockwerke werden von Familien und niederen Klassen belegt. Auf dem Dach des Gebäudes residiert der Architekt und Besitzer desselbigen, Royal (Jeremy Irons). Doch schon bald kommt es zu Spannungen im Haus und dann fällt auch noch der Strom aus…

 
C+ (Wertung von A bis F) „High-Rise“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von J.G. Ballard. Der Schriftsteller hat auch Vorlagen zu David Cronenbergs Film „Crash“ und Steven Spielbergs Film „Empire of the Sun“ geschrieben.

„High-Rise“ ist eigentlich ein Film, den ich lieben müsste. Er ist toll geschnitten, stylisch, sexy und hat einen guten, trockenen Humor – vom Stil her genau meins. Das Hochhaus steht symbolisch für die Londoner Gesellschaft. Die Unterschicht rebelliert irgendwann gegen die High Society, ansonsten hat der Film aber keine (bzw. kaum) Handlung. Für die bildgewaltige, stimmungsvolle Inszenierung muss man ausgeschlafen sein. War ich aber nicht. Die ständigen Wiederholungen, der gefühlt immer gleichen Szenen fand ich unbeschreiblich öde. Damit stand ich in meiner Vorstellung auch nicht alleine, es haben einige Zuschauer das Kino vorzeitig verlassen. Da ich jedoch grundsätzlich solche Filme mag, werde ich „High-Rise“ eine zweite Chance geben.

Nicht zum ersten Mal ist mir hier aufgefallen, dass Tom Hiddleston vom Typ her meinem Lieblingsschauspieler Michael Fassbender ähnelt. Sienna Miller ragt hier auch aus dem Ensemble heraus, obwohl sie mir mit blonder Haarfarbe eindeutig besser gefällt.

Die britische Band Portishead hat speziell für diesen Film den Abba-Klassiker „SOS“ gecovert. Das hört sich großartig an, leider plant die britische Band jedoch derzeit nicht, den Song als Single herauszubringen.

„High-Rise“ feierte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival 2015. Der Film startet am 13.5.16 in den amerikanischen Kinos. Ich hab den Film auf dem Tribeca Film Festival gesehen. Es war der erste von sieben Filmen, den ich auf dem diesjährigen TFF gesehen habe. Ab dem 30.06.16 wird „High-Rise“ in den deutschen Kinos gezeigt.

 

 

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival
Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2016 feierte das TFF bereits seinen 15. Jahrestag.

Eines der Plakate des TFF 2016
Eines der Plakate des TFF 2016

 

4 Gedanken zu “NYC – Film: „High-Rise“

  1. Ja gut, wach sollte man bei diesem Film schon sein. Ich war mir mit meinem Bruder einig, dass das ein so super typischer Ballard ist und Wheatley diesen durchgeknallten Schriftsteller wirklich gut eingefangen hat. Allerdings mochte er den Film weniger als ich, weil er schon mit dem Roman Probleme hatte :))
    Für mich hat der Streifen wirklich gut funktioniert und diese unsägliche 70iger Dystopiestimmung perfekt getroffen und erinnerte mich teilweise an „Clockwerk Orange“ was die Selbstverständlichkeit zur Maßlosigkeit und Brutalität anging.
    Okay, ich liebe diesen Film :))

    Gefällt 2 Personen

    • Ja gut, ich habe das Buch nicht gelesen, habe mich nur von den Bildern und der Stimmung beeindrucken lassen. War auch alles cool, aber irgendwann halt auch schnarchig. An „A Clockwork Orange“ hat mich der Film nicht erinnert (den Film liebe ich aber), mich hat er von der Inszenierung eher an einen Terrence Malick-Film erinnert.

      Ich glaube ja – wie gesagt – auch, dass ich dem Film etwas abgewinnen kann, daher werde ich ihn mir wahrscheinlich noch mal (vorzugsweise im Kino) angucken. 🙂

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    • 🙂 Na bei mir war es eher umgekehrt, ich dachte noch so ein dystopischer Sci-Fi-Film und dann habe ich die Bilder gesehen (na und die Besetzung) und dann wollte ich ihn unbedingt gucken. Das ist, glaube ich, ein Film, den man nur lieben oder hassen kann. Ich werde ich es auf jeden Fall nochmal probieren. Den Song liebe ich schon mal. 🙂

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