London – Film: „Suffragette“


Ich war am 04.11.15 in London und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Suffragette“ (dt. Filmtitel: „Suffragette – Taten statt Worte“ , dt. Kinostart: 04.02.16) 106 min drama
dir. Sarah Gavron cast: Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Brendan Gleeson, Meryl Streep, Ben Whishaw

London im Jahr 1912. Frauen haben keinerlei Rechte. Die 24-jährige Maud Watts (Carey Mulligan) ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Sie arbeitet in einer Wäscherei. Immer mehr Frauen versammeln sich heimlich, um für Gleichberechtigung der Frauen und das Frauenwahlrecht zu kämpfen. Maud schließt sich den Frauen an und setzt damit ihre Ehe aufs Spiel.

C+ (Wertung von A bis F) „Suffragette“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Das Frauenwahlrecht wurde in Großbritannien bereits im 19. Jahrhundert mit friedlichen Mitteln gefordert. Die Wahlrechtsbewegung (sogenannte Suffragettenbewegung) radikalisierte sich im frühen 20. Jahrhundert in Großbritannien. Die von Meryl Streep portraitierte Emmeline Pankhurst war eine politische Aktivistin und Symbolfigur der Frauenrechtlerinnen. Die meisten anderen Figuren in diesem Film sind fiktiv.

„Suffragette“ ist eine deprimierende Inszenierung. Der mutige und gefährliche Weg den britische Frauen gegangen sind um für etwas zu kämpfen, was heutzutage in der zivilisierten Welt selbstverständlich ist, hätte in meinen Augen einen besseren Film verdient. Einige Szenen haben mich komplett rausgebracht und ich habe mir gewünscht, dass ein versierterer Filmemacher das Ruder übernommen hätte. Vielleicht liegt es auch am Drehbuch, mir erschien der Film etwas zu langgezogen.

Carey Mulligan (An Education, Shame, Far From the Madding Crowd) wird für ihre Rolle in „Suffragette“ für eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin gehandelt. Meiner Meinung nach hat sie bislang immer eine beachtenswerte Performance gegeben, diese hebt sich nicht von den in ihren anderen Filmen ab. Herausragend fand ich hier eher Helena Bonham Carter.

Meryl Streep hat in „Suffragette“ einen Kurzauftritt. Viel länger als ihr Auftritt im Trailer ist er tatsächlich nicht, daher ist eine Oscar-Nominierung für sie – so ungewöhnlich es klingen mag – im nächsten Jahr eher unwahrscheinlich.

„Suffragette“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 23.10.15 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile wird er bereits in 222 Kinos in den U.S.A. gezeigt. Ich habe den Film in London gesehen.

„Suffragette“ ist für folgende Oscar-Nominerungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Carey Mulligan), Beste Nebendarstellerin (Helena Bonham Carter, Meryl Streep), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bridge of Spies“
Bewertung des Trailers: B- (anderer Trailer)
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Film mit Tom Hanks. In Berlin gedreht. Ich liebe Mark Rylance.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „He Named Me Malala“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Dokumentation über die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Brooklyn“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Romanverfilmung mit Saoirse Ronan, Domhnall Gleeson, Jim Broadbent. Komisch vom Trailer her interessiert mich der Film nicht sonderlich. Aber: Oscar-Film – gilt derzeit sogar als Mitfavorit auf den Oscar-Gewinn als bester Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lady in the Van“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Maggie Smith. Es könnte sogar eine Oscar-Nominierung für sie herausspringen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Kino in London: Das letzte Mal habe ich mir The Double in diesem charmanten Programmkino angeschaut. Beim Kauf der Kinokarte hat mir die Mitarbeiterin an der Kasse dieses Mal mitgeteilt, wie lange die Werbung und die Trailer in Anspruch nehmen und wann exakt der Film anfängt. Da man in diesem kleinen Kino seinen Sitzplatz bereits beim Bezahlen auswählen muss (was ich bekanntlich hasse), kann man dieses Wissen nutzen und noch entspannt einen Drink an der gemütlichen kleinen Bar nehmen und so der Werbung entkommen.

IMG_4182

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.