San Francisco – Film: „By the Sea“


Ich war am 19.11.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„By the Sea“ (dt. Kinostart: 10.12.15) 132 min drama
dir. Angelina Jolie Pitt cast: Angelina Jolie Pitt, Brad Pitt, Niels Arestrup, Mélanie Laurent, Melvil Poupaud

Frankreich, Mitte der 1970er Jahre. Die wohlhabenden New Yorker Vanessa (Angelina Jolie) und Roland (Brad Pitt) sind seit 14 Jahren verheiratet und halten sich einige Zeit in Südfrankreich auf. Während Roland, ein Schriftsteller, versucht, etwas aufs Papier zu bringen, verbringt sie überwiegend Zeit in ihrer Hotelsuite.

B- (Wertung von A bis F) „By the Sea“ ist der dritte Spielfilm, bei dem Angelina Jolie Regie führt und nach „Mr. & Mrs. Smith“, der zweite Film, bei dem sie mit Brad Pitt gemeinsam vor der Kamera steht. Es ist der erste Film, bei dem die Schauspielerin und Regisseurin unter dem Namen Angelina Jolie Pitt gelistet wird.

Dieser Film, ein Ehedrama, ist relativ ereignislos, es wird viel geraucht, viel getrunken, viel französisch geredet, er hängt in der Strandbar ab, sie lümmelt meist in ihrer Hotelsuite rum (wobei eine Angelina Jolie natürlich nicht lümmelt, sie drapiert sich auf irgendwelchen Sitzmöbeln) es wird gestritten, irgendwann wird einem anderen Paar beim Sex zugeschaut – naja und dann ist der Film quasi schon zu Ende. Wobei „schon“ natürlich auch relativ ist.

Es ist schwer, jemanden diesen Film zu empfehlen. Wenn man Gefallen daran findet, attraktiven Hollywood-Mega-Stars beim Nichtstun zuzuschauen, ist das meine Filmempfehlung. Wenn jemand sich davon überzeugen will, dass Angelina Jolie nicht nur schauspielern, sondern auch Regie führen kann, würde ich nicht zwingend diesen Film empfehlen.

Überraschenderweise hat er mir schauspielerisch besser gefallen als sie. Sie – und das entspricht natürlich auch ihrer Rollenbeschreibung – ist sehr passiv, schaut frustriert, gelangweilt, traurig, ängstlich und sieht dabei natürlich immer traumschön aus. Für mich kam es etwas unerwartet, dass Angelina Jolie sich mehr als nur ein Mal oben ohne zeigt.

In dem Film wird viel Französisch gesprochen, entsprechend ist der Film auch in der Originalfassung mit Untertiteln.
Noch Bevor „By the Sea“ erstmalig auf dem AFI Fest 2015 gezeigt wurde , war er für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch (u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Angelina Jolie Pitt), Bestes Originaldrehbuch (Angelina Jolie Pitt) und einige technische Kategorien).

„By the Sea“ ist am 13.11.15 in zehn amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 29.11.15 läuft er in 142 Kinos in den U.S.A.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

 

 

Trailer v. Film: „45 Years“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ehedrama mit Charlotte Rampling
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Anomalisa“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Charlie Kaufmans neuer Film – Stop-Motion-Film, den ich schon vom Trailer her liebe
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Carol“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Todd Haynes neuer Film mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

 

 

4 Gedanken zu “San Francisco – Film: „By the Sea“

  1. Also für mich sieht das wie ein reines Selbstbeweihräucherungsprojekt des Ehepaars Jolie-Pitt aus, nach dem Motto: Ja wir können zusammen einen „künstlerisch anspruchsvollen“ Film machen. Spätestens seit dem unsäglichen lahmen „The Tourist“ ist Mme Jolie für mich aber ohnehin ninteressant.

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    • Ja es ist sicher ein „vanity project“. Letztlich spielen beide eine Variante von sich selbst. „The Tourist“ war zugegebenermassen eine Katastrophe, was aber hauptsächlich daran lag, dass die Chemie zwischen Angelina Jolie und Johnny Depp nicht stimmte und das hätte dieser Regisseur auffallen müssen, aber er wollte halt beide Stars – unbedingt. Es spricht für sich, dass Florian Graf Henckel von Donnersmarck danach nie wieder einen Film drehte. 🙂

      Ich glaube an Angelina Jolie als Schauspielerin, sie braucht nur die richtigen Rollen. In „Maleficent“ war sie idealbesetzt. Als Regisseurin bin ich nicht so sicher, ich habe aber ihre letzten beiden Filme noch nicht (vollständig) gesehen.

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  2. Hm, für mich eher uninteressant. Das einzige Ehedrama, dass ich freiwillig gucke ist „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ :))
    Und ich glaube daran wird Jolie-Pitt nie herankommen.
    Ich mag sie trotzdem 😀
    Ach ja „45 Years“ hatte ich ja auch freiwillig gesehen!

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    • Den Virginia Woolf-Film habe ich nur als Kind gesehen – und da hat er mich verstört. Ich kann mich nur an permanente Streitereien erinnern. Den muss ich mal jetzt irgendwann nochmal gucken, wahrscheinlich gefällt er mir dann. 🙂

      Ja „45 Years“ lief aber zur Berlinale erstmalig. Wenn man Filme bei Filmfestivals erstmalig guckt, weiss man meist noch nicht genau auf was man sich einlässt. Und „45 Years“ war auch wirklich gut.

      Und ja, ich mag Angelina Jolie auch. Aber ich habe letztens auf HBO einen Teil von „Unbroken“ gesehen und es gefiel mir auch nicht wirklich was ich da gesehen habe. Vermutlich mag ich sie lieber als Schauspielerin. 🙂

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