Berlin (ale) – Film: „A Quiet Passion“


Ich war am 15.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:
„A Quiet Passion“ 125 min drama, biopic
dir. Terence Davies cast: Cynthia Nixon, Jennifer Ehle, Keith Caradine, Duncan Duff, Joanna Bacon

 

 

Nachdem Emily Dickinson (Emma Bell und später Cynthia Nixon) die Schule vorzeitig verlassen hat, lebt sie mit ihrem Vater (Keith Carradine), ihrer depressiven Mutter (Joanna Bacon) und ihren beiden Geschwistern Vinnie (Jennifer Ehle) und Austin (Duncan Duff) auf dem Familienanwesen in Amherst, Massachusetts. Emily schreibt Gedichte und lebt sehr zurückgezogen.

 

 

C- (Wertung von A bis F) „A Quiet Passion“ ist der neue Film des britischen Regisseurs Terence Davies („The Deep Blue Sea“).

„A Quiet Passion“ ist ein ruhiges, etwas zu langgezogenes Biopic über die amerikanische Dichterin Emily Dickinson. Der Film zeigt schon Beginn, wie unangepasst sie war. Es ist ein Portrait dieser rebellischen, vielleicht verbitterten, sicher menschenscheuen und feministischen Frau des 19. Jahrhunderts. Sie war ihrer Zeit weit voraus. Aber was für ein trauriges Leben, sie verbrachte quasi ihre gesamtes Dasein ausnahmslos im Kreise ihrer Eltern und ihrer beiden Geschwister. Emily Dickinsons Gedichte finden auch ihren Weg in dem Film. Vielleicht hätte ich gerne etwas mehr darüber erfahren, was sie genau dazu inspiriert hat. Der Film hat gute Momente, aber er hat auch endlos-öde Kameraeinstellungen, bei denen ich geneigt war, mich einem bestimmt erlösenden Kurzschläfchen hinzugeben.

Cynthia Nixon ist für mich wahrscheinlich für immer in erster Linie mit Miranda aus „Sex and the City“ verknüpft. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich sie woanders gesehen hätte. Zwischendurch gefiel es mir, wie sie die berühmte amerikanische Dichterin spielt, die Szenen, in denen sie die kranke Emily Dickinson spielt, wirken aber irgendwie unfreiwillig komisch. Cynthia Nixon ist jedoch zu keinem Zeitpunkt so gespenstisch schlecht wie Duncan Duff, der hier Emily Dickinsons Bruder spielt.

Ein großer Lichtblick im Film ist Keith Carradine.
„A Quiet Passion“ feierte seine Weltpremiere auf der Berlin International Film Festival 2016. Der Film lief in der Sektion Berlinale Special. Ich habe den Film auf der 66. Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die OV. Bislang hat der Film noch keinen amerikanischen oder deutschen Verleiher. Auch konnte ich bislang keinen Trailer finden.

mein Berlinale-Ticket
mein Berlinale-Ticket

4 Gedanken zu “Berlin (ale) – Film: „A Quiet Passion“

  1. Ja stimmt die Nixon ist etwas festgelegt, obwohl ich sie auch schon in richtigen Spielfilmen gesehen habe und eigentlich ganz gut finde.
    Mit dem Wallet reinzugehen hatte ich mich diesmal gar nicht getraut, weil auf den Karten stand: nur als DIN-A-4 Ausdruck gültig. Hatte mich total verunsichert :))

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    • Ach echt? Na ich habe gar nicht noch mal nachgeschaut, wo sie noch alles mitgespielt hat. Ich mochte sie halt als Miranda richtig gerne.

      Achso? Nee, ich war letztes Jahr auch nur mit der Wallet-Karte drin. In der Bestätigungs-Email war ja ein Link (zumindest bei den 6 Filmen für die ich ne Karte hatte) und damit konnte man das Ticket automatisch in das Wallet transportieren. Sicherheitshalber hatte ich aber einen Ausdruck dabei, aber nie gebraucht. 🙂

      Gefällt 1 Person

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