San Francisco – Film: „Brooklyn“


Ich war am 18.11.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Brooklyn“ (dt. Filmtitel: „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“, dt. Kinostart: 21.01.16)  111 min  drama, adaptation
dir. John Crowley cast: Saoirse Ronan, Domhnall Gleeson, Emory Cohen, Jim Broadbent, Julie Walters, Brid Brennan, Fiona Glascott

Ellis Lacey (Saoirse Ronan) wandert in den 1950er Jahren von einer irischen Kleinstadt nach New York aus. Ihre Schwester Rose (Fiona Glascott) wollte ihr ein besseres Leben ermöglichen. Ellis lebt in einer kleinen, von der strengen Mrs. Kehoe (Julie Waters) geführten Pension in Brooklyn und arbeitet in einem Kaufhaus. Zunehmend wird sie von Heimweh geplagt, bis sie eines Tages den italienischstämmigen Amerikaner Tony (Emory Cohen) kennenlernt.

B (Wertung von A bis F) „Brooklyn“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Colm Töbin. Das Drehbuch zu dem Film hat Nick Hornby („High Fidelity“, „About a Boy“) geschrieben.

„Brooklyn“ ist genau der Film, den man vom Trailer her erwarten kann. Es ist ein Film über den quasi kein Amerikaner ein schlechtes Wort verliert (er steht bei unglaublichen 99% Rotten Tomatoes). Warum die Filmjournaillie so begeistert ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Der Film ist gut gemacht, die Ausstattung, die Kostüme und die Schauspieler sind überzeugend, aber den Film hatte ich relativ schnell wieder vergessen.

„Brooklyn“ erzählt eine glaubwürdige Geschichte über das Auswandern, sich Zurechtfinden in einem fremden Land, Heimweh und wie das Verliebtsein alles ändern kann. Der Regisseur John Crowley (Is Anybody There?) nimmt sich viel Zeit, seine Geschichte zu schildern, dafür endet sie mir aber irgendwie zu abrupt. Die Geschichte ist gradlinig erzählt, nimmt aber einen, für mich nicht nachvollziehbaren Schlenker in der Handlung. Mit dem Gespräch zwischen Ellis und Mrs. Kelly findet der Film aber wieder zu seiner eigenen Stärke zurück.

Am meisten hat mich Emory Cohen, der den immer leicht errötenden Italo-Amerikaner spielt, begeistert. Wie bezaubernd ist der denn?

Saoirse Ronan (City of Ember, Hanna, The Grand Budapest Hotel) hat bereits in Alter von 13 Jahren für ihre Performance in einem ihrer ersten Filme (Atonement) ihre erste Oscar-Nominierung erhalten. Sollte sie – und davon ist auszugehen – für Brooklyn eine weitere Oscar-Nominierung erhalten zählt sie zu den jüngsten Schauspielerinnen hat eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin.
„Brooklyn“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Bester Nebendarsteller (Emory Cohen, Domhnall Gleeson), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Brooklyn“ hat 3 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Bester Hauptdarstellerin Saoirse Ronan und Bestes adaptiertes Drehbuch) erhalten.

„Brooklyn“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 4.11.15 in fünf amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später war er dann in 23 und mittlerweile in 845 Kinos zu sehen. Zum Vergleich der letzte James Bond-Film („Spectre“) ist zeitgleich in 3929 amerikanischen Kinos gestartet.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Peggy Guggenheim: Art Addict“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation über die Kunstsammlerin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Anomalisa“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Charlie Kaufmans neuer Film – Stop-Motion-Film, den ich schon vom Trailer her liebe
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

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